Die geheime Mission des Kardinals

Roman

Rafik Schami

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Ein italienischer Kardinal, eine geheime Mission, ein Mord in Damaskus - der spannende neue Roman vom Meistererzähler Rafik Schami

Noch herrscht Friede in Syrien. Die italienische Botschaft in Damaskus bekommt 2010 ein Fass mit Olivenöl...

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Kommentare zu "Die geheime Mission des Kardinals"

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Herbstrose, 16.07.2019

    Im November 2010, noch herrscht Frieden in Syrien, wird in der italienischen Botschaft in Damaskus ein „Geschenk“ abgeliefert. Es ist ein Fass Olivenöl, darin eingelegt die Leiche von Kardinal Angelo Cornaro. Ein Verbrechen an einem Ausländer, das gibt es in diesem Land offiziell nicht, und deshalb muss es vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden. Kommissar Barudi, der kurz vor seinem Ruhestand steht, und der Leiter der Spurensicherung, Hauptmann Schukri, haben es daher nicht leicht mit ihren Ermittlungen. Warum hat man den toten Kardinal in der italienischen Botschaft und nicht in der Botschaft des Vatikan abgeliefert? Warum hat man der Leiche den Kardinalsring von der rechten auf die linke Hand gesteckt? Hat der Mord eventuell religiöse Gründe? Einige Merkmale lassen auch einen Ritualmord der Mafia vermuten, deshalb wird der italienische Commissario Marco Mancini, ein Kenner der arabischen Kultur und Bekämpfer der Mafia, hinzugezogen. Wird es den beiden Kommissaren gelingen, das Rätsel um den Tod des Kardinals aufzuklären? …

    Der 1946 in Damaskus geborene Autor Rafik Schami lebt seit 1971 in Deutschland. Er setzte in Heidelberg sein in Damaskus begonnenes Chemiestudium fort und schloss es 1979 mit der Promotion ab. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er mit Märchen und Fabeln, bevor er zu Romanen wechselte. Heute gehört er zu den bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Für seine Werke, die in 32 Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

    Mit einem Kriminalfall im Hintergrund liefert Rafik Schami hier ein bedrückend lebendiges, äußerst farbenprächtiges Bild von Syrien, einem Land in dem Diktatur und Korruption herrschen und die Angst vor dem Geheimdienst allgegenwärtig ist. Die Lage zwischen den einzelnen religiösen Gruppen spitzt sich zu, Aberglauben macht sich unter dem Volk breit, echte und betrügerische Wunderheiler haben Konjunktur und auch die syrische Mafia spinnt ihre Fäden. Inmitten dieses Chaos‘ versuchen Barudi und sein italienischer Kollege Mancini den Mord an Kardinal Cornaro und das spurlose Verschwinden seines Begleiters, eines Jesuiten, aufzuklären. Sie haben es nicht leicht, denn der Geheimdienst spinnt im Hintergrund seine Fäden. Der Geheimdienst ist auch der Grund, dass Barudi auf Anraten seines Arztes Tagebuch führt. Er lässt uns darin an all seinen Gedanken und Geheimnissen teilhaben, seinen Schwächen und seinen beruflichen Verfehlungen. Wir erfahren von seiner großen Liebe, seiner verstorbenen Frau Basma, und von seiner neuen Liebe Nariman, einer mutigen Muslima die beschlossen hat, mit einem christlichen Kommissar zusammenzuleben.

    Rafik Schami ist ein großartiger Erzähler. Sein Stil ist gradlinig und klar und beeindruckt durch seine Kritik am System und an den Machenschaften des Geheimdienstes und des korrupten Polizeiapparates – dennoch ist seine Liebe zur Heimat, zu Damaskus, jederzeit spürbar. Manchmal schweift er ab, erzählt Belangloses oder fügt Vergangenes ein, doch alles hat seinen Sinn für das Geschehen. Seine Protagonisten durchleuchtet er bis ins kleinste Detail und schafft es mühelos, ihre Motivationen für den Leser verständlich und nachvollziehbar zu machen. Mit viel Sachverstand schildert er die Verflechtung von Religion und Aberglauben, die Motive der IS und die Machenschaften der Mafia und des Vatikan – alles vor dem Hintergrund spannender Ermittlungen.

    Fazit: Kein Krimi im üblichen Sinn, sondern eine anspruchsvolle, informative Geschichte, die aufwühlt und betroffen macht. Sehr empfehlenswert!

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    janein
  • 4 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli33, 21.07.2019

    Syrien im Wandel

    Inhalt:
    Damaskus, Syrien, 2010. In der italienischen Botschaft wird ein Fass abgeliefert. Darin findet man die Leiche eines Kardinals, der auf einer Mission im Norden Syriens unterwegs war. Doch was genau war seine Mission und warum wurde er ermordet? Kommissar Zakaria Barudi versucht gegen alle Widerstände, die Wahrheit herauszufinden. Unterstützt wird er dabei von seinem italienischen Kollegen Marco Mancini, der sich als guter Freund zeigt.

    Meine Meinung:
    Rafik Schami konnte mich mit seinem wunderbaren Schreibstil überzeugen. Er ist sehr angenehm zu lesen, einfach, aber sehr schön. Die zuweilen etwas blumigen Umschreibungen - wie im Arabischen üblich - und die Beschreibungen der verschiedenen landestypischen Speisen entführen die Lesenden direkt nach Syrien. Die Atmosphäre scheint mir gut getroffen. Manchmal schweift der Autor ein wenig zu weit aus oder beginnt Handlungsfäden bzw. Gedanken, die am Ende nicht aufgelöst werden. Das fand ich etwas schade.

    Was sich nach der Kurzbeschreibung zunächst wie ein typischer Krimi anhört, ist eigentlich viel mehr, nämlich eine Gesellschaftsstudie des Syrien im Jahr 2010. Rafik Schami, der gebürtige Damaszener, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, erzählt von vielen verschiedenen Religionen, die in Syrien nebeneinander existieren, von Glauben und Aberglauben, von Korruption und Machtmissbrauch, von Polizeiwillkür und Alltagsängsten. Er zeichnet ein dichtes Bild dieses Landes, das so viel aushalten musste und noch immer muss.

    Dabei tritt der Kriminalfall fast ein wenig in den Hintergrund, bildet aber eben doch das Grundgerüst der Handlung, anhand dessen die Gesellschaft beleuchtet wird. Wer hat den Kardinal und seinen Begleiter auf dem Gewissen? Die Islamisten? Die Christen? Barudi und Mancini stoßen immer wieder auf Mauern des Schweigens, des Leugnens. Ihnen wird verboten, die wahren Täter zur Strecke zu bringen. Den beiden rechtschaffenen Kommissaren geht das gegen den Strich, und sie tun alles in ihrer Macht Stehende, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen, auch wenn sie dabei gegen Regeln verstoßen.

    Besonders die immer wieder eingeschobenen Tagebucheinträge von Barudi fand ich sehr interessant, da sie seine Gedanken über Land und Leute offenbaren und diese dem Leser nahe bringen.

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    janein
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