Im Netz des Lemming

Kriminalroman
 
 
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DER LEMMING ZWISCHEN WÜRSTELSTAND UND WORLD WIDE WEB: EIN NEUER KRIMINALROMAN VON STEFAN SLUPETZKY!

Ein tragischer Suizid und ein Nachtwächter in Bedrängnis
Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch aus...
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DER LEMMING ZWISCHEN WÜRSTELSTAND UND WORLD WIDE WEB: EIN NEUER KRIMINALROMAN VON STEFAN SLUPETZKY!

Ein tragischer Suizid und ein Nachtwächter in Bedrängnis
Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch aus...

Kommentare zu "Im Netz des Lemming"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    Inge W., 16.01.2020

    Er kann es einfach der Slupetzky. Leopold "Lemming" Wallisch wird Zeuge eines schrecklichen Suizids: Ein Junge wirft sich von einer Brücke - direkt in eine heranrollende U-Bahn. Was hat den kleinen Mario in den Tod getrieben? Der Lemming ist schon ein ganz besonderer Fall. Und man kann ihm nur wünschen, dass er nicht doch irgendwann final fällt, denn plötzlich sind sein Foto und sein Name überall. Für Medien und virtuelle Öffentlichkeit ist die Sache klar, der Mann der zuletzt mit Mario gesprochen hat, muss Schuld haben an seinem Selbstmord. Ein tragischer Suizid und ein Nachtwächter in Bedrängnis. Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch aus Internet-Sprache und Englisch, das sein Sohn Ben mit seinem Freund Mario spricht. Als der Lemming sich mit eben diesem Mario durch Zufall eine Straßenbahn teilt, passiert das Unfassbare: Auf Marios Handy-Display erscheint eine offenbar schockierende Nachricht, der Bub rennt unvermittelt aus der Bahn und springt von einer Brücke in den Tod.
    Der Lemming ist fassungslos, er und sein Freund Chefinspektor Polivka machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Schon bald laufen sie in Gefahr, sich in verschiedensten Netzen zu verfangen: Im World Wide Web, in den Verstrickungen korrupter Politiker und in den tückischen Schlingen, die die Boulevardpresse legt .........
    Slupetzky legt den Finger in die Wunden der Gesellschaft. Jeder Satz passt in diesem Kriminalroman, jedes Wort trifft – Stefan Slupetzky ist ein Sprachkünstler, der es versteht, mit viel Feinsinn Bilder entstehen zu lassen, die sich einprägen. Nichts ist schwarzweiß, jeder hat eine Geschichte, stets hat es einen Grund, warum einer da ist, wo er heute ist. Slupetzky schaut ganz genau hin, wenn er seine Figuren zeichnet, und so manche wird einem bekannt vorkommen. Da ist der kleine Bub, der es unter den Schulkollegen so schwer hat, dass ihn eine Aura der Traurigkeit umgibt, da ist der frühere Neonazi, der sich für seine Tätowierungen schämt. Da ist jener Lehrer, der einmal Idealist gewesen ist, bevor ihm die Realität den Antrieb genommen hat, und der ehemalige Polizist, der jetzt nachts im Tierpark arbeitet und erst mehrere rauschhafte Nächte braucht, bevor er seinem Freund Polivka das Du anbieten kann. Leopold „Lemming“ Wallisch ist ein stiller, feinfühliger Charakter mit trockenem Humor und Gespür für seine Mitmenschen und deren Realitäten.
    Grausig-komisch, witzig, skurril, abgründig, melancholisch – eine süchtig machende Wiener Mischung, ein Krimi, wie ihn nur ein Österreicher schreiben kann. Mit viel Feinsinn und genauem Blick für die Missstände unserer Zeit lässt Stefan Slupetzky seinen Lemming durch die Wiener Nächte wandeln, mit Lust am Wortspiel und in einen Fall, der ebenso spannend wie beklemmend aktuell ist, ohne dabei jemals seine Leichtigkeit zu verlieren. Mit famosen Schnörkeln, fein absurd und schön böse, wo es sein muss. Ein bisschen wie "Brenner" (Wolf Haas) auf Speed. Nur noch vielschichtiger, absurder und fieser. Ein herrlich spannend-witzig-schräges Lesevergnügen aus Wien. Spannend-schräge Krimikost, dieser Wien-Krimi ist wie Metropolenliteratur in Zeitlupe mit Alltagskomik. Ein Buch, das man nicht weglegen kann. Bis zur letzten Seite. Sehr zu empfehlen!

