Überleben

Der Gürtel des Walter Fantl

Gerhard Zeillinger

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Walter Fantl ist vierzehn, als Hitler in Österreich einmarschiert, mit 18 wird er nach Theresienstadt, mit 20 nach Auschwitz deportiert. Gemeinsam mit seinem Vater geht er am 29. September 1944 über die Rampe von Birkenau, ahnungslos, was...

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  • 5 Sterne

    renate w., 10.11.2018

    Als Walter 1924 als Sohn jüdischer Eltern geboren wurde, konnte noch niemand ahnen, welch schreckliche Jahre noch auf sie zukommen werden. Im österreischischen Bischofstetten wächst Walter mit seiner Schwester Gertrude noch unbkümmert auf, sein Vater ist ein angesehener Kaufmann und so können sie es kaum glauben, dass sie 1938 plötzlich verhaftet werden und man sie ein Jahr später zwingt ihr gesamtes Hab und Gut zu verkaufen. In Wien gelandet beginnt Walter die Ausbildung zum Schlosser, wo er schon bald Wohnungen von SS- Angehörigen oder Nazis instand halten muss. Sämtlich Versuche seines Vaters nach Amerika auszuwandern schlagen fehl und so landen er und seine Familie 1942 im Ghetto Theresienstadt. Es folgen noch weitere Stationen wie das KZ Auschwitz - Birkenau, wo nun Walter alleine ist und miterleben muss, wie Menschen verhungern, von brutalen Kapos ermordet werden und man Juden aus- selektiert und in den Verbrennungsöfen ermordet. Unmenschliches hat Walter gesehen und erlebt. Er wiegt nur mehr 37 kg und schon mehr tot als lebendig, erfolgt für ihn und seine Kameraden der sogenannte ,, Todesmarsch´´, den er nur dank hilfsbereiter Mithäftlingen überlebt.

    Der Literaturwissenschaftler und Historiker Gerhard Zeillinger, hat in jahrelanger, intensiver Recherche mit Zeitzeugen und Originaldokumenten, das berührende Buch ,, Überleben - Der Gürtel des Walter Fantl ´´ geschrieben.
    Die Lebens- und Leidensgeschichte des Protagonisten, der einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen ist, ist ein Einblick in eine der dunkelsten Geschichte aus der Zeit als Hitler in Österreich einmarschiert ist. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welch furchtbare Erinnerungen bei Walter Fantl hervorgerufen wurden, als er gemeinsam mit dem Autor an der Entstehung des Romanes gearbeitet hat. Das Buch beginnt im Grunde nach dem Krieg 1945 als Walter in das zerstörte und zerbomte Wien zurück gekehrt ist. Hier bekommt man anschaulich ein trostloses Bild von den Menschen, die zumeist ohne Familie, ohne Hab und Gut in eine Stadt zurück kommen, in der Juden nicht mehr erwünscht sind. Der erwähnte Gürtel ist das einzige, das Walter noch besessen hat und für ihn war dieser Gegenstand das Wertvollste, was er in seiner Gefangenschaft besessen hat, ohne ihn, wäre sein Überlebenswille schon sehr viel früher gebrochen.
    Die beschriebenen Szenen über brutale Misshandlungen, über die Vernichtung der Juden in den Krematorien sind so bildhaft und intensiv, dass es mir oft nicht möglich war, weiter zu lesen. Diese Unmenschlichkeit, wie immer wieder einfach zur Belustigung der SS Leute Juden mit perfinden Spielen umgebracht wurden, haben mir immer wieder die Tränen aufsteigen lassen. Besonders emotional sind die Stellen, bei denen Walter Fantl selbst aus seiner Erinnerung heraus dem Leser etwas berichtet.
    Der Autor hat einen Teil der unschönen Geschichte aus der Hitlerzeit beeindruckend nieder geschrieben und die Geschehnisse in den Lagern sind emotional, beschämend, traurig und manchmal so unglaublich ob der Grausamkeiten, dass ich jedem Überlebenden nur meinen Repekt zollen kann. Ich habe selten so ein Buch gelesen, das über wahre Begebenheiten so direkt und brutal berichtet.
    Wie herzlos und unmenschlich Walter diese Zeit erlebt hat kommt aus vielen Textstellen beeindruckend hervor:
    ,, Dann bin ich zu einem Kapo hin und habe gefragt : Was ist mit den anderen? Wo ist mein Vater? Und der schaut mich an und zeigt auf einen der Schornsteine und sagt: Siehst du den Rauch? Das sind die anderen, das ist dein Vater.``

    ,, Überleben´´ von Gerhard Zeillinger, eine absolute Leseempfehlung.

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    janein
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