In tiefen Schluchten, Anne Chaplet

In tiefen Schluchten

Ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs

Anne Chaplet

Buch10.30 €

In den Warenkorb

lieferbar

Bestellnummer: 86325966

Auf meinen Merkzettel

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:ausgezeichnet
  • 5 Sterne

    skandinavischbook, 27.07.2017

    Als Buch bewertet

    (0)


    Meinung: 
    Das Buch beginnt mit einer bestechenden und außerordentlich gut konstruierten Story, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht. 
    Von Anfang an wurde mir klar , welches Potential in dieser Geschichte steckt , wenn man sich auf sie einlässt ...! 
    Denn die mysteriöse und gezielt eingesetzte Spannung, wickelt sich langsam um die gut konstruierte und vor allem fundierte Story und gewinnt dadurch nach und nach an Substanz . 
    Gerade diese vielschichtig eingesetzten und geheimnisvoll angewendeten Spannungselemente waren es, die mich an dieses Buch fesseln konnten . 
    Die Autorin Anne chaplet schafft es auf eindringliche und detaillierte Weise , ihr Augenmerk auf die einzigartigen und intensiv gezeichneten Charaktere zu legen . Und genau hier geschehen die zwischenmenschlichen und psychologisch hochinteressanten Dinge, für die es die volle Aufmerksamkeit des Lesers benötigt . 
    Denn dieser Spannungsroman ist kein gewöhnliches Buch eines Genres , sondern ein eher ungewöhnliches und gerade dadurch so gutes Buch , welches nicht von blutigen Szenen lebt ,sondern von den Entscheidungen und von der psychologischen Emotionalität und der charakterbezogenen Spannung . 
    Doch ein wahres Highlight , welches ich so noch nie in einem Spannungsroman lesen durfte , war die gewählte, detaillierte und sprachgewaltige Erzählform dieses Buches . 
    Der Erzählstil der Autorin enthält zum Teil sehr internationales Feeling und vor allem sehr intime , geheimnisvolle und fast ins poetische abschweifende Passagen , die jeden Leser, der etwas gehobeneren Spannungsliteratur zum Schwärmen bringen werden. 
    Denn für mich erfüllt dieses Buch viele Aspekte, die in anderen Spannungsromanen häufig fehlen, wie zum Beispiel ,die durch gewählte und atmosphärische Sprache entstehende Spannung , aber eben auch die perfekt ausgearbeitete Rahmenhandlung . Denn für mich funktionieren Spannungsromane häufig nur, in den actiongeladenen und blutigen Szenen , ein guter Roman dieses Genres muss allerdings (für mich ) vor allem außerhalb dieser Szenen Substanz enthalten .Und diese Eigenschaft hat dieser Roman definitiv ! 
    Gerade diese Individualität zeigt die Schriftstellerische Klasse , der Autorin hier Platz verschafft hat, denn diese ist nicht nur in der Schreibqualität zu erkennen , sondern auch in ihrer ausgefeilten 
    Darbietung der Charaktere ! 
    Ich habe selten so authentische und facettenreiche Charaktere erlebt , denen auf so präzise Art, glaubhaftes Leben eingehaucht wurde . 
    Dieses Buch lässt uns Leser in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele blicken und gerade hier kommt die Stärke dieses Romans zum Vorscheinen. 
    Denn die Spannung befindet sich nicht in blutigen oder grausamen Szenen , sondern in den psychologischen Facetten der einzelnen Charaktere und diese geheimnisvollen Szenen ziehen sich bis in die Vergangenheit , in der es auch einen mehr als geheimnisvollen Todesfall gab . 
    Wer dieser spannenden Geschichte auf den Grund gehen möchte und für eine andere Art des Spannungsgenres offen ist , welches nicht weniger an Spannung zu bieten hat , der sollte sich definitiv diesen Kriminalroman näher ansehen . 


    Fazit: 
    Ein Buch welches mich durch seine sprachliche Intelligenz und Wortgewalt überzeugen konnte und die Individualität innerhalb der Spannung einfach so präzise und geheimnisvoll war , kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen !

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Tanja P., 05.09.2017

    Als Buch bewertet

    Die Cevennen müssen brennen

    ... ist ein uralter Wahlspruch der Region. Man hält auf Tradition, ist stolz auf seine Vergangenheit – fast immer waren die Bewohner des Vivarais Märtyrer: Katharer, Hugenotten, Mitglieder der Resistance. Und man hütet seine Geheimnisse: „Wir sind die Nachfahren der Rebellen. Wir hüten ihre Geheimnisse und die Geheimnisse unserer Väter.“ (S. 80)
    Da ist Tori, die verwitwete Deutsche, schon fast eine Nestbeschmutzerin, als sie den alten Schäfer Didier nach der Geschichte und den ehemaligen Bewohnern ihres Haus fragt. Es ist das älteste des Dorfes, Teile davon stammen wahrscheinlich aus dem 13. Jh. Auch der holländische Höhlenforscher Adriaan, welcher bei Toris Freundin ein Zimmer gemietet hatte, hatte mit Didier über die Vergangenheit des Dorfes gesprochen. Kurz darauf ist Didier tot und Adriaan verschwunden. Tori ist verwundert, dass sich niemand um sein Verschwinden sorgt. Hängt es vielleicht sogar mit Didiers Tod zusammen?! Also beginnt sie auf eigene Faust in den Bergen und Höhlen nach Adriaan zu suchen und stürzt dabei in eine Felsspalte, aus der sie sich nicht allein befreien kann ...

    Ich fand das Buch von Beginn an fesselnd und mochte die Figuren. Tori ist erst 42 und schon Witwe. Aus Trauer um ihren Mann hungert sie und kapselt sich ab. Erst July, die vernachlässigte Hündin ihres Nachbarn, holt sie aus ihrem Schneckenhaus. Ich hab sehr mit ihr mitgefühlt.
    Zu Toris besten Freunden gehört Nico, ein ehemaliger Kriminalbeamter der Drogenfahndung. Er unterstützt sie bei den Nachforschungen zu Adriaans Verbleib und der Geschichte ihres Hauses: „Geh der Geschichte nach. Aber pass auf Dich auf.“ (S. 47).
    Toris und Nicos Gegenspieler ist der Dorfpolizist Masson. Er zeigt weder bei Adriaans Verschwinden noch bei Didiers Tod ein besonderes Interesse, die Fälle aufzuklären - „Es würde nur alte Wunden aufreißen.“ (S. 233)
    Und je mehr Tori selbst herausfindet, je tiefer sie in die Geschichte eindringt, desto verschlossener und unfreundlicher werden die Dorfbewohner. Alle hüten sie ihre kleinen Geheimnisse – oder ein gemeinsames großes?! Manche Dinge sollte man vielleicht doch besser ruhen lassen ... „Ich habe es irgendwann aufgegeben, die Welt in Gut und Böse zu unterteilen, die Menschen sind beides.“ (S. 290). Alles ist sehr mysteriös und faszinierend.

    Die Story ist sehr kompakt und historisch verwurzelt. Mir hat es gut gefallen, soviel über den geschichtlichen Hintergrund der Cevennen zu erfahren.
    Dazu kommt das wunderbare Setting: raue, schroffe Felsen, uralte versteckte Höhlen, tiefe Täler und Bäche, die plötzlich zu reißenden Strömen werden. Ich bilde mir ein, die Pflanzen sehen und riechen, die saubere Luft hoch oben oder die abgestandene tief unten fühlen zu können. Sehr atmosphärisch.

    „In tiefen Schluchten“ ist der Beginn einer Reihe um die ehemalige Anwältin Tori Godon. Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen und ich werde gespannt nach dem nächsten Band Ausschau halten.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Sandra S., 21.10.2017

    Als Buch bewertet

    In tiefen Schluchten , ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs ,von Anne Chaplet, ist im KiWi-Verlag erschienen.
    Das Cover zeigt ein kleines Dorf. So wie man sich die kleinen idyllische Dörfer in Südfrankreich vorstellt. Umgeben von Bergen und Bäumen- Ruhe und Erholung. Nicht aber in Belleville.

