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  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Yoyomaus, 28.11.2016

    Taylor Reed wortwörtlich am Ende. Im Gegensatz zu ihrer berühmten, aber verstorbenen Mutter, ihrem berühmten Vater und ihren erfolgreichen drei Brüdern ist sie ganz unten angekommen. Und das alles nur wegen Bennett Wade, dem Milliardär, nachdem dieser sie bei einer Konferenz zur Weißglut trieb und sie darauf ihren Job kündigte, ehe sie gekündigt werden konnte. Sie war guter Dinge, dass sie es auch allein schaffen würde und gründete ihr eigenes Unternehmen, bei dem sie die Chefetagen coachen wollte, um diesen einen besseren Umgang mit ihren Angestellten beizubringen und so den Ertrag der Unternehmen zu steigern. Jedoch scheint sich niemand für ihr Vorhaben zu interessieren und so ist sie nun da, wo sie nie hin wollte. Am alleruntersten Etage der Nahrungskette, total Pleite und auf ein Wunder hoffend. Als sich doch ein Kunde für ihr Programm interessiert, ist sie jedoch nicht gewillt, mit ihm zusammen zu arbeiten. Denn der Kunde ist kein Geringerer als Bennett Wade höchstselbst. Doch er bleibt hartnäckig und scheint Taylor dann doch überzeugen zu können, zumindest so lang, bis ihr auf einer Charity-Gala zu Ohren kommt, dass sie nur der Bestandteil einer perfiden Wette von Bennett Wade und seinen überreichen Freunden war. Tief in ihrem Stolz verletzt schmiedet Taylor Rachepläne, die Bennett Wade lehren sollen, was es heißt, sich mit einer Taylor Reed anzulegen. Doch je mehr Taylor Zeit mit Bennett verbringt, desto unsicherer wird sie. Sollte sie ihren Plan abbrechen oder ist sie Bennett Wade nur erneut auf dem Leim gegangen?

    Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde lesen und muss sagen, dass ich es nicht schlecht fand. Die Schreibweise der Autorin ist sehr fließend, es bleiben keine Fragen offen und sie versucht sehr auf Details und Emotionen einzugehen, was ich bei Büchern immer sehr wichtig finde. Die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem Selbstläufer und man mag das Buch kaum noch aus den Händen legen. Die Geschichte an sich ist eine wirklich ganz tolle Idee und besonders die Randgeschichten haben mich sehr begeistert. Was mich jedoch sehr gestört hat und was das Lesevergnügen effektiv wirklich gedämpft hat, war, dass mir einfach viel zu oft das F*-Wort in den Mund genommen wurde – besonders in Dialogen, wo es meiner Meinung nach einfach nicht hingehörte - und die Freundinnen von Taylor in meinen Augen einfach nur primitiv und stumpf waren – wer bitte unterhält sich allen Ernstes mit seinen Freundinnen, erzählt ihnen, wen man flachlegen will und bekommt von denen noch detaillierte Aufgaben gestellt, was denn dabei noch alles zu tun sei ...also bitte...! Trotz dieser Kritikpunkte ist die Geschichte jedoch wirklich schön durchdacht. Dinge, die in der Vergangenheit geschehen sind, kommen zum Tragen. Außerdem begeistert in der Geschichte nicht nur der ständige Streit zwischen Taylor und Bennett, sondern auch Nebencharaktere wie Luci, die mexikanische Bäckerin, und Linda Wade, Bennetts Mutter, machen die Geschichte zu einem echten Erlebnis.

