Ein Fall für Wells & Wong - Mord unterm Mistelzweig

Der fünfte Fall für Wells & Wong

Robin Stevens

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Hazel und Daisy verbringen die Weihnachtsferien nicht im Internat, sondern im verschneiten Cambridge, wo Daisys Bruder Bertie studiert. Hazel freut sich auf die romantische Universitätsstadt, gemütliche Bibliotheken und einladende Teehäuser - und...

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Kommentare zu "Ein Fall für Wells & Wong - Mord unterm Mistelzweig"

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  • 5 Sterne

    Frank W. W., 27.12.2018

    Kampf ums Erbe

    Klappentext:
    Hazel und Daisy verbringen die Weihnachtsferien in Cambridge, wo Daisys Bruder Bertie studiert. Obwohl sie Hazels Vater versprochen haben, dass sie dieses Mal in keinen Mordfall verwickelt werden, gehen auch im weihnachtlichen Cambridge dubiose Machenschaften vor sich: Kurz vor Weihnachten ereignet sich ein ungeheuerlicher Unfall auf der dunklen Treppe des Maudlin College, bei dem ein Freund von Bertie stirbt. Hazel und Daisy ahnen sofort, dass es sich hier nur um einen Mord handeln kann.
    Eine Spurensuche beginnt, bei der die Detektivinnen sogar selbst ins Visir* des Mörders geraten …
    Der fünfte Band der charmant-witzigen Detektivreihe um das Internat für junge Damen im England der 1930er Jahre.
    (*Der Rechtschreibfehler wurde originalgetreu vom Buchrücken übernommen.)

    Rezension:
    Der Mord an der Schulsprecherin in der Guy-Fawkes-Nacht ist erst wenige Wochen her, als sich Daisy zusammen mit ihrer Freundin Hazel aufmacht, während der Weihnachtsferien ihren Bruder Berti zu besuchen, der mittlerweile in Cambridge studiert. Dort lernen die beiden Amateurdetektivinnen die Mellin-Brüder kennen, die wegen einer in Kürze bevorstehenden Erbschaft uneins sind. Hazel und Daisy wollen einen sich abzeichnenden Mord verhindern. Als einer der Brüder jedoch schon in der folgenden Nacht bei einem verdächtigen ‚Unfall‘ stirbt, sind sich die Freundinnen sofort sicher, dass das ein Mord war. Allerdings gehört auch Bertie zum Kreis der Verdächtigen, dessen Auswahl sehr überschaubar ist. Außerdem sind auch die ‚Junior-Pinkertons‘ Alexander und George vor Ort, und beide Hobby-Detekteien wollen sich gegenseitig beweisen, wer besser ist.
    Nachdem Band 4 („Feuerwerk mit Todesfolge“) den Leser erstmals nach Band 1 („Mord ist nichts für junge Damen“) wieder an das Deepdean-Internat für junge Damen führte, stoßen die beiden Jungdetektivinnen diesmal wieder in den Ferien auf ihren nächsten Fall. Schauplatz des aktuellen Mordes ist ein elitäres College in Cambridge. Da es zu dieser Zeit natürlich unvorstellbar ist, als Mädchen in einem Männer-College zu übernachten – selbst wenn der Gastgeber der eigene Bruder wäre –, kommen Daisy und Hazel während ihres Besuches in einem (weit weniger elitären) Frauen-College unter, das von Daisys Großtante geleitet wird. Dass diese darauf besteht, die beiden Mädchen nur in Begleitung einer ‚Anstandsdame‘ aus dem Haus zu lassen, stellt für deren Forscherdrang natürlich ein ernsthaftes Hindernis dar. Dieses Problem lässt sich mit Berties Hilfe allerdings schnell klären.
    Robin Stevens schafft es auch im mittlerweile 5. Band der „Ein Fall für Wells & Wong“-Reihe, einen spannenden Fall in der Tradition der klassischen englischen Detektivgeschichten zu konzipieren, der es schafft, den Leser auf gleich mehrere falsche Spuren zu führen. Dass sich die zunächst offensichtliche Spur als falsch herausstellt, muss man da wohl kaum betonen. Wie von den vorhergehenden Bänden gewohnt, vermittelt auch dieser Roman wieder viel Lokal- und Zeitkolorit. Bei vielen Situationen und Moralvorstellungen kann sich der heutige Leser kaum vorstellen, dass sie vor deutlich weniger als 100 Jahren tatsächlich noch der Wirklichkeit entsprachen. Auch wenn die beiden Detektivinnen (und wohl auch die Autorin) einen möglichen Tathergang übersehen und deshalb gar nicht in Erwägung ziehen*, ist auch dieses neue Abenteuer Daisys und Hazels ein rundum gelungener Detektiv-Krimi, der allen Fans solcher Geschichten ungeachtet des jungen Alters der Protagonistinnen sehr empfohlen werden kann.
    *Welche Möglichkeit das ist, kann ich nicht verraten, ohne zu viel vom Inhalt preiszugeben. Wenn jemand nicht selbst darauf kommt und es unbedingt wissen will, werde ich es in den Kommentaren verraten. Für diese gilt dann natürlich: Spoileralarm!