    Tori Godon, eine ehemalige deutsche Anwältin und frisch verwitwet lebt seit einigen Jahren in Belleville. Einst lebten dort die Hugenotten.
    Adriaan ein holländischer Höhlenforscher ist verschwunden. Da die Polizei nicht nach ihm sucht, begibt sich Tori selbst auf die Suche nach ihm. Während ihren Recherchen zu den Höhlen lernt sie Didier Thibon kennen . Er hat vieles zu erzählen, über die Höhlen, die als Fluchtwege und Verstecke dienten. Wenig später wird er tot aufgefunden. Weiss er zuviel ? Hat Jemand Angst, dass er zuviel verrät. Weitere Tote folgen und auch Tori gerät in Lebensgefahr.

    Ein sehr schöner etwas anderer Kriminalroman, bei dem nicht die Tätersuche im Vordergrund steht, vielmehr dass sich stark veränderte Dorfleben, die Vergangenheit der Dorfbewohner und die Widerstandskämpfe der Hugenotten im 18. Jahrhundert.
    Durch die sehr gute Beschreibung Vivarais, eine der historischen Provinzen Frankreichs, kann man sich die Landschaft sehr gut vorstellen und sich direkt dort hin träumen.
    Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, man kann sich in sie hineinversetzen und mitfühlen.
    Dadurch dass nicht allzu viele Personen mitspielen, lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen und auch der Schreibstil ist super. Keine lange verschachtelte Sätze.
    Der Spannungsaufbau lässt zwar mit sich warten, erst ab dem letzten Drittel wird es ein spannender Krimi, aber die zuvor geschilderten geschichtlichen Begebenheiten ( Hugenotten, Entwicklung der Dörfer in Südfrankreich) fand ich sehr interessant.
    Die Autorin hat es geschafft einen Krimi und historische Ereignisse zu vereinen und eine Geschichte zu schreiben, die einmal angefangen zu lesen man schnell zu Ende lesen möchte.
    Ich gebe dem Buch 5 Sterne und empfehle es weiter.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    AnnaMagareta, 29.07.2017

    Als Buch bewertet

    Spannung mit historischem Hintergrund

    „In tiefen Schluchten“ ist der Start einer neuen Krimireihe, die die Journalistin und Schriftstellerin Cora Stephan unter ihrem Pseudonym Anne Chaplet veröffentlicht.

    Die 42-jährige kürzlich verwitwete Tori Godon lebt seit einiger Zeit in der Provinz Vivarais und versucht sich den Einwohnern des Dorfes anzupassen. In dem Ex-Polizisten Nico und der Ferienhausvermieterin Eva hat sie Freunde gefunden. Nachdem ein holländischer Feriengast von Eva verschwindet und ein Mann aus dem Dorf auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, beginnt Tori nachzuforschen und gerät dabei selbst in höchste Gefahr. Es stellt sich heraus, dass es Verbindungen gibt, die weit in die Geschichte des Dorfes zurückreichen…

    Der Schreibstil von Anne Chaplet ist wie gewohnt angenehm flüssig und lässt sich leicht lesen.
    Ihre Charaktere beschreibt sie sehr detailreich und authentisch. Auch die teils recht verschrobenen Dorfbewohner wirken glaubhaft.
    Die Handlung ist gut durchdacht und die Spannung wird spürbar. Neben ausführlichen, detailverliebten lokalen Beschreibungen, in denen gekonnt das Flair und die Atmosphäre vermittelt werden, erfährt man einiges über die historischen Hintergründe. Ich konnte mir die raue Gegend mit ihren Bergen und Höhlen beim Lesen bildhaft vorstellen.

    Das Cover des Buches passt einfach perfekt zu der Gegend, die die Autorin beschreibt. Schön fand ich auch die Karten, die sich auf dem vorderen und hinteren Buchdeckel befinden und durch die man sich die Lage der Ortschaften noch besser plastisch vorstellen kann. Zusätzlich gibt es einen Anhang in dem Internetadressen von Sehenswürdigkeiten und Bistros aufgeführt sind.