    Taylor als Protagonistin weiß sich durchzusetzen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie mit drei Brüdern groß geworden ist. Sie versucht aus dem Schatten ihrer Familie heraus zu kommen und auf eigenen Beinen zu stehen, betrachtet sich selbst aber als Looser, wenn sie ihre Arbeit betrachtet. Mit Bennett Wade taucht ein Mensch auf, der ihr ein Dorn im Auge ist. Ein Mensch, den sie am liebsten zum Mond schießen würde. Aber auch ein Mensch, der sie immer wieder aus dem Konzept bringt – und das gelingt Bennett Wade immer wieder viel zu schnell. Nur dann, wenn Taylor für sich ist, schafft sie es perfide Pläne zu schmieden, die ihr dann aber immer wieder schnell leidtun, da Taylor einfach nicht der Mensch ist, der andere hintergeht oder ihnen Fallen stellt. Sie ist einfach viel zu ehrlich und das macht sie in meinen Augen ungemein sympathisch. Trotzdem bin ich aber der Meinung, dass sie es Bennett viel zu einfach macht. Ich an ihrer Stelle hätte ihn so richtig leiden lassen.

    Bennett Wade hingegen ist ein echter Player und ein Stinkstiefel obendrein. Er kennt kein Nein und ihm ist jedes Mittel recht, um sein Ziel zu erreichen. Dabei scheint er wortwörtlich keine Gefangenen zu machen, sondern alles, was ihm im Weg steht wird beseitigt oder in Grund und Boden gestampft. Dass hinter dem harten Kerl aber auch ein weicher Kern und ein schreckliches Schicksal verborgen ist, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte und nach und nach kann auch der Leser sich mit Taylor für Bennett Wade begeistern, zumindest so lang, bis der nächste Knall kommt und Taylors Weltbild wieder ordentlich durcheinander bringt.

    Empfehlen möchte ich die Geschichte allen Mädels, die sich nicht daran stören, dass in diesem Buch ständig das F*-Wort verwendet wird. Wer darüber hinweg sehen kann, der wird seinen Spaß mit der Geschichte haben. Denn dann gibt es gepfefferte Dialoge, eine emotionale Achterbahn und vor allem viele lustige Momente, besonders dann, wenn Taylors Bruder Jack Bennett immer wieder eins auf die Nase geben will.

    Idee: 4/5
    Emotionen: 5/5
    Details: 5/5
    Logik: 4/5
    Charaktere: 4/5

    Gesamt: 4/5

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  • 5 Sterne

    Jennifer H., 12.10.2016

    INHALT
    Der 31-jährige Milliardär Bennett Wade ist ein arroganter und kühler Despot, dem das Gespür für gute Mitarbeiterführung und menschliche Umgangsformen zu fehlen scheint. Mithilfe eines Coachings der toughen Personalerin Taylor Reed (28) versucht er, seine Defizite auszumerzen. Blöd nur, dass Taylor Bennetts nonchalante und antifeministische Art mag...

    MEINUNG
    Mimi Jean Panfiloffs besondere Liebeskomödie ist ein stetes, aber recht amüsantes Katz-und-Mausspiel zwischen Taylor und Bennett. Aus rein finanziellen Gründen geht Taylor nach ihrer Kündigung auf Bennetts Angebot ein und meint damit, ihre Seele dem Teufel höchst persönlich verkauft zu haben. Denn Bennetts ungehaltene und bestimmende Art geht ihr gegen den Strich, so dass sie ihn mehr als einmal Paroli bieten muss und oftmals selbst kurz davor ist, ihr Coaching mit dem attraktiven, aber eiskalten CEO auf der Stelle abzubrechen.
    Ich habe mich herzhaft über beide Figuren amüsiert. Obschon sie allerlei Klischeehaftes mit sich herum tragen, sind sie doch immer noch Menschen. Nur der berufliche Erfolg und die Vergangenheit hat sie, vor allem Bennett, abstumpfen lassen. Ihre verbalen Schlagabtausche sind erfrischend offen und witzig gewesen. Nach außen geben sie vor, einander nicht auszustehen, doch innerlich sind sie längst dem Charme des anderen erlegen. So wird die Handlung insgesamt nie langweilig, weil sich beide fortwährend wie Magneten anziehen und abstoßen. Man könnte von einer Liebe auf dem Drahtseil sprechen, die emotional mehr als aufgeladen ist. Vor allem Frauen werden die Geschichte mögen.

    FAZIT
    Leichte Unterhaltungslektüre mit dem gewissen Etwas.

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