Firmin
Ein Rattenleben. Roman

Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.
2008, 213 Seiten, Maße: 13 x 18 cm, Gebunden, Deutsch
Dtsch. v. Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol u. Hermann Gieselbusch u. a.
Ullstein HC
ISBN-10: 355008742X
ISBN-13: 9783550087424
Dtsch. v. Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol u. Hermann Gieselbusch u. a.
Ullstein HC
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ISBN-13: 9783550087424
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Klappentext zu: Firmin
Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels. Sam Savages Roman erzählt von den Hoffnungen und Idealen der Beat-Generation und von der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, möge es noch so hart kommen.
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kristall, D, 06.11.2009
ja | nein

Letzte Woche bekam ich dieses Buch geschenkt, das schon durch sein ansprechendes und außergewöhnlich passendes Titelbild besticht. Es erzählt vom Leben am Scollay Square in Boston, in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Nicht aus Sicht eines Menschen, sondern durch die Augen von Firmin, einer bibliophilen Ratte. So traurig wie Firmin auf dem Titelbild schaut, so deprimierend ist auch seine Sicht des Rattenlebens. Mit seinen Artgenossen, sogar seinen Geschwistern kann er nichts anfangen. Sie sind für ihn schmutzig und brutal, verwahrlost und ignorant. Firmin ist eine Leseratte und ein Cineast, der so gerne Mensch wäre, aber weder sprechen kann noch ein für Menschen ansprechendes Äußeres hat. Firmins Gedanken und Erinnerungen sind oft tragikomisch, lassen eigene Erinnerungen an die 60er Jahre wach werden. Savage ist ein besonderes Buch gelungen, das mir schöne Lesestunden bereitet hat.
ja | nein
sassenach, im Leseland, 24.02.2009
ja | nein

Aus dem Leben einer wahren Leseratte: Dem Amerikaner Sam Savage ist mit seinem ersten Roman ein reizvolles Werk gelungen. Das schmale Büchlein mit dem ansprechenden Cover enthält eine ruhige Geschichte, die den Leser noch lange beschäftigt. Firmin wird als dreizehnter, kleinster und schwächster seines Wurfs geboren, im Keller einer Buchhandlung in Boston. So muss er auf andere Nahrungsquellen ausweichen und wählt das naheliegendste: Bücher. Dabei lernt er auch irgendwie Lesen und entdeckt eine neue Welt, jenseits des Kellers und seiner Familie Gespickt mit literarischen und teilweise auch cineastischen Anspielungen erzählt Firmin Episoden aus seinem Leben, lässt den Leser teilhaben an seinen philosophischen Überlegungen. Ein Buch, das ich schon mehrmals weiterempfohlen habe und das meine Wunschliste hat wachsen lassen – dank Firmins vieler verborgener Leseempfehlungen.
ja | nein
sassenach, Deutschland, 16.02.2009
ja | nein

Aus dem Leben einer wahren Leseratte
Dem Amerikaner Sam Savage ist mit seinem ersten Roman ein reizvolles Werk gelungen. Das schmale Büchlein mit dem ansprechenden Cover enthält eine ruhige Geschichte, die den Leser noch lange beschäftigt.
Firmin wird als dreizehnter, kleinster und schwächster seines Wurfs geboren, im Keller einer Buchhandlung in Boston. So muss er auf andere Nahrungsquellen ausweichen und wählt das naheliegendste: Bücher. Dabei lernt er auch irgendwie Lesen und entdeckt eine neue Welt, jenseits des Kellers und seiner Familie
Gespickt mit literarischen und teilweise auch cineastischen Anspielungen erzählt Firmin Episoden aus seinem Leben, lässt den Leser teilhaben an seinen philosophischen Überlegungen.
Ein Buch, dass ich schon mehrmals weiterempfohlen habe und das meine Wunschliste hat wachsen lassen – dank Firmins vieler verborgener Leseempfehlungen.
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