    "In tiefen Schluchten" ist ein spannender Lokalkrimi, der Lust auf Süd-Frankreich macht und durch seinen historischen Hintergrund interessante Informationen vermittelt.
    Mein Fazit: Ein gelungener Auftakt in eine neue Krimireihe.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Angela S., 21.08.2017

    Als Buch bewertet

    Als Südfrankreichfan musste ich natürlich diesen Krimi unbedingt lesen und wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist ungekünstelt, toll zu lesen und sehr atmosphärisch.
    Besonderen Wert legt die Autorin auf sehr ausführliche Beschreibungen der Landschaft, was ein bisschen wie Urlaub wirkt beim Lesen. Man kann den Mistral förmlich spüren, man ist live dabei, wenn die Hauptperson Tori Godon Wanderungen durch die wunderschöne Gegend des Vivarais unternimmt, man riecht die wilden Kräuter und die Blumen, man schmeckt das köstliche regionale Essen.
    Manchmal vergisst man direkt, dass man eigentlich einen Kriminalroman liest, denn die Spannung ist meist nur sehr unterschwellig spürbar, aber durchaus vorhanden. Ein verschwundener Urlauber und ein altes Geheimnis sind die Eckpunkte der Handlung, um die die Autorin eine sehr stimmige Geschichte gewoben hat, in der wir tief in die Vergangenheit der wundervollen Gegend eintauchen dürfen.
    Viele Jahrhunderte zurück führt uns Toris Suche nach der Wahrheit, wir erfahren sehr viele Details über die Entstehung mysteriöser Höhlenmalereien, über die Hugenotten und ihre Verfolgung und sogar der Zweite Weltkrieg spielt noch eine Rolle. Eine sehr vielschichtige, interessante Story, die mich sehr gefesselt hat.
    Auch die Charaktere fand ich sehr gelungen, allen voran Tori mit ihrer etwas ungewöhnlichen Lebensgeschichte. Sehr viele französische „Originale“, die verschroben und recht speziell wirken, aber einfach perfekt in die Story passen. Und für mich als Hundefreund auch ganz wichtig: July, die treue Begleiterin von Tori, die ich sofort ganz tief ins Herz geschlossen habe.

    Diesen sehr unblutigen und fesselnden Krimi mit viel geschichtlichem Hintergrund und wunderschönen Beschreibungen von Land und Leuten kann ich nur weiterempfehlen. Ein kleiner Urlaub, der den Alltag für einige Stunden vergessen macht.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Ursula U., 17.08.2017

    Als Buch bewertet

    Tori - Victoria - Godon lebt seit dem Tod ihres Mannes Carl alleine in einem sehr alten Haus in Belleville, einem kleinen Dorf im Vivarais im Süden Frankreichs. Mit erst 42 Jahren verkriecht sie sich in ihre Einsamkeit, nur die Treffen mit ihrem alten Freund Nico, einem ehemaligen deutschen Polizisten und das Winseln und die Klagerufe eines Pitbulls holen sie aus ihrer Lethargie. Als ein holländischer Höhlenforscher verschwindet und auch nach vielen Tagen nicht wieder auftaucht, nimmt sie seine mit Kennzeichen versehene Karte und macht sich mit July - wie sie die Pitbullhündin nennt, auf die Suche. Seltsam ist auch der plötzliche Tod des alten Didier Thibon, mit dem sie sich über ihr altes Haus und die Geheimnisse des Hauses während der Hugenottenzeit und der Resistance-Bewegung unterhalten wollte. Doch dazu kommt es leider nicht mehr.
    Am Fuße der Cevennen ist weniger ein Kriminalroman als vielmehr eine Beschreibung über das Land und die Menschen. Eine grandiose Landschaft in der seit langer Zeit Menschen lebten, die ältesten Höhlenmalereien sind dort zu finden, die Hugenotten haben sich dort verstecken können und die Resistance im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht ihr Zentrum. Die dort lebenden Menschen sind immer noch in der Vergangenheit verwurzelt, Konflikte gehen über Jahrhunderte, Menschen, die dort neu hinziehen, wird das Leben schwer gemacht. Große Themengebiete über Politik, Geschichte und Religion werden sehr ausführlich und anschaulich beschrieben. Die Spannungsaufbau ist sehr langsam, die ersten 100 Seiten plätschert die Handlung mehr dahin, dafür kann man das Buch danach nicht mehr aus der Hand legen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    schliesi, 12.08.2017

