Romeo und Romy (ePub)

 
 
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Tief im Erzgebirge liegt das verschlafene Großzerlitsch, ein Ort zum Sterben schön. Was die Alten dort anscheinend wörtlich nehmen, denn auf dem Friedhof sind nur noch drei Plätze frei. Wer da zu spät stirbt, muss auf den Friedhof ins verfeindete...

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Kommentare zu "Romeo und Romy"
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  • 5 Sterne

    12 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silke T., 12.04.2016

    Als Buch bewertet

    Romy hat einen Traum, sie möchte Schauspielerin werden, doch bis zu diesem Ziel ist es ein weiter Weg und so arbeitet sie zunächst als Souffleuse beim Theater. Ausgerechnet während einer Vorstellung erreicht sie die Nachricht, dass ihre Großmutter verstorben sei. Romy ist dementsprechend schockiert und verpasst ihren Einsatz, als "Romeo" seinen Text vergisst. Beide werden gekündigt, wobei Romy erst einmal in ihr Heimatdorf in der Nähe der tschechischen Grenze zurückkehrt. Dort leben nur noch die Alten, deren größtes Ziel zur Zeit darin besteht, möglichst schnell abzuleben, denn der Friedhof des Dorfes hat nur noch Platz für zwei Grabstätten. Als Romy das Häuschen ihrer Großmutter erbt, beschließt sie dort zu bleiben und aus der Scheune ein elisabethianische Theater zu machen und wer hilft ihr beim Bau? Natürlich die Dorfbewohner.

    Meine Meinung:

    Der Autor verfügt über einen wunderbaren Scheibstil mit ganz viel Gefühl, die Sprache ist klar und flüssig und die Seiten fliegen nur so beim Lesen vorbei. Auch das Thema fand ich sehr berührend, auch hier wird mit viel Gefühl über die alten Menschen des Dorfes erzählt, die vergessen und einsam sind. Dabei wird teils humorvoll, teils tragisch beschrieben und ich durchlebte eine reine Gefühlsachterbahn beim Lesen. Izquirdo hat ein ganz besonderes Talent, Stimmungen und Emotionen einzufangen und zu beschreiben, wodurch das Geschehen lebendig wird. Hier und da wurde es mir dann ein wenig zu ausschweifend und langatmig, wenn die Details der Bauphase des Theaters zu oft aufgegriffen wurden, doch das wurde schnell mit den weiteren Handlungen ausgeglichen, so dass die Spannung, bzw. der Lesefluss erhalten blieb.
    Izquirdo spricht hier verschiedene Probleme an, nicht nur die immer älter werdende Dorfbevölkerung, sondern auch Themen wie das Aufwachsen ohne Vater oder Stasivergangenheiten werden hier angesprochen.
    Die Charaktere des Buches sind bunt und völlig unterschiedlich, doch jeder einzelne wurde liebevoll gezeichnet und vor meinen Augen entstanden Bilder der Personen. Fast schon schade, dass dieses Dorf lediglich auf dem Papier existiert, denn ich würde sehr gerne mal den Dorfbewohnern einen Besuch abstatten und mir von ihnen auf Sächsisch erzählen lassen, wobei ich hoffe, dass ich sie verstehen würde. Romy ist mir sehr ans Herz gewachsen, tat sie mir am Anfang nach dem tragischen Verlust sehr leid, wurde sie mir schnell immer sympathischer, während sie ihren Traum zu verwirklichen beginnt, wird sie immer selbstbewusster und wächst im Laufe des Buches an und mit ihrer Aufgabe.

