Die Jahre der Leichtigkeit

Roman. Die Chronik der Familie Cazalet

Elizabeth Jane Howard

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Auftakt einer fünfbändigen Familiensaga über die Cazalets, eine großbürgerliche Familie im England der späten Dreißigerjahre.

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Kommentare zu "Die Jahre der Leichtigkeit"

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Helena H., 05.07.2018

    Ein poetisches Zeitdokument

    Wem die „Forsyte Saga“ viel zu kurz war und wer sich gewünscht hat, die Serie „Downton Abbey“ möge niemals enden, der wird auch die „Cazalet Chronicles“ lieben! Der erste Band der fünfbändigen „Cazalet Chronicles“ setzt da an, wo die letzte Staffel von „Downton Abbey“ aufhörte – kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges. Alles dreht sich um die neunköpfige Cazaletfamilie, ihre Kinder, Angestellten und zum Teil weiteren Verwandten.

    William Cazalet, kurz Brig genannt, lebt mit seiner Frau Kitty, von allen Duchy genannt, und ihrer ledig gebliebenen Tochter Rachel in Sussex. Ihre drei Söhne, Hugh, Edward und Rupert leben mit ihren Familien in London. Brig hat es mit seinem beiden Söhnen Hugh und Edward – sein jüngster Sohn Rupert ist Lehrer – im Holzgeschäft zu großem Reichtum gebracht. Die langen Sommerferien verbringen alle zusammen auf dem Anwesen in Sussex. Inhalt des ersten Bandes sind die Sommermonate 1937 und 1938 – während der Sommer 1937 noch unbeschwert verläuft, wird der Sommer 1938 von der Angst eines Kriegsausbruchs überschattet. Hugh und Edward, die beide im Ersten Weltkrieg gedient haben, wissen was das bedeutet. Während Hugh, der eine Hand verloren hat, regelmäßig unter grässlichen Kopfschmerzen aufgrund einer schwerwiegenden Kopfverletzung zu leiden hat und von Alpträumen heimgesucht wird, scheint Edward unversehrt an Leib und Seele den Krieg überstanden zu haben. Er möchte vielmehr das Leben in vollen Zügen genießen, wobei gerne moralische Maßstäbe übergangen werden können. Rupert, der jüngste Sohn, träumt davon Maler zu werden, doch auch ihn holt die Realität schließlich in der Form ein, dass er Teilhaber des familiären Unternehmens wird. Während Sybil, Hughs Frau, ganz in ihrer Rolle als Frau und Mutter aufgeht, fehlt Edwards Frau Villy, die vor ihrer Heirat Balletttänzerin war, die berufliche Erfüllung. Ruperts zwölf Jahre jüngere bildhübsche Frau Zoë, die zu Anfang lediglich auf ihr Aussehen bedacht ist, reift schließlich doch durch Selbsterkenntnis vom Püppchen zur Frau.

    Elizabeth Jane Howard zeichnet mit sicherer Hand die zahlreichen Charaktere in ihrem Buch. Angefangen beim fast achtzigjährigen Brig und aufgehört beim jüngsten Kindeskind Neville werden alle Figuren mit einer derart ausgereiften Menschenkenntnis und psychologischen Feinfühligkeit geschildert, dass sich der Leser in das Leben der Familie Cazalet einbezogen und unweigerlich jeder der Figuren in irgendeiner Form verbunden fühlt. Besonders zu loben ist die gelungene Darstellung der kindlichen Psyche. Auch scheut sich die Autorin nicht davor sogenannte Tabuthemen zu thematisieren, wie die des Ehebruchs, des familiären Kindesmissbrauchs oder der gleichgeschlechtlichen Liebe. Elizabeth Jane Howard ist zweifelsohne eine herausragende Schriftstellerin, deren großartiges Opus, das die Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg behandelt – eine Zeit, in der sich nicht zuletzt sehr viel, wenn nicht fast alles, für die Frau änderte – nun endlich auch ins Deutsche übersetzt wird. Ich kann es kaum erwarten bis der zweite Band der Familiensaga auf den Markt kommt – denn dass ich die gesamten „Cazalet Chronicles“ lesen werde, steht für mich persönlich völlig außer Frage!

