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  • 5 Sterne

    78 von 108 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Selection Books, 15.02.2019

    „Die unendliche Geschichte“ ist ein Klassiker unter den Kinderbüchern und stammt aus der Feder von Michael Ende. Schon in meiner Kindheit war ich fasziniert von der fantastischen Welt, die der Autor erschaffen hat. Diese Neuauflage konnte mein Herz im Sturm erobern. Das moderne Cover ist wirklich wunderschön und hebt sich deutlich von den bisherigen Ausgaben ab. Besonders gut gefällt mir, dass die Neuauflage unter dem Einband optisch ähnlich gestaltet wurde, wie die Ausgabe, die ich noch als kleines Kind in den Händen halten durfte. Der rote Leineneinband, auf dem AURYN eingestanzt ist, hat mein Herz sofort höherschlagen lassen. Auch die Schrift innen ist zweifarbig gehalten in Rot und Grün. Diese Ausgabe ist wirklich ein richtiges Juwel im Bücherregal.

    Bastian Balthasar Bux stößt in der Buchhandlung von Karl Konrad Koreander auf ein äußerst geheimnisvolles Buch. Fasziniert von der Geschichte des Kriegers Atréju, versinkt Bastian immer tiefer in dem seltsamen Buch. Es scheint so, als würde die Geschichte lebendig werden. Bastian hat das Gefühl, nicht einfach nur Zuschauer zu sein, sondern an der Seite von Atréju durch Phantásien zu reisen. Bis Bastian sich eines Tages unverhofft tatsächlich in der Welt des Buches wiederfindet. Mit Hilfe des magischen Amuletts AURYN soll Bastian Phantásien neu erschaffen. "Tu was du willst" lautet die Inschrift auf dem Schmuckstück. Doch die wahre Bedeutung dieser Inschrift wird Bastian erst nach einer langen Suche verstehen.

    Der Einstieg in das Buch ist mir dank des einfachen, aber trotzdem bildgewaltigen Schreibstils von Michael Ende sehr leicht gefallen. Der Autor erschafft eine fantastische Welt, in der man sich wie Bastian am liebsten verlieren möchte. Wer träumt nicht von einer Welt, die grenzenlos ist und in der Wünsche wahr werden. Michael Ende schreibt wahnsinnig mitreißend, voller Fantasie, fantastischer Elemente und Wesen, die es zu entdecken gilt. Im Kopf des Lesers entstehen dadurch wundervolle Bilder. Das war schon in meiner Kindheit so und hat sich viele, viele Jahre später auch nicht geändert. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich doch sehr viel nicht mehr in Erinnerung hatte. Umso schöner war es, die Geschichte nochmal komplett neu zu entdecken. Als Kind war "Die unendliche Geschichte" für mich einfach nur ein wundervolles Fantasybuch voller Abenteuer. Doch nun, so viele Jahre später, wird mir klar, wie tiefgründig die Geschichte eigentlich ist. Michael Ende regt den Leser immer wieder zum Nachdenken an und zwischen den Zeilen versteckt sich mehr, als nur ein paar Abenteuer für Kinder. Für mich ist dieses Buch ein zeitloser Klassiker, der kleine und große Leser noch lange begeistern wird.

    "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende ist ein Klassiker, den man unbedingt gelesen haben sollte. Die Neuauflage wurde wunderschön mit viel Liebe gestaltet und lässt das Leserherz höherschlagen. Wer nur den Film kennt, sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es bietet so viel mehr. Michael Ende hat ein fantasievolles Meisterwerk erschaffen, das hoffentlich noch viele Generationen lang junge und alte Leser begeistern wird und auf eine abenteuerliche Reise nach Phantásien entführt

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  • 5 Sterne

    19 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    TheUjulala, 25.05.2019 bei bewertet

    Ich denke, es gibt genügend Rezensionen und vor allem detaillierte Buchbesprechungen zu “Die Unendliche Geschichte”. Ich werde deswegen hier keine standardmäßige Rezension schreiben, sondern eher auf meine Gefühle beim Lesen eingehen. Ich gehe davon aus, dass der Inhalt und der Verlauf der Unendlichen Geschichte meinen Lesern hier bekannt ist. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass meine Ausführungen hier bestimmt Spoiler enthalten werden.

    Mir ist klar, dass ich nicht auf Alles eingehen kann, aber ich hoffe, Euch ein Stückchen meiner Leseerfahrung näher zu bringen zu können.

    Solltet Ihr die Unendliche Geschichte nicht kennen, dann empfehle ich Euch ganz dringend dies nachzuholen, und vielleicht erst dann meine Meinung hier zu lesen.

