Die Charité: Aufbruch und Entscheidung, 2 MP3-CD

Gekürzte Ausgabe, Lesung. 916 Min.
 
 
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Im Berlin anno 1903 nehmen an der Charité die ersten Ärztinnen die Arbeit auf. Rahel Hirsch ist eine leidenschaftliche Forscherin, die für die Medizin lebt. Für ihre Arbeit wird Rahel aber nicht bezahlt. Doch nicht nur die engagierte Medizinerin spürt die...
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Im Berlin anno 1903 nehmen an der Charité die ersten Ärztinnen die Arbeit auf. Rahel Hirsch ist eine leidenschaftliche Forscherin, die für die Medizin lebt. Für ihre Arbeit wird Rahel aber nicht bezahlt. Doch nicht nur die engagierte Medizinerin spürt die...

Kommentare zu "Die Charité: Aufbruch und Entscheidung, 2 MP3-CD"

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Alle Kommentare
  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gisela S., 08.10.2019

    Auch hier war die Lieferung korrekt. Das Hörbuch werde ich selbst behalten, bin jedoch zum Anhören noch nicht gekommen. Ich bin sehr gespannt, ob der Inhalt meinen Erwartungen entspricht.

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    janein
  • 5 Sterne

    Elke S., 08.11.2019

    Spannende Fortsetzung

    Ich habe den ersten Teil der Charité regelrecht verschlungen, bin am Hörbuch geklebt und habe die zahlreichen Informationen zur Medizin wissbegierig aufgesogen, deshalb habe ich mich wie irre auf die Fortsetzung gefreut. Erst einmal damit abgefunden, dass hier ganz andere Mitspieler wie die, die mir im ersten Part ja eigentlich ans Herz gewachsen sind, die Rollen übernehmen, war die Sogwirkung sofort wieder spürbar.

    Dieses Mal darf man Rahel, die erste Ärztin die es an die Charité schafft, auf ihrem steinigen Weg begleiten. Ein harter Kampf um Anerkennung, den sie vielleicht ohne die Unterstützung vom medizinischen Leiter, der von ihren grandiosen Fähigkeiten überzeugt ist und sich immer wieder für sie einsetzt, und auch ohne die Finanzspritzen ihrer Familie, trotz all ihrer Leidenschaft für die Forschung und Medizin gar nicht so gehen hätte können. Man freundet sich mit ihr mit Barbara, die in der Wäscherei schuftet, um sich und ihrer Tante das Überleben zu sichern, an und erlebt mit den beiden Frauen die ersten beiden Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Kritisch beäugte neue Forschungen, Fortschritte in der Medizin, Versorgung der Kranken und der tägliche Kampf ums Überleben bei den Arbeitern, gesäumt von Frauenbewegungen, die sich für deren Rechte einsetzten sind ebenso ein Thema wie zarte Liebesbande, die den ersten Weltkrieg, den man ebenfalls mit voller Wucht und Härte erleben darf bzw. muss, überstehen müssen.

    Auch der zweite Teil beinhaltet wieder jede Menge Informationen zur Medizin und Forschung der Zeit, die ich irre spannend fand. Wie wurde geforscht, Hundepipi, Hammelblut, leider auch so manches Tier, die Entstehung eines Wassermanntests, der Syphilis nachweist oder auch Forschungen zum Zuckerstoffwechsel, was tat sich beim Röntgen, was beim EKG, all das wird hier toll und auch für den Laien verständlich erklärt, während man Rahel zur Arbeit begleitet. Man trifft auf bekannte Namen wie Röntgen, Paul Ehrlich, Bräuning oder auch Robert Koch, erfährt vom Misstrauen gegenüber neuen Erkenntnissen und gefährlichen Selbstversuchen, leider auch von „Erfolgen“ bei chemischen Waffen, Ich denke, wenn man diese Mühen sieht, schätzt man die damaligen medizinischen Erfolge gleich noch einmal so sehr.

