Preiselbeertage, 5 CDs

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Seit Jahren war Ariane nicht mehr in ihrer Heimat Schweden und dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See. Als ihr Leben in Deutschland zusammenbricht - sie verliert ihren Job, beendet eine Beziehung und bekommt die Nachricht vom Tod ihres Vaters - reist Ariane...
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Seit Jahren war Ariane nicht mehr in ihrer Heimat Schweden und dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See. Als ihr Leben in Deutschland zusammenbricht - sie verliert ihren Job, beendet eine Beziehung und bekommt die Nachricht vom Tod ihres Vaters - reist Ariane...

Kommentar zu "Preiselbeertage, 5 CDs"

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 05.11.2018

    Schweigen, Lügen und Leiden, statt Reden

    Die freie Bild- und Videoredakteurin Ariane lebt seit elf Jahren in Leipzig, wo auch ihre Großeltern wohnen, zu denen sie ein herzlicheres Verhältnis hat, als zu ihrer eigenen Mutter Ina, die gemeinsam mit der jüngeren Schwester Jolante in Schweden lebt. Als ihr Vater Jörg stirbt, sie sich zeitgleich von ihrem Freund trennt, der mehr von ihr haben will, als sie bereit ist zu geben, entschließt sie sich zu einer Auszeit in Schweden. Wie soll ihr Leben weitergehen und vor allem wo, in Leipzig, bei den geliebten Großeltern oder in Schweden, wo ihre Erinnerungen an die Kindheit ihren Ursprung haben? Aber bevor sie eine Entscheidung treffen kann, muss sie erst die ganze Wahrheit wissen. Warum will ihre Mutter Ina nichts von einem Manuskript wissen, das Jörg seinen Töchtern vererbt hat und in dem ein Familiengeheimnis gelüftet werden soll? Ariane lässt nicht locker, was erwartet sie?

    Die Autorin spielt hier gekonnt mit verschiedenen Erzählsträngen, was die Geschichte sehr spannend, fesselnd und auch bewegend macht. Die Handlung im Jetzt, in Schweden nach Jörgs Tod wird zum größten Teil aus Arianes Perspektive erzählt, aber man darf auch in andere Köpfe und Seelen blicken. Warum will Ina unbedingt vermeiden, dass die Familiengeschichte ans Tageslicht kommt? Wie wird Ariane damit fertig, dass stückchenweise alles zerbricht, was sie und ihre Vergangenheit ausgemacht, was sie bisher geglaubt hat? Wird das Verhältnis zu Ina und Jolante so abgekühlt bleiben, oder werden sie näher zusammenfinden? Das alles sind Fragen, die hier abgehandelt werden. Zudem gibt es noch ein zarte Liebesgeschichte, die nicht ohne Hürden ist und mit vielen Einblicken in die Natur von Schweden und vor allem die Welt der Elche punkten kann. Ergänzt wird das Ganze durch einen Strang, der in Rückblenden von der Vergangenheit erzählt, davon wie Ina und Jörg in der ehemaligen DDR eine Reisegenehmigung zum Internationalen Chorfestival in Schweden bekommen haben und dann durch einen Unfall zu Republikflüchtigen wurden.

    Sehr gut hat mir gefallen, dass man einen tollen Einblick in das Leben unter der Willkür der Stasi erhält. Eine bewegende Familiengeschichte ist hier entstanden, die die Schrecken des DDR-Systems aufzeigt, bei so kleinen Details angefangen, wie dass man froh sein musste, wenn man überhaupt Schuhe bekam, Größe 37-40 so flexibel musste man schon sein, über Bestimmungen und Befragungen, die vor einer Reise, bei der man das Land repräsentieren soll, durchlaufen werden mussten, bis hin zu Müller und Schulz von der Stasi, und ihren Schikanen. Die Ohnmacht, das geplante Entfremden, die unterdrückten Wünsche, all die unbeantworteten Fragen aufgrund der Kontaktsperre, werden hier eindrücklich beschrieben. Da ich im Westen aufgewachsen und beim Mauerfall noch Kind war, war dies für mich wirklich sehr interessant.

    Ariane war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte nur zu gut verstehen, dass sie nicht locker lässt, bevor sie die Wahrheit kennt. Ich habe richtig mit ihr gefühlt, denn es gilt für sie so einige Schicksalsschläge zu verkraften. Aber auch Ina und ihr Verhalten, die anfangs ja eher als Buhmann dasteht, so kalt wie sie alles abstreitet, konnte ich mehr als gut nachvollziehen, noch besser als ich die ganze Wahrheit am Ende kannte. Gut dargestellt sind auch alle anderen, authentisch geschildert, Menschen mit Fehlern und enttäuschten Gefühlen.

    War ich die ersten paar Minuten noch skeptisch, ob mir die Stimme von Katharina Schwarzmaier angenehm im Ohr ist, für mich extrem wichtig für den Hörgenuss, stand nach einigen Tracks fest, dass man ihr durchaus gut zuhören kann. Sie kann Emotionen gut transportieren und hat auch für den unterschiedlichen Mitspieler einen eigenen Tonfall parat.

    Alles in allem eine bewegende Familiengeschichte, die tolle Einblicke in die DDR-Vergangenheit gibt, damit auch noch nachklingt und auch ein wenig nach Schweden entführt. Noch fünf Sterne gibt es da von mir gerne.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

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