    Die Ausgabe 2019
    Die neue Ausgabe ist wunderschön gestaltet. Für die gesamten Illustrationen zeichnet sich Eva Schöffman-Davidov verantwortlich.

    Klassischerweise hat das Buch, wie auch schon die erste Ausgabe 1979, einen roten Leineneinband, das den Kupfereinband des Buches in der Geschichte nachahmen soll. Der Vorsatz ist abwechselnd verziert mit einer roten und dunkeltürkisen Ornament-Zeichnung. Jedes Kapitel beginnt mit einer zweifarbigen Zeichnung der Initiale.

    Besonders schön ist der Schutzumschlag. Er ist durchgehend schwarz mit filigranen weißen und goldenen Zeichnungen. In der Mitte ist das Amulett AURYN zu sehen, in deren Mitte “Michael Ende” und “Die Unendliche Geschichte” in Versalien gesetzt wurde. Die zwei Schlangen des Amuletts sind sehr detailreich gezeichnet. Jede Ecke zieren geometrische Formen und Ornamente, die über die gesamte Fläche weiter auslaufen. Das Cover haut mich wirklich um und ich bin richtig begeistert!

    Erst bei dieser Ausgabe ist mir tatsächlich aufgefallen, dass das Buch genau 26 Kapitel besitzt und jedes Kapitel mit dem Buchstaben entsprechend der alphabetischen Reihenfolge beginnt. Und auch in dieser Ausgabe wird die Schriftfarbe zweifarbig gedruckt, je nachdem aus welcher Perspektive der Abschnitt erzählt wird.

    Was mir leider fehlt sind die ganzseitigen Zeichnungen an jedem Kapitelanfang. In der Ausgabe 1979 wurden die Zeichnungen der Initialen über eine ganze Seite ausgestreckt.

    Trotzdem sieht man, dass diese neue Auflage, 40 Jahre nach der Erstausgabe dieses wunderbaren Buches mit sehr viel Herzblut und Hingabe gestaltet und produziert wurde und ein würdiges Geburtstagsgeschenk an Michael Endes Gedenken ist.

    Die Charaktere
    Ich kann natürlich nicht alle Charaktere auflisten. Deswegen möchte ich nur über die Figuren schreiben, die wichtig sind und mich besonders berührt haben.

    Bastian Balthasar Bux
    Ich mochte Bastian noch nie. Weder beim Hörspiel noch beim Lesen damals. Das hat sich beim Re-Read auch nicht geändert. Er ist egoistisch, eigensinnig und bockig. Schon alleine, wie er sich ständig am Anfang selber herunter macht, er sei dick und unbeliebt. Das hat mich immer schon enorm gestört. Jetzt verstehe ich aber, warum Michael Ende den Jungen so stark unsympathisch zeichnen musste. Auch seine Entwicklung geht erst mal in die negative Richtung. Er wird immer dreister und unverschämter, bis er Atréju tatsächlich den Kampf ansagt und ihn verletzt. Aber mir gefällt besonders gut, dass Bastian einsichtig wird, dass er durch das Vergessen seiner Erinnerungen an die Menschenwelt am Ende gezwungen ist über sich und den wahren Wunsch nachzudenken und tatsächlich selber darauf kommt, dass er dem Vater das Wasser des Lebens mitbringen möchte, also seine Erkenntnis über seinen wahren Wunsch, endlich selber lieben zu können.

    Atréju
    Im Gegensatz zu Bastian war ich schon als Kind verliebt in Atréju. Ein selbständiger kleiner Junge, der sein Leben und Lenken nicht auf sich bezogen hat, sondern immer das große Ganze im Blick hatte. Er ist uneigennützig und legt sein Leben in die Hände von Bastian. Und er bleibt sich seiner Linie treu, auch bis zum Schluß als er für Bastian einsteht und seine angefangenen Geschichten in Phantásien zu beenden. Er ist also genau das Gegenteil von dem, was ich über Bastian empfinde. Aber das ist von Michael Ende auch bewusst so eingesetzt worden, denn Atréju ist in Wahrheit Bastian, bzw. Atréju ist das, was sich Bastian immer gewünscht hat zu sein.

    Fuchur
    Manchmal ist mir Fuchur mit seinem “Glück haben”-Gefasel richtig auf den Keks gegangen. Aber ich glaube, Fuchur ist dazu da dem Leser zu vermitteln, Situationen einfach anzunehmen und weiterzumachen, ohne groß darüber nach zu denken. Das Schicksal wird deinen Weg schon lenken.

    Gmork
    Die Begegnung zwischen Atréju und Gmork bereitet mir immer Gänsehaut. Gmork ist böse und gefährlich. Aber ich empfand ihn schon immer für was Besonderes, denn er ist weder Phantásier noch Mensch. Die Unterhaltung zwischen den Beiden hat so viel geballte Kritik und ist für mich eine Schlüsselszene. Sie zeigt, dass die beiden Welten, Phantásien und die Menschenwelt zusammengehören und voneinander abhängig sind.

