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  • 5 Sterne

    18 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Märchens Bücherwelt, 25.06.2020

    Als eBook bewertet

    Das ist jetzt der 2.Roman und die „Braut-Reihe“ geht weiter. Diesmal mit einem Titel, der raffiniert gewählt ist, da man sich erstmal was völlig anderes darunter vorstellt und beim Lesen Stück für Stück dahinter kommt, was für eine Bedeutung er tatsächlich hat. Das Mittelalter war nun mal geprägt von Aberglauben und man hat natürlich alles dafür getan, damit man das Seelenheil retten kann und auch nach dem Tod keine Strafe erleiden muss. Und genau hier steigt die Geschichte ein, für mich etwas völlig neues und erstaunliches, aber die Vorstellungen und der Glaube gingen damals in solche vielleicht auch teilweise befremdliche Richtungen, wurde von der Kirche ja auch so geprägt.
    Ich hab dieses Buch regelrecht verschlungen, war ich vom ersten Buch schon so überrascht und begeistert, die Entwicklung der Geschichte, die Hintergründe und der Schreibstil gefallen mir sehr.
    Auch wenn das Mittelalter doch recht düster ist und in dieser Geschichte ebenfalls grausames ans Licht kommt, was die familiäre Seite von Fenja betrifft, so hat die Autorin dennoch an passenden Stellen etliche humorvolle Passagen eingebaut, die alles aufgelockert haben und für das richtige Maß an Spannung, Humor und Romantik gesorgt haben.
    Die einzelnen geschichtlichen Abläufe sind so detailliert umschrieben, was mich zusätzlich begeistert, wenn Geschichtshintergründe in eine romantische, spannende Geschichte einfließen und man sich noch viel besser in diese Zeit zurückversetzen kann.
    Man kann wirklich nichts erahnen, man hofft, man bangt und doch verläuft vieles völlig anders aber absolut genial, was die Geschichte nochmal mehr besonders macht. Raffinierte Wendungen, Begebenheiten, bei denen man den Atem anhält oder schon sämtliche Szenarien im Kopf ausgelöst werden und trotzdem verläuft es mit vielen wow Effekten plus etlichen Lacheinheiten, die einfach klasse sind und für mich absolut tolle Unterhalten geboten haben, mit einem Geschichtsverlauf, den man absolut nicht absehen konnte und wirklich überraschend ist.
    Die Charaktere sind auf jeden Fall gut getroffen und dargestellt, ob eher düstere Gestalten wie Roderich oder Ingbert, die ihre Aufträge ziemlich versessen ausführen und vor nichts zurückscheuen, oder Fenja, die mit ihrem Dickkopf und ihrer impulsiven Art auf ihrer Suche nach Aufklärung öfter mit Gerald, dem Handwerker aneinander gerät, wobei man wirklich das Gefühl hat, mittendrin zu stecken und die jeweilige Stimmung genau einfangen zu können. Der verrückte Hund Red, aufmerksam, seinem Herrchen treu und immer als Beschützer zur Stelle, oder Gerald selber, der sich oft einen Spaß draus macht, Fenja aufzuziehen. Und Achatus, der verrückte Alchemist – oh man, da wird man sofort an Asterix und Obelix erinnert und es passt so herrlich!
    Das Cover ist einfach wunderschön – die Farben, diese Spannung, die erzeugt wird, gerade auch mit dem Kloster im Hintergrund- wirklich gelungen und lädt förmlich dazu ein, das Buch lesen zu wollen, weil es auch so ein Hingucker ist.
    Ein kleiner Wehmutstropfen ist das Ende, weil es zwar alles in allem eine fesselnde und bewegende Geschichte ist, mit all den mittelalterlichen Wirren und Bräuchen, doch hätte es zum Gesamtbild und für alle mit romantischer Ader noch ein kleines bisschen mehr sein dürfen.
    Insgesamt ist dies ein Buch, was man immer wieder lesen könnte, woran man gern zurück denkt und für alle, die historische Romane lieben eine 100%ige Leseempfehlung ist. Und auch hier würde man sich wünschen, dass es mal eine Verfilmung geben würde.

