Das Geheimnis der Papiermacherin, Andrea Bottlinger

Das Geheimnis der Papiermacherin (eBook / ePub)

Historischer Roman

Andrea Bottlinger

Durchschnittliche Bewertung
4.5Sterne
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Eine junge Frau kämpft um ihr Glück.
Nürnberg, 1621: Annas großer Stolz ist die Papiermühle ihres Vaters: Doch nun steht sie kurz vor dem Bankrott. Ihr Vater ist resigniert, aber Anna will die Familientradition nicht aufgeben. Ein harter Kampf,...

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Kommentare zu "Das Geheimnis der Papiermacherin"

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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 08.08.2018

    Als Buch bewertet

    Die Geschichte rund um die 19-jährige Anna Pecht, die versucht den Familienbetrieb in Zeiten den Dreißigjährigen Krieges aufrechtzuerhalten, las sich ausgesprochen spannend und flüssig.

    INHALT
    Nürnberg um 1621 ist kein lebenswerter Ort. Armut, Not und Tod bestimmen den Alltag. Nur wenige können sich finanziell über Wasser halten. Anna Pecht ist eine von ihnen. Die mutige Tochter eines trink- und spielsüchtigen Papiermühlenbetreibers kämpft um ihr Handwerk und gegen die Geschäftsübernahme durch den korrupten Potentaten Bartholomäus von Treist.
    Dafür verlässt sie gar die legalen Pfade und sammelt mit Freunden Lumpen in anderen Städten bzw. stellt ohne Patent Schreibpapier her. Letzteres bleibt allerdings nicht unentdeckt. Johann von Treist, der Bruder des Potentaten, kommt Anna und ihrem Gefolge auf die Schliche. Wird er sie verraten?

    MEINUNG
    Die Autorin Andrea Bottlinger hat mit „Das Geheimnis der Papiermacherin“ einen wirklich sehr realistischen Historienroman geschrieben.

    Die Welt der Hauptprotagonistin Anna Pecht ist dunkel und arbeitsreich. Der Dreißigjährige Krieg und die Schulden ihres Vaters stellen die junge Mühlenerbin vor enorme geschäftliche Herausforderungen. Doch durch ihre Klugheit sowie durch ihre Freundschaft zu Lumpensammlern und Kleinkriminellen kann sie sich behaupten. Erst der Kontakt mit Johann von Treist bringt sie in Gefahr. Der gutherzige Ex-Söldner ist Handlanger seines übermächtigen wie durchtriebenen Bruders. Entsprechend vorsichtig agiert sie ihm gegenüber und ahnt dabei nicht, dass Johann längst sein Herz an die willensstarke Anna verloren hat. Kurzum, zwischen beiden entspinnt sich eine zarte Romanze.
    Daneben lernt man eine Menge über das Papierhandwerk in der damaligen Zeit. Spannungstechnisch haben mich vor allem die waghalsigen Räubertouren mitgerissen, bei denen selbst Todesopfern die Lumpen vom Leib gerissen wurden. Doch nicht nur der ereignisreiche Plot, sondern auch die einzelnen Figuren wussten zu überzeugen. Ob das hilfsbereite Geschwisterpaar Marie und Paul oder die ungleichen von Treist-Brüder, Bottlinger hat glaubhafte, authentische Charaktere geschaffen. Sprachlich fühlte sich der Leser ab der ersten Zeile ins 17. Jh. zurückversetzt. Wie ein Zeitreisender konnte man durch Nürnberg wandeln. Infolgedessen flog man förmlich über die 384 Buchseiten.

