Das Rosenpalais

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Zeiten des Umbruchs verlangen mutige Entscheidungen

Koblenz in den Goldenen Zwanzigern: Die Firma des einstmals erfolgreichen Süßwarenfabrikanten Felix Dorn steht kurz vor dem Bankrott. Sein Sohn Eric, der traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt ist,...
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Zeiten des Umbruchs verlangen mutige Entscheidungen

Koblenz in den Goldenen Zwanzigern: Die Firma des einstmals erfolgreichen Süßwarenfabrikanten Felix Dorn steht kurz vor dem Bankrott. Sein Sohn Eric, der traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt ist,...

Kommentare zu "Das Rosenpalais"

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  • 4 Sterne

    19 von 21 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Dreamworx, 23.06.2019

    20er Jahre, Koblenz. Nachdem der Patriarch Felix Dorn gestorben ist, fällt die familieneigene Süßwarenfabrik an dessen Kinder Eric und Ella, die das einst erfolgreiche Unternehmen wieder auf Kurs bringen müssen, wenn sie nicht dem Ruin verfallen wollen. Eric ist als Kriegsrückkehrer dermaßen traumatisiert, dass er nicht in der Lage ist, irgendwelche Entscheidungen zu treffen oder sich auch nur um geschäftliche Belange zu kümmern. Ella allerdings ist Feuer und Flamme, die Fabrik mit ihren Ideen wieder in die Erfolgsspur zu bringen und sichert sich die Unterstützung ihres Bruders. Allerdings müssen sich die beiden gegenüber ihrer Verwandtschaft behaupten, denn die hat ganz eigenes im Sinn und durchkreuzt die Pläne der Geschwister immer wieder aufs Neue. Aber Ella lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn die Zeit noch nicht reif für starke Frauen ist, geht sie unbeirrt ihren Weg, um sich einen Namen als Chocolatière zu machen und die Firma Dorn wieder in aller Munde zu bringen…
    Anne Jonas hat mit „Das Rosenpalais“ einen unterhaltsamen Start in ihre Familiensaga hingelegt, der flüssige, bildhafte und packende Erzählstil zieht den Leser schnell in die Geschichte hinein und versetzt ihn zurück in die Goldenen 20er des vergangenen Jahrhunderts, als die Menschen sich zwischen zwei Kriegen ausschweifend dem Leben widmeten. An der Seite von Ella darf der Leser in die Welt der Süßwaren, aber auch der Intrigen und familiären Verwicklungen eintreten und beobachten, wie Ella sich als Frau in einer Gesellschaft behaupten muss, für die Frauen immer noch an den Herd gehören und kein Geschäft führen. Die Autorin spielt die vermaledeite Verwandtschaft geschickt gegeneinander aus, lässt die Spannung wachsen, wer wohl als nächstes gegen wen antritt und vor allem, wie Ella sich in Schlangenbewegung durch den verminten Parcours bringt, um ihre Ziele zu erreichen. Gleichzeitig gelingt es ihr mit gefühlvollen Worten, die schlimmen Kriegstraumata der heimgekehrten Soldaten aufzuzeigen, die damals hinter verschlossenen Türen diskutiert wurden und allgemein abgeschwächt wurden, wobei die betroffenen Familien allesamt unter den Folgen zu leiden hatten. Auch die Entwicklung der Schokoladenwaren wird auf wunderbare Weise in diesem Buch zelebriert, so dass dem Leser ständig der Magen knurrt und die Geschmacksnerven sich im Mund zusammenziehen ob der Köstlichkeiten, die dort kreiert werden.
    Die Autorin hat eine bunte Vielfalt an Charakteren geschaffen, die den Leser zum Mitfühlen und –fiebern animieren, aber ihm auch die Haare zu Berge stehen lassen wegen ihrer niederträchtigen und falschen Art. Sowohl individuell als auch authentisch repräsentieren sich die Protagonisten und tragen enorm zur Kurzweiligkeit der Geschichte bei. Ella ist als Frau ihrer Zeit voraus, sie möchte sich nicht in eine Rolle pressen lassen, sondern selbst etwas bewirken. Dadurch wirkt sie manchmal selbstsüchtig und etwas abgehoben, doch eigentlich steht sie nur ihre Frau gegenüber allen Widerständen und Frechheiten, die ihr entgegengeschleudert werden. Insgeheim ist sie auch eine Träumerin, die nicht nur geschäftlich Erfolg haben möchte, sondern auch die Liebe in ihr Leben lassen will. Eric ist ein beeindruckender Mann, der viel Schlimmes erlebt hat und sich langsam aus den Fängen des Alptraums befreit. Louise ist Ella eine wunderbare Freundin, sie ist offen, ehrlich und lässt sie nicht im Stich. Sebastian ist ein sympathischer Zeitgenosse, der sein Herz auf der Zunge trägt und eine gute Portion Pragmatismus mitbringt. Cousine Helene ist ein Miststück erster Güte, doch auch die Onkel Heinrich und Georg sind Männer ihrer Zeit und führen sich wie das Maß aller Dinge auf.
    „Das Rosenpalais“ ist ein schöner Einstieg in die Schokoladendynastie der Dorns vor historischem Hintergrund, gespickt mit Familienstreitigkeiten, Intrigen, Liebe und jeder Menge Leckereien. Auf den 2. Band darf man gespannt sein. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    RoRezepte, 15.11.2019

