Meine Preise, Thomas Bernhard, Weltliteratur
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Meine Preise

Eine Bilanz. Erstausgabe aus dem Nachlaß

ausgezeichnet
Zu Thomas Bernhards 20. Todestag

Einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jh. auf der Höhe seiner Kunst! Thomas Bernhard (gestorben am 12. Februar 1989) resümiert in dieser bisher unveröffentlichten komödiantischen Prosa zornig über die ihm verliehenen Literaturpreise - und über die Tragödien, die sich daraus entwickelten.

2009, 139 Seiten, Maße: 12,6 x 20,5 cm, Gebunden, Deutsch Suhrkamp ISBN-10: 3518420550
ISBN-13: 9783518420553
 
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Klappentext zu: Meine Preise

Nach Thomas Bernhard kann die Kunst der Übertreibung auch die Form der Untertreibung annehmen. In Sinne einer solchen Untertreibung muß die Publikation von "Meine Preise" als Sensation gelten: Zum 20. Todestag im Februar 2009 wird diese Prosaarbeit erstmals veröffentlicht. Bernhard hat sie 1980 fertiggestellt, zu Lebzeiten aber nie publiziert. Der Text gliedert sich in neun Kapitel und einen Anhang. Zornig Rückschau haltend, zieht Bernhard darin eine Bilanz der ihm verliehenen Literaturpreise. Detailliert schildert der begnadete Komiker die Tragödien, zu denen sich die Überreichung seiner Literaturpreise jeweils entwickelte. Ob Bremer Literaturpreis, ob Staatspreis für Roman, ob Grillparzer-Preis, ob Georg-Büchner-Preis: Als Auslöser von Skandalen dienten sie dem Geehrten allemal. Für den Autor sind die mit den Preisen verbundenen Geldbeträge aber auch ein Anlaß, sich in Abenteuer zu stürzen.
Auf die gesamte Menschheit schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd entwirft Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Autors als Preis- und Preisgeldempfänger. Diese Selbstdarstellung setzt da ein, wo die bisher in Buchform erschienene Autobiographie endet bei seiner frühen Anerkennung nach dem ersten Roman , und schließt mit dem Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Diese bisher unveröffentlichte komödiantische Prosa zeigt Bernhard auf dem allerhöchsten Stand seiner Kunst: Schimpfend, staunend, verfluchend-verlachend hadert Thomas Bernhard mit der Welt im allgemeinen, dem Kulturbetrieb im besonderen und ganz speziell mit sich selbst mittendrin.

Rezension zu: Meine Preise

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Leseprobe: Meine Preise



Meine Preise von Thomas Bernhard  

Zur Verleihung des Grillparzerpreises der Akademie der Wissenschaften in Wien mußte ich mir einen Anzug kaufen, denn ich hatte plötzlich zwei Stunden vor dem Festakt eingesehen, daß ich zu dieser zweifellos außerordentlichen Zeremonie nicht in Hose und Pullover erscheinen könne und so hatte ich tatsächlich auf dem sogenannten Graben den Entschluß gefaßt, auf
...

Autoren-Porträt von Thomas Bernhard:

Thomas Bernhard (1931-1989) war einer der bekanntesten österreichischen Erzähler des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wuchs in Wien und in Seekirchen am Wallersee auf, wurde für kurze Zeit in ein Heim für schwer Erziehbare geschickt, brach seine Schulausbildung ab und wurde Kaufmannsgehilfe. 1947-48 arbeitete er als Lehrling. Dabei zog er sich eine Lungenentzündung zu, die sich zur Tuberkulose ausweitete. Er verbrachte die nächsten beiden Jahre in verschiedenen Krankenhäusern. Nach seiner Genesung ...

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ausgezeichnet
, 4531 Kematen, 16.05.2009
GRANDIOS! Thomas Bernhard zum leise Schmunzeln, aber auch herzhaft laut Lachen, das einem manchmal im Hals stecken bleibt! In kurzen und kurzweiligen Geschichten beschreibt Bernhard Preisverleihungen samt Vor- und Nachspiel.Schreibt vom bei der Verleihung eingeschlafenen Politiker, desen Name der eine oder andere Leser noch kennt. Er macht sich lustig über Politiker die ihn, den Preisträger, nicht erkennen. Und erzählt wie willkürlich jemand zum Preisträger wird. Aber das mit einer ungewohnten Heiterkeit. Natürlich auch mit dem notwendigen bernhardschen Zynismus und einer Spur Verbitterung. Er benennt die Zweifel die in ihm aufkommen, wenn es darum geht einen Preis und das damit verbundene Preisgeld anzunehmen oder abzulehnen. Und wie er manchen Preis nur des Geldes wegen annimmt. Für mich ein notwendiges Buch, um einen auch heiteren, wenig schimpfenden Bernhard kennen zu lernen.
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