    Fazit:
    Man kann diese Reihe ohne Übertreibung als Kult bezeichnen. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Miss-Marble- und Sherlock-Holmes-Fans!

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

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    janein
  • 5 Sterne

    Jana B., 03.04.2019

    Fünfter Fall einer überaus charmanten Reihe!

    Am Montag, dem 23. Dezember 1935, beginnt Hazel Wong mit ihrem Bericht über den „Fall der Weihnachtsverbrechen“ im Rahmen der Ermittlungen der Detektei Wells & Wong. Dabei wollten die beiden Deepdean-Schülerinnen bloß die Ferien in Cambridge verbringen – zusammen mit den beiden Mitgliedern der Detektei Junior Pinkertons. Bereits kurz nachdem sie eingetroffen sind, schrillen bei Daisy und Hazel die Alarmglocken; und auch Alexander und George entgeht nicht, dass ein Verbrechen verhindert werden muss:
    An dem College, an welchem auch Bertie studiert, werden einem Studenten üble Streiche gespielt. Diese werden immer gefährlicher und als sein jüngerer Zwilling kurz vor ihrem Geburtstag verstirbt, denken die meisten noch an einen Unfall. Chummy soll in seine eigene, für Donald aufgestellte, Falle getappt und dabei ums Leben gekommen sein. Nur die erfahrenen Ermittler glauben nicht an einen tragischen Unfall und sehen sich in ihrem Verdacht bestätigt. Doch hatten sie ein anderes Opfer vermutet… Die Ermittlungen gestalten sich schwieriger als gedacht und die Mädchen sehen sich gezwungen, mit den Junior Pinkertons gemeinsam zu ermitteln. Es gibt zahlreiche Verdächtige, viele Motive und reichlich Komplikationen. Größte Aufmerksamkeit ist geboten, besonders da sich Bertie besonders verdächtig verhält… Und wie viele Kriminalromane haben wir bereits gelesen, bei denen der Mörder es bei nur einem Opfer belassen hätte…?

    Dies ist bereits der fünfte Fall für Wells & Wong – dieses Mal allerdings fernab des Deepdean-Internates. Die Kulisse Cambridge passt wunderbar zu dem weihnachtlichen Fall und wird wunderbar detailverliebt beschrieben. Sehr gut hat mir zudem die Idee gefallen, den Mord in einem College geschehen zu lassen, zu dem Mädchen nicht einfach Zutritt haben, sodass sie auf die Unterstützung der „Konkurrenzdetektei“ angewiesen sind. Auch trifft man auf alte Charaktere, beispielsweise dürfen Hazel und Daisy im St. Lucy’s College in König Henrys Zimmer wohnen. Als Ermittlerteam funktioniert die Vierertruppe bestens und erzielt schnell erste Erfolge. Wie gewohnt ist das Buch liebevoll gestaltet – mit Skizzen der Colleges und Cambridge, dem Fallbuch oder auch der Liste möglicherweise unbekannter Wörter am Ende.
    Mir sind die Charaktere bereits so sehr ans Herz gewachsen, dass ich kaum den nächsten Fall abwarten kann.

    Auch für diesen überaus charmanten Krimi vergebe ich 5 – dieses mal weihnachtlich funkelnde – Sterne!

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    janein
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