Miss Daisy und der Tote auf dem Eis, Carola Dunn

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Kriminalroman

Carola Dunn

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  • 4 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Estelle, 23.08.2017

    Man schreibt die 20er Jahre. Miss Daisy will es allen, und vor allem sich selbst beweisen. Sie ist zwar gut betucht und nicht auf den Mund gefallen, möchte aber als Journalistin arbeiten und etwas bewirken.
    Sie soll einen Artikel über Wentwater Court schreiben und auch fotografieren. Dort trifft sie auf eine illustre Runde. Schon bald wird das Idyll gestört, denn ein Toter wird auf dem Eis gefunden. In Daisy wird sogleich der Jagdinstinkt geweckt. Zusammen mit Inspector Alec Fletcher nimmt sie die Ermittlungen auf. Der Tote war nicht gerade beliebt, und somit gibt es viele Verdächtige.

    Miss Daisy ist eine herrlich sympathische Figur, die mit dem Inspector ein dynamisches Ermittlerduo abgibt. Die beiden ergänzen sich perfekt.

    Anfangs fand ich die Geschichte ein bisschen zäh, aber dann wurde es zunehmend interessanter, als der Mordfall geschah.
    Auch das Ambiente und die Beschreibungen des Hauses, der Umgebung und der damaligen Zeit gefielen mir sehr gut.
    Die anderen Figurenzeichnungen waren auch bildhaft gelungen.

    Ein ruhiger und langsam erzählter Krimi, der mitunter auch etwas Romantik versprüht, denn zwischen Daisy und Alec knistert es immer wieder.
    Ich habe mich natürlich auch gefragt, wer der Mörder gewesen sein könnte, und tappte bis zur Auflösung im Dunkeln. Das war gut gemacht.

    Wer Krimis im Stil von Agatha Christie mag, wird auch mit dieser jungen Ermittlerin seine Freude haben.

    4 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    Sky P., 20.09.2017

    Der Charme der Unabhängigkeit

    Auf den Roman von Carola Dunn "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" bin ich mehr oder weniger zufällig gestoßen und war schon beim Klappentext Feuer und Flamme. Und wurde auch nicht enttäuscht!


    Miss Daisy Dalrymple, eine vom Adel abstammende junge Frau, ruht sich keinesfalls auf ihrem Status aus und ist weder auf den Mund gefallen noch das typische Frauenbild ihrer Zeit. Die junge intelligente Frau verzaubert mit ihrem Charme und Scharfsinnigkeit, wenn nicht auch mit ihrer starken Persönlichkeit und ihrem Durchsetzungsvermögen. Sie ist das Symbol einer unabhängigen jungen Dame, die zu der damaligen Zeit mehr Spott als Anerkennung erlangte. Ihr erster Schritt Richtung Selbstständigkeit ist der Beruf als Journalistin, durch welchen sie auf Wentwater Court landet. Bald überschlagen sich die Ereignisse, eine Leiche wird gefunden und der charmante Inspector Alec Fletcher verdreht Daisy den Kopf.


    Die Story basiert zum Hauptteil auf exakten Beschreibungen der Umgebung, wodurch sich der Leser leicht in das Setting hineinversetzen kann, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
    Auch die Personen durchlaufen eine genauen Beschreibung, welche treffend ihren Charakter und Verhalten widerspiegeln. Vorallem die breite Fächerung der unterschiedlichen Charaktere hat mir sehr gut gefallen und für die ein oder andere Spannung zwischen ihnen gesorgt.
    Vorallem Daisy ist mir ans Herz gewachsen. Ich konnte mich mit ihrer Figur gut identifizieren. Auch ihr Verhalten war sehr authentisch. Die junge Frau lässt sich von nichts und niemanden etwas vorschreiben und lässt sich auch nicht von gesellschaftlichen Normen abschrecken, was ich zu ihrer Zeit sehr respektable finde.
    Auch die Figur von Alex empfand ich sehr angenehm. Bodenständig und gerecht, seine Bedenken über den gesellschaftlichen Status empfand ich dabei als mehr oder weniger amüsant.
    Das Knistern und die Spannungen zwischen den beiden Hauptcharakteren war sehr realistisch dargestellt und zauberte mir das ein oder andere Schmunzeln auf das Gesicht.


    Dunn nutzt einen sehr angenehmen Sprachstil, flüssig und verständlich. Die Kapitel waren für meinen Geschmack etwas zu lang, was zwischenzeitlich auch den Spannungsbogen leicht nach unten zog. Dennoch entwickelte sich der Roman schnell vorwärts, besonders gegen Ende hin, lieferte er ein rasantes Tempo. Überrascht war ich von dem wirklich undurchschaubaren Ende. Durch das gesamte Buch habe ich mir alle möglichen Varianten und Szenarien durch den Kopf gehen lassen und bin nicht an des Rätsels Lösung angelangt.


    FAZIT: Der Roman ist very british und bringt auch einen gewissen britischen Charme mit sich. Leicht zu lesen, tolle Charaktere und wunderbare Landschaftsbeschreibungen. Ein sehr gelungener Roman, unbedingt zu empfehlen. Ich werde auch gleich nach den Fortsetzungen Ausschau halten!

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    janein
  • 4 Sterne

    dorli, 18.10.2017

    England, Januar 1923. Die 25-jährige Daisy Dalrymple arbeitet als Journalistin für die Zeitschrift „Town and Country“ und soll einen Bericht über das idyllisch gelegene Gut Wentwater Court schreiben. Am Morgen nach ihrer Ankunft nimmt Daisy eine Einladung zum Schlittschuhlaufen auf dem nahe gelegenen See an. Kaum dort angekommen, machen Daisy und ihre Begleiter eine grausige Entdeckung: im Schatten einer Brücke ist das Eis gebrochen und ein Mann hängt kopfüber im dunklen Wasser – tot. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, lässt nach genauerem Hinsehen einen Mord vermuten. Daisy nimmt gemeinsam mit Chief Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard die Ermittlungen auf…

    In ihrem historischen Kriminalroman „Miss Daisy und der Tote auf dem Eis“ nimmt Carola Dunn den Leser mit auf eine Reise in die Goldenen Zwanziger. Ruckzuck ist man mittendrin im Geschehen und fühlt sich dank der detailreichen Beschreibungen und ausführlichen Schilderungen von Landschaft, Gesellschaft und Stimmung an einen Ort versetzt, der an das klassische englische Landleben erinnert.

    Die Ruhe und Beschaulichkeit dieses Idylls spiegelt sich auch in dem Kriminalfall wider. Keine atemlose Höchstspannung oder bluttriefende Details – die Ermittlungen verlaufen in ruhigen Bahnen und es geht eher gemütlich zu. Fragen stellen, Hinweisen nachgehen, beobachten und spekulieren – so versuchen Daisy und Inspector Fletcher nach und nach dem Täter auf die Spur zu kommen.

    Daisy ist mir schnell ans Herz gewachsen. Sie stammt aus wohlhabendem Hause, lässt sich aber nicht in eine vorbestimmte Rolle pressen. Sie will ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, ist gewieft, voller Tatendrang und unterstützt den sympathischen Inspector Fletcher ganz ausgezeichnet. Es hat Spaß gemacht, dieses ungleiche Ermittlerduo kennenzulernen, sie bei ihrer Spurensuche zu begleiten und mit ihnen mitzurätseln und mitzugrübeln.

    „Miss Daisy und der Tote auf dem Eis“ hat mir sehr gut gefallen. Die gut ausbalancierte Mischung aus Spannung, Historie und ein bisschen Romantik eingebettet in das behagliche Ambiente des englischen Landadels lässt sich angenehm flott lesen und hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert. Leser, die die Krimis von Agatha Christie mögen, werden auch von Miss Daisy begeistert sein.

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    janein
  • 4 Sterne

    Fredhel, 22.08.2017

    Der Kriminalroman "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" von Carola Dunn bildet den Auftakt zu einer bislang neunbändigen Serie rund um die unerschrockene Daisy Dalrymple und Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard. Daisy ist nicht gewillt, das nutzlose Dasein einer verarmten Adligen im Haushalt irgendeiner ihrer Verwandten zu führen, sondern arbeitet lieber als Journalistin, um sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Das entspricht zwar absolut nicht dem gängigen Frauenideal der wilden Zwanziger, aber sie genießt die Abwechslung und die persönliche Freiheit, die der Beruf ihr bieten kann. Ein Auftrag führt sie auf Wentwater Court. Dort kommt ein Gast unter mysteriösen Umständen ums Leben. Alec Fletcher soll unter äußerster Diskretion ermitteln. Daisy kann zu ihrer großen Freude ihren Teil dazu beitragen. Schnell beginnt es zwischen den beiden zu knistern, doch die Adelsetikette sind noch sehr streng zu diesen Zeiten. Man kann nur hoffen, dass in den Folgebänden die Beziehung eine Chance erhält.....In diesem Band steht erstmal der gute Ruf aller im Vordergrund, den es zu schützen gilt, koste es, was es wolle. Für heutige Begriffe sind dieser Dünkel und die starre Geisteshaltung nicht mehr nachvollziehbar, aber der Roman spiegelt das gesellschaftliche Leben von damals sehr gut wieder. Strenge Einhaltung der Essenszeiten mit entsprechendem Dresscode, eine ergebene Dienerschaft, gesellschaftliche Verpflichtungen, denen sich ein Gentleman nicht entziehen kann, altmodische Brautwerbung...all das macht das Lesen zu einem großen Vergnügen, und das Raten nach dem Täter tut sein übriges. Dieser erste "Miss Daisy-Krimi" ist very, very british. Er ist kurzweilig zu lesen und erinnert stark an die Anne Perry Romane, in denen ebenfalls ein gesellschaftlich ungleiches Duo ermittelt. Allerdings herrscht hier noch ein gewisses Qualitätsgefälle zwischen den beiden Autorinnen, aber wer weiss, vielleicht holt Carola Dunn in den weiteren Folgen den Vorsprung noch ein.

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    janein
  • 4 Sterne

    Monika S., 10.10.2017

    Miss Daisy arbeitet für eine Zeitschrift in England und soll einige adlige Landhäuser , sowie deren Bewohner vorstellen.
    Da sie selbst eine Adlige ist, kommt sie schnell in die höheren Kreise und erhält die Zusage für Wentwater Court. Kaum ist sie dort angekommen und möchte mit ihrer Arbeit beginnen, ereignet sich ein Todesfall. Der Tote ist zuvor schon mehrfah unangenehm aufgefallen, somit hätten viele Menschen ein Motiv , doch war es überhaupt Mord?



    Miss Daisy kommt aus gutem adeligen Haus und entspricht so gar nicht einer adligen Dame im England der spannenden 20-ziger Jahre.
    Sie ist eine sehr interessante Figur, bei der es Spaß macht , die Reise in die Vergangenheit anzutreten.
    Als Leser ist man dank der flüssigen und sehr angenehmen Schreibweise der Autorin schnell in der Geschichte eingetaucht. Die bildliche Beschreibung der Umgebung, das Einfangen der Gefühlswelt und der biederen Art Englands gibt ein Übriges dazu, dass ich mich in dem Krimi sehr wohl gefühlt habe.
    Alle Charaktere sind so unterschiedlich und einzigartig in ihrer Art und Beschreibung, dass die Geschichte sehr real und nachvollziehbar ist.
    Auch wenn zu Beginn der Eindruck erscheint, dass zu viele Personen in der Handlung sind, so hatte ich als Leser keinerlei Probleme damit, Person, Verwandtheitsgrad und Stellung in kurzer Zeit auseinander zu halten.
    Die Handlung selber ist nicht übermässig spannend und blutig, dennoch hat sie Etwas, was den Leser fesselt und mit ermitteln lässt. Durch die kurzen Kapitel kommt Tempo in die Geschichte und ließ mich durch das Buch hindurchgleiten.
    Ich denke gerade Freunde von Miss Marple-Krimis und England-Liebhabern wird dieser Ausflug nach Wentwater Court gefallen.

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    janein
  • 4 Sterne

    Nadine L., 26.08.2017

    Normalerweise lese ich eher Krimis, die in der jetzigen Zeit spielen. Dieser Krimi spielt in England in den 20er Jahren. Der Klappentext hört sich aber so spannend und gut an, dass mich das Buch neugierig gemacht hat.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und führt den Leser sehr gut durch das Buch. Es wird alles sehr genau beschrieben. Man muss es mögen, mich persönlich hat es nicht gestört, da ich mir so alles besser vorstellen konnte.

    Die Personen sind sehr gut und nachvollziehbar beschrieben und treffen Entscheidungen, die nicht aus der Luft gegriffen sind.

    Das Ende und der Mörder waren für mich nicht vorhersehbar, obwohl ich auch die ganze Zeit immer mitgerätselt habe.

    Sehr gut beschrieben fand ich die ganze Zeit der 20er Jahre. Für mich ist diese Zeit nicht so präsent, aber durch die Beschreibungen konnte ich alles sehr gut nachvollziehen.

    Ein guter Krimi für ein paar spannende Stunden.

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    janein
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