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  • 5 Sterne

    6 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    anne b., 28.07.2020

    Als Buch bewertet

    Fenja zieht mit Runhild ihrer Ziehmutter als Heilerin durchs Land und wundert sich immer das Runhild Menschen und besonders Mönche meidet. Eines Tages wird Runhild von Roderich ermordet und der macht sich nun auf die Suche nach Fenja um ihr das Gleiche anzutun. Auf ihrer Flucht lernt sie Gerald kennen. Beide haben viele Geheimnisse voreinander. Fenja das sie unter anderem durch ein heidnisches Ritual alle Sünden der Toten auf sich nimmt und Gerald, das er für den Kaiser das Donnerkraut suchen soll. Es dauert lange bis die Beiden sich auf ihrer abenteuerlichen und gefährlichen Reise gegeneinander öffenen, vertrauen und lieben lernen. Roderich ist ihnen dabei immer auf den Fersen, denn Fenja soll niemals erfahren wer sie ist und was ihr eigentlich gehört. Ein spannungsreicher Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und mitreißend und die Handlung ist spitzenmäßig. Für mich wieder ein Bestseller der Autorin.

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  • 5 Sterne

    7 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tauriel, 15.07.2020

    Als eBook bewertet

    Facettenreich

    Klappentext:
    Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

    Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf diesen historischen Roman gemacht.
    Eine Karte ,ein Glossar und eine Personenliste findet sich zu Anfang des Buches,das finde ich persönlich immer sehr hilfreich.Auch die historischen und mir zum Teil unbekannten Orte werden hier in die heutige Sprache übersetzt und sind mir dadurch nicht mehr fremd.
    Durch den flüssigen und klaren Schreibstil der Autorin bin ich sehr schnell in diese Geschichte gestartet.
    Dieser Roman spielt zur Zeit um 1234 als Friedrich der II .von Hohenstaufen , Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war.
    Da die Autorin aus dem Rheinland stammt,hat sie das Geschehen hier angesiedelt.
    Die beiden Protagonisten Fenja und Gerald sind gut ausgearbeitet und ich verfolge gespannt das Geschehen.
    Fenja ,die sich mit Heilkünsten und verbotenen Ritualen über Wasser hält, ist nach dem Tod ihrer Ziehmutter Runhild auf sich allein gestellt.Ein Wappen,das Runhild ihr im Sterben überreicht,macht Fenja neugierig und so begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und trifft auf Gerald. Er ist in einer geheimen Mission unterwegs.
    Zusammen mit Karren und Hund machen sie sich auf einen beschwerlichen Weg.
    Hier lauern Gefahren ,von denen beide nichts ahnen.
    Der Wortwechsel von Fenja und Gerald ist fantasiereich und lockern somit einige angespannte Passagen auf.
    Mehrere Erzähl-Fäden werden hier von der Autorin gekonnt verwebt.Sie schildert den Alltag der damaligen Bewohner facettenreich .
    Auch wenn nach der Hälfte des gelesenen Buches einiges vorhersehbar wird,bleibt die Spannung bis zuletzt.
    Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann es nur empfehlen.

    Fazit:Leichte Literatur mit historischem Hintergrund .

    Vielen Dank an den Harper Collins Verlag und NetGalley für das Leseexemplar.

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  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 12.07.2020

    Als eBook bewertet

    Die Autorin entführt ihre Leser in das Hochmittelalter als Deutschland noch ein Fleckerlteppich von kleineren und größeren Lehen des Heiligen Römischen Reiches war.

    Fenja reist mit ihrer Ziehmutter Runhild durch die Lande. Die beiden verdienen ihren kargen Lebensunterhalt als Heilkundige und dadurch, dass Fenja durch ein heidnisch anmutendes Ritual die Sünden der Verstorbenen auf sich nimmt. Bei ihren Wanderungen weichen sie großen Städten und Klöstern der Zisterzienser penibel aus. Als ihre Ziehmutter ermordet wird, gelten ihre letzten Worte einer Warnung an Fenja.