    Uyujála
    Wie ihr alleine schon am Namen meines Blogs “TheUjulala” erkennen könnt, ist die Unendliche Geschichte ein sehr wichtiger Bestandteil in meinem literarischen Leben, damals wie heute. Michael Ende hat die Figur des Südlichen Orakels zwar anders geschrieben, aber die Begegnung mit der Uyulála ist für mich eines der schönsten und poetischsten Zwiegespräche im gesamten Roman. Nur eine Stimme allein schon ist ihr Körper. Dieser Aspekt hat mich auch schon als Kind so sehr begeistert, dass ich ihn nur mehr als passend als Namen für meinen Bücherblog empfand.

    Zeitlos und trotzdem immer noch aktuell
    Die Geschichte um Atréju und Bastian ist nicht nur einfach ein Abenteuer, es ist zeitlos und noch viel mehr. Es ist die Suche nach dem wirklich wahren Wunsch, aber nicht nach oberflächlichen Wünschen die uns augenscheinlich Freude machen sollen wie schöner, stärker und mächtiger zu werden. Sondern der Wunsch lieben und lieben zu können.

    “Es gab in der Welt tausend und tausend Formen der Freude, aber im Grunde waren sie alle eine einzige, die Freude lieben zu können. Beides war ein und dasselbe.”

    Michael Ende “Die Unendliche Geschichte”, S. 463 (Gebundene Ausgabe © 2019 Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Es ist von Michael Ende ein Appell an die Menschheit gegen Egoismus und für mehr Liebe und Aufmerksamkeit zueinander. Der Weg dahin, um dieses Glück und diesen Wunsch zu erreichen, ist unerheblich, denn

    “[..] jeder Weg, der dorthin führt, war am Ende der richtige.”

    Michael Ende “Die Unendliche Geschichte”, S. 436 (Gebundene Ausgabe © 2019 Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Diesen Weg können wir aber nur beschreiten, wenn wir unsere Phantasie bewahren und ihr Glauben schenken, denn ohne Phantasie wird die Menschheit sterben und nicht mehr in der Lage sein können zu Lieben und Liebe zu schenken. Ohne Phantasie werden wir alle zu Lügen, denn dann belügen wir uns selbst.

    “Deshalb hassen und fürchten die Menschen Phantásien und alles, was von hier kommt. Sie wollen es vernichten. Und sie wissen nicht, dass sie gerade damit die Flut von Lügen vermehren, die sich ununterbrochen in die Menschenwelt ergießt - diesen Strom aus unkenntlich gewordenen Wesen Phantásiens, die dort das Scheindasein lebender Leichname führen müssen und die Seelen der Menschen mit ihrem Modergeruch vergiften. [..].”

    Michael Ende “Die Unendliche Geschichte”, S. 158 (Gebundene Ausgabe © 2019 Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    In diesem Gespräch mit Gmork, dem Werwolf, schleudert uns Ende seine Kritik an die Gesellschaft, an die machtbesessene und verlogene Menschenwelt entgegen. Trotzdem die Geschichte vor 40 Jahren entstanden ist, hat sie heute nichts an Aktualität verloren. Nein, ich behaupte sogar, sie ist inzwischen noch brandaktueller geworden!

    Welche ist Deine Kernbotschaft?
    Gerade weil Michael Ende sich geweigert hat über die Kernbotschaft der unendlichen Geschichten eine Aussage zu machen, zeigt mir das, dass jeder für sich seine Kernbotschaft aus diesem Roman ziehen muss. Denn darum geht es ja, mit seiner eigenen Phantasie seine Ziele und Wünsche zu verwirklichen. Jeder soll sich seine eigene Phantasie bewahren und jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber es besteht auch die Gefahr, sich in der Phantasie zu verlieren. Nein, die richtige Balance zwischen Phantasie und Realität ist wichtig.

    Diese Geschichte strotzt nur so vor Botschaften, such Dir die Botschaft aus, die Du im Moment brauchst und es ist Dir frei, diese für dich zu interpretieren!

    Immer unendlich
    Ach, es gibt noch so viel über dieses Buch zu erzählen. Natürlich habe ich bei Artaxs Abschied in den Sümpfen der Traurigkeit Rotz und Wasser geheult. Genauso wie in dem Moment, als Bastian zurückkehrt zu seinem Vater, und dieser weint, als Bastian ihm seine ganze Geschichte erzählt. Aber das alles würde nur noch den Rahmen hier sprengen.

