Jane (DVD)

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Von ihrer Tierliebe angetrieben, aber ohne jegliches formale Training, triumphiert Goodall in einem männlich-dominierten Feld und stellt die konventionellen Forschungsmethoden mit ihrer einzigartigen Herangehensweise an die Tierbeobachtung in...
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    MaRe, 05.07.2018

    „Jane“ ist ein Dokumentarfilm des US-amerikanischen Dokumentarfilmers, Filmproduzenten und Drehbuchautors Brett Morgen (* 1968, u.a. 2015: „Cobain: Montage of Heck“) über Jane Goodall (geboren 1934 in London), eine der drei Frauen, die auf Initiative des britischstämmigen kenianischen Paläoanthropologen Louis Leakey (* 7. August 1903 in der Kabete Mission bei Nairobi/Kenia; † 1. Oktober 1972 in London) ab Anfang der 1960er-Jahre Langzeitforschungen in Form von Feldstudien über Menschenaffen betrieben. Morgan nähert sich Goodall anhand von fantastischem 16mm-Filmmaterial, das 2014 in den Archiven der „National Geographic Society“ entdeckt wurde und bislang nicht zu sehen war, ergänzt es mit anderem Archivmaterial wie Zeitungsberichten aus der damaligen Zeit, vor allem aber verbindet er es mit Jane Goodalls eigenen Erinnerungen und Gefühlen, die sie entweder aus dem Off oder in einem aktuellen Interview einspricht.

    Jane Goodall war 25 Jahre alt, als Leaky sie mit der Aufgabe betraute, Schimpansen in Gombe /Tansania zu beobachten, um daraus Erkenntnisse über den „Frühen Menschen“, seine Verhaltensweisen und Fähigkeiten und die Evolution ableiten zu können. Jane Goodall besaß als Sekretärin keine Ausbildung oder gar universitäre Vorkenntnisse, die sie für Forschungen an Affen qualifiziert hätten, dafür aber als „Naturkind“, das immer tun wollte, was damals Männern vorbehalten war, einen Abenteurer- und Entdeckerdrang sowie eine große Leidenschaft für Afrika, Tierliebe, enorm viel Geduld und einen unverstellten Blick.

    „Jane“ begleitet und beobachtet Jane Goodall dabei, wie sie ihrerseits in Gombe die Schimpansen observiert und versucht, ihnen nahezukommen, sie voneinander zu unterscheiden, sie kennen und verstehen zu lernen.

    Ein Großteil des Materials, das hier bearbeitet zu sehen ist, stammt von Hugo von Lawick, (* 10. April 1937 in Surabaya, Indonesien; † 2. Juni 2002 in Daressalam, Tansania), einem niederländischen Baron, leidenschaftlichem Tierfilmer und Fotograf, der einige Jahre später im Auftrag der „National Geographic Society“ in die Berge von Gombe reiste, um die, teils umstrittene, teils belächelte, aber in vielerlei Hinsicht bahnbrechende Arbeit der unkonventionellen Affenforscherin zu dokumentieren und ihr wiederum dabei näherkam.

    Fasziniert hat mich neben den atemberaubenden Bildern von der Landschaft, der Vegetation, den Vögeln, Insekten, natürlich den Affen und anderen Säugetieren an „Jane“, dass der Film ein facettenreiches Mehrfachporträt erstellt: ein hautnahes Porträt der Menschenaffenforscherin und der Person Jane, die nicht immer deckungsgleich sind, dann das ihrer Familie und zugleich das einer Schimpansengruppe und ihrer einzelnen Mitglieder, die im Laufe der Zeit Menschen bei sich dulden.

    Darüber hinaus analysiert der Film auf elegante Weise Jane Goodalls Arbeit aus damaliger und heutiger Sicht und thematisiert ihre Bedeutung. Ihre überraschenden Erkenntnisse erlaub(t)en nicht nur Rückschlüsse auf die „Früheren Menschen“, sondern führen vor allem große, auch sehr unangenehme Parallelen zum Verhalten des neuzeitlichen Menschen vor Augen. Dabei wird nicht idealisiert oder romantisiert, werden die Tiere nicht verniedlicht oder vermenschlicht, sondern die Realität eingefangen und zwar auch mit teils schwer zu ertragenden Bildern von Grausamkeiten.

    Die zwar theatralische, orchestrale Filmmusik des als legendär geltenden US-amerikanischen „Minimal-Music“-Komponisten Philip Glass (geboren 1937) finde ich dramaturgisch passend, unterstreicht sie doch die Bedeutung dieser Zeit für Jane Goddall selbst und die ihrer Entdeckungen als revolutionäre Meilensteine in der Primatenforschung und bezüglich der (heute auch anhand des genetischen Codes feststellbaren) Nähe zwischen Mensch und Schimpanse.

    Resümee: „Jane“ ist ein optisch grandioser Dokumentarfilm aus einem Guss, der das Gefühl erzeugt, Jane Goodall persönlich und „ihren Affen“ sehr nah gekommen zu sein, dazu bewegend und lehrreich, ohne belehrend zu sein, kurz: eine angemessene Würdigung und ein eindringliches Vermächtnis einer ebenso stillen, bescheidenen wie hartnäckigen und kämpferischen Forscherin und Naturschützerin.

    PS: Seit 1986 reist Jane Goodall unermüdlich durch die Welt, um sich für den Schutz der Schimpansen einzusetzen.

    1991 gründete Goodall mit Kindern in Tansania die Aktion „Roots & Shoots“ („Wurzeln und Sprösslinge“), die inzwischen bereits in über 40 Ländern aufgegriffen wurde. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen in kleinen Gruppen eigene Ideen und kleine Projekte im Bereich Natur- und Umweltschutz entwickeln, um so zur Verbesserung sowohl des menschlichen als auch des tierischen Lebens auf der Erde beizutragen.

    Ihre in den 1960er Jahren begonnene Studie in Gombe hält noch an und ist damit die längste aller Zeiten.

    Hugo von Lawick gilt als einer der größten Tierfilmer aller Zeiten.

    Die anderen beiden Frauen, die auf Anregung Leakys forschten, waren Birutė Galdikas (geboren 1946), die sich mit den Orang-Utans Borneos befasste, und Dian Fossey (geb. 1932, verst. 1985), die Gorillas erforschte.

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    janein

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