    Mein Fazit:

    Ein kunterbunter Roman über die Liebe, den Neuanfang und einfach das Leben. Mit ganz viel Humor und Gefühl ist eine Geschichte entstanden, bei der es mir am Ende Leid tat, das Buch zu schließen und die Dorfbewohner zu verlassen. Wenn ein Buch dieses Gefühl in mir auslöst, kann ich nur fünf von fünf Sternen vergeben und eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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  • 4 Sterne

    17 von 31 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Saika8 4., 03.06.2016 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Romys großer Traum ist es Schauspielerin zu werden aber leider hat sie es am Theater bislang nur als Souffleuse geschafft. Doch auch diese Stelle verliert sie als sie während der Premiere des Stücks vom Tod ihrer Oma Lene erfährt und einen total Aussetzer hat, so dass der Hauptdarsteller Ben mit dem sie einen harmlosen Flirt hat, einen Texthänger hat. Romy kehrt in ihre Heimatstadt zurück um dort ihr Erbe anzutreten. In dem Dorf leben nur noch Alte und diese versuchen mit allen Mitteln zu sterben, um einen der beiden verbliebenen Plätze des Dorffriedhofs zu ergattern. Keiner von ihnen möchte in dem verhassten Nachbardorf begraben werden. Da Romys Aussicht auf eine Karriere sehr gering ist beschließt sie aus der Scheune auf ihrem Grundstück ein Elisabethanisches Theater zu bauen und alle Alten des Dorfes sollen mit anpacken und somit aufhören sich das Leben nehmen zu wollen. Dieses Vorhaben erweist sich als nicht so einfach und es werden ihr viele Steine in den Weg gelegt. Wird sie es dennoch schaffen sich ihren großen Traum zu erfüllen und Romeo und Julia in ihrem eigenen Theater auf die Bühne zu bringen?

    Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen. Die Geschichte ist mit viel Gefühl und einer großen Portion Humor geschrieben. Ich musste sehr oft Lachen als ich über die Versuche der Alten sich das Leben zu nehmen gelesen habe. Die Charaktere waren mir alle sehr sympathisch, besonders Romy. Es war toll zu lesen wie gut sie sich mit allen im Dorf versteht und wie groß dort die Hilfsbereitschaft untereinander ist. Alle sind anscheinend bereits seit Romy 6 ist so was wie ihre Familie, da ihre Mutter sehr früh gestorben ist und ihr Vater noch vor ihrer Geburt nach Russland abgehauen ist. Es war eigentlich alles dabei, lachen, weinen, freuen, wütend sein. Mir hat das Buch gut gefallen und ich gebe 4 Sterne.

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  • 4 Sterne

    6 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Laura B., 20.07.2017

    Als Buch bewertet

    Dieses Buch ist einfach knuffig. Anders kann man es nicht sagen. Anfangs erhält der Leser einen kurzen Einblick in das Theaterleben. Dieses wird sehr humorvoll beschrieben und hat mir deshalb auch sehr gut gefallen. Besonders über den Aberglauben der Schauspieler und deren lockeren Umgang untereinander musste ich oft schmunzeln. Schade ist nur, dass dieser Einblick nach ein paar Kapiteln mit Romys Entlassung schon wieder endet.
    Danach geht es hauptsächlich um das Dorf mit seinen Eigenarten. Doch auch hier musste ich über die sympathischen Damen und Herren oft schmunzeln. Die Atmosphäre des kleinen "Einsiedlerdorfs" wird wunderbar vermittelt, sodass man richtig darin abtauchen kann. Dennoch darf man das nicht falsch verstehen. Die Alten aus Großzerlitsch sind nicht schrullig oder widerborstig. Ganz im Gegenteil sie haben Romy schon vor langem in ihr Herz geschlossen und versuchen sie trotz anfänglicher Zweifel in ihrem Vorhaben zu unterstützen.
    Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich von dem Buch ein bisschen mehr Romantik erwartet hätte. Ich habe an eine richtige Romanze zwischen Romeo alias Ben und Romy gedacht. Solche Gefühle zwischen den beiden kommen allerdings kaum zur Geltung. Das hat mir persönlich doch gefehlt.
    Im Wesentlichen dreht es sich also um den Bau des Theaters in Großzerlitsch. Dabei kommt allerdings genug Spannung auf, um den Leser auch ohne Romanze zu unterhalten.
    Denn der Bau des Theaters sorgt dafür, dass die Vergangenheit ein wenig aufgewühlt wird. Sowohl Romys Vergangenheit, als auch die des Dorfes. Und das sorgt für reichlich Trubel in dem kleinen Dorf...

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