Das vermessene Ich

Von Selbstkontrolle, Optimierungswahn und digitalen Doppelgängern
 
 
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Schlanker, fitter, stärker: Das Zahlen-Ich im Netz der Daten

Fitness-Armband, Smart Watch oder Activity Tracker - wir messen Kalorien- und Schrittzahl, Schlafphasen, Blut- und sogar Stimmungswerte. Unser digitaler Fußabdruck verrät viel mehr über unser...
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Kommentare zu "Das vermessene Ich"

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  • 5 Sterne

    Jennifer H., 01.12.2019

    - More than numbers -

    Der derzeitige Trend alles zu vermessen, um damit sich selbst zu optimieren, ist mehr als bedenklich. Denn wo bleibt der Mensch noch Mensch, wenn er wie eine Maschine nach Parametern bewertet wird und unentwegt um Likes und Follower kämpft? Und warum gehen wir mit unseren Daten im Internet so sorglos um?

    Die Psychologin Dr. Vivien Suchert beleuchtet im vorliegenden Buch mit dem ambivalenten Titel "Das vermessene Ich" genau die genannten Fragen. Kritisch und wohl recherchiert zeigt es auf, was das Internet der Dinge mit Smartphone, Smartwatch, Bewegungsapp etc. mit uns Menschen macht. Nicht wenige verlieren sich im Rausch der Zahlen und können ohne sie nicht mehr leben. Doch muss ich als gesunder Mensch immer wissen, wie hoch mein Blutdruck, mein Kalorienverbrauch oder meine Arbeitsleistung ist?

    Ich denke wie die Autorin, dass der ständige Vergleich und die Zahlenfixiertheit uns eher krank als zufrieden macht. Weniger ist mehr. Und der Mensch ist verdammt noch mal keine Maschine, wie es Tim Bendzko in seinem Lied besingt.

    Mich hat Sucherts Buch sehr nachdenklich in Hinblick auf unsere zukünftige Gesellschaft und das soziale Miteinander gestimmt. Wollen wir in einer Welt leben, in der egomane Zeitgenossen sich und alles um sie herum unentwegt überwachen/kontrollieren. Welcher vernünftig denkende Mensch braucht denn smarte Gabeln, Schlaf-Apps oder Biohacking? Mich erinnert das alles jedenfalls stark an Darwins "Survival of the Fittest" und das muss ich nicht haben. Kranke Menschen durch technische Innovationen im Bereich der KI zu unterstützen, ist m. E. sinnvoll. Doch wenn die Gesunden sich freiwillig durch Algorithmen lenken und beherrschen lassen, ist das einfach nur schwachsinnig. Denn der Mensch besteht aus mehr als aus Zahlen.

    Sucherts aufgeführte Entwicklungen in Sachen KI und Selbstoptimierung haben mich sehr überrascht, weil ich mich bisher nicht annähernd intensiv damit beschäftigt habe. Technisch ist schon vieles möglich, doch braucht man das auch alles?

    Ich schließe mich gern der kritischen Haltung der Autorin an und beschränke den persönlichen Datenaustausch nur aufs Nötigste. FitBits, Smartwatches etc. will ich nicht haben.

    Insgesamt hat Suchert ein sehr informatives und zeitgemäßes Sachbuch geschrieben, über das sich wunderbar diskutieren lässt. Gerade ihre in den Text eingeschobenen Gespräche mit Freund Henry bezeugen das. Darin wird das Für und Wider der Digitalisierung sehr treffend abgebildet.

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    janein
  • 5 Sterne

    Sandra S., 08.12.2019

    Das vermessene Ich: Von Selbstkontrolle, Optimierungswahn und digitalen Doppelgängern von Vivien Suchert.

    Klappentext übernommen.
    Mehr als die Summe unserer Daten?
    Ob Kalorien- oder Schrittzähler, Blut- oder Stimmungswerte: Neueste Gadgets wie Fitnessarmbänder und entsprechende Apss messen unser tägliches Verhalten - unser digitaler Fußabdruck verrät mehr, als so mancher ahnt. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn Zahlen uns vermeintlich besser beschreiben, als wir selbst es könnten? Die Psychologin Vivien Suchert zeigt fundiert und unterhaltsam, was die permanente Vermessung unseres Körpers und Lebens mit uns macht.

    Die Autorin beschreibt hier Fakten ( Literaturverzeichnis am Ende des Buches) und ihre Meinung ( ohne den Leser von ihrer Meinung überzeugen zu wollen) auf eine sehr angenehme Art und Weise.
    Jeder Abschnitt ist absolut lesenswert, informativ, regt zum Nachdenken an, leicht verständlich.
    Durch ihre tolle Ausdrucksform, lässt sich jeder Abschnitt flüssig lesen, ist nicht trocken und ist abwechslungsreich.
    Alle paar Seiten befinden sich tolle Zeichnungen, die das entsprechende Thema behandeln.

    Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an. Wieviel gibt man von sich Preis, während man im Internet surft. Besteht unser Verhalten nur noch aus Algorithmen, damit Firmen uns einschätzen können..., wie sieht die digitale Zukunft aus, muss man jedes handeln messen?

    Die Gespräche, die die Autorin mit Henry führt - einfach köstlich. Diskussionsfreudige, nachdenkliche Gespräche - die mich zum Schmunzeln gebracht haben.

    Ich empfehle dieses Buch weiter.

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    janein

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