Schwarzwasser

Kriminalroman

Andreas Föhr

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In „Schwarzwasser“, dem neuen, spannenden Tegernsee-Krimi von Bestsellerautor Andreas Föhr, zeigt sich das Ermittler-Duo Wallner und Kreuthner in absoluter Bestform.

„Schwarzwasser“ ist der 7....

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Kommentare zu "Schwarzwasser"

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  • 4 Sterne

    14 von 26 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Krimisofa.com, 30.08.2017

    Andreas Föhr war mir vor der Lektüre von „Schwarzwasser“ kein Begriff, obwohl er schon lange im Autorengeschäft ist. Bevor er Drehbuchautor und schließlich Autor wurde, war Föhr bis Anfang der 1990er Jahre Rechtsanwalt, danach schrieb er unter anderem Bücher für die Erfolgsserien „Die Rosenheim-Cops“ und „Der Bulle von Tölz“ – und exakt daran musste ich nach den ersten gelesenen Seiten denken. Aber alles der Reihe nach.

    Clemens Wallner ist neben Leo Kreuthner der Protagonist der Buchserie, die mit „Schwarzwasser“ bereits sieben Bände umfasst. Aber keine Sorge, man muss nicht alle Teile gelesen haben, um sich beim Aktuellen zurechtzufinden – diese Angst hatte ich davor auch –, „Schwarzwasser“ funktioniert auch alleine recht gut. Wallner und Kreuthner fungieren als eine Art Good Cop und Bad Cop, Wallner der brave, ja fast biedere Leiter der Kripo Miesbach, und Kreuthner der uniformierte Polizist, der es mit den Regeln nicht so genau nimmt und gerne auch mal den korrupten Weg wählt. Die beiden ergänzen sich prima und vereinen Verstand mit Unterhaltung.

    Und an Unterhaltung mangelt es dem Buch nicht, denn alleine der bayerische Dialekt, dessen sich vor allem Kreuthner bedient – Wallner hingegen fast gar nicht –, bringt einiges davon mit; wobei selbst ich, der ich mit dem bayerischen als Wiener ansatzweise vertraut bin, mit einigen Wörtern überfordert war. Die Geschichte ist allerdings zu 90 Prozent im feinsten Oxford Deutsch geschrieben, nur in den Dialogen kommt stellenweise der Dialekt durch.
    Ein zweiter Strang spielt im Berlin von 1996, also 20 Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Dort gerät der Strafverteidiger Dieter Sitting in einen kriminellen Sog, aus dem er so leicht nicht mehr herauskommt. Der Strang ist wesentlich düsterer erzählt als der Bayerische, aber – vielleicht auch deshalb – sehr interessant. Hier setzt Föhr sein juristisches Fachwissen gekonnt ein und verbindet es mit Mafia-ähnlichen Szenen.

    Später verleiht Föhr der Geschichte eine gewisse Tiefe, denn sie entwickelt sich zusehends in einen Wirtschaftskrimi; aber auch auf menschlicher Ebene wird es tiefgründiger, denn Wallners Vater, den er seit 40 Jahren nicht mehr gesehen hat, kündigt sich plötzlich an. Damit gibt Föhr der Geschichte neben einem lustigen, düsteren und spannenden auch einen rührenden und beklemmenden Aspekt und deckt damit nahezu alle Emotionen ab. Der Showdown ist eher gemächlich, und obwohl er ohne Action auskommt, gehen einige Bomben in die Höhe. Im Nachgang findet sich noch ein Kochrezept zu einer Speise, die im Verlauf der Geschichte gekocht wird.

    Weniger ansprechend ist Föhrs Bild von einem Nerd, das bei der Figur des Norbert Petzenberger aka „Der Dude“ eher in die 1990er als ins Jahr 2016 gehört. Nerds sind heutzutage nur mehr in den aller seltensten Fällen ungepflegt und adipös. Es gibt zwar abseits des Dudes noch weitere Nerds, die keineswegs diesem Bild entsprechen, aber der erste Eindruck bleibt eben am ehesten hängen, und den ersten Eindruck bekommt man eben vom Dude.

    Tl,dr: „Schwarzwasser“ ist ein gleichermaßen kluger wie unterhaltsamer Krimi, der einige Emotionen abdeckt und tiefsinniger ist, als man zunächst denkt – und damit kein gewöhnlicher Provinzkrimi ist. Eine Serie, die es Wert ist, weiter zu verfolgen. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!

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    janein
  • 5 Sterne

    8 von 15 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    sommerlese, 29.06.2017

    In einem abgelegenen Haus bei Miesbach wird Klaus Wartberg erschossen aufgefunden. Das Merkwürdige daran ist jedoch, dass sich Polizist Kreuthner mit Wallners Opa Manfred und Faschingsfest-Bekanntschaft Michaela am Tatort befinden und gleich eine Verdächtige erwischen.
    Später stellt sich heraus, den Toten gibt es laut Melderegister gar nicht. Wer versteckte sich hinter dieser Identität? Kommissar Wallner und seine Mordkommission stehen vor einem Rätsel.

    Mit Schwarzwasser bin ich ohne Vorkenntnisse in diese Krimireihe eingestiegen, ein Namensregister erleichtert das sehr und ich hatte als Neueinsteiger keine Probleme.

    Bei diesem Krimi erwartet den Leser eine gelungene Mischung aus kauzigen Charakteren, humorvollen, teilweise recht derben Dialogen und ein raffiniert konstruierter Plot. Es geht spannend, aber unblutig zur Sache, der Fall ist Dreh- und Angelpunkt des Geschehens und es gibt zwei Handlungsstränge, die in zwei Zeitebenen führen.

    Eine führt zurück ins Jahr 1996 nach Berlin, dort startet ein junger Anwalt seine Anwaltskanzlei mit finanziellen Anfangsschwierigkeiten und dann zieht er ein großes Mandat an Land. Doch dieser Auftraggeber bringt neben einem gesicherten Einkommen für den Anwalt auch Probleme mit sich.


    Die aktuelle Handlung zeigt die Ermittlung durch die bayrische Mordkommission Miesbach unter Hauptkommissar Wallner.
    Polizist Kreuthner sorgt für überraschende Momente und für viele Lacher. Er ist der ausgefallenste Charakter im Buch und gleichzeitig der absolute Stimmungsmacher. Nebenberuflich brennt er Schnaps, fährt besoffen Auto und dringt ohne Gewissensbisse in fremde Häuser ein. Doch er hat auch kriminalistisches Bauchgefühl und ein Herz für Menschen, die er für unschuldig hält.

    Für mich hat durch Kreuthner dieser Krimi Kultcharakter und die Reihe wird weiter verfolgt.

    Andreas Föhr bringt Bewegung in die deutsche Krimilandschaft. Mit reichlich Spannung, viel trockenem Humor dank der kauzigen Figuren, einer Menge Action und einem intelligenten Plot bringt Schwarzwasser alles mit, was man von einem hervorragenden Krimi erwartet.
    Nicht nur für Fans der Reihe, sondern generell auch für Neueinsteiger ein echtes Krimivergnügen!

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    janein
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