Rückwärtswalzer (eBook / ePub)

oder Die Manen der Familie Prischinger

Vea Kaiser

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Der neue große Roman der SPIEGEL-Bestseller-Autorin.
Voller Verve, Witz und Herzenswärme erzählt Vea Kaiser von einer Familie aus dem niederösterreichischen Waldviertel, von drei Schwestern, die ein Geheimnis wahren, von Bärenforschern, die die...

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Kommentare zu "Rückwärtswalzer"

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Beate V., 07.03.2019

    Als Buch bewertet

    Blut ist dicker als Wasser. Das trifft auf die Geschichte der Familie Prischinger zu.
    Das wird Lorenz Prischinger noch lernen, der Neffe der Tanten Mirl, Hedi und Wetti.
    Auch wenn das noch ein ganzes Jahr dauern wird.

    Lorenz ist mal wieder chronisch pleite. Er hat gerade kein Arrangement beim Fernsehen.
    Er ist Seriendarsteller. Aber es läuft auch so nicht rund. Er kann die Miete nicht bezahlen,
    da sind noch offene Rechnungen von seinen Internet Bestellungen und jede Minute könnte
    der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen. Erst mal zu den Tanten und Onkel Willi flüchten.
    Da fühlt es sich heimelig und geborgen an. Dort wird erst mal ordentlich gegessen, dann geht
    es der Seele wieder besser. Zu allem Unglück ist auch noch seine Freundin Stephi nach
    Heidelberg gezogen von Wien zu weit weg. Eine Fernbeziehung tut jetzt erst Recht nicht gut.

    Parallel lernen wir Onkel Willi kennen, wie er in Montenegro im Gebirge aufwuchs und mit
    seinen Eltern ans Meer gezogen ist und dort eine ganz neue Welt kennen lernte. Wie der
    Leser sich denken kann, kreuzen sich eines Tages die Wege von Hedi und Willi auf
    schicksalshafte Weise. Onkel Willi wie auch Tante Hedi haben schwere Schuld auf sich
    geladen. Beide sind Schuld am Tod eines geliebten Menschen. Das verbindet die Beiden
    bis zum Tode von Onkel Willi. Dieser hatte immer den Wunsch in Montenegro neben seiner
    Familie beerdigt zu werden.

    Diesen letzten Willen wollen die Schwestern Prischinger Onkel Willi natürlich erfüllen.
    Allerdings fehlt das Geld für eine ordentliche Überführung dorthin. Kurzerhand beschließen
    sie Onkel Willi selbst nach Montenegro zu bringen. Lorenz muss sie fahren. Der glaubt er
    träumt. 1029 km Fahrt mit einer Leiche im Auto. Gegen die Argumente seiner Tanten kam
    er noch nie an.

    Die Autorin Vea Kaiser hat mich mit dieser skurrilen Lebensgeschichte so dermaßen gut
    unterhalten, das alle Figuren so lebendig vor meinem Auge erschienen. Wie schon in ihrem
    Roman "Makarionissi" fehlte auch hier der schwarze Humor nicht. Das machte die Geschichte
    noch lebendiger. Wer glaubt, hier herrschte nur Harmonie, der irrt. Es gleicht so manches Mal
    einem Kriegsschauplatz, wie die Meinungen der Tanten, ihren Männern und Töchtern
    auseinander gehen.

    Der Faible für griechische Mythologie, bei dem die Autorin viele Vergleiche in die heutige Zeit
    einfließen lässt, macht so manche Szene zu einer einzigartigen Geschichte. Auch viele schöne
    alte österreichische Begriffe dürfen hier nicht fehlen. Für eine noch recht junge Autorin sehr
    erstaunlich, wie respektvoll sie die alten Traditionen und auch Sprache am Leben erhält.
    Ich bin so froh, dieses Buch ausgewählt zu haben.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Gertie G., 17.03.2019

    Als Buch bewertet

    „Rückwärtswalzer“ ist nach "Blasmusikpop" und "Makarionissi" der dritte Roman von Vea Kaiser.

    Mittelpunkt dieser montenegrinisch-österreichischen Familiengeschichte ist einer seits der erfolglose Schauspieler Lorenz und andererseits sein plötzlich verstorbener Onkel Willi. Gemäß Willis letzten Willen soll er in Montenegro, seiner alten Heimat, begraben werden. Doch was tun, wenn das Geld für eine ordnungsgemäße Überführung und eine würdevolle Bestattung nicht reicht?

    "Würde kostet fast achttausend Euro, Lorenz. Wenn du irgendwann gelernt hättest, wie viel ein Euro wert ist, dann würdest du nicht so groß reden."

    Nun sind Kreativität und starke Nerven gefragt. Ersteres ist bei Lorenz und seinen Tanten vorhanden, zweitere flattern mehrfach, als man Willis Leiche tiefgekühlt und illegal mit einem Fiat Panda gegen Südosten bringt.

    "Im Grunde argumentierten seine Tanten und Herr Ferdinand wie Antigone: Was ist schon das Gesetz, wenn es darum geht, einem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen."

    Meine Meinung:

    Der Roman spielt in mehreren Zeitebenen. Zum einen ist die Familie Prischinger in der Gegenwart vereint. Auf der anderen Seite enthüllen sich auf der über 1.000 km langen Fahrt nach Montenegro die Schicksale, Wünsche und (Alb)Träume der einzelnen Familienmitglieder in der entsprechenden Epoche.
    So erfahren wir, dass Willi eigentlich gar nicht so heißt. Oder, warum die drei Schwestern Mirl, Wetti und Hedi die Leben führen, die sie eben führen.
    Einige Passagen und Charaktere sind liebevoll überzeichnet. Mit Lorenz selbst konnte ich nicht so richtig warm werden. Im Gegensatz zu seinen Tanten hätte er alle Möglichkeiten eines geordneten Lebenswandels, die er leichtfertig verspielt. Die drei Tanten sind patent und in gewisser Weise schlitzohrig. Dennoch hat jede ein Schicksalspäckchen zu tragen, die eben auf der Autofahrt aufgedeckt wird.

    Der Schreibstil ist locker, witzig und geistreich. Es gibt immer wieder Austriazismen und Hinweise, die für Nicht-Wiener ungewöhnlich sind. Das Hin- und Herspringen durch Zeit und Raum ist aber mittels Kapitelüberschriften inklusiver Jahreszahlen leicht möglich. Immer wieder blitzt die humanistische Bildung der Autorin durch, wenn lateinische oder altgriechische Dichter erwähnt werden.
    Die Verwandtschaftsverhältnisse der Familie Prischinger sind komplex. Da wäre ein Stammbaum manchmal hilfreich.

    Fazit:

    Ein gut erzählte Geschichte um den Zusammenhalt in einer Familie. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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    janein
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