    Ich kann Euch nur sehr innig ans Herz legen, die Unendliche Geschichte zu lesen, wenn ihr sie noch nicht kennen solltet. Und wenn ihr sie doch schon kennt, dann lest sie noch mal, denn jeder Ausflug nach Phantásien ist ein Ausflug in ein Reich voller Zauber, Magie und zu deinem wahren inneren Ich.

    DER Klassiker und Ursprung der deutschen Fantasy-Literatur. Voll geballt mit Fantasy, Kritik - berührend und zeitlos seit 40 Jahren.

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    TheUjulala, 25.05.2019

    Ich denke, es gibt genügend Rezensionen und vor allem detaillierte Buchbesprechungen zu “Die Unendliche Geschichte”. Ich werde deswegen hier keine standardmäßige Rezension schreiben, sondern eher auf meine Gefühle beim Lesen eingehen. Ich gehe davon aus, dass der Inhalt und der Verlauf der Unendlichen Geschichte meinen Lesern hier bekannt ist. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass meine Ausführungen hier bestimmt Spoiler enthalten werden.

    Mir ist klar, dass ich nicht auf Alles eingehen kann, aber ich hoffe, Euch ein Stückchen meiner Leseerfahrung näher zu bringen zu können.

    Solltet Ihr die Unendliche Geschichte nicht kennen, dann empfehle ich Euch ganz dringend dies nachzuholen, und vielleicht erst dann meine Meinung hier zu lesen.

    Die Ausgabe 2019
    Die neue Ausgabe ist wunderschön gestaltet. Für die gesamten Illustrationen zeichnet sich Eva Schöffman-Davidov verantwortlich.

    Klassischerweise hat das Buch, wie auch schon die erste Ausgabe 1979, einen roten Leineneinband, das den Kupfereinband des Buches in der Geschichte nachahmen soll. Der Vorsatz ist abwechselnd verziert mit einer roten und dunkeltürkisen Ornament-Zeichnung. Jedes Kapitel beginnt mit einer zweifarbigen Zeichnung der Initiale.

    Besonders schön ist der Schutzumschlag. Er ist durchgehend schwarz mit filigranen weißen und goldenen Zeichnungen. In der Mitte ist das Amulett AURYN zu sehen, in deren Mitte “Michael Ende” und “Die Unendliche Geschichte” in Versalien gesetzt wurde. Die zwei Schlangen des Amuletts sind sehr detailreich gezeichnet. Jede Ecke zieren geometrische Formen und Ornamente, die über die gesamte Fläche weiter auslaufen. Das Cover haut mich wirklich um und ich bin richtig begeistert!

    Erst bei dieser Ausgabe ist mir tatsächlich aufgefallen, dass das Buch genau 26 Kapitel besitzt und jedes Kapitel mit dem Buchstaben entsprechend der alphabetischen Reihenfolge beginnt. Und auch in dieser Ausgabe wird die Schriftfarbe zweifarbig gedruckt, je nachdem aus welcher Perspektive der Abschnitt erzählt wird.

    Was mir leider fehlt sind die ganzseitigen Zeichnungen an jedem Kapitelanfang. In der Ausgabe 1979 wurden die Zeichnungen der Initialen über eine ganze Seite ausgestreckt.

    Trotzdem sieht man, dass diese neue Auflage, 40 Jahre nach der Erstausgabe dieses wunderbaren Buches mit sehr viel Herzblut und Hingabe gestaltet und produziert wurde und ein würdiges Geburtstagsgeschenk an Michael Endes Gedenken ist.

    Die Charaktere
    Ich kann natürlich nicht alle Charaktere auflisten. Deswegen möchte ich nur über die Figuren schreiben, die wichtig sind und mich besonders berührt haben.

    Bastian Balthasar Bux
    Ich mochte Bastian noch nie. Weder beim Hörspiel noch beim Lesen damals. Das hat sich beim Re-Read auch nicht geändert. Er ist egoistisch, eigensinnig und bockig. Schon alleine, wie er sich ständig am Anfang selber herunter macht, er sei dick und unbeliebt. Das hat mich immer schon enorm gestört. Jetzt verstehe ich aber, warum Michael Ende den Jungen so stark unsympathisch zeichnen musste. Auch seine Entwicklung geht erst mal in die negative Richtung. Er wird immer dreister und unverschämter, bis er Atréju tatsächlich den Kampf ansagt und ihn verletzt. Aber mir gefällt besonders gut, dass Bastian einsichtig wird, dass er durch das Vergessen seiner Erinnerungen an die Menschenwelt am Ende gezwungen ist über sich und den wahren Wunsch nachzudenken und tatsächlich selber darauf kommt, dass er dem Vater das Wasser des Lebens mitbringen möchte, also seine Erkenntnis über seinen wahren Wunsch, endlich selber lieben zu können.

