Der dunkle Bote

Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman. Nominiert für den Crime Cologne Award 2019 (Shortlist)

Alex Beer

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Grausam zugerichtete Leichen, ein Mörder, der alte Verbrechen sühnt und ein Kommissar, für den es um alles geht ...

Wien im November 1920: Ein unerwarteter Kälteeinbruch hat die Ernten vernichtet, jeder dritte Mann ist arbeitslos, und das...

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Kommentare zu "Der dunkle Bote"

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  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 13.06.2019

    Alex Beer entführt uns in die junge Republik Österreich. Die Menschen hungern und frieren, die Spanische Grippe hat Millionen Todesopfer gekostet und die Kriminalität steigt unaufhörlich. Kaum ist eine Platte (=Bande) dingfest gemacht, so wachsen zwei neue nach. In diesem Umfeld müssen sich August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter zu allem Überfluss um ein ordentliches Büro mit einem Kollegn-Duo matchen: Wer mehr Fälle aufklärt, bekommt das Büro.

    Zusätzlich belastet August das Verschwinden von Luise und ihren Kindern. Axel Koch, ihr lange tot geglaubter und plötzlich wieder aufgetauchter Ehemann hat Frau und Kinder entführt, und Emmerich Rache geschworen.

    Dann geschehen mehrere Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und die Ermittler sind ein wenig abgelenkt. Ist die junge in Sachen Frauenrechte engagierte Journalistin Alma Lehner in die Todesfälle verwickelt? Die Spur führt ins nichts, als eine weitere übel zugerichtete Leiche gefunden wird.

    Veit Kolja, eine Figur aus dem ersten Teil („Der zweite Reiter“), den August Emmerich für immer hinter sich gelassen geglaubt hat, erscheint wieder auf der Bildfläche. Diesmal will er helfen und verrät, wo Axel Koch seine Familie versteckt hat und, was der Unterweltler vorhat, doch nicht ohne Emmerich vor der Brutalität seines Widersachers zu warnen.

    Meine Meinung:

    „Es geht ihm nicht gut, dem müden, wunden Wien“, stellt August Emmerich fest und meint damit auch sich selbst. Er ist ebenfalls müde und verwundet. Er vermisst Luise und die Kinder, die er als „seine Familie“ bezeichnet.

    Die Autorin legt gekonnt mehrere Spuren, die Emmerich weiterbringen, aber auch in die Sackgasse führen. Sehr gut gefällt mir, dass den Frauen im Polizeipräsidium eine große Rolle eingeräumt wird. Ohne die „Hühnerarmee“ geht so gut wie gar nichts. Bei der ersten Nennung des Begriffs musste ich schlucken - wie abwertend. Doch die Damen arbeiten effizient, im Untergrund und das im Schutze des unterschätzt Werdens. Das Netzwerk inklusive Flurfunk (in Österreich „Buschtrommeln“ genannt) ist engmaschig.

    Auch die Rolle von Alma Lehner ist gut angelegt. Ein bisschen ähnelt sie August Emmerich. Sie hat Ecken und Kanten, lässt sich nicht einschüchtern und will das Leid vor allem von Frauen lindern. Ihre Arbeit erledigt sie recht unkonventionell. Ob sich da in einem neuen Band etwas mit Emmerich anbahnen könnte?

    In August Emmerichs Privatleben spitzt sich Lage immer mehr zu. Der Showdown ist berührend wie beklemmend.

    Ich habe mich in das Wien von 1920 zurückversetzt gefühlt. Den erwähnte Münstedt Kino Palast habe ich selbst noch besucht. Das Kino wurde 1984 endgültig geschlossen. Einige der Tschocherl (kleine Branntweinstuben), in denen man an illegalen Glücksspielen teilnehmen konnte, haben recht lange überlebt.

    Fazit:

    Ein atmosphärischer Krimi, der die Zustände der jungen Republik Österreich im Jahre 1920 perfekt wiedergibt. Ich gebe hier 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    Josef Brodträger, 12.07.2019

    Es ist jetzt schon das dritte Buch von Alex Beer, welches ich verschlungen, förmlich in mich aufgesaugt habe wie ein Schwamm. „Der Dunkle Bote“ ist jetzt der Dritte Band nach „Der zweite Reiter“ und die „Rote Frau“ der Krimi Reihe rund um August Emmerich. Wer Krimis mag hat sich sofort in den Stil und die Erzählung der Autorin verliebt. Doch diese Kommissar Emmerich Romane sind viel mehr als ein Krimi. Die ganze Geschichte und natürlich auch die davor ist ein Spiegel ein historischer Bericht von Wien in der Zwischenkriegszeit. Der jetzt im LIMES Verlag erschienene Band handelt im November 1920. Die Autorin beschreibt in meisterhafter Art den Nachkriegsalltag von Wien, der von Hunger und Not geprägt war, die Wirtschaft lag brach, es herrschte Wohnungsmangel und die Arbeitslosenzahlen waren so hoch wie nie. Das Chaos und Elend , das den Alltag beherrschte, war ein guter Nährboden für das organisierte Verbrechen. Und genau in dieser Zeit geschieht ein Mordfall , der die ganze Stadt erschüttert, weil er alles bisher Dagewesene übertrifft. Kriminalinspektor August Emmerich mit seinem Assistenten Ferdinand Winter nimmt die Ermittlungen auf. Doch das ist nicht das einzige Rätsel, welches er zu lösen hat, ist er doch immer noch auf der Suche nach seiner Lebensgefährtin Luise und ihren Kindern. Lassen sie sich hineinziehen in diese spannende und perfekt recherchierte und wahrheitsgetreue Geschichte, einer Autorin welche bereits den Leo Perutz Preis erhalten hat und für dieses Werk wieder nominiert wurde. J.B.

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    janein
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