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Das Geheimnis

Roman - Der spannende SPIEGEL-Bestseller über Familiengeheimnisse und die Abgründe unserer Geschichte
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Die Zeit heilt alle Wunden. Doch das Gewissen heilt sie nicht.

Nach dem Tod ihrer Mutter muss Ulla entscheiden, ob sie deren Häuschen am Chiemsee verkaufen soll. Eigentlich sollte ihr die Entscheidung leicht fallen, denn ihre Mutter verließ die...
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Kommentare zu "Das Geheimnis"
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Alle Kommentare
  • 4 Sterne

    74 von 109 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Alexa, 03.10.2021

    Ich las die Autorin zum 1. Mal und gebe eine klare Lese-Empfehlung.
    Es handelt sich nicht um einen klassischen Frauenroman, es werden vielmehr die Verflechtungen von Schuld, Gewissen und Verzeihen innerhalb einer Familie über 3 Generationen aufgezeigt. Das Nicht-Wissen und die Nicht-Kommunikation spielen eine durchgehende Rolle, die erst nach und nach aufgelöst werden.
    Anfangs empfand ich die Zeitsprünge zw. Gegenwart und Vergangenheit, sowie die ständig wechselnde Erzählperspektive als verwirrend. Doch genau dieser Stil entwickelt die Verbindung zwischen den Personen, ihren Handlungen und Empfindungen. Nicht Alles ist so wie es scheint und der Roman erzählt fast nüchtern Schicksale, die leider auch heute viel zu oft geschehen. Die Autorin schreibt flüssig und am Ende jedes Kapitels will man unbedingt wissen wie es weitergeht. Sie ergeht sich nie in Gefühlsduselei und regt zum Nachdenken an.

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  • 5 Sterne

    47 von 78 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss Norge, 24.10.2021

    ✿ Meine Meinung ✿
    Bisher haben mir alle Romane von dieser Autorin sehr gut gefallen, denn sie spielen auf zweit Zeitebenen, sind psychologisch spannend und einfach nur klasse geschrieben. Ich mag es sehr, wenn mir zu Beginn verschiedene Personen vorgestellt werden, wo ich mir denke, hmmm, wie könnten die bloß am Ende alle miteinander verbandelt sein? Und genau diesen Twist, den hat Ellen Sandberg einfach gut drauf. Logisch und gut vorstellbar nähern sich die verschiedenen Stränge an und zum Ende hin wird alles klar und verständlich aufgeklärt. In ihrem neuesten Roman "Das Geheimnis" sind wieder mehrere Frauen die Hauptpersonen denen man gefühlsmäßig und gedanklich sehr nahe kommt. Zum einen ist da Helga, die in einer Künstlerkomune am Chiemsee lebt, ihre Tochter Ulla die beim Vater aufwächst und später kommt noch Luise hinzu, die ich erst verbindungstechnisch so gar nicht zuordnen konnte, was sich aber im Laufe der Geschichte von selbst erklärt. Helga ist eine Mutter die überhaupt keinen Kontakt zu Ulla möchte, die sie kühl und abweisend behandelt und Ulla konnte dies als Kind und Teenager überhaupt nicht einschätzen und sich erklären. Wie kann eine Mutter so handeln, ohne Gefühle und Liebe zu ihrem eigenen Kind? Als Helga tot ist, findet Ulla in ihren Hinterlassenschaften Kassetten, auf die Helga alles gesprochen hat was sie zu diesem Verhalten gewissermaßen gezwungen hat. Ulla beschäftigt sich nach ihrem Tod damit und erhält Einblicke in das fremde Leben ihrer Mutter, mit dem Ergebnis das man ihr Verhalten irgendwie verstehen kann. Im Verlauf des Plots durchlebt man alle Gefühlwelten die es gibt. Man freut sich mit, man ist traurig, man wird wütend, man verdrückt ein Tränchen und trotz allem mag man die Charaktere, vor allem Luise Paasch, die 80jährige alte Dame, die mehr Schein als Sein ist, aber trotzdem so liebenswert, auch wenn sie an dem Geheimnis von Helga schwer mitzutragen hat. Das große Geheimnis schwebt von Beginn an über jeder Seite und bis zum finalen Ende hätte ich mit dieser Wendung, die dann alles nochmals auf den Kopf stellt, nie im Leben gerechnet.
    ✿ Mein Fazit ✿
    Ellen Sandberg ist wieder einmal ein hervorragender und sehr lesenswerter Roman gelungen. Eine Familiengeschichte die tief berührt und manches in einem anderen Licht erscheinen lässt.