    Atréju
    Im Gegensatz zu Bastian war ich schon als Kind verliebt in Atréju. Ein selbständiger kleiner Junge, der sein Leben und Lenken nicht auf sich bezogen hat, sondern immer das große Ganze im Blick hatte. Er ist uneigennützig und legt sein Leben in die Hände von Bastian. Und er bleibt sich seiner Linie treu, auch bis zum Schluß als er für Bastian einsteht und seine angefangenen Geschichten in Phantásien zu beenden. Er ist also genau das Gegenteil von dem, was ich über Bastian empfinde. Aber das ist von Michael Ende auch bewusst so eingesetzt worden, denn Atréju ist in Wahrheit Bastian, bzw. Atréju ist das, was sich Bastian immer gewünscht hat zu sein.

    Fuchur
    Manchmal ist mir Fuchur mit seinem “Glück haben”-Gefasel richtig auf den Keks gegangen. Aber ich glaube, Fuchur ist dazu da dem Leser zu vermitteln, Situationen einfach anzunehmen und weiterzumachen, ohne groß darüber nach zu denken. Das Schicksal wird deinen Weg schon lenken.

    Gmork
    Die Begegnung zwischen Atréju und Gmork bereitet mir immer Gänsehaut. Gmork ist böse und gefährlich. Aber ich empfand ihn schon immer für was Besonderes, denn er ist weder Phantásier noch Mensch. Die Unterhaltung zwischen den Beiden hat so viel geballte Kritik und ist für mich eine Schlüsselszene. Sie zeigt, dass die beiden Welten, Phantásien und die Menschenwelt zusammengehören und voneinander abhängig sind.

    Uyujála
    Wie ihr alleine schon am Namen meines Blogs “TheUjulala” erkennen könnt, ist die Unendliche Geschichte ein sehr wichtiger Bestandteil in meinem literarischen Leben, damals wie heute. Michael Ende hat die Figur des Südlichen Orakels zwar anders geschrieben, aber die Begegnung mit der Uyulála ist für mich eines der schönsten und poetischsten Zwiegespräche im gesamten Roman. Nur eine Stimme allein schon ist ihr Körper. Dieser Aspekt hat mich auch schon als Kind so sehr begeistert, dass ich ihn nur mehr als passend als Namen für meinen Bücherblog empfand.

    Zeitlos und trotzdem immer noch aktuell
    Die Geschichte um Atréju und Bastian ist nicht nur einfach ein Abenteuer, es ist zeitlos und noch viel mehr. Es ist die Suche nach dem wirklich wahren Wunsch, aber nicht nach oberflächlichen Wünschen die uns augenscheinlich Freude machen sollen wie schöner, stärker und mächtiger zu werden. Sondern der Wunsch lieben und lieben zu können.

    “Es gab in der Welt tausend und tausend Formen der Freude, aber im Grunde waren sie alle eine einzige, die Freude lieben zu können. Beides war ein und dasselbe.”

    Michael Ende “Die Unendliche Geschichte”, S. 463 (Gebundene Ausgabe © 2019 Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Es ist von Michael Ende ein Appell an die Menschheit gegen Egoismus und für mehr Liebe und Aufmerksamkeit zueinander. Der Weg dahin, um dieses Glück und diesen Wunsch zu erreichen, ist unerheblich, denn

    “[..] jeder Weg, der dorthin führt, war am Ende der richtige.”

    Michael Ende “Die Unendliche Geschichte”, S. 436 (Gebundene Ausgabe © 2019 Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Diesen Weg können wir aber nur beschreiten, wenn wir unsere Phantasie bewahren und ihr Glauben schenken, denn ohne Phantasie wird die Menschheit sterben und nicht mehr in der Lage sein können zu Lieben und Liebe zu schenken. Ohne Phantasie werden wir alle zu Lügen, denn dann belügen wir uns selbst.

    “Deshalb hassen und fürchten die Menschen Phantásien und alles, was von hier kommt. Sie wollen es vernichten. Und sie wissen nicht, dass sie gerade damit die Flut von Lügen vermehren, die sich ununterbrochen in die Menschenwelt ergießt - diesen Strom aus unkenntlich gewordenen Wesen Phantásiens, die dort das Scheindasein lebender Leichname führen müssen und die Seelen der Menschen mit ihrem Modergeruch vergiften. [..].”

    Michael Ende “Die Unendliche Geschichte”, S. 158 (Gebundene Ausgabe © 2019 Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    In diesem Gespräch mit Gmork, dem Werwolf, schleudert uns Ende seine Kritik an die Gesellschaft, an die machtbesessene und verlogene Menschenwelt entgegen. Trotzdem die Geschichte vor 40 Jahren entstanden ist, hat sie heute nichts an Aktualität verloren. Nein, ich behaupte sogar, sie ist inzwischen noch brandaktueller geworden!

