Comica - Donna Attrice - Innamorata
Frühe Berufsschauspielerinnen und ihre Kunst
Auf der Suche nach dem Reichtum und der Vielfalt von Theater, auf die sich die "Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung" begeben, erkundet die Studie von Katy Schlegel die frühen Berufsschauspielerinnen der so genannten... mehr
2011, 316 Seiten, mit farbigen Abbildungen, Maße: 14,8 x 21,3 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Leipziger Universitätsverlag ISBN-10: 3865834302
ISBN-13: 9783865834300
Leipziger Universitätsverlag ISBN-10: 3865834302ISBN-13: 9783865834300
Produkt-Beschreibung zu: Comica - Donna Attrice - Innamorata
Auf der Suche nach dem Reichtum und der Vielfalt von Theater, auf die sich die "Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung" begeben, erkundet die Studie von Katy Schlegel die frühen Berufsschauspielerinnen der so genannten Commedia dell'Arte.
Im Zentrum stehen jene professionellen Schauspielerinnen, die im 16. und 17. Jahrhundert zuerst die italienischen und bald auch die europäischen Schauplätze eroberten. Für die Zeitgenossen war es eine unerhörte Neuerung, dass leibhaftige Frauen Frauenfiguren spielten. Die Quellen lassen sie im Widerstreit der Lobpreisung als "göttliche Frau" und der Verdammung als "höllische Furie" erscheinen.
Katy Schlegel revidiert das im deutschsprachigen Raum geläufige Bild dieser Schauspielerinnen als Wegbereiterinnen der bürgerlichen »naturwahren« Schauspielkunst.
Aus kulturhistorischer Sicht erweisen sie sich als Akteurinnen, die höchst artifiziell mit dem zeitgenössischen Menschen- und Frauenbild, mit Rollen und mit Subjektverfassungen spielten. Auch diese Comiche, obgleich ohne Gesichtsmaske, spielten ebenso wie die Comici, ihre männlichen Kollegen, auf der Grundlage der Gesamtkörpermaske. Dies ermöglichte ihnen Verwandlungen, Vervielfältigungen und Grenzüberschreitungen, in denen sie Grundfragen der menschlichen Existenz kommunizierten.
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Klappentext zu: Comica - Donna Attrice - Innamorata
Auf der Suche nach dem Reichtum und der Vielfalt von Theater, auf die sich die Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung begeben, erkundet die Studie von Katy Schlegel die frühen Berufsschauspielerinnen der so genannten Commedia dell Arte.
Im Zentrum stehen jene professionellen Schauspielerinnen, die im 16. und 17. Jahrhundert zuerst die italienischen und bald auch die europäischen Schauplätze eroberten. Für die Zeitgenossen war es eine unerhörte Neuerung, dass leibhaftige Frauen Frauenfiguren spielten. Die Quellen lassen sie im Widerstreit der Lobpreisung als göttliche Frau und der Verdammung als höllische Furie erscheinen.
Katy Schlegel revidiert das im deutschsprachigen Raum geläufige Bild dieser Schauspielerinnen als Wegbereiterinnen der bürgerlichen "naturwahren" Schauspielkunst.
Aus kulturhistorischer Sicht erweisen sie sich als Akteurinnen, die höchst artifiziell mit dem zeitgenössischen Menschen- und Frauenbild, mit Rollen und mit Subjektverfassungen spielten. Auch diese Comiche, obgleich ohne Gesichtsmaske, spielten ebenso wie die Comici, ihre männlichen Kollegen, auf der Grundlage der Gesamtkörpermaske. Dies ermöglichte ihnen Verwandlungen, Vervielfältigungen und Grenzüberschreitungen, in denen sie Grundfragen der menschlichen Existenz kommunizierten.
Im Zentrum stehen jene professionellen Schauspielerinnen, die im 16. und 17. Jahrhundert zuerst die italienischen und bald auch die europäischen Schauplätze eroberten. Für die Zeitgenossen war es eine unerhörte Neuerung, dass leibhaftige Frauen Frauenfiguren spielten. Die Quellen lassen sie im Widerstreit der Lobpreisung als göttliche Frau und der Verdammung als höllische Furie erscheinen.
Katy Schlegel revidiert das im deutschsprachigen Raum geläufige Bild dieser Schauspielerinnen als Wegbereiterinnen der bürgerlichen "naturwahren" Schauspielkunst.
Aus kulturhistorischer Sicht erweisen sie sich als Akteurinnen, die höchst artifiziell mit dem zeitgenössischen Menschen- und Frauenbild, mit Rollen und mit Subjektverfassungen spielten. Auch diese Comiche, obgleich ohne Gesichtsmaske, spielten ebenso wie die Comici, ihre männlichen Kollegen, auf der Grundlage der Gesamtkörpermaske. Dies ermöglichte ihnen Verwandlungen, Vervielfältigungen und Grenzüberschreitungen, in denen sie Grundfragen der menschlichen Existenz kommunizierten.
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