Große Freiheit

Roman

Rocko Schamoni

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Ein junger Mann auf der Suche nach Abenteuer und Freiheit im St. Pauli der Sechzigerjahre: Bestsellerautor Rocko Schamoni ist zurück!

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Kommentare zu "Große Freiheit"

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  • 2 Sterne

    Dreamworx, 05.04.2019

    60er Jahre Hamburg. Wolfgang „Wolli“ Köhler nabelt sich von seinem Zuhause ab und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er auf dem Hamburger Kiez St. Pauli landet. Dort ist das Leben anfangs für ihn recht schwierig, so dass er auf der Straße schlafen muss und auch vor dem Verkauf von Drogen nicht zurückschreckt. Aber je länger er sich auf der sündigen Meile aufhält, umso mehr lernt er die Menschen und das dortige Leben kennen. Da er recht gewitzt ist, findet er bald seinen Platz im Milieu und steigt als eine von St. Paulis Kiezlegende auf…
    Rocko Schamoni hat mit seinem Buch „Große Freiheit“ einen teils autobiographischen Roman über seinen Freund Wolfgang Köhler vorgelegt und ihm so eine Homage gewidmet. Der Schreibstil ist flüssig und trägt die gewisse schnoddrige Hamburger Mundart. Schamoni lässt den Leser regelrecht in die alten 60er reinrauschen, wo er an der Seite von Wolli so einiges erleben kann. Bieder-Deutschland ist hier nicht zu finden, ganz im Gegenteil. Man streift mit Wolli durch die schmutzigen und berüchtigten Straßen von St. Pauli, treibt sich mit Zuhältern und Nutten rum, trifft Drogendealer und begibt sich in so manch kriminelle Lage. Knallharte Sexszenen sind ebenfalls zu finden, recht vulgär dargestellt und leider eher abschreckend, aber der Kiez an sich ist sowieso ein hartes Pflaster, wo es hauptsächlich um Geld und Macht geht, so ist die Sprache hier angemessen. Dabei lässt der Autor vieles der damaligen Zeitgeschichte Revue passieren, aber leider alles eher als Randbemerkung, denn es geht ja um Wolli, dem Schamoni mit seinem Roman posthum wohl noch einmal leise Servus sagen wollte.
    Die Charaktere sind leider allesamt recht oberflächlich gezeichnet, weshalb der Leser keinerlei Sympathie aufbauen und somit auch keinerlei Beziehung zu ihnen herstellen kann. Durch diesen Abstand und die fehlenden Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten wirkt das Buch leider eher wie eine Art Abhandlung. Hauptperson Wolli bleibt sehr blass und eindimensional. Er entwickelt sich zwar zu einem recht erfolgreichen Geschäftsmann, jedoch bleibt er als Mensch fremd und nicht greifbar. Hier hat Schamoni leider kläglich versagt, denn wenn er seinem Freund mit dem Roman ein Denkmal setzen wollte, hätte er ihm deutlich mehr menschliche Züge und mehr Intensität verleihen müssen.
    „Große Freiheit“ ist ein Streifzug über den St. Pauli Kiez der 60er Jahre, ohne jegliches Gefühl, Mehrwert und tiefgreifende Handlung. Flott zu lesen, aber keine Geschichte, die einem im Gedächtnis bleibt. Schade eigentlich!

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    janein
  • 2 Sterne

    Batyr, 21.04.2019

    Wer gar keine Vorstellung von der Hamburger Milieu hat, bekommt einen ersten Eindruck - tiefere Einsichten: Fehlanzeige!
    Mühsam zusammengestoppelt
    Rocko Schamoni betrachtet Wolli Köhler ganz offenkundig als seinen Freund und wollte ihm ein literarisches Denkmal setzen. Doch das Profil dieser St. Pauli-Größe bleibt seltsam blass. Über weite Strecken hangelt sich der Autor mühsam von Episode zu Episode, reiht Gewaltausbrüche, Sexpraktiken und geniale Geschäftsideen im Rotlichtmilieu aneinander. Besondere Charakterzüge des Helden Wolli werden behauptet, sein Interesse an Literatur, sein kritisches politisches Bewusstsein, aber irgendwelche Konsequenzen für seine Lebensgestaltung werden nicht deutlich. Allein sein Aufstiegswille innerhalb der Halbwelt, allein seine Abneigung gegenüber einem bürgerlichen Dasein, angefüllt mit regelmäßiger Arbeit, treiben ihn, auf St. Pauli sein Glück zu versuchen, nachdem er seine Herkunft aus der DDR und die unterschiedlichsten Stationen seiner Wanderungen durch die Welt hinter sich gelassen hat. Gewiss, große Namen aus der Szene werden genannt, dem Leser vertraut, der wie ich in den 60ern auf St. Pauli großgeworden ist - Bartels, Fascher, Koschider - aber einen Hauch des Inkommensurablen verspürt man nur bei den Szenen mit Cartacala, einer Figur, die wirklich von Tragik umweht ist. Ansonsten: Fehlanzeige. Politische Ereignisse in der Hansestadt, Katastrophen, einschneidende Erfahrungen der Hauptfigur - alles wird nacheinander, nebeneinander abgespult - das ganze Buch ist allenfalls als eine Stoffsammlung anzusehen, von einer packenden, fesselnden, faszinierenden literarischen Gestaltung kann keine Rede sein!
    Mein Urteil: 2 Sterne

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    janein

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