    Welche ist Deine Kernbotschaft?
    Gerade weil Michael Ende sich geweigert hat über die Kernbotschaft der unendlichen Geschichten eine Aussage zu machen, zeigt mir das, dass jeder für sich seine Kernbotschaft aus diesem Roman ziehen muss. Denn darum geht es ja, mit seiner eigenen Phantasie seine Ziele und Wünsche zu verwirklichen. Jeder soll sich seine eigene Phantasie bewahren und jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber es besteht auch die Gefahr, sich in der Phantasie zu verlieren. Nein, die richtige Balance zwischen Phantasie und Realität ist wichtig.

    Diese Geschichte strotzt nur so vor Botschaften, such Dir die Botschaft aus, die Du im Moment brauchst und es ist Dir frei, diese für dich zu interpretieren!

    Immer unendlich
    Ach, es gibt noch so viel über dieses Buch zu erzählen. Natürlich habe ich bei Artaxs Abschied in den Sümpfen der Traurigkeit Rotz und Wasser geheult. Genauso wie in dem Moment, als Bastian zurückkehrt zu seinem Vater, und dieser weint, als Bastian ihm seine ganze Geschichte erzählt. Aber das alles würde nur noch den Rahmen hier sprengen.

    Ich kann Euch nur sehr innig ans Herz legen, die Unendliche Geschichte zu lesen, wenn ihr sie noch nicht kennen solltet. Und wenn ihr sie doch schon kennt, dann lest sie noch mal, denn jeder Ausflug nach Phantásien ist ein Ausflug in ein Reich voller Zauber, Magie und zu deinem wahren inneren Ich.

    DER Klassiker und Ursprung der deutschen Fantasy-Literatur. Voll geballt mit Fantasy, Kritik - berührend und zeitlos seit 40 Jahren.

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  • 5 Sterne

    32 von 57 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Books have a soul, 24.01.2019

    Wer kennt eigentlich die unendliche Geschichte nicht? Ich war schon als Kind ein großer Fan von diesem Film und wollte gerne selbst am liebsten mit Fuchur hoch über den Wolken fliegen. Allerdings habe ich es irgendwie geschafft, nie das Buch zu lesen und so war es jetzt mit dieser wunderschönen Ausgabe einfach die perfekte Gelegenheit, dies endlich nachzuholen.

    Und es war einfach fantastisch! Gerade die erste Hälfte erzählt die bekannte Geschichte, die man auch mit dem Film in Einklang bringen kann. Allerdings natürlich viel ausführlicher, intensiver und absolut einnehmend, denn ich liebe den Schreibstil von Michael Ende. Ab der zweiten Hälfte findet man allerdings kaum noch etwas in der bzw. in den Verfilmungen. Das war dann beim Lesen aber nur umso toller, weil ich alles neu erleben durfte und mich richtig in der Geschichte verlieren konnte.

    Bastian macht die Reise seines Leben und lernt dabei am meisten über sich selbst. Allein dieses Grundidee mit einer tollen Message dahinter fand ich absolut genial und perfekt in seiner Umsetzung. Phantàsien ist wirklich pure Magie, zauberhaft und wundervoll. Es war schön, das alles an Bastian, Atrejus und Fuchurs Seite zu erleben, die kindliche Kaiserin zu treffen und viele andere wundervolle Dinge kennen zu lernen, die mich haben träumen lassen. Und dabei geht der Autor so sehr ins Detail, dass man sich alles ganz toll vorstellen kann, so als wäre man selbst mit dabei.

    Fazit
    Die unendliche Geschichte ist wirklich ein Buch, das man sicher immer wieder lesen kann, ein Klassiker, und ich bin froh, dass auch ich ihn nun endlich selbst kenne. Die Filme sind ja weit verbreitet, doch darüber zu lesen, war auf jeden Fall intensiver, und gerade die zweite Hälfte des Buches komplett anders. Mich hat es gekriegt, die Seiten sind verflogen, ich habe jedes Wort genossen und kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, selbst in diese einzigartige Welt von Phantàsien einzutauchen. Klar kann es hier nur 5 von 5 Sternen geben.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wolfhound, 20.07.2021