    Als eBook bewertet

    Inhalt und meine Meinung:
    Bei diesem Kriminalroman passt einfach alles wunderbar zusammen. Angefangen bei der stimmigen Gestaltung des Buchumschlages und dem dazu passenden Titel. Auch die Buchbeschreibung gibt in wenigen Worten gut wider, was den Leser hier erwartet. Die Landkarten zu Beginn des Romans weisen dem Leser den Weg zum Ort des Geschehens, dies gefällt mir gut. Im Süden Frankreichs, am Fuße der Cevennen im kleinen Ort Belville wohnen Eigenbrötler, Aussteiger und Rebellen. Tori Godon, eine Deutsche und ehemalige Anwältin, frisch verwitwet, ist damals mit ihrem Mann in diese trügerische Idylle gezogen. Toris Freundin Eva vermietet Ferienwohnungen, aus einer dieser Wohnungen verschwindet ein Mann, der holländische Höhenforscher Adriaan, spurlos. Tori macht sich Gedanken und sucht nach Adriaan, weil sie sich dessen mysteriöses Verschwinden nicht erklären kann. Dann wird auch noch der alte Dorfbewohner Didier Thibon tot aufgefunden, Tori wollte mit ihm über die Höhlen und Verstecke in den Bergen sprechen, über die der Alte vermutlich einiges wusste. Dieser Kriminalroman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten. Die Geschichte ist flüssig, nachvollziehbar und unterhaltsam geschrieben. Die Handlung vermittelt außer der kriminalistischen Seite viel Hintergrundwissen über die Widerstandkämpfe der Hugenotten im 18. Jahrhundert im Süden von Frankreich. Ein toller Krimi, hier stimmt für mich einfach das ganze Konzept, ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, so fasziniert war ich von der Geschichte. Deshalb empfehle ich den Krimi gerne weiter.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Lesetante, 26.08.2017

    Als Buch bewertet

    Ein Roman ganz nach meinem Gusto. So fesselnd für mich, dass ich sogar meine Haltestelle zum Aussteigen verpasst habe.
    Sehr empathisch schildert Anne Chaplet die Welt der Tori Godon, die noch immer ihren vor kurzem verstorbenen Mann betrauert. Finanziell abgesichert kann sie das Leben im kleinen Dorf in der Ardeche zwar genießen, jedoch fehlt diesem Leben der Sinn. So kommt es ihr gerade recht, den Hund des Nachbarn im Geheimen zu versorgen da dieser das Tier sehr schlecht behandelt. Interessant wird es als die ersten Toten auftauchen, die zunächst als Unfallopfer gelten, bei genauem Hinsehen jedoch als Mordopfer die Dorfgemeinschaft beunruhigen. Tori lernt bei ihren Nachforschungen einen neuen Mann, ein Restaurator von altem Gemäuer, kennen, der ihr u. a. in ihrem über 500 Jahre alten Haus eine Wandmalerei freilegt, die im Laufe der Geschichte noch an großer Bedeutung gewinnt, um der Geschichte und den wohlgehüteten Geheimnissen des Dorfes auf die Spur zu kommen. Ein gelungener Kriminalroman, der nicht alles an Geheimnis preisgibt, was es um so unterhaltsamer macht.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sigrid C., 25.07.2017

    Als Buch bewertet

    Ein ansprechendes Cover für ein Buch, das eine wirklich interessante Geschichte erzählt.
    Der historische Hintergrund ist es letztendlich, der die Sache recht spannend macht.
    Eigentlich alltägliche Handlungen und Zustände werden zu einer sehr gut lesbaren und logisch aufgebauten Handlung verwoben. Man merkt , daß die Autorin Erfahrung mit spannenden Stoffen hat.
    Auch, daß die Protagonisten des Romanes sich tierlieb zeigt und einen Hund aus einer mißlichen Lage befreit, wofür sich das Tier postwendend revanchiert, spricht dafür, diesen Roman genießen zu können.
    Es kommen eine ganze Reihe Personen am Rande vor, die ebenfalls gut in die Handlung eingebunden sind und dem Roman eine Dichte verleihen, die man schon selten findet.
    Ein absolutes 5* - Lesevergnügen mit lokalem Flair und wie schon erwähnt, historischem Hintergrundwissen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr Kommentare