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  • 5 Sterne

    67 von 85 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Li, 19.11.2019

    Als Buch bewertet

    In Berlin lebt die Bauzeichnerin Mona Lang, welche - für sie vollkommen überraschend - von ihrer Großtante Klara als Alleinerbin eingesetzt wird und erhält damit ein großes Mietshaus in München.
    Ihr Lebensgefährte Bernd trennt sich nun von ihr, da er schon seid einem halben Jahr eine Affäre hat und nun keine Angst mehr haben muss, dass Mona unter der Brücke landet.
    Daraufhin entschließt sich Mina nach München in ihr neues Haus zu ziehen.
    Das Erbe erscheint ihr als ein unfassbares Glück, aber als sie sich mit der Geschichte des Schwanenhauses beschäftigt, entdeckt sie erschreckende Abgründe in der Vergangenheit ihrer Familie.
    Der Roman teilt sich in zwei Zeitebenen sowie zwei Geschichten. Zum einen ist da Mona - erzählt im hier und jetzt, zum anderen ihre Großtante Klara - erzählt in der Vergangenheit um 1938 und die Jahre danach. 

    Ellen Sandberg hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil.
    Am liebsten hätte ich das Buch in einem Stück durchgelesen und es gar nicht bei Seite gelegt.
    Es ist jedoch auch erschreckend, was über die NS - Zeit aufgedeckt wird.

    Das Buch ist spannend und läd zum Nachdenken über die Vergangenheit ein.

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  • 5 Sterne

    19 von 33 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Xanaka, 25.11.2019

    Als Buch bewertet

    Familie kann man sich nicht aussuchen

    Bei Mona könnte man denken, sie hat das große Los gezogen. Völlig unerwartet erfährt sie, dass sie alleinige Erbin von Großtante Klara ist. Und dabei handelt es sich nicht nur um das wertvolle Bild von Corinth, auf das ihre Mutter sich so große Hoffnungen gemacht hatte. Nein, sie hat auch das Schwanenhaus, ein Mietshaus, in Münchens bester Gegend geerbt.

    Damit fällt Mona der Umzug von Berlin nach München, nach der Trennung von Bernd, ein wenig leichter. Bei Recherchen im Haus und über das Haus fällt ihr auf, dass der Vater von Klara das Haus 1937 vom jüdischen Eigentümer Roth gekauft hatte. Ging da wirklich alles mit rechten Dingen, gerade zur damaligen Zeit, zu? Und was hat es zu bedeuten, das Adele meinte, Klare hätte gesagt "Mona wird wissen, was zu tun ist". Aber so einfach ist es alles nicht. Nicht nur, dass Mona für ihre Familie plötzlich wieder interessant geworden ist, obwohl sie mittlerweile von allen Familienfeiern und Zusammenkünften ausgeschlossen war. Nein auch andere Menschen interessieren sich plötzlich für das Haus und für Mona.

    Mehr will ich hier über das Buch gar nicht erzählen, lest es selbst und vor allem bildet euch selbst eine Meinung.

    Erst einmal vorweg, mir hat dieses Buch außerordentlich gut gefallen. Die Handlung ist interessant, beim Lesen fliegt man förmlich durch das Buch. Es geschehen Dinge, mit denen man überhaupt nicht rechnen kann. Diese geben der Handlung dann wieder eine völlig andere Richtung.

    Aber letztlich ist es auch ein Buch über Moral. Denn jetzt am Ende frage ich mich, wie hätte ich gehandelt? Wäre ich so stark wie Mona gewesen und hätte genauso wie sie gehandelt? Oder aber hätte ich mich passiv verhalten und nichts getan?
    Lest dieses Buch und überlegt selbst. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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  • 3 Sterne

    21 von 33 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gelöschter Benutzer, 22.11.2019

    Als Buch bewertet

    Titel: Wenn deine Familie die größte Strafe ist...

    Seit "Die Vergessenen" habe ich einen Narren an der Schreibe der Autorin gefressen und daher musste ich unbedingt dieses Buch lesen. Leider bekam ich nicht so ganz das was ich mir gewünscht hatte.

    In der Geschichte geht es um Mona, die von ihrer Großtante erbt und das nicht gerade wenig. Doch das Erbe scheint auf einer Lüge aufgebaut zu sein. Mona begibt sich auf Spurensuche und gerät dabei in einen Strudel von Missgunst und Neid. Ist das Erbe es wirklich wert?

    Die Autorin eröffnet drei Handlungsstränge, die anfänglich nichts miteinander zu tun haben. Zwei davon spielen in der Gegenwart rund um Mona und Sabine, der dritte in der Vergangenheit um Klara.

    Es fällt mir wirklich nicht leicht etwas über diesen Roman zu schreiben, da ich sehr zwiegespalten bin.

    Mona als Hauptfigur mochte ich anfänglich richtig gern, einfach weil sie eine gute Seele ist und mehr für andere tut als für sich selbst. Leider ist sie in einigen Belangen sehr naiv und ich wollte sie ein ums andere Mal wach rütteln. Moralisch ist sie eine tolle Persönlichkeit, aber ihr Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen, weshalb mir manchmal auch der Zugang zu ihr fehlte.

    Alle anderen Figuren, sei es nun Sabine mit ihrer Familie, Großtante Klara oder eben auch Monas Familie, sind alle einfach nur furchtbar. Beim Lesen musste ich mich daher des Öfteren aufregen, denn diese Personen sind alle so egoistisch und von Hass, Neid und Geldgier getrieben, dass es kaum noch auszuhalten war. Ich mochte wirklich niemanden und war entsetzt über deren Äußerungen und Taten.