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    janein
  • 5 Sterne

    Gertie G., 05.01.2020

    In diesem fünften Krimi für das verschrobene Duo Leopold „Lemming“ Wallisch und Polivka bekommen es die beiden mit Fake News, Shitstorms und den sonstigen „Errungenschaften“ der Social Media-Gesellschaft zu tun.

    Lemming arbeitet nach seinem Hinauswurf bei der Polizei nun als Nachtwächter im Tiergarten Schönbrunn und fährt auf seinem Weg in den Dienst, mit Mario, einem Schulkollegen seines Sohnes Ben, in der Straßenbahn. Wie es heutzutage so üblich ist, wird in den Öffis wenig gesprochen und mehr auf das Smartphone gestarrt. Nach dem Eingang einer Nachricht springt Mario plötzlich aus der Tramway, der Lemming hinterher und bevor der es noch verhindern kann, stürzt sich der Schüler von der Kennedybrücke auf die darunterliegende U-Bahn-Trasse in den Tod. Zurück bleibt ein geschockter Lemming mit Marios Jacke und Mobiltelefon.
    Innerhalb weniger Stunden werden Lemming und Ermittler Polivka in den Sozialen Medien, zerrissen. Der eine als Pädophiler, der andere als unfähiger Polizist, der dann auch auf Druck der Medien suspendiert werden soll, dem aber durch seine Kündigung zuvorkommt.
    Gemeinsam machen sich die beiden auf die Such nach der Ursache für den Selbstmord und entdecken schier Unglaubliches. Je tiefer die beiden Ermittler in die Sache eindringen, desto dramatischer wird es und das Netz aus Hasstiraden und tätlichen Angriffen immer engmaschiger.

    Meine Meinung:

    Stefan Slupetzky nimmt sich in seinem fünften Fall für den Lemmig eines aktuellen Themas an: Der Macht der Sozialen Medien, die diesen Namen gar nicht verdienen, denn sozial sieht anders aus.

    Neben der Krimi-Handlung, erhält der Leser Einblick in die Geschehnisse in Österreich die im Jahr 2019 das Land in Atem gehalten haben. Der Autor lässt Lemming und Polivka über die aktuelle politische Lage schwadronieren. Die beiden nehmen sich dabei kein Blatt vor den Mund und kommentieren die türkis-blaue Regierung und deren Flüchtlings-, Bildungs- und Sozialpolitik sowie den Populismus mit denen die Politiker aller Couleurs ihre früheren Werte verkaufen. Das klingt stellenweise humorvoll, ist aber vermutlich nur dem Galgenhumor des Autors geschuldet.

    Die beiden Hauptfiguren sind desillusioniert und versuchen ihren Frust mit Alkohol zu betäuben. Sie ermitteln nach allen (verbotenen) Regel der Kunst und wirken manchmal tollpatschig. Mehr als einmal geraten sie in Lebensgefahr. Herrlich skurril ist die Szene, als sie sich in der schwankenden Gondel der Reinigungsfirma hoch über dem Trottoir befinden.

    Stefan Slupetzkys Schreibstil ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Mir gefällt er außerordentlich gut. Die Beschreibung der Straßen und Plätze und deren Bewohner ist gut gelungen. Wortspielereien und auch Schüttelreime säumen den Weg des Lesers.


    Fazit:

    Wer einen intelligenten, durchaus politischen Krimi sucht, ist hier goldrichtig. Gerne gebe ich hierfür 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    janein

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