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  • 5 Sterne

    49 von 80 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elisabeth U., 15.10.2021

    Ein Buch, wie es beeindruckender nicht mehr sein kann. Es spielt praktisch in drei Zeitzonen, Einmal um 1945 herum, die nächste Zeitzone ist 1975 und dann sind wir im heute. Es beschreibt die Flucht von Helga als junge Frau aus Schlesien mit all ihren Schikanen und Entbehrungen. Dann gehen wir in die Hippiezeit. Helga lebt in einer Kommune auf einem Hof in Moosleiten am Chiemsee und dann treffen wir auf ihre Tochter Ulla im Jahr 2020, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat. Ulla hatte fast keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Als sie neun Jahre alt war, hat Helga Ulla zu ihrem Vater geschickt und ihr verboten, sie wieder aufzusuchen. Es bestand nur noch sporadischer brieflicher Kontakt an den Geburtstagen. Helga lebt als freischaffende Künstlerin in der Kommune, eben das Leben, das sich ein Außenstehender zu vorstellt. Doch Helga trug ein schweres Trauma mit sich, niemand wußte genau, was damals auf der Flucht geschah. Sie war voller Selbsthass und selbstzerstörerisch, bis sie dann eines Tages ihrem Leben ein Ende setzte. Auch Ulla kommt mit iherer Tochter nicht klar, bzw. die Tochter möchte Abstand zu ihrer Mutter. Nun kommt also Ulla nach Moosleitn und möchte die Spuren ihrer Mutter aufdecken. Sie freundet sich mit Luise an, die ihre Mutter gut kannte. Aber auch Luise hat so ihre Geheimnisse, die sie nicht preisgibt. Ein Buch voller sehr schwerer Schicksalsschläge, die Mütter haben über drei Generationen hinweg Probleme mit ihren Töchtern. Durch Helga tauchen wir in die Welt der 70iger ein. Hier laufen wird Uriah Heep, Deep Purple und den Stones über den Weg, eine Zeit, in der ich jung war und sehr sehr gut kenne. Für mich beim Lesen fast ein Remake. Die Autorin hat eine alles überragende Erzählkunst, die Protagonisten werden einem so gut dargestellt, man meint ihnen schon einmal begegnet zu sein. Es sind alle drei Zeitspannen so wirklichkeitsnah wiedergegeben worden, man merkt hier die umfangreiche Recherche. Wenn man die 70iger Jahre hernimmt, meint man, die Boulevardpresse über die Schönen und die Reichen zu lesen. Alle der Frauen in diesem Roman sind psychisch sehr angeschlagen. Man möchte sie manchmal direkt schütteln und auf den richtigen Weg bringen. Da Buch liest sich interessant und spannend und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Die wechselnden Zeiten enden fast immer mit einem Pageturner und man muß dann das nächste Kapitel lesen, denn man ist neugierig auf das, was als nächstes passiert. Die Wortwahl und der Text lesen sich sehr flüssig und die 430 Seiten fliegen nur so dahin. Am Ende bleibt der Leser sehr nachdenklich zurück und ich habe mir so meine Überlegungen gemacht, wie das Leben von Helga, Ulla, Sandra und Luise anders verlaufen wäre, hätten sie sich damals anders entschieden. Ein Buch, in dem viel Wahrheit steckt. Zu erwähnen sind noch die grandiosen Landschaftsbeschreibungen, die Unbillen des Wetters. Wirklich sehr plastisch beschrieben. Der Einband mit den dunklen Wolken und den verblühten Sonnenblumen gibt schon einen Hinweis, dass das Buch kein leichtes sein wird.

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