    Als ich mit der Lektüre begann, war ich von den ersten 150 Seiten unfassbar gefesselt und glaubte fest an einen neuen Spitzentitel der Autorin, da ich regelrecht in die Handlung gesogen wurde. Der Mittelteil driftete dann leider furchtbar ins Kitschige ab und ich hatte eher das Gefühl einen Schicksalsroman aus der Feder von Hera Lind zu lesen. Im letzten Abschnitt wurde es dann zwar wieder deutlich besser, aber dieser war dann so voll gepackt mit Wendungen, dass es nicht mehr so realistisch wirkte wie am Anfang.

    Am Ende klärt sich nahezu alles auf und man kann als Leser alles nachvollziehen und verstehen, so dass ich mit dem Schluss zufrieden bin. Und dennoch bleibe ich nach der Lektüre geschockt zurück, da mich die vielen fiesen Persönlichkeiten und deren Äußerungen sehr mitgenommen haben.

    Fazit: Ein Buch mit zahlreichen Schwächen über ein interessantes Thema, welches noch öfter besprochen werden sollte. Fans der Autorin sollten zugreifen, Neulingen rate ich eher zu "Die Vergessenen" und "Der Verrat", da ich diese deutlich besser fand. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.

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  • 4 Sterne

    24 von 38 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lesemaus, 17.12.2019

    Als Buch bewertet

    Ich bin noch nicht ganz am Ende des Buches. Die Geschichte ist gut und flüssig geschrieben. Einer jüdischen Familie in Deutschland
    wird alles genommen, auch das eigene Leben. Zurück bleibt nur die Tochter, die den Krieg in England überlebt und nach Kriegsende zurück kommt … Mehr werde ich nicht verraten.

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  • 5 Sterne

    7 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Monika K., 23.09.2021

    Verifizierter Kommentar
    Als eBook bewertet

    Ein super recherchiertes Buch über die Enteignung der Juden im 3. Reich. Hervorragend verpackt in der Geschichte über ein "unverhofftes" Erbe und seine daraus resultierenden Folgen wie: plötzlich beliebt und doch gehasst, schleichendes Mißtrauen gegenüber Allen, usw. Hochinteressant! Man fragt sich unwillkürlich, wieviele Personen nach wie vor aus dieser dunklen Zeit profitieren.
    Absolut lesenswert!

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  • 5 Sterne

    7 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Birgit W., 15.03.2021

    Verifizierter Kommentar
    Als Buch bewertet

    Ich habe gerade erst angefangen dieses Buch zu lesen, bin aber schon von der Geschichte gefesselt und es fällt mir schwer das Buch aus der Hand zu legen.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Daniela K., 18.04.2020

    Als Buch bewertet

    „Das Erbe“ ist nach „Die Vergessenen“ und „Der Verrat“ bereits der dritte Roman, den Inge Löhnig unter dem Pseudonym Ellen Sandberg schreibt. Sowohl die Romane als auch die Krimis sind für mich meistens ein Garant, dass ich fünf Sterne vergeben werde. Auch bei dieser neuen Veröffentlichung war ich schon nach wenigen Seiten mitten im Geschehen. Erzählt werden zunächst einmal drei Handlungsstränge.
    Sabine ist eine Person, die jedes Vorurteil gegenüber Hartz IV Beziehern erfüllt. Arbeit hält sie finanziell für unrentabel. Wenn sie einen neuen Kühlschrank braucht, stellt sie einfach einen Antrag beim Amt. Sie träumt gerne von teuren Kreuzfahrten und Luxuswagen. Als sie auf Ungereimtheiten in ihrem Stammbaum stößt, wittert sie eine Chance um an Geld zukommen.
    Ein komplett gegensätzlicher Charakter ist Mona. Sie ist rücksichtsvoll und hilfsbereit. Jederzeit versucht sie sozial Schwächere zu unterstützen. Von ihrer Familie wird sie gnadenlos gemobbt und ausgenutzt. Als sie eine überraschende Erbschaft macht und plötzlich zur Millionärin wird, kann sie sich vor Schmarotzern kaum noch retten.
    Parallel dazu erfahren wir noch die Geschichte von Monas Tante Klara, die in den 30er Jahren eine jüdische Schulfreundin hatte. Verrat und Lügen nehmen ihren Lauf und sollen Klara ihr ganzes Leben lang begleiten.
    Von Zwangsenteignungen und Denunziationen hat man schon öfters gelesen, trotzdem ist das Unrecht, dass der Familie Roth angetan wurde, nicht weniger ungeheuerlich.
    Ellen Sandberg verstrickt sehr geschickt die Schicksale mehrerer Familien über Generationen hinweg. Dafür verdient sie mein volles Lob. Wir reden hier nicht nur von zwei Personen. Es geht um eine Vielzahl von Menschen. Neben den erwähnten Charakteren spielen auch noch Sabines Oma, ihr Vater und Monas neue Bekanntschaft Tim eine Rolle. Ich fand es wirklich faszinierend, wie sich all das im Verlauf der Handlung zu einem großen Ganzen zusammengefügt hat. Man konsumiert hier nicht nur, sondern das Hirn wird aktiv beim Lesen gefordert. An manchen Stellen habe ich sogar nochmal zurückgeblättert um Abschnitte ein weiteres Mal zu lesen.
    „Das Erbe“ regt in jedem Fall zum Nachdenken an. Wie würde man sich selber in einer solchen Situation verhalten? Ich konnte Monas Zerrissenheit gut nachempfinden.
    Es gab jedoch eine Sache, die mich so sehr gestört hat, dass ich letztendlich deswegen einen Stern abgezogen habe. Bis auf Monas Freunde sind alle Charaktere einfach nur furchtbar. Damit meine ich nicht nur unsympathisch, denn die Personen sind allesamt dermaßen geldgierige Raffzähne, dass man nur die Hand vor Augen schlagen kann. Mir hat es wirklich leid getan, wie Mona permanent ausgenutzt wurde und wie skrupellos und selbstverständlich diese Menschen große Mengen Geld von ihr fordern. Ich fand die Häufung dieser materiell eingestellten Personen sowie die Darstellung der Hartz IV Empfänger schon sehr überspitzt und schubladenmäßig. Gleichzeitig könnte ich mir auch vorstellen, dass mit diesen Charakterisierungen der Gesellschaft ein wenig der Spiegel vors Gesicht gehalten werden soll.
    Ein nettes Easter-Egg war, dass auch Kommissar Dühnfort einen kurzen Gastauftritt hatte.
    Zusammenfassend kann ich sagen, dass auch dies wieder ein sehr fesselnder Roman war, auch wenn er nicht ganz an seine Vorgänger herankommt. Ich halte die Autorin für sehr talentiert und bin gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lässt.