    Die Medizin und Forschung steht in diesem Band etwas im Vordergrund, aber auch sonst bietet der Roman eine mehr als gelungene Zeitreise ins Berlin der ersten zwei Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Tauchen anfangs Automobile nach und nach auf, verschwinden sie im Verlauf des Ersten Weltkriegs wieder. Auch so interessante kleine Details, die die guten Historischen Romane ausmachen, wie dass das Tango tanzen aufkam, der Kaiser das aber für seine uniformierten Männer gleich mal verboten hat, oder auch was bei Spielfilmen schnell mal zur Zensur führte, finden sich in Hülle und Fülle. Die Sprache passt ebenfalls perfekt dazu, klar wird da größtenteils noch ein höflicher, keuscher Umgang miteinander gepflegt. Auch wenn sich eine Barbara mit ihrer Berliner Schnauze kein Blatt vor den Mund nimmt ist mit ihrem Dialekt stets klar, dass man sich in Berlin aufhält, zumindest wenn man nicht mit an die Front direkt in den Schützengraben muss.

    Die Rolle der Frau, klar auch diese spielt eine Rolle. Rahel ist die erste Ärztin an der Charité und das in einer Zeit in der Frauen an der Universität noch nicht mal von allen Professoren zu Vorträgen zugelassen werden, eine Barbara kämpft um die Rechte der Frauen, schließt sich der SPD an, und eine Melli muss sich als erste Pilotin ihre Anerkennung auch mehr als hart verdienen. Der erste Weltkrieg kommt, die Frauen werden wichtig, aber zu welchem Preis? Das wird wie das Wahlrecht, das Verdrängen vom Arbeitsmarkt, als die Soldaten vom Krieg zurückkommen, und vieles andere wirklich gut dargestellt.

    Rahel und ihr Kampf um die Anerkennung als Ärztin spielt klar die Hauptrolle in diesem Roman, mein heimliches Highlight war allerdings ihre Freundin Barbara, eine bessere könnte sie gar nicht finden. Sie redet wie sie denkt, hat mich oft zum schmunzeln gebracht und ich habe sie so richtig in mein Herz geschlossen. Die Autorin verleiht ihren Mitspielern unheimlich viel Profil, stellt sie authentisch dar und man lebt die Geschichte regelrecht in deren Mitte. Unter den Nebendarstellern fand ich unter vielen anderen Professor Kraus toll gezeichnet, der Rahel so unterstützt. Dass Rahel der Charme des Fliegers Michael aus dem Trab bringt konnte ich gut nachvollziehen und Erich der Schupo, der so unglücklich in Barbara verliebt ist, hat mir zu Beginn fast leid getan, gegen Ende hatte ich allerdings so gar nichts mehr für ihn übrig, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    Ich bin absoluter Fan von Beate Rysopp, die den ersten Teil der Charité grandios eingelesen hat, aber mit Abstand gehört, steht ihr Svenja Pages gefühlt kein bisschen nach. Die Sprecherin mit ihrer mir äußerst angenehmen Stimmlage hat mich von Anfang an von sich überzeugt und regelrecht mit in die Geschichte genommen. Ihr gelingt es mit ihrem Vortrag so großartig die stets passende Atmosphäre entstehen zu lassen, dass man das Gefühl hat, selbst mit dabei zu sein. Begeistert bin ich auch davon, mit welcher Vielfalt an Variationen im Tonfall sie einem jedem Mitspieler ganz individuelles Leben einhaucht. Besonders lobend erwähnen muss ich auch noch, wie perfekt sie den Berliner Dialekt imitiert, sie nimmt einen wirklich mit vor Ort.

    Alles in allem hat mich auch der zweite Teil Saga um die Charité völlig begeistert. Ein Hörbuch, perfekt eingelesen, das einen Geschichte regelrecht erleben lässt. Fünf grandiose Sterne und eine absolute Hörempfehlung von meiner Seite.

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    janein

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