    Ich liebe diese Geschichte. Okay, die erste Hälfte. Es ist immer wieder schön, in die Welt Phantasiens einzutauchen, Atreju bei seiner Suche zu begleiten, mit Fuchur zu fliegen und um Phantasien und die kindliche Kaiserin zu bangen. In dieser Jubiläumsausgabe finde ich die verschiedenen Schriftfarben einfach mega gut. Man sieht sofort von Abschnitt zu Abschnitt, ob man in Phantasien unterwegs ist oder bei Bastian in der realen Welt. Auch finde ich es toll, dass die Jubiläumsausgabe zwar ein neues Gewand bekommen hat, aber der Schreibstil und die Sprache Michael Endes beibehalten wurde und nicht einzelne Worte oder Sätze z. B. "verjüngt" wurden, damit die Geschichte auch dem jüngeren Leser besser zupass kommt. Dennoch flacht die Geschichte ab der Hälfte extrem ab. Natürlich ist die unendliche Geschichte unendlich, aber kaum ist Bastian in Phantasien und hat die Welt gerettet, verliert sich die Story ein wenig. Es wird Episode an Episode gereiht, ohne einen wirklichen roten Faden wie in der ersten Hälfte zu haben. Bastian ist sich immer mehr selbst entglitten und hat mich so doch sehr stark an Herr der Ringe und die Auswirkung des Rings auf Frodo erinnert. Es ist und bleibt eine Geschichte, zu der ich immer wieder greifen werde und die trotz allem nie an Zauber verliert.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Susanne G., 31.07.2019

    Darum geht’s:

    Hier treffen wir auf den jungen Bastian Balthasar Bux, der nach dem Mobbing in der Schule und der Lieblosigkeit seines Heimes nur eines sucht, ein Versteck, vor der Welt.
    Dabei gerät er zuvor in ein Antiquariat, in dessen Inneren, nicht nur ein seltsamer älterer Mann ein Buch liest, welches Bastian sofort anzieht, sondern das Bastian auch noch ungefragt mitnimmt und sich auf dem Dachboden der Schule versteckt.
    Hier hofft er, wird ihn niemand finden.
    In seiner Einsamkeit, vertieft er sich in eine Welt, in der Irrlichter, Nachtalben, Riesen, Winzlinge und viele wundersame Bewohner in der Welt Phantásien auf ihn warten und liest eine Geschichte die ihn verzaubert.
    Denn die Kindliche Kaiserin, die im Buch Herrin über diese Welt ist, scheint schwer krank und das gefährliche “Nichts”, dass alles verschlingt breitet sich rasant aus und die Bewohner leben in Angst.
    Der junge Held Atréju soll das Schicksal zum Guten wenden.
    Bastian ist fasziniert von der Geschichte und auch sicher dass er helfen könnte, wenn er nur in der Geschichte wäre und noch schneller als ihm lieb ist, ist er mitten drin in einer fantastischen Reise die ihn verändert.

    Meine Meinung dazu:

    Überwinde deine Grenzen..

    Ich liebe den Einstieg in dieses Meisterwerk.
    Zeitlos und doch eindrucksvoll bin ich in die Geschichte abgetaucht und man kann sich die ganze Geschichte bildhaft vorstellen und ich sah mich wieder zurückversetzt in meine Jugend wo ich den Film damals gesuchtet habe und jetzt feststellen konnte, das dieses Werk um Längen besser ist.
    Kein Vergleich zum Film, der an dieses Meisterwerk nicht herankommt.

    Eine Reise zu sich selbst, dem Mut sich zu Vertrauen, mit den eigenen Schwächen umzugehen und seine innere Stärke zu finden, wie das Nichts vor dem man selbst im Leben vielleicht schon gestanden hat und trotz allem nicht aufgibt.
    Eine magische Reise von einem Jungen, den alle als Loser beschimpfen und mobben und der sich in einer Geschichte wiederfindet in der er Helden bewundert und er selbst ein Held ist, denn nicht immer muss ein Held nur mutig sein, sondern sich selbst trauen Grenzen zu überwinden und sich selbst weiterzuentwickeln.

    Ängste sind da genauso passend wie auch die Abenteuerlust und ich bin begeistert. Denn es bietet einem eine wunderschöne passende Schrift in zwei Farben und auch die Aufmachung dieses Bestsellers kommt einfach wunderschön daher.
    Diese zwei Farben haben auch eine besondere Bedeutung, denn die eine Schrift zeigt Bastian und die reale Welt und die andere Schriftfarbe weißt auf Phantásien hin.

    Dazu die Themen, die einen bis heute beschäftigen und hier einfach wundervoll in Szene gesetzt wurden gefallen mir.
    Denn manches Mal muss man lernen, dass man sich selbst am meisten wert sein sollte.
    Bastian gefällt mir da sehr gut und weckt Erinnerungen an meine Schulzeit, ans Lesen, und dem Gefühl in eine andere Welt mitgenommen zu werden. Bastian selbst, der es liebt Namen und Wörter sich zu überlegen, stellt für mich diese Besonderheit dar anders zu sein ist genau richtig und deshalb wundervoll bildhaft in Szene gesetzt mit Protagonisten die mit ihrer Charakteristika bestechen.
    Dazu wichtige Themen wie Freundschaft, Vertrauen und eine Suche nach Antworten, Gefahren und Aufgaben die einem fast unlösbar scheinen und bei denen man gespannt mitfiebert ob die Welt Phantásien gertettet werden kann.

