Die Giftmörderin (eBook / ePub)

Das Töten der Anna Zwanziger

Susann Anders

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Das Porträt einer Frau, die zu kalt war, um Mitleid zu empfinden.
Nach dem Tod ihres Gatten im Jahre 1796 ist Anna Zwanziger der völligen Mittellosigkeit ausgeliefert. Um das Überleben ihrer Kinder zu sichern, fühlt sie sich zur Prostitution...

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Kommentare zu "Die Giftmörderin"

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  • 5 Sterne

    Claudia R., 04.05.2019

    Das Cover transportiert eine gruselig-düstere Stimmung und lässt vermuten, welche Geschichte den Leser dahinter erwartet.

    Dies ist Susann Anders' zweiter Roman über historisch belegte Mörder. Da ich den ersten bereits verschlungen habe, wollte ich mir auch Die Giftmörderin nicht entgehen lassen.
    Wieder schafft es die Autorin den Leser gleich zu Beginn mit ihrem lockeren Schreibstil abzuholen, dabei überträgt sie mit einer sympatischen Leichtigkeit das Lebensgefühl des 18. Jahrhunderts.

    Anna Zwanziger ist eine Frau, die durch eine arrangierte Ehe zu einem gewissen Wohlstand gelangt ist. Sie hat Töchter, hasst ihren alkoholkranken Mann und wünscht ihm nur das Schlechteste. Nach seinem dann doch überraschenden Tod ist schnell klar, dass er ihr nichts als Schulden hinterlassen hat. Anna ist mit ihren Kindern gezwungen ihr Heim zu verlassen. Sie will sich jedoch nicht mit der Armut abfinden und klammert sich an die einzige Hoffnung, die ihr bleibt, um an Geld und Ansehen zu kommen: Eine erneute Heirat mit einem reichen Mann.
    Nach mehreren gescheiterten Versuchen, ihren Plan in die Tat umzusetzen, greift sie aus Verzweiflung und ihrem stetig wachsenden Argwohn Männern gegenüber, zu härteren Maßnahmen. Detailliert beschreibt die Autorin Annas Weg, der von Leiden, Hoffen, Hass und Missgunst geprägt ist. Einige Szenen habe ich schweren Herzens gelesen, und ich empfand Mitleid mit dieser Frau, die alles gegeben hat. In ihrem Streben nach Glück hat sie schließlich sich selbst verloren, was sie letztendlich zur Mörderin machte. Schlimm, wozu Menschen fähig sind, wenn ihnen das Leben übel mitspielt. Am Ende sieht jedoch niemand den Weg, den man gehen musste, nur das, was man hinterlässt. Susann Anders hat Anna Zwanziger in einer herzzerreißenden und schockierenden Art und Weise porträtiert, die noch lange nach dem Lesen nachhallt.

    Fazit: Absolut zu empfehlen für Fans historischer Krimis und erschreckend authentischer Biografien.

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    janein
  • 5 Sterne

    Dieter H., 07.05.2019

    Spannende Lektüre bis zum Schluss. Kann ich nur allen Lesern weiter empfehlen .

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lila, 30.05.2019

    Im Vorfeld hatte ich schon einmal etwas über Anna Zwanziger gelesen und mich gefragt, wie die Autorin es anstellen wird, dass Leser dem Schicksal einer ziemlich unsympathischen Giftmörderin interessiert folgen. Es ist ihr perfekt gelungen.

    Der Einstieg ist spannend: Da ist Anna, die einen ungeliebten, alten Mann heiraten musste, die ehrgeizige Pläne und Ziele hatte. Sie ist verbittert und vom Leben enttäuscht und steht nach dem Tod des Trinkers vor dem Nichts. aber sie glaubt unbeirrt und fest daran, dass das grausame und ungerechte Schicksal ihr etwas schuldig ist.

    Das Buch ist aus Annas Sicht geschrieben. Sympathisch ist sie mir zwar nicht und sie wird es im Verlauf der Lektüre auch nicht, aber dass sie unzufrieden und unglücklich mit ihrer Situation ist, kann ich gut nachvollziehen. Außerdem hat sie es geschafft, die Freundschaft einer loyalen Frau zu erringen. Charlotte unterstützt Anna selbstlos, als alles im Hause des Notars Zwanziger zusammenbricht. Daher bin ich interessiert daran, wie Anna so hart geworden ist und noch härter macht (Prostitution, Abtreibungen)


    Gut dargestellt ist der Moment, in dem Anna zum ersten Mal zum Rattengift greift und der, an dem sie zum ersten Mal mordet. Leiden weitergeben möchte sie, mit dem Gefühl eine ausgleichende Gerechtigkeit für erlittene Schmähungen und Erniedrigungen zurückzugeben. Die Morde der Anna Zwanziger nehmen übrigens nur einen kleineren Teil des Buches ein. Die Leser verfolgen vor allem ihr Schicksal, das durch mangelnde Empathie und Egoismus gekennzeichnet ist.

    Kein Krimi im klassischen Sinne, aber ein sehr gut geschriebenes Buch, ein Psychogramm, das Einblicke in eine dunkle Seele gibt

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Helga Bücherparadies, 07.05.2019

    Anna wird mit einem 20 Jahre älteren Mann zwangsverheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Immer mehr verfällt er dem Alkohol und stirbt.
    Nun steht Anna mittellos mit ihren Kindern da. Diese bringt sie bei ihrer langjährigen Freundin Charlotte unter und geht in ein Laufhaus.
    Bald nimmt ein Mann sie zur Geliebten und richtet ihr eine Wohnung ein. Ihr Bestreben einen reichen Mann zu heiraten, erfüllt sich leider nicht.
    Schnell ihrer Forderungen überdrüssig, setzt er sie vor die Tür.
    Sie kommt in mehreren Haushalten unter, aber ihr Jähzorn ist zu groß, als das sie lange geduldet wird und sie muss sich immer wieder neue Arbeit suchen.
    Dann schmiedet sie einen perfiden Plan. Wie sie vorgeht und wie es mit ihr weitergeht, müsst ihr unbedingt selber lesen.

    Dies ist eine authentische Geschichte um Anna Zwanziger, die im 18 Jahrhundert gelebt hat.
    Eindrucksvoll hat Susann Anders dieses Leben geschildert.
    Sehr bildhaft ist ihre Sprache. Nicht eine Zeile kam Langeweile auf, eine Spannung ist von Anfang an gegeben.

    Man lebt und leidet mit den Charakteren, die auch mit Leben gefüllt sind.
    Besonders den Charakter von Anna hat sie sehr gut getroffen. Alle Phasen ihrer Verzweiflung, Wut und Hoffnung sind beeindruckend dargestellt.
    Erschüttert ist, dass es Frauen in dieser Zeit oft nur möglich war ihren Körper zu verkaufen.

    Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende fasziniert, gefangen gehalten und unter Spannung gesetzt.
    Und ich habe wieder eine hervorragende neue Autorin für mich entdeckt, die mich begeistert hat.
    Ich gebe hiermit eine absolute Leseempfehlung.

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    janein
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