Mit Oma in Roma (Hörbuch-Download)

 
 
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Auf Jagd nach Oma– ein lustiger Roadtrip durch Italien von Bestsellerautorin Tessa Hennig
Wo zum Teufel ist Oma? Nina Ritter beginnt sich ernsthaft Sorgen zu machen, als sie in der Wohnung ihrer Großmutter Unterlagen zum Thema Sterbehilfe findet. Gemeinsam...
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Auf Jagd nach Oma– ein lustiger Roadtrip durch Italien von Bestsellerautorin Tessa Hennig
Wo zum Teufel ist Oma? Nina Ritter beginnt sich ernsthaft Sorgen zu machen, als sie in der Wohnung ihrer Großmutter Unterlagen zum Thema Sterbehilfe findet. Gemeinsam...

Kommentare zu "Mit Oma in Roma"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    Elke S., 12.11.2019

    Bella Italia und familia, wer braucht da noch RTL?

    Eigentlich hätte es für die rüstige Inge gemeinsam mit ihrer Rentnerclique im gemeindeeigenen Sammeltransporter nach Rom zu einem Papstbesuch gehen sollen. Inge, die seit den 50er Jahren schon mit einem Italienvirus befallen ist und sich so auf die Reise gefreut hat, will sich aber nicht damit abfinden, dass die Reise nun einfach ins Wasser fallen soll. So wird aus der verrückten Idee alleine nach Italien zu reisen eine betonierte Tatsache und schon sitzt sie im Zug in Richtung Bella Italia. Ihre Enkelin Nina, die Jurastudentin, die gerade über ihrer Seminararbeit brütet, braucht dringend eine Auszeit und beschließt einen Überraschungsbesuch bei Oma Inge. Über den Büchern schwitzend hat sie sich sowieso schon viel zu lange nicht mehr bei ihr gemeldet. Dort angekommen, findet sie allerdings keine Inge, dafür ein Formular für eine Sterbeverfügung. Nina beginnt sich ernsthaft Sorgen zu machen und holt deshalb sogar ihre Mutter Heike, die Langzeitarbeitslose, die ihren Hintern nicht hoch bringt, was Nina so nervt, mit ins Boot. Die abgebrannte Studentin und ihre nicht finanzkräftigere Mutter machen sich auf die Suche. Low Budget Urlaub, per Anhalter oder drei Tage nichts essen ist die Alternative und so trampen sie Oma Inge hinterher. Was sie allerdings nicht wissen, ist, dass Inge sich in Roma bestens amüsiert, bereits einen geheimnisvollen Begleiter hat und spontan beschließt mit ihm ihre Reise über Pompeji nach Ischia fortzusetzen. Eine aufregende Verfolgungsjagd beginnt, die alle Beteiligten sehr verändern wird.

    Die Autorin Tessa Henning nimmt den Leser in ihrem Roman mit auf eine tolle Italienreise. Die Orte, die Landschaft und das Dolce Vita wird so toll beschrieben, dass man das Gefühl hat, mit dabei zu sein. Mit ihrem Begleiter Carlo, dem ehemaligen Archäologen, bekommt Inge und damit der Leser tolle Führungen und viel Interessantes zu Sehenswürdigkeiten in Rom und auch in Pomppeji geboten. Auch die Insel Ischia muss allen Beschreibungen zufolge eine traumhafte Landschaft besitzen und man träumt sich regelrecht dort hin.

    Aber man geht nicht nur auf die Reise, sondern man darf auch Zeuge werden, wie jeder der Reisteilnehmer beginnt sich Gedanken zu machen und es gibt einige Momente, die mich so richtig betroffen gemacht haben. Die Charaktere und deren Veränderungen sind wirklich grandios gezeichnet. Am meisten hat mich hier Carlos Schicksal bewegt. Er ist des Lebens satt und hat eigentlich schon mehr oder weniger damit abgeschlossen. Der Tod seiner Ehefrau, der seiner Tochter, für den er sich zusätzlich noch die Schuld gibt, und die Tatsache, dass sein Enkel Luca keinen Kontakt mit ihm haben möchte, haben ihn zu einem gebrochenen Mann gemacht. War es ein Wink des Schicksals, dass gerade jetzt Inge, die seit Beginn der Reise vor neuer Lebensfreude geradezu sprüht, sich Carlo an die Fersen heftet? Die rüstige Inge war mir von Anfang an super sympathisch. Sie nimmt ihr Leben in die Hand, sieht die Welt realistisch, geizt nicht mit guten Ratschlägen und hat ihr Herz am richtigen Fleck. Sie hat genau das richtige Gespür für Carlo und scheint aus dem alten Mann wieder einen kleinen Jungen machen zu können. Dieses Gespür ist ihr leider für ihre Tochter Heike abhanden gekommen. Denn diese gibt Inge die Mitschuld an ihrer gescheiterten Ehe, die sie auch in diese Lethargie gestürzt hat. Sie ist gefrustet vom Leben und knallt sich am liebsten vor irgendwelche Fersehsendungen, die ihr das Gefühl geben, dass es anderen noch viel schlechter als ihr geht. Ihre Tochter Nina nennt Heike gern den Oma Klon, weil sich Inge und Nina einfach so ähnlich sind. Für Nina gibt es außer ihrem Jurastudium so gut wie nichts, Lebensfreude scheint sie vor lauter Büffeln verlernt zu haben. Für sie ist es unbegreiflich, warum Heike sich nicht um eine Arbeit bemüht und versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wird es den drei Frauen gelingen wieder näher zusammen zu rücken, ist eine Frage die sich durch den ganzen Roman schlängelt.

    Was wäre eine Italienreise so ganz ohne Amore? Klar die darf auch nicht fehlen und mit Luca dem attraktiven italienischen Lebemann darf man diese und auch die zugehörigen Eifersuchtsszenen miterleben. Zudem berührt die sich entwickelnde Zuneigung zwischen Inge und Carlo.

    Der lockere Schreibstil der Autorin macht die ganze Mischung zum äußerst unterhaltsamen Vergnügen. Es darf ganz viel geschmunzelt werden, sei es über die Beschreibungen der Rentnergang ganz zu Beginn, hitzigen Verfolgungsjagden, bei denen Inge, die eigentlich nicht mehr Autofahren wollte, literweise Angstschweiß verliert oder auch gegen Ende hin, bei einer ganz heiklen Mission, bei der auch Rescue Tropfen nicht die nötige Ruhe bringen.

    Da ich erst kürzlich von Ursula Berlinghof vorgetragenem „Nie wieder Amore“ der Autorin so eine gelungene Italienreise geboten bekommen habe, habe ich mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut. Auch hier passt die Sprecherin mit ihrer kräftigen, sonoren, ja fast schon ein wenig rauchigen Stimme perfekt um eine resolute Seniorin zu verkörpern, in der noch jede Menge Power steckt. Das Italienische Flair transportiert sie ebenso gelungen, wie die Stimmungen der einzelnen Szenen.

    Alles in allem eine vergnügliche, äußerst kurzweilige Italienreise, die nicht nur Spaß bietet, sondern auch über den Wert der Familie nachdenken lässt und zudem dazu anregt, das Leben wieder mehr zu genießen und zu schätzen, denn es ist nie zu spät, es selbst in die Hand zu nehmen.

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    janein

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