    Mit dem Karren von Runhild und einem Stückchen Stoff auf dem eine Wappen eingestickt ist, begibt sich Fenja auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und trifft dabei auf Gerald von Aue, der als Handwerker verkleidet, in geheimer Mission für den Kaiser unterwegs ist. Die beiden vertrauen einander nicht wirklich, schließen sich aber zu einer Zweckgemeinschaft zusammen.


    Meine Meinung:

    Dieser zweite historische Roman von Manuela Schörghofer widmet sich abermals dem Mittelalter, das von Aberglauben und Machtstreben geprägt ist. Nicht nur die weltlichen Herrscher wollen ihren Einfluss mit allen Mitteln vergrößern, sondern auch die Kirche. Die einfachen Menschen richten ihr Leben stark auf das Jenseits aus und so ist es für viele eine Tragödie, ohne die Absolution eines Priesters zu sterben. Hier tritt dann Fenja auf den Plan, die die Sünden des Verstorbenen auf sich nimmt. Dieser Gedanke bzw. Brauch ist mir bislang unbekannt gewesen. Aber, hat nicht Jesus auch die Sünden der Welt auf sich genommen? Allerdings, wo käme die Kirche hin, wenn es mehr von diesen „Sündenbräuten“ gäbe? Ihr Einfluss würde zunehmend schwinden, daher ist das Ritual als heidnisch verboten.

    Die Geschichte ist wunderschön erzählt und die Leser können Anteil an den Leben der Protagonisten nehmen. Herrlich sind die Wortgefechte zwischen Fenja und Gerald. Da musste ich mehrmals schmunzeln. Obwohl Fenja manchmal sehr moderne Ansichten vertritt, ist die Autorin mit ihrer Wortwahl im Mittelalter geblieben. Bei manchen Autoren schiebt sich ein moderner Begriff zwischen die Zeilen. Hier passt alles gut zusammen.

    Der Klappentext gefällt mir nicht ganz so gut. Er suggeriert, dass Fenja mit Feuer und Schwert die Mörder ihrer Familie und Ziehmutter zur Rechenschaft ziehen will. Dabei will Fenja einfach nur wissen, wer sie ist und woher sie kommt. Sie will zwar, nachdem sie den Urheber der Tragödie ausgeforscht hat, diesem das Handwerk legen, greift aber nicht zur Selbstjustiz.

    Das historische Umwelt ist gut in die Geschichte eingebettet oder vielmehr die Fenjas Geschichte in den historischen Kontext.

    Die Charaktere, gut oder böse, sind detailliert und plastisch beschrieben. Allerdings ist nicht jeder Charakter nur gut oder nur böse - wie die Menschen einfach so sind, steckt beides in jedem von ihnen (von uns).

    Es sieht so aus, als ob dieses Buch das zweite einer Reihe von „Bräuten“ wäre. Bin schon gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt.

    Fazit:

    Ein gelungener hist. Roman, der uns ins Mittelalter entführt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Rose75, 30.07.2020

    Als Buch bewertet

    Ich habe von der Autorin schon "Die Klosterbraut" mit viel Freude gelesen. Daher war ich sehr neugierig auf diese Geschichte und meine Erwartungshaltung war relativ hoch.

    Die Geschichte spielt im Jahr 1238. Fenja reist mit ihrer Ziehmutter Runhild durchs Land. Sie bieten ihre Dienste als Heilerinnen an und kommen gut zurecht, bis sie auf einen verletzten Zisterziensermönch stoßen. Dieses Treffen löst weitere Ereignisse aus, die Fenjas Leben komplett auf den Kopf stellen.