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    janein
  • 5 Sterne

    Rabentochter, 27.06.2018

    Grandiose Familiensaga

    In der Familie Cazalet liegen Rücksichtnahme aufeinander und persönliches Unglück dicht beieinander. Die mögliche Bedrohung durch den Zweiten Weltkrieg liegt in der Luft, während die Cazalets versuchen den Sommer zu genießen und es den jeweils anderen Recht zu machen.
    Howard zeichnet dabei in sehr pointierter Sprache Portraits, die so vielschichtig sind, dass sich die Figuren fast zu wirklichen Personen entwickeln. Dabei wird deutlich, dass man sich nach außen hin liebt, aber bei wirklich wichtigen Dingen das Vertrauen fehlt um sich zu öffnen und ganz ehrlich miteinander zu sein. Aus Rücksicht stellt man oft sein eigenes Glück hintenan, gerade als weibliches Familienmitglied. Dadurch entstehen unter anderem auch weitreichende Probleme, Missverständnisse und Konflikte, die in diesem ersten Teil noch unter der Oberfläche brodeln und erst in den kommenden Bänden ihr Potential zum völligen Ausbruch nutzen.
    In diesem ersten Band begleitet man die Familie über zwei Sommer und bereits in diesem Zeitraum von 1937-1938 lassen sich Charakterentwicklungen bei den Figuren feststellen. Sich wiederholende Verhaltensmuster – erst bei der einen, dann bei der anderen Figur – fallen dem aufmerksamen Leser bereits auf und zeugen nicht nur von einem sehr feinen, subtilen Schreibstil, sondern auch von präzise eingesetztem Humor.
    Howard entwirft mit ihrer Familiensaga nicht nur eine Charakterstudie, sondern auch ein Bild der Zeit kurz vor und nachfolgend auch während des Zweiten Weltkriegs.
    Fazit: Ein tiefsinniger, vielschichtiger Roman, der begeistert!

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    janein
  • 5 Sterne

    Ursula U., 23.07.2018

    Jedes Jahr im Sommer trifft sich die Familie Cazalet auf Home Place, dem Elternhaus der Brüder Hugh, Edward und Rupert, die mit ihren Frauen und den Kindern anreisen. Rachel, die einzige Tochter, kümmert sich um ihre Eltern, trotz einer großen Anzahl an Hauspersonal, wobei sie ihr eigenes Leben dem völlig unterordnet. Die Cazalet sind eine wohlhabende Familie, die im Holzhandel ihr Geld erwirtschaftet. Im Jahre 1937 war das Leben leicht, es wird von den alltäglichen Dingen des Lebens berichtet, die Art des Zusammenlebens, der Umgang der Familie untereinander. Die Kinder genossen eine besondere Ausbildung, eine Hauslehrerin kümmerte sich um sie, bzw. sie wurden im Internat unterrichtet. So ist auch der Umgangston ein sehr zivilisierter. Ein Jahr später erfahren wir von Ehekrisen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben. Doch dieses wird überschattet von dem drohenden Krieg gegen Deutschland. Es werden Vorkehrungen getroffen und auch die Kinder setzen sich damit auseinander.
    Die große Anzahl an Familienmitglieder erschwert zu Beginn das Lesen des Romans, was sich im Laufe der Handlung ändert. Man lebt und leidet mit den einzelnen Mitgliedern mit. Interessant ist die abwechselnde Sichtweise jedes einzelnen und auch die Hausangestellten mit ihren Sorgen und Nöten kommen zu Wort. Der Schreibstil ist außergewöhnlich gut und man möchte wissen, wie es mit der Familie weitergeht.

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    janein
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