    Fazit

    Ein Werk das mich begeistert und das ich jedem ans Herz legen kann.
    Eine Reise in ein Land das einen verändert.

    5 von 5 Sternen

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    read.and.create, 13.02.2023

    „TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantásien. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit meint, erfährt Bastian erst nach langem, mühevollem Suchen.“

    Ein Buch voller Fantasie, mit einem tollen Schreibstil. Die Beschreibungen der Welt(en) und deren Einwohner hat mir gut gefallen! Zum Teil hat es mich ein bisschen an Herr der Ringe erinnert. 😅

    In meiner Ausgabe gibt es bei allen Kapiteln (A-Z) schöne und zum Buch/Kapitel passende Zeichnungen. Außerdem sind die Passagen in der Welt Phantásiens in grün geschrieben und die Passagen von Bastian rot.

    Es ist eine bezaubernde Geschichte, aber ab der Hälfte hat sie auch ein paar Längen und stellenweise habe ich den roten Faden vermisst.

    ------Bewertungsschlüssel:------
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    📚📚📚 Gut
    📚📚📚📚 Super
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  • 2 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anja L. von "books and phobia", 08.01.2021

    Gerade bei diesem großen Titel hätte man meinen können, das ich mit größter Spannung an die Sache herangehen würde. Doch es war genau das Gegenteil, denn ich ging komplett ohne Erwartungen an das Buch heran. Dies lag wahrscheinlich auch daran, das die Verfilmung nicht unbedingt meinen Geschmack traf.

    So ging es also ins Buch und somit zu Bastian Balthasar Bux, welcher auf der Flucht vor Schülern in ein Antiquariat rennt und dort das Buch „Die unendliche Geschichte“ stibitzt. Als leidenschaftlicher Leser verkrümelt er sich an einen Ort, wo er es lesen kann und ermöglicht uns dadurch ebenfalls in die Geschichte einzutauchen.

    Hier war ich anfangs wirklich begeistert, denn die Geschichte war 2-farbig abgedruckt. Hatte man rote Schrift, las man einen Abschnitt aus Bastians Welt und bei Grün war man in Phantásien. Ich fand dies unglaublich gut, da sich die Welten so sehr schön voneinander trennten. Man wusste stets in welcher Welt man war und es ermöglichte, dass sie stets zusammen in einem Kapitel spielen konnten. Zudem waren die Kapitelanfänge wunderschön illustriert.

    Leider war die Handlung dann nicht so meins. Dies lag vor allem daran, das viele Abschnitte viel zu schnell abgehandelt wurden und man manche Szenen nicht komplett auskostete. Ich fühlte mich ständig gehetzt und ab der Mitte auch durchaus irritiert. Ab hier verstand ich nämlich nicht mehr wirklich was hier eigentlich vor sich ging und wie das eine zum anderen kam. Demnach hatte ich große Hoffnungen für das Ende, wo es bestimmt eine Erklärung für alles geben würde. Die gab es auch, doch wirklich verstehen konnte ich sie ehrlich gesagt nicht. Ich wurde deswegen schon von anderen Lesern darauf hingewiesen, das Buch erneut zu lesen, da es erst mit mehrfachen erleben richtig an Schwung bekäme. Dies werde ich jedoch nicht tun, denn aus meiner Sicht, soll ein Buch beim ersten Versuch richtig zünden.

    Dass ich mit Bastian nicht wirklich etwas anfangen konnte, kann man sich daher auch gut denken. Er und sein Charakter waren für einen Hauptprotagonisten erstaunlich unsympathisch, obwohl er eigentlich viel Leid ertragen musste. Doch seine Handlungen und Taten machten ihn aus meiner Sicht zu einer unliebsamen Figur. Andere Wesen waren da schon deutlich markanter. Weswegen ich es auch sehr viel spanender fand, mehr über die Bewohner Phantásiens zu erfahren, als über Bastian und sein Leben. Besonders der Glücksdrache Fuchur hatte es mir z.B. wirklich angetan.


    Dieser Klassiker der Kinder- und Jugendbuch-Geschichte wird sich wohl nicht bei meinen Highlights wiederfinden. Ich hatte mehr von dem Buch erwartet, was besonders die Welt betraf. Hier gab es einfach zu wenig Tiefe und Details, als das sich das Land Phantásien für mich lebendig anfühlte. Hier hatte ich mir ehrlich gesagt mehr erhofft.

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