    Die zweite Hauptfigur ist der Ritter Gerald von Aue. Kaiser Friedrich II beauftragt ihn, die Rezeptur eines Donnerkrauts ( Schwarzpulver/Sprengstoff) zu besorgen. Für diesen Zweck soll er als Handwerker verkleidet zu einem alten Alchemisten reisen.

    Südlich von München treffen Fenja und Gerald aufeinander und aus einer Not heraus beschließen sie, gemeinsam Richtung Norden zu ziehen. Während ihrer Reise kommen sich die beiden näher, doch für Gerald ist keine gemeinsame Zukunft in Sicht, weil er als Ritter schon seit Jahren einer anderen versprochen ist.

    Meine Erwartungen an dieses Buch haben sich voll erfüllt. Ich war bestens unterhalten und dank ein paar pfiffiger Wendungen auch hin und wieder richtig überrascht.

    Was mir besonders gut gefallen hat und ich noch extra erwähnen möchte war, dass es in dieser Geschichte keine intriganten und/oder naiv-dümmliche Weiber gibt. So ein Frauentyp wird leider viel zu oft in historischen Romanen dargestellt.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ascora, 18.08.2020

    Als eBook bewertet

    Fenjas Suche

    Der Klappentext: „Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen als einzigen Hinweis auf den Mörder, und den brennenden Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?…“
    Zum Inhalt: Fenja und ihre Ziehmutter üben die verbotene Kunst aus, den Toten ihre Sünden abzunehmen, damit diese nicht ins Fegefeuer müssen. Mit dieser Arbeit stehen sie außerhalb der Gesellschaft und werden überall schief angeschaut. Als auch noch Runhild ermordet wird, steht Fenja alleine da, alles was ihr bleibt ist ein Tuch mit einem Wappen, laut Runhild steht das Wappen im Zusammenhang mit ihren leiblichen Eltern. So macht sich Fenja auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.
    Der Stil: Die Autorin Manuela Schörghofer hat es schon mit den ersten Zeilen geschafft mich in ihren Bann zu ziehen und ins 13. Jahrhundert zu entführen. Mit einer sehr bildlichen Sprache, die der Zeit durchaus angepasst ist, wird die Umgebung und vor allem die Charaktere vor den Augen des Lesers lebendig. Die Charaktere sind sehr authentisch und nachvollziehbar aufgebaut und ihre Handlungen so angelegt, dass es zu einer kontinuierlichen Spannung kommt. Man kann dieses Buch wirklich in kürzester Zeit verschlingen. Übrigens gibt es neben einem Personen- und Ortsverzeichnis ein ausführliches Glossar, das den Einstieg ins Mittelalter erleichtert.

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  • 5 Sterne

    mabuerele, 01.08.2020

    Als Buch bewertet

    „...Wie ich die Kleine einschätze, wird sie dort eine Menge Schlamm aufwühlen und möglicherweise dem Falschen auf den Fuß treten...“

    Bevor Gerald zu dieser Einschätzung von Fenja kommt, ist schon eine Menge geschehen. Wir befinden uns im Jahre 1238. Fenja ist mit ihrer Ziehmutter Runhild unterwegs. Sie verdienen ihr Geld als Heilerinnen, kennen aber auch die Kunst, den Toten ihre Sünden zu nehmen. Sie werden meist dann gerufen, wenn ein Priester nicht rechtzeitig zur Stelle war. Einmal haben sie als Bezahlung einen jungen Welpen erhalten. Seitdem begleitet Rufus die beiden Frauen. Doch der Hund kann nicht verhindern, dass Runhild ermordet wird. Bevor sie für immer die Augen schließt, drückt sie Fenja ein Stück Stoff mit einem Wappen in die Hand. Fenja macht sich auf den Weg, um anhand des Wappens den Mörder zu finden.
    Gerald von Aue dient als Ritter des Kaisers. Momentan findet der Krieg in der Lombardei statt. Der Ort Brecia will sich einfach nicht ergeben. Da lässt Friedrich Gerald rufen. Als einfachen Handwerker verkleidet soll er an den Rhein gehen, da ein dortiger Alchimist ein sogenanntes Donnerkraut erfunden hat.
    Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
    Als Gerald an der Isar überfallen und liegengelassen wird, treffen er und Fenja aufeinander. Sie zeigt ihm das Wappen. Beide reisen nun gemeinsam.
    Neben der äußeren Spannung, die dadurch gewährleistet wird, dass der Mörder gekonnt Fenja auf den Fersen bleibt, was ich häppchenweise nebenbei erfahre, gibt es eine innere Spannung. Weder Fenja noch Gerald vertrauen sich dem anderen vollständig an. Jeder behält ein Geheimnis für sich.
    Nebenbei erfahre ich einiges über die Heilmittel der Zeit.

    „...Die Braunelle ist ein starkes Heilkraut. Zusammen mit paar inbrünstigen Gebeten an den Heiligen Blasius wird dein Sohn bestimmt wieder gesund werden...“

    Fenja ist als selbstbewusste junge Frau aufgewachsen. Für Gerald ist es ungewohnt, dass ihn eine Frau Widerworte gibt. Doch nach und nach kann er damit umgehen. Außerdem ist spürbar, wie es zwischen beiden knistert.
    Gerald darf ich bei der Herstellung des Donnerkrauts über die Schulter schauen. Als er die Rezeptur in der Hand hält, hat er eigentlich seinen Auftrag erfüllt. Jetzt aber kommen ihn Zweifel. Kann er die Waffe wirklich dem Kaiser in die Hand geben? Kann er dann mit der Schuld leben, vielen Menschen den Tod gebracht zu haben?
    Ich lerne eine Menge über das Leben dieser Zeit, sei es bei den Bauern, in den Städten oder an den Höfen des Adels. Der Weg führt die Protagonisten von der Isar bis Burg Blankenburg am Rhein. Erst dort klärt sich Fenjas Herkunft und das Schicksal ihrer Familie.
    Eine Karte und ein Personenverzeichnis ergänzen das Buch.
    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie hat genau die richtige Mischung aus Spannung und Information.

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  • 5 Sterne

    Carmen S., 22.09.2020

    Als Buch bewertet

    Ein historisches Buch, das den Leser ins Dreizehnte Jahrhundert entführt.
    Eine Kombination zwischen einer fiktiven Geschichte inmitten von historischen Ereignissen und auch mit dem Auftreten historischer Persönlichkeiten.
    Gerade dieses Zusammenspiel macht dieses Buch so reizvoll. Denn alles könnte ja wirklich so gewesen sein.
    Es wirkt authentisch und gut recherchiert.
    Eine junge Frau, die mit ihrer Ziehmutter durch Deutschland zieht, sie verdienen sich ihr Überleben als Heilerinnen und „Sündenesserinnen“. Von dieser Art der Sündenübernahme habe ich bisher noch nie gehört, fand sie aber sehr faszinierend.
    Überhaupt wurde das Leben in dieser Epoche gut beschrieben, der Kampf ums Überleben, Krankheiten, die Welt des Adels und des Klerus.
    Und mittendrin Fenja, die erwähnte junge Frau, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, nach ihren Wurzeln.
    Es ist spannend, es geht um Mord und Intrigen. Um die Angst vor der Entdeckung eines Verbrechens aus der Vergangenheit.
    Aber noch weitere Dinge spielen eine Rolle, Alchemisten und ihre oft gefährlichen Forschungen.
    Und auch der Alltag der Personen wird gut beschrieben, von den Mahlzeiten über die Kleidung, die Kräuter und ihre Wirkungen, dem Leben in den Dörfern,aber auch im Kloster oder auf den Burgen.
    Der Schreibstil ist gut verständlich und passt perfekt zum Buch und seinem Inhalt. Die Protagonisten wirken symphatisch und autentisch und auch die Handlungsorte sind detailgetreu beschrieben, man kann sich alles wunderbar vorstellen.
    Ja man fühlt sich förmlich in die beschriebene Zeit hineinversetzt.

    Damit man auch wirklich alles gut verstehen kann, befindet sich eine Karte des Weges der Protagonisten am Anfang und Ende des Buches, zusätzlich ein Glossar mit der Erklärung verwenderer Begriffe, auch die Orte und Personen werden am Anfang des Buches vorgestellt. Wem das zuviel Spoiler ist, der lässt diese Erläuterungen einfach weg.

    Mein Fazit:
    Ein sehr gelungenes Buch ich kann es allen Freunden von historischen Büchern nur empfehlen, die Kombination von Fiktion und realem Zeitgeschehen ist sehr gut gelungen. Alles wirkt autentisch. Es ist spannend, teilweise humorvoll und auch die Liebe kommt im angemessenen Rahmen nicht zu kurz. Alles passt und hat mir sehr gut gefallen. Freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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  • 5 Sterne

    Elisabeth U., 03.10.2020

    Als eBook bewertet

    Ein historischer Roman, der uns in die Welt des 13. Jahrhunderts ins Rheinland entführt. Fenja zieht mit ihrer Ziehmutter Runhild durch die Lande. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Heilerin und manchmal essen sie auch die Sünden von Verstorbenen auf, was allerdings im Geheimen geschehen muß. Runhild warnt Fenja immer vor den Zisterziensern. Doch dann wird Rundhild ermordet und bevor sie stirbt, zeigt sie Fenja ein Tuch mit einem eingestickten Wappen. Fenja zieht nun alleine weiter und auf ihrer Reise trifft sie auf den verletzten Gerald, den sie gesund pflegt. Er schließt sich ihr an. Er hat für den Kaiser einen geheimen Auftrag zu erfüllen. Fenja sucht nach dem Wappen und ihrer Identität. Die Beiden erleben auf ihrer Wanderung so einige gefährliche Abenteuer und Fenja wird von einem Mönch verfolgt und entkommt knapp dem Tod. Ich muß schon sagen, fast mutet dieses Buch wie ein Krimi an. Denn Jemand möchte nicht, dass das Mädchen erfährt, wer ihre Eltern sind. Auch die Liebe darf in diesem Buch nicht zu kurz kommen, denn die beiden jungen Leute finden sich mehr als sympatisch, aber Gerald ist bereits einer anderen Frau versprochen, die er bald heiraten soll. Die Autorin läßt uns in eine mittelalterliche Welt blicken mit all ihren Beschwernissen und Gefahren. Wir erleben durch das Buch, wie die Leute damals lebten und arbeiteten. Ganz begeistert hat mich das Personenverzeichnis, denn so konnte man ohne weiteres immer wieder nachschlagen, welche Person wohin gehört. Auch das Glossar mit den damaligen Ausdrücken fand ich sehr interessant. Die Landkarte am Anfang des Buches zeigt den Weg, den Fenja gegangen ist und die Städte, die sie durchquert hat. Das Cover ist sehr schön gewählt und zeigt die Mode der damaligen Zeit. Auch dieser Roman der Autorin hat mich sehr begeistert. Das Buch ist trotz seiner vielen Seiten keinen einzigen Augenblick langweilig gewesen und man fiebert mit den Protagonisten richtiggehend mit.

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  • 5 Sterne

    Luise_Dez, 25.07.2020

    Als Buch bewertet

    Die Autorin Manuela Schörghofer entführt den Leser in das Rheinland im 13. Jahrhundert als Deutschland noch von kleineren und größeren Lehen des Heiligen Römischen Reiches war und von Aberglauben und Machtstreben geprägt wurde.

    Fenja wächst bei ihrer Ziehmutter Runhild auf, bei der sie die Gabe als Heilerin erlernt und die Kunst, Toten ihre Sünden zu nehmen. Als Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, dass ihr ihre Ziehmutter noch kurz vor ihrem Tod in die Hand drücken