    FAZIT
    Ein unterhaltsamer Historienroman, der den Leser einmal hinter die Kulissen der Papierherstellung blicken lässt.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Michaela W., 08.08.2018

    Als Buch bewertet

    Nürnberg um 1621 Anna Pecht versucht die Papiermühle ihres Vaters zu halten.Der nach dem Tod der Mutter dem Alkohol und der Spielsucht verfallen ist.Bei einer ihrer Touren mit ihren Freunden wo sie alte Lumpen beschaffen,um neues Packpapier herzustellen,werden sie von Strassenräuber überfallen.Bei dem Überfall kurz vor Nürnberg kommt ihr Johann von Treist zur Hilfe-ausgerechnet der Bruder ihres Konkorenten Bartholomäus von Treist.Auch später warnt er Anna vor den Machenschaften seines Bruders.Annas Gefühle fahren Achterbahn-einer Seits ist sie nicht sicher ob Johann es erst meint-anderer Seits empfindet sie starke Gefühle für ihn.Aber auch Johann hat Gefallen an Anna.

    Die Autorin Andrea Bottinger schafft es super einem die Zeit um 1621 bildlich und emuzional näher zu bringen.Ihre Erzählung ist so schön erzählt das man gar nicht aufhören möchte zu lesen.Auch über das Papiermachen erfährt man einiges sehr interrisannte.Und auch historisch weiß die Autorin einiges zu berichten,ich gebe dem Buch 5 Sterne .

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Gaby2707, 15.09.2018

    Als Buch bewertet

    1621 in Nürnberg...

    Nürnberg 1621: In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges versucht die 19-jährige Anna Pecht die Papiermühle ihres Vaters über Wasser zu halten. Lumpen zur Papierherstellung sind rar. Also entschließt sie sich zusammen mit 4 Freunden im Umland, wo die Soldaten schon abgezogen sind, danach zu suchen. Dass sie damit dem Leiter des Handelshauses Bartholomäus von Treist, der nicht nur saubere Geschäfte macht, in die Quere kommt, ahnt sie da noch nicht. Sein Bruder Johann, der auch keine reine Weste hat, rettet Anna aus einer brenzligen Situation – und bekommt die junge Frau nicht mehr aus dem Kopf…

    Andrea Bottlinger nimmt mich mit in die verdreckten Straßen von Nürnberg, zu den verwüsteten Dörfern in der Umgebung und ins herrschaftliche Haus der von Treists. Sie beschreibt alles so detailliert und farbig, dass ich meine, den Schmutz, die eingelegten Lumpen und das Blut riechen zu können. Besonders ein Toter, die erste Begegnung auf Annas Beutezug, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Fast alle Protagonisten sind gut ausgearbeitet, kommen authentisch und lebendig rüber und haben sich bildhaft in meinem Kopf eingenistet. Durch den eingängigen und leicht zu lesenden Schreibstil bin ich sofort in der Geschichte drin und mit Anna und ihren Freunden unterwegs.

    Anna ist eine sehr taffe junge Frau, der fast nichts anderes übrig bleibt, als zu unlauteren Mitteln zu greifen, um die Papiermühle ihres Vaters, die direkt am Ufer der Pegnitz liegt, für sich und ihre Angestellten am Leben zu erhalten. Ihr trunk- und spielsüchtiger Vater Josef ist ihr dabei keine Hilfe. Im Gegenteil: mit seinen Schulden stürzt er sie nur noch tiefer ins Unglück. Aber Anna ist keine, die so leicht aufgibt.
    Vor allem hat sie Freunde, die mit ihr zusammen stehen und sie nicht im Stich lassen. Egal was passiert.
    Eine weitere, mir sehr sympathische Frau, ist Sybille Stromer. Was es mit ihr auf sich hat? Lest selbst.

    Die Autorin schafft es, mich für diese unwirtliche Zeit in Nürnberg zu faszinieren, mich sehr schnell ins Buch hineinzuziehen. Sie gibt dem historischen Roman eine ganz schön große Portion Spannung mit, bei der es mir schwerfällt, das Buch auch mal aus der Hand zu legen.

    Ein historischer Roman, der mich nicht nur in das karge Leben und die Überlebensängste des Dreißigjährig Krieges mitnimmt. Ich erfahre auch einiges über die Papierherstellung und dass Freundschaft keine Grenzen kennt.
    Ein interessantes, spannendes Buch, mit dem ich ein paar wunderbar unterhaltsame Stunden hatte.

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    janein
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