    Heute möchte ich euch einen historischen und gleichzeitig kulinarischen Roman vorstellen, welcher mich positiv überraschte: Das Rosenpalais von Anna Jacobs.

    Die Geschichte beginnt im Oktober des Jahres 1924 und endet im April 1927; unsere Protagonisten leben in Koblenz und gehören großteils der Oberschicht an. Der Leser wird stiller Teil einer richtigen Familiendynastie und erlebt sowohl den Schein des Zusammenhaltes, als auch die Zerwürfnisse, die Intrigen und Heucheleien.

    „»Ich hoffe sehr, dass ihr endlich wieder zu Geld kommt«, entgegnete Helene nun, »wenngleich es mir natürlich nichts ausmacht, dir meine abgelegten Kleider zu geben. Dieses hier steht dir übrigens großartig, ich hatte letzte Saison wunderbare Erfolge damit.«“

    Das Rosenpalais hat viel zu erzählen, viele Themen angeschnitten und negative Verhaltensweisen aufgezeigt, die keine Frau vermissen dürfte. Und noch mehr wuchs mein Verständnis für ehemalige Soldaten, welche schreckliche Dinge erlebten und nur schwer in ein Alltagsleben zurück finden.

    Ich hatte Anfangs kurz Probleme mit dem Einstieg, da der zweite Teil im 1 Kapitel von einem Protagonisten erzählt wurde, den ich bis dato nicht kannte. Allerdings hat sich die kleine Hürde nach weiteren Seiten verflüchtigt, als man bereits etwas zu ahnen begann. Wer hinter Das Rosenpalais direkt eine Liebesgeschichte vermutet, muss ich vorerst enttäuschen. Wir haben zwar ein sehr schönes Happy End, allerdings ist Liebe nicht das Thema des Romanes.

    Unsere Hauptprotagonistin Ella gehört zu den starken Frauen, die gebeutelt ist, keine Eltern und nur noch ihren kranken großen Bruder hat. Das Familienunternehmen steht kurz vor dem Aus und sie nimmt die Zügel ihrer Geschichte selbst in die Hand. Auch wenn zur damaligen Zeit Frauen, die unternehmerisch mitwirken wollen, keinen Respekt erhielten, findet Ella Lösungen. Lösungen, die den Leser einen packenden Roman präsentieren wird.

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Seiten fliegen nur dahin und man steckt mitten drin in den Verwicklungen und ist gespannt auf die nächsten Hürden. Allein für die kulinarischen Beschreibungen ist der Roman sehr gemein: Ich musste direkt das Rezept für die kleinen Schokoladenkuchen austesten und anschließend weiterlesen. Ich lebte förmlich in der kleinen Chocolaterie, welche mit so viel Detailliebe und Bedeutung beschrieben wurde.

    „In der Luft lag der Duft von Schokolade, schwer und aromatisch, darunter auch ein Hauch von Zimt und Marzipan. Ella stand im Fertigungsraum der Chocolaterie, und ihre Nasenflügel blähten sich leicht, als sie mit geschlossenen Augen die Aromen einatmete. Gleich, wie vertraut ihr diese inzwischen waren, sie wurde ihrer niemals überdrüssig.“

    Die Rezepte aus Das Rosenpalais gibt es unter dem Benutzer.

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    janein

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