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  • 3 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Glüxklaus, 27.11.2019

    Als Buch bewertet

    Vollkommen unerwartet erbt Mona das Münchner Mehrparteienhaus ihrer Großtante Klara, das Schwanenhaus. „Mona wird das Richtige tun“, davon war Klara überzeugt. Mona entschließt sich daraufhin, ihr altes Leben in Berlin hinter sich zu lassen, nach München zu ziehen und dort neu anzufangen. Doch bald wird klar, dass alles doch nicht so glatt ablaufen wird wie erhofft. Als Mona Nachforschung zur Geschichte des Schwanenhaus anstellt, kommen lang verschwiegene unangenehme Wahrheiten ans Licht und Mona erfährt schmerzlich, dass Gerechtigkeit, Recht und Moral oft meilenweit auseinanderliegen.

    Ich bin ein großer Fan der Romane von Inge Löhnig und ihrem Pseudonym Ellen Sandberg. Auch dieses Buch ließ sich - wie ich es von der Autorin gewohnt bin- sehr flüssig und angenehm lesen. Nachdem sich die Handlung anfangs recht langsam dahin zog, nahm die Geschichte ab der Hälfte ziemlich Fahrt auf und ich konnte das Buch dann kaum mehr aus der Hand legen.
    Der Roman ist in drei verschiedene Erzählebenen gegliedert, abwechselnd wird die Sichtweise von Mona und Sabine in der Gegenwart und Klara in der Vergangenheit beschrieben. Diese Dreiteilung sorgt für Abwechslung in der Erzählweise, weckt Neugier und wirft Fragen auf. Erst später wird klar, wie Sabine und die anderen beiden Frauen miteinander verknüpft sind. Gut fand ich auch, dass Konstantin Dühnfort, Ermittler aus den Löhnig Krimis, einen kleinen Gastauftritt hat. Nicht umsonst heißt es ja, dass München ein großes Dorf ist.

    Müssen wir Verantwortung für das Handeln unserer Verwandten und Vorfahren übernehmen? Sind wir moralisch verpflichtet, vergangenes Unrecht auszugleichen, auch wenn alle Beteiligten nicht mehr am Leben sind? Das sind die bedeutenden Fragen, um die sich der Roman dreht und mit denen sich Protagonistin Mona und der Leser auseinandersetzen.

    Restlos überzeugt hat mich der Roman trotz des vielversprechenden Ansatzes aber doch nicht. Ich hatte Schwierigkeiten mit vielen Figuren, die mir etwas zu einseitig und schwarz-weiß gezeichnet werden. Die Mitglieder von Monas Familie zum Beispiel wirken allesamt wie ein unerträglicher Haufen geldgeiler Unsympathen, ohne auch nur eine positive Eigenschaft. Auch Bernd und die Gombrowskis kommen sehr schlecht weg. „Gutmensch“ Mona dagegen, die stets um moralisches und verantwortungsbewusstes Handeln bemüht ist, hat schon etwas mehr Ecken und Kanten, identifizieren konnte ich mich mit ihr aber auch nicht richtig. Die plakativen Charaktere nehmen der ganzen Geschichte leider ein wenig an Tiefe und so werden die wichtigen und notwendigen Fragen stellenweise recht undifferenziert behandelt.

    Auch wenn ich von Inge Löhnig / Ellen Sandberg schon manche bessere Romane gelesen habe, hat mich dieser trotzdem gut unterhalten. Schreiben kann sie zweifelsohne und wird es hoffentlich weiterhin tun.

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gaby2707, 08.04.2020

    Als Buch bewertet

    Ein Erbe zwischen gestern und heute

    Mona Lang fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie die Alleinerbin einer Großtante ist, die sie zuletzt auf dem Geburtstag ihres Vaters vor 4 Jahren am Tegernsee gesehen hat. Da sich ihr langjähriger Freund gerade von ihr getrennt hat, zieht sie von Berlin-Kreuzberg in das Schwanenhaus in München-Schwabing, das nun ihr gehört. Sie gewöhnt sich schnell an den Luxus, den sie sich ansonsten nie hätte leisten können. Dann beginnt sie zu recherchieren, wie das Haus in den Besitz ihrer Großtante gekommen ist...


    In dieser Geschichte wechselt die Autorin zwischen zwei Zeitzonen. In der einen erlebe ich das Heute zusammen mit Mona und Sabine aus Hamburg. Ab 1938 erlebe ich die Geschichte von Klara Hacker, Monas Großtante und ihren Eltern und ihrer besten Freundin Mirjam Roth mit Mama Esther und Papa Jakob, einer jüdischen Familie, die dann, als es für Juden zu gefährlich wird, nach Amerika auswandern wollen.

    Nachdem sich Ellen Sandberg schon in „Die Vergessenen“ mit der Zeit des Nazi-Regimes befasst hat, finde ich mich auch hier genau zu dieser Zeit wieder. Es geht um Arisierung, die Enteignung der Juden, um Freundschaft, Neid, Gier, Hass, Verrat und Täuschung. Aber in erster Linie um Moral. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie ich wohl in der ein oder anderen Situation reagiert oder gehandelt hätte.

    Ich habe mit Mirjam gelitten, mich mit Klara gefreut, als es nach dem Krieg langsam wieder aufwärts ging. Die geldgierige Sabine und ihr Lover bzw. Exmann waren mir ab der ersten Begegnung unsympathisch. Genau so ging es mir mit Monas Familie. Auch hier gibt es niemanden, den ich gerne als Freund hätte. Mona selbst fühlt sich seit ihrer Kindheit nicht zur Familie gehörig. Warum das so ist, löst sich hier dann auch auf.

    Die Geschichte selbst ist mit ihren verschiedenen Handlungssträngen, bei denen ich anfangs nicht wusste, wo sie hinführen würden, sehr gut konstruiert und löst sich zum Schluss nachvollziehbar auf. Zum Schluss wird es auch noch richtig spannend und ich habe fast eine Nacht durchgelesen um endlich zu erfahren, wie es enden wird. Es war auch diesmal sehr interessant und auch erschreckend hinter die Fassade einiger Mitmenschen zu blicken.

    Eine interessante Familiengeschichte, die an einigen Stellen zwar stark überzeichnet und voller Klischees ist, was mich aber schlussendlich nicht gestört hat. So ist halt das Leben. Beste Unterhaltung, bei der ich auch dank der guten Recherche wieder einiges gelernt habe.
    Ein Buch, das ich gerne weiter empfehle und das sich die 5 Sterne verdient hat.

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  • 5 Sterne

    silvi Sommer, 27.05.2020

    Als Buch bewertet

    Der Roman spielt dabei auf mehreren Zeitebenen und wird aus der Sicht von drei Personen erzählt: Die Jetzt-Zeit erzählt von Mona, die heutige Erbin der Immobilie und Sabine aus Hamburg , die ihre demente Oma ins Pflegeheim bringt und die geheimen Tagebücher von ihr zum vernichten bekommt, diese aber heimlich liest. Zur Zeit vor , während und nach dem zweiten Weltkrieges wird die Geschichte von Klara als jugendliche und junger Frau erzählt, dazu kommen noch eingeflochtene Briefe von Mirjam Roth, einer Jüdin und die damalige Jugendfreundin von Klara.

    Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« , denn um die Vergangenheit dieses Hauses ranken sich dunkle Gerüchte.

    Sofort war ich ganz bei Mona und sie war mir auf Anhieb sehr sympathisch, im Gegensatz zu Bernd ihren ja was eigentlich Dauerverlobten , Arbeitgeber oder vielleicht sogar noch Betrüger Fremdgeher ?! Ich hätte am liebsten auf der Stelle für Mona Schluss mit ihm gemacht.

    Auch die primitive und geldgierige Sabine hätte ich an Monas Stelle einfach ignoriert.
    Doch sie spielt eine wichtige Rolle und bringt einen großen Stein der Geschichte ins Rollen, trotzdem fand ich sie total unsympathisch und nur furchtbar.

    Doch am allerschlimmsten fand ich ihre Familie und besonders ihre Schwester Heike, wer solch eine Familie hatte brauchte wahrlich keine Feinde mehr.

    Allesamt diese Personen sind so egoistisch und von Hass, Neid und Geldgier getrieben und zerfressen, es war stellenweise kaum noch auszuhalten , da frage ich mich schon ob das nicht alles ein bisschen zu überzeichnet ist.

    Mirjams Schicksal hat mich auch sehr berührt. Durch ihre Briefe zu Klara erfahren wir mehr über die Vergangenheit und über das Schwanenhaus, Monas "dunkles" Erbe.

    Die Handlung ist gut konstruiert, ja, so könnte es gewesen sein , sie ist spannend, flüssig und immer mit überraschen Wendungen erzählt , Mona kann sich sogar wieder neu verlieben, doch die Verliebtheit währt nicht lang und zieht ein böses Erwachen nach sich.

    Gegen Ende wird es dann noch gruselig und ein Überfall entwickelt sich schon fast zu einem Krimi aber schließlich endet es in einem guten Abschluss, nur ob Sabine und ihr Mann von dem sogenannten Fluch des Hauses während der Fahrt auf der Autobahn verschont bleiben, bleibt ungewiss.
    Mir gefiel dieses Buch sehr gut und ich hätte es am liebsten in einem durchgelesen, denn die Geschichte hat mich total ergriffen und ich wollte nur eines Wissen, wie geht es weiter mit Mona und dem Schwanenhaus.

    Das Ende veranlasst einem zu überdenken, was würde man selber in dieser Situation tun ? Und es sollte ruhig in der Schule gelesen werden um an die Gräueltaten der Nazis zu erinnern und zu warnen …..

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  • 5 Sterne

    anronette, 02.12.2019

    Als Buch bewertet

    Der Roman „Das Erbe“ von Ellen Sandberg ist eine spannende und bewegende Geschichte über Freundschaft, Neid, Gier und Verrat.
    Spannend und erschreckend zugleich, welch dunkles Geheimnis auf dem Schwanenhaus liegt.
    Obwohl die Geschickte rein fiktiv ist, könnte es sich genau so um 1938 abgespielt haben.
    Vollkommen überrascht ist die Berlinerin Mona Lang, als sie nach dem Tod ihrer Großtante Klara als Alleinerbin ein großes Mietshaus, das „Schwanenhaus“ in München erbt.
    Für Mona ist das Erbe wie ein Sechser im Lotto, denn nachdem sich ihr Lebensgefährte Bernd wegen einer schon länger geheim gehaltenen Affäre- von Mona trennt, entschließt sich Mona nach München ins Schwanenhaus zuziehen.
    Nicht nur Monas Familie möchte jetzt auch ein Stück vom Glück erhaschen, auch wildfremde Leute scheinen es auf das Schwanenhaus abgesehen zu haben.
    Was sich zuerst als unfassbares Glück angehört hat, entpuppt sich immer mehr als belastendes Erbe, denn die Geschichte des Schwanenhauses birgt ein erschreckendes Familiengeheimnis aus der Vergangenheit.
    Mein Fazit:
    Der Roman hat mich sofort gefesselt, und ich habe das Buch regelrecht verschlungen.
    Durch den flüssigen, lebendigen Schreibstil der Autorin Ellen Sandberg war ich von der ersten Seite an gleich mitten drin im Geschehen:
    Historische Ereignisse und wahre Begebenheiten verschmelzen geschickt miteinander zu einer bewegenden Geschichte, die mich noch lange beschäftigt hat.
    Die Charaktere des Buches sind sehr authentisch beschrieben und ich konnte mich sehr gut in Monas Gedankengängen wieder finden und mit ihr auf die Spannende Suche nach dem Geheimnis des Schwanenhauses gehen.
    „Das Erbe“ hat eine sehr gut durchdachte Story, voller Spannung. Das Ende ist stimmig und lädt zum Nachdenken ein.
    Somit eine klare 5 Sterne Leseempfehlung von mir!

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  • 5 Sterne

    Buchwurm05, 23.03.2020

    Als Buch bewertet

    Mona Lang lebt zusammen mit ihrem Freund in Berlin. Da erreicht sie ein Brief aus ihrer Heimat München. Ihre Tante Klara ist gestorben und Mona erbt das sogenannte Schwanenhaus, von dem sie noch nicht einmal wusste, dass es Klara gehört. Plötzlich ist Mona reich. Der Umzug zurück nach München fällt leicht, da ihr Freund gerade eine Affäre eingestanden hat. Mona könnte ihr Leben von nun an genießen. Wenn da nicht ihre gierige Familie und die Worte ihrer Tante, "Mona wird schon das Richtige tun", wären. So gibt sie sich auf die Spuren der Vergangenheit und findet schon bald Briefe, die darauf schließen lassen, dass auf dem Haus die Vergangenheit lastet.........

    "Das Erbe" ist ein Spannungsroman mit drei Erzählsträngen. Einmal erfährt man viel über Mona und ihrem Hang zum Gutmenschentum. Erlebt wie sie immer tiefer in die Vergangenheit ihrer Tante abtaucht. Dabei einige Hürden zu meistern hat. Immer wieder macht die Geschichte einen Sprung in die Vergangenheit und erzählt von Klara und ihrer Familie. Für zusätzlich Spannung sorgt eine weitere Erzählebene, in der es um die Hartz IV Empfängerin Sabine geht. Der Schreibstil ist flüssig. Die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. So konnte ich tief in die Zeilen abtauchen und mit den Protagonisten mitfiebern. Habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Nach und nach wurden die Erzählebenen perfekt zusammen geführt. Mit einem Ende, das genau so, gut zu Mona passt und die Vergangenheit meine schlimmsten Erwartungen noch überboten hat.

    Fazit: Ein Roman über Gier und Schuld, der weit in die Vergangenheit zurück führt. Ellen Sandberg hat hier sehr gut die Emotionen der einzelnen Charaktere beschrieben. Ich hatte jedenfalls kurzweilige Lesestunden. Sehr zu empfehlen

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  • 5 Sterne

    Sabine K., 02.12.2019

    Als Buch bewertet

    Spätsommer 2018: Mona Lang wird über Nacht reich. Ihre Großtante Klara hat sie zur Alleinerbin gemacht und somit auch zur neuen Besitzerin eines großen Hauses in München-Schwabing. Klara war sich sicher, dass Mona "das Richtige tun wird". Auch wenn Mona nicht weiß, was ihre Tante damit meinte nimmt sie das Erbe an und kommt schon bald einer Intrige auf die Spur, die mit der Vergangenheit des Hauses zu tun hat...

    Neben dem Erzählstrang von Mona gibt es noch zweite weitere in diesem Buch. Da ist zum einen Sabine, die durch ein altes Tagebuch ihrer Oma Zweifel an ihrer Herkunft bekommt und einem alten Geheimnis auf die Spur kommen möchte.

    Und zum anderen wird die Geschichte der jungen Klara im Jahr 1938 erzählt. Sie ist mit der Tochter der jüdischen Unternehmer-Familie Roth befreundet, die ihre Auswanderung plant. Immer mehr Details bekommt der Leser im Verlauf der Geschichte, was damals wirklich passiert ist.

    Alle drei Frauen sind sehr unterschiedlich und auf ihre Weise interessante Charaktere, die die Geschichte gut tragen. Doch am sympathischen war mir Mona mit ihrer bodenständigen und menschlichen Art. Das sie zwar anfangs ihr Erbe genießen kann und dennoch nach den wahren Gründen des Besitzerwechsels (des Hauses) sucht hat mich sehr beeindruckt.

    Bis zum Schluss waren alle drei Erzählstränge spannend erzählt und haben mich teilweise auch sehr berührt. Definitiv ein Buch das neben der Spannung genug Emotionen vermittelt, so das es auch noch nach dem Lesen nachklingt.

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  • 5 Sterne

    kunde, 07.12.2019

    Als Buch bewertet

    Mona Lang erhält von ihrer Großtante, zu der sie kaum Kontakt hatte, ein Wohnhaus mit Millionenwert in München. Ihre Familie ist neidisch, ihre Mutter behauptet sogar, an dem Haus klebe Blut. Bei Nachforschungen im Grundbuchamt muß Mona erfahren, daß das Haus vor dem Zweiten Weltkrieg einer jüdischen Familie gehörte. Für Mona stellt sich nun die Frage, auf welchem Wege das Haus in den Besitz ihrer Großtante kam.

    Ellen Sandberg hat mit "Das Erbe" wieder einmal ein heißes Thema in ihrem Buch verarbeitet. Erzählt wird die Geschichte in drei verschiedenen Handlungssträngen, einer davon spielt in der Zeit 1938 - 1949. Doch diese drei Stränge werden im Verlauf des Buches zu einer berührenden Geschichte verwoben, die unter die Haut geht. Durch diese Wechsel wird Spannung erzeugt, denn man möchte in jeder Handlung den weiteren Verlauf am besten sofort wissen. Obwohl man das Ende ahnt, bleibt die Spannung bis zum Schluß erhalten. Schon allein durch Monas Zwiespalt und ihre moralischen Fragen ist man sehr gespannt. Die Charaktere sind nicht die klaren Sympathieträger. Jeder von ihnen hat Eigenarten, die man nicht wirklich mögen kann und die sehr aus dem Bereich "typisch für" kommen. Dies ist ein wenig nervig. Gerade Sabine empfand ich als absolut unmöglich. Die typische Hartz4erin, viel Geld kassieren wollen, aber nichts tun. Gewisse TV-Sendungen lassen grüßen. Dies ist jedoch der einzige Kritikpunkt an diesem Buch und fällt gegen den interessanten Inhalt nicht ins Gewicht.

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  • 4 Sterne

    Lena, 29.11.2019

    Als Buch bewertet

    Mona Lang erbt überraschend von ihrer Großtante Klara, zu der sie nur flüchtig Kontakt hatte, ein millionenschweres Wohnhaus in München. Nachdem sich ihr Freund von ihr getrennt hat, zieht sie unmittelbar in die Wohnung von Klara ein. Dabei sieht sie sich mit dem Neid ihrer Familie, insbesondere dem ihrer Mutter und ihrer beiden Geschwister konfrontiert, zu denen sie ohnehin von jeher ein schwieriges Verhältnis hatte. Ihre Mutter behauptet, dass an dem Haus Blut klebt und auch Mona selbst wird stutzig, als sie bei Nachforschungen im Grundbuch herausfindet, dass das Haus vor Beginn des Zweiten Weltkriegs das Eigentum einer jüdischen Familie war. Mona muss sich die Frage stellen, ob der Verkauf des Hauses damals unter Zwang erfolgt ist und ob sie die rechtmäßige Erbin des Hauses ist.

    Der Roman gliedert sich in drei Handlungsstränge, davon einer in der Vergangenheit zur Zeit der Judenverfolgung 1938 bis zur Gründung der Bundesrepublik 1949. Die Gegenwart wird von Sommer 2018 bis Juli 2019 aus zwei Perspektiven - der Erbin Mona und der in Hamburg-Harburg wohnhaften Hartz-IV-Empfängerin Sabine - erzählt. Zu Beginn haben die Erzählstränge keine Verbindung. Erst im weiteren Verlauf des Romans wird klar, wie schicksalhaft Klara, die Jüdin Mirjam, Mona und Sabine miteinander verbunden sind.

    Der Perspektivenwechsel erfolgt über weite Strecken langsam, so dass man sich gut in alle Protagonisten hineindenken kann, im letzten Drittel schneller, was dem Roman Dynamik verleiht und die Spannung steigert, da auf jeder Erzählebene immer weitere Fragen aufgeworfen werden.

    Die Charaktere sind bis auf einzelne Nebencharaktere keine sympathischen Personen. Selbst Mona, die am Anfang als "moralische Instanz" eingeführt wird und etwas penetrant als durchweg integer dargestellt wird, war mir etwas zu wankelmütig in ihren Entscheidungen. Andere Charaktere, insbesondere ihre Familienmitglieder sind überzogen böse und durchtrieben, was auch unter Berücksichtigung der schwierigen Familienverhältnisse nicht überzeugend war. Sabine und ihre Familie bedienen so ziemlich jedes Klischee, die man gemeinhin über Empfänger von Sozialleistungen haben kann. Diese Schwarz-Weiß-Zeichnung störte mich, ließ die Personen weniger glaubwürdig erscheinen und den Handlungsstrang um Dummchen Sabine und ihre gewissenlose Geldgier überzeichnet und deplatziert wirken.

    Die Geschichte ist spannend, auch wenn von Beginn an klar ist, dass der Hauskauf 1938 nur der besonderen Situation der Entrechtung des jüdischen Volkes durch die nationalsozialistische Gesetzgebung geschuldet sein kann. Dennoch ist nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint und so ist man gefesselt, wie Mona die Geschichte des Hauses und ihrer Vorfahren aufklärt und dabei immer wieder mit sich selbst und der Last des Erbes hadert.
    Dabei geht es beim Streit um das rechtmäßige Eigentum am Haus nicht um Recht, sondern um Gerechtigkeit, um Fragen von Anstand und Moral. So muss Mona für sich klären, ob ihr das Haus zusteht oder tatsächlich den Nachfahren der jüdischen Familie. Möchte sie darüber lieber im Ungewissen bleiben? Könnte sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn ihre Ahnen das Haus nur unter Zwang zu einem geringen Preis erworben hätten? Müsste sie eine Schuld ihrer Verwandten übernehmen? Sind nicht alle Ansprüche, sofern es sie gäbe, längst verjährt?

    Ellen Sandberg hat sich mit "Das Erbe" einem wichtigen Kapitel der deutschen Geschichte angenommen, erzählt eine spannende und aufwändig konstruierte, komplexe Familiengeschichte um Lügen und Verrat und beweist erneut, wie weit die Vergangenheit die Gegenwart - selbst 80 Jahre später - noch beeinflussen kann.

    "Das Erbe" gefiel mir damit besser als "Der Verrat", reicht meines Erachtens aber nicht an "Die Vergessenen" heran.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Regina W., 04.12.2019

    Als Buch bewertet

    Ellen Sandberg ist eine meiner liebsten Schriftstellerinnen.
    Und sie hat mich mit ihrem neuen Buch " Das Erbe" nicht enttäuscht.
    Wie gewohnt, schreibt sie spannend und sehr gut recherchiert .Hatte das Buch innerhalb
    3 Tagen durch.Ganz super !!!!!!

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  • 5 Sterne

    1 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Irmgard E., 23.11.2019

    Als Buch bewertet

    Inhalt:

    Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

    München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

    Meine Meinung:

    Dies ist der erste Roman von Ellen Sandberg den ich gelesen habe und ich bin ehrlich gesagt begeistert.Die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln was nicht zuletzt an dem lockeren, leicht zu lesenden Schreibstil liegt.
    Mona, die Erbin des Schwanenhauses war mir sofort sympatisch, von ihrem Exfreund als Gutmensch bezeichnet ist sie für mich eher ein Stehaufmännchen,das Dinge auch hinterfragt und nicht alles nur deshalb hinnimmt weil es bequemer ist,
    Klara, die in Mona die Person sieht die schon alles richtig machen wird und sie deshalb zu ihrer Erbin macht.
    Sabine, die jedes Klischee über Harzler erfüllt das man sich nur vorstellen will, mit ihrer Art konnte ich mich gar nicht anfreunden.
    Mirijam, auch sie spielt eine wichtige Rolle in dem Roman, es hat mich traurig gemacht was sie erleben musste, ein schlimmes Kapitel der deutschen Geschichte aus dem der Rest der Welt aber anscheinend leider nichts gelernt hat
    Gut gefallen hat mir auch das das Buch in zwei Zeitebenen erzählt ist, so bekommt man, gemeinsam mit Mona ,immer mehr Erkenntnisse was Klara mit dem Ausspruch das Mona schon das richtige tun würde, meinte.
    Der Roman hat alles was gute Unterhaltung ausmacht, er ist spannend ,macht nachdenklich und eine Prise Romantik fehlt auch nicht.

    Fazit:R
    Sehr gerne empfehle ich diesen tollen Roman weiter und bedanke mich bei randomhouse das ich ihn Testlesen durfte.

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  • 4 Sterne

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    Isabel R. (engi), 26.11.2019

    Als Buch bewertet

    Ich habe dieses Buch unterteilt in drei Abschnitte im Zuge einer Leserunde gelesen. Der erste Abschnitt hat mich auch wirklich gefesselt. Hier lernen wir Mona und Bernd kennen, die seit vielen Jahren in einer Beziehung leben, doch Glück hört sich anders an. Da erhält Mona die Nachricht, dass sie geerbt hat und Bernd eröffnet ihr ein Geheimnis … zur gleichen Zeit verschlägt es uns als Leser in die Zeit knapp vor dem ersten Weltkrieg zurück. Auch hier gibt es Geheimnisse und Entwicklungen, die sich – wie uns ja leider allen hinlänglich bekannt ist – für die Juden sehr zum Nachteil entwickeln. Doch was genau geschah wirklich zwischen Monas Großeltern und der Familie Roth?
    Soweit so gut, diese beiden Erzählstränge ziehen sich weiter wie ein roter Faden auch durch die beiden nächsten Abschnitte. Hier möchte ich anmerken, dass ich den Anfang und auch das Ende wirklich spannend fand. Flüssig und anschaulich geschrieben blätterten sich die Seiten fast wie von selbst um. Leider wird die Geschichte in der Mitte ein wenig zäh. Die Protagonisten wurden immer unsympathischer und fast fragte ich mich, ob dieser Teil wirklich von Ellen Sandberg geschrieben wurde. So kenne ich sie gar nicht als Autorin. Weitgehend versöhnt hat mich das Ende, das mit einigen Überraschungen aufwartete um den Roman schließlich ohne Kitsch zu beschließen. Nicht schlecht, aber von Frau Sandberg bin ich besseres gewöhnt.

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  • 5 Sterne

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    Flying Bookworm, 25.04.2020

    Als Buch bewertet

    INHALT
    Mona glaubt immer an das Gute im Menschen und versucht jedem zu helfen. In ihrem Umfeld wird sie dadurch als ''Gutmensch'' betitelt, negativ gemeint. Doch Mona imponiert damit ihre Tante Klara welche sie kaum kennt. Unerwartet erbt Mona das Haus von Klara, doch sie weiß nicht warum gerade sie. Einzig der Satz ''Mona wird das Richtige tun'' erklärt Klaras letzten Willen. Doch was meint Klara damit? Als Mona raus findet dass das Haus einmal einen jüdischen Besitzer hatte beginnt sie zu befürchten das ihr Erbe infolge der Arisierung in ihre Familie gelangte. War dem wirklich so? Klebte an diesem Haus Blut? Bei den Nachforschungen entdeckt Mona eine traurige und schockierende Geschichte...

    MEINE MEINUNG
    Ich war sehr skeptisch ob ich dieses Buch wirklich lesen soll. Der erste Roman der Autorin war unfassbar spannend und interessant geschrieben, eine Geschichte die mich bis heute begleitet. Ihr zweiter Roman war für mich allerdings widerrum ein Flop. Wie würde es mit diesem Buch also werden?

    Schon die ersten Seiten hatten mich so in ihren Bann gezogen, das ich mir sicher war, dass ich hier wieder ein Meisterwerk in den Händen hielt. Genau wie im ersten Band zerriss mich die Spannung förmlich die auf knappen 500 Seiten einfach nicht abnahm. Es gab so viele Wendungen, so viele Überraschungen, das man einfach nie wusste was als nächstes geschehen würde und das Buch nicht aus den Händen geben konnte.

    Da es ja mein drittes Buch der Autorin war wusste ich das jede der drei Hauptcharaktere irgendetwas gemeinsam hatten und irgendetwas sie verband, egal in welcher Zeitebene man sich befand, egal für wie unmöglich man dies hielt. Nach und nach wird eine Geschichte erzählt die sich sehr langsam entfaltet und der Leser bekommt immer wieder ein Puzzle Teil zugespielt. Und wenn man glaubte das Motiv zusammen gestellt zu haben, passierte wieder etwas was das Bild zerstörte.

    Die Handlung an sich ist eine sehr starke Geschichte voller Emotionen. Immer wieder treffen mich die traurigen Erlebnisse von Figuren die durch die Nazis und dem Krieg leiden musste. Auch wenn sie meistens nur erfunden wurden, weiß man doch das es so viele Schicksale gibt die TATSÄCHLICH gelitten haben. Die wirklich unausprechliches durchgemacht haben und dieses Leid trifft mich immer wieder. Und dennoch lese ich diese Geschichten so gerne, den sie treffen einen mitten ins Herz und ermahnen uns immer wieder gut zu sein. Mensch zu sein. Mitgefühl zu haben und immer daran zu denken das wir im Innern ALLE gleich sind.
    Die Hintergründe zu der Handlung ist sehr gut recherchiert und fließt Mühelos in das Buch ein.

    Im Buch geht es um 3 Frauen die unterschiedlicher nicht sein können: Klara wächst mitten im Naziregime auf. Ihre beste Freundin Mirjam ist Jüdin und ihrer Familie gehört das Haus. Als die Juden sich immer mehr Rassengesetze unterwerfen müssen, beschließt Mirjams Familie zu flüchten und verkauft das Haus an Klaras Vater. Mirjam und Klara bleiben in Kontakt und schreiben sich zahlreiche Briefe. Keiner der beiden ahnt das diese Briefe einmal das Leben von Mona um 180 Grad drehen werden.

    Mona glaubt immer an das Gute im Menschen und hat einen sehr ausgeprägten moralischen Kompass. Stets versucht sie das richtige zu tun. Als Mona merkt das etwas mit dem Haus nicht stimmt das sie von Klara geerbt hat, beginnt sie Nachforschungen anzustellen und findet dabei die Briefe von Mirjam. Der Inhalt lässt nichts gutes vermuten und plötzlich stößt Mona auf ein ungeheuerliches Verbrechen.

    Sabine fühlt sich vom Leben betrogen. Als Hartz 4 Empfängerin muss sie auf so manch Annehmlichkeit verzichten und versteht nicht warum sie so ein Schicksal hat. Voller Neid blickt sie auf ihre reicheren Mitmenschen und neidet deren Besitz. Doch eines Tages entdeckt sie die alten Tagebücher ihrer Oma und lüftet ein riesen Geheimnis: Sabines Vater ist gar nicht der leibliche Sohn ihrer Oma. Sabine stellt Nachforschungen an um herrauszufinden wo ihre Wurzeln liegen, denn eventuell stammt sie ja von einer gut betuchten Familie ab.

    FAZIT
    Dieses Buch ist sowohl Sprach- als auch Bildgewaltig und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht weglegen, ich wollte unbedingt wissen was passiert ist. Für mich steht dieses Buch auf gleicher Ebene wie schon der erste Sandberg Roman und ich hoffe das ihr viertes Buch sich dazu gesellen wird.

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    Kerstin, 03.12.2019

    Als Buch bewertet

    Sehr spannende Geschichte über ein Haus und zwei Freundinnen

    Mona könnte sich glücklich schätzen, ihre Tante, mit welcher sie so gut wie keinen Kontakt hatte stirbt und vererbt ihr ihr gesamtes Vermögen. Immerhin ein wertvolles Gemälde, Schmuck und ein herrschaftliches Haus in München. Mona hat ausgesorgt! Doch kaum tritt sie ihr Erbe an, folgt eine negative Erfahrung auf die nächste. Dann erfährt sie auch noch, was es mit dem Haus auf sich hat. Und schon steckt sie mitten in einer tragischen Geschichte über die Freundschaft zweier Mädchen, einer davon Jüdin, Ende der 30er Jahre.

    Ellen Sandberg kennen viele als Inge Löhnig. Hier zeigte sie schon mehrfach, dass sie es versteht spannende Krimis zu schreiben. Als Ellen Sandberg zeigt sie nun zum dritten Mal, dass sie auch spannende Romane schreiben kann. Mir hat „Das Erbe“ sehr gut gefallen. Die Geschichte ist interessant und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist ihr wunderbar gelungen. Was mir ganz arg gefallen hat ist die zweite Gegenwartslinie. Stück für Stück vernetzen sich diese beiden Stränge und man vermutet schon in welche Richtung es gehen wird. Große Zufälle, aber wieso sollte es nicht so sein? Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Immer wieder enden die Kapitel mit Cliff Hangern, sodass man einfach weiterlesen muss. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr unterschiedlich. Mona ist mir sympathisch. Ein bisschen zu viel Gutmensch, aber das gibt sich irgendwann. Ihre Familie hingegen ist grauenvoll. Vielleicht sogar etwas zu grauenvoll, das hätte gar nicht sein müssen. Sabine hingegen ist mir total unsympathisch, sie ist sehr klischeehaft, aber super gelungen und authentisch. In ihrer Rolle ist sie perfekt. Monas Nachbarin Adele ist super – eine sehr nette alte Dame, mit der man selbst gerne Kaffee trinken möchte. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass die Handlung teilweise durch ein paar unnötige Erzählungen in die Länge gezogen wurde. Diese Ausschmückungen hätte es nicht gebraucht.

    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, deshalb vergebe ich gerne vier von fünf Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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