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  • 3 Sterne

    8 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra A., 02.01.2018

    Erst einmal habe ich bis zuletzt danach gesucht, woher sich Joe und Gabi kennen. Keinem scheint aufgefallen zu sein, dass der Klappentext falsch ist: „(…)Das schönste Geschenk bekommt in diesem Jahr aber Joe, denn seine Jugendfreundin Gabi, von der er immer noch träumt, ist wieder in der Stadt.(…)“ >>> Die beiden kennen sich überhaupt nicht aus früherer Zeit! Also nicht irritieren lassen! Gabi kommt als völlig Fremde nach Twilight und sie lernen sich erst dort kennen!
    Die Beziehung der beiden basiert vom 1. Blick an erst einmal nur auf rein körperlicher Anziehungskraft. Sofort fühlen sich beide derart voneinander angezogen, dass sie am liebsten sofort, ohne sich einander vorzustellen, übereinander herfallen wollen. Das war etwas übertrieben und kam sehr oberflächlich und sexistisch bei mir an. Allein 3-4 Kapitel handeln allein vom ersten Sex der beiden und man kann überhaupt keine tiefergehenden Gefühle erkennen. Das war wenig romantisch, nahm aber im weiteren Verlauf zumindest herzlichere Züge an.
    Wie ich von „Schneegestöber im Herzen“ gewohnt war, spielten auch hier ernste Themen und Krankheiten eine Rolle. In diesem Buch war ADHS ein wichtiges Thema. Aber auch, dass Eltern ein zweites Kind bekommen, um das Leben des erkrankten ersten Kindes zu retten. Dass diese Rolle des Zweitgeborenen „Ersatzteillagers“ entsprechenden Einfluss auf dessen Charakter und Selbstwertgefühl hat, wurde im Buch sehr gut behandelt. Vor allem da Gabi ihren Bruder nicht retten konnte und ihr bisheriges Leben sehr darunter zu leiden hatte, ebenso auch ihre Eltern und man durch Ehrlichkeit und Offenheit viel Kummer hätte zeitiger ersparen können.

    Die ernstzunehmenden Themen haben mich sehr gefesselt und Gabi gewann mein Mitgefühl. Die Kleinstadt Twilight hatte ich bereits beim Vorgänger-Roman ins Herz geschlossen. Es wird wirklich zauberhaft beschrieben, auch wenn die Autorin doch etwas übertreibt mit den Traditionen dort. Zumindest kam aber Weihnachtsstimmung auf.

    Die sehr vielen Anspielungen auf den Film haben mich gestört, aber noch mehr die rein körperliche Anziehung, die von der ersten Seite an zu stark betont wurde. Man konnte sich gar nicht wirklich mit den beiden Protagonisten verlieben, da vorerst wenig tiefe Gefühle eine Rolle spielten. Insgesamt ein schöner Weihnachtsroman!
    Großes Minus: der schlechte Klappentext!!! Wer gibt so etwas frei?

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    janein