Green Book (DVD)

Ausgezeichnet mit dem Golden Globe 2019 für den Beste Film, Bestes Drehbuch. Besten Nebendarsteller (Mahershala Ali) und Oscars 2019 für den Besten Film, Besten Nebendarsteller (Mahershala Ali) und Beste

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Der begnadete Pianist Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) geht 1962 auf eine Konzert-Tournee von New York bis in die Südstaaten. Sein Fahrer ist der Italo-Amerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen), ein einfacher Mann aus der Arbeiterklasse, der...

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Kommentar zu "Green Book"

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    8 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MaRe, 28.06.2019

    New York City 1962: Der Italo-Amerikaner Tony „Lip“ Vallelonga (Viggo Mortensen, u.a. „Captain Fantastic“ - 2016, „Die zwei Gesichter des Januars“ - 2014, „Eine dunkle Begierde“ - 2011) hält sich und seine Familie in der Bronx als Türsteher und mit gelegentlich schnell, z.B. durch Wetten, verdientem Geld über Wasser. Als eines Tages ein „Dr. Shirley“ einen Fahrer sucht, schaut Tony bei dessen Adresse vorbei, um den Job zu kriegen. Damit, dass er auf einen gebildeten und kultivierten afroamerikanischen Pianisten, der in einem musealen Apartment über der Carnegie Hall residiert, trifft, hat der recht ungehobelte, aber patente und in mehrerlei Hinsicht schlagfertige Tony nicht gerechnet. Da er knapp bei Kasse ist, legt er seine Vorurteile gegenüber Schwarzen beiseite und setzt sich für die acht Wochen dauernde Konzerttour in die Südstaaten als Chauffeur hinter das Steuer eines türkisfarbenen Cadillacs. Auf ihrer Reise müssen Lip und Dr. Donald „Don“ Shirley (Marhershala Ali, u.a. „Moonlight“, „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“, beide 2016) dem „Green Book“ (offizielle Bezeichnung: „The Negro Motorist Green Book“) folgen, dem für Schwarze überlebenswichtigen Reiseführer, um Hotels, Restaurants, Tankstellen und sogar Ärzte zu finden, die zur Zeit der Rassentrennung Menschen mit dunkler Hautfarbe überhaupt aufnehmen, bewirten bzw. behandeln. Ganz langsam nähern sich die beiden gegensätzlichen Männer an und plaudern über die Menschen und die Welt, Familie, Einsamkeit, über Musik und ihre verschiedenen Stile und Wurzeln, Herkunft, Ethnie, Dazugehörigkeit und Würde.

    „Green Book - Eine besondere Freundschaft“, Original „Green Book“, entstand unter der Regie von Peter Farrelly („Verrückt nach Mary“ - 1998, „Movie 43“ - 2013), basiert auf Tony Lips Lebensgeschichte und wurde von einer wahren Begebenheit inspiriert. Tony Lip (* 30. Juli 1930 in Paramus, New Jersey als Frank Anthony Vallelonga; † 4. Januar 2013 in Teaneck, New Jersey) ist durch seine Rolle als Mafia-Boss Carmine Lupertazzi, Sr. in der Fernsehserie „Die Sopranos“ (Staffel 3–5) einem größeren Publikum bekannt. Das Drehbuch zu „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ stammt von Nick Vallelonga, Tony Lips Sohn.

    Donald Walbridge „Don“ Shirley (* 29. Januar 1927 in Pensacola, Florida; † 6. April 2013 in New York City) war ein US-amerikanischer Pianist und Komponist, der in seiner Musik Jazz und klassische Musik verschmolz.

    Der Ton inklusive abwechslungsreicher Musik(einspielungen) dieser zupackenden „Buddy-Roadmovie-Komödie“ ist frisch und munter, die Kameraarbeit (Sean Porter, „Jahrhundertfrauen“ - 2017) konventionell gestaltet und passt somit in die Zeit, in der die Handlung spielt.

    Die eigentliche Würze verleihen dieser Komödie jedoch die wunderbar in ihrer jeweiligen Rolle aufgehenden Schauspieler und die Passagen, in denen sie sich lebhafte verbale Schlagabtäusche liefern. Tony, der unbekümmerte und ungezwungene bis rüpelhafte, immerhungrige Kettenraucher und Dampfplauderer, der „es draufhat, andere zu bequatschen“, daher sein Spitzname „Lip“, versucht dabei, den introvertierten, oft traurigen, studierten, polyglotten und meist distinguierten, zum klassischen Pianisten ausgebildeten und nun mit „Popularmusik“ tourenden Gentleman Don aufzulockern und aus der Reserve zu locken, während dieser bemüht ist, Tony zu erziehen und vorzeigbarer zu machen.

    Ansonsten hakt das Drehbuch die Stationen samt nachdenklich bis wütend machenden rassistischen Vorkommnissen, in denen sich Tony ein ums andere Mals als Leibwächter betätigt, ab wie der Pianist seine zu bestreitenden Konzerttermine. Nur kurz erfährt man, dass Don sich den Strapazen der Reise und den Erniedrigungen nicht aussetzt, um Geld zu verdienen, sondern um die Einstellung der Menschen zu ändern und wegen seiner tiefen Überzeugung, dass die Würde immer obsiege.

    Die Balance zwischen Gesellschaftskritik und Komik stimmt, berührende wie kurzweilige Momente wechseln sich in diesem „Oldschool-Wohlfühl-Movie“ ab und bieten liebenswerte Unterhaltung.

    In den USA gab es hitzige Diskussionen darüber, ob ein „Feel-Good-Movie“ ein angemessener Rahmen für die Themen Rassentrennung, Rassismus und Polizeigewalt sein könne. Jedenfalls wurde „Green Book“ vielfach für Preise nominiert bzw. ausgezeichnet. Bei der Oscarverleihung 2019 erhielt der Film eine Auszeichnung als Bester Film - Jim Burke, Charles B. Wessler, Brian Currie, Peter Farrelly, Nick Vallelonga-, eine Auszeichnung für den Besten Nebendarsteller -Mahershala Ali-, eine Auszeichnung für das Beste Originaldrehbuch -Nick Vallelonga, Brian Currie und Peter Farrelly-, eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller -Viggo Mortensen-, eine Nominierung für den Besten Schnitt -Patrick J. Don Vito- und bei den „Golden Globe Awards 2019“ eine Auszeichnung als Bester Film – Komödie oder Musical, eine Auszeichnung für das Beste Drehbuch -Brian Hayes Currie, Peter Farrelly und Nick Vallelonga-, eine Auszeichnung als Bester Nebendarsteller -Mahershala Ali-, eine Nominierung für die Beste Regie -Peter Farrelly, eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical -Viggo Mortensen-.

    „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ nimmt sein Publikum auf eine leichtgängige und doch tiefe Einblicke in die menschliche Seele und die eines Landes gewährende, amüsante und gleichzeitig anrührende Reise mit, zieht viele Register von Humor (vom locker-platt-ulkigen bis zum bitter-sarkastischen) und schafft es, den Zuschauer unauffällig auf eventuell existente eigene Hemmungen, vorgefasste Meinungen oder Vorurteile hinzuweisen, ohne ihm Vorwürfe zu machen oder zu wollen, dass er sie sich selbst macht.

    Fazit: Eine liebenswürdige, kurzweilige Komödie mit einer klaren, noch heute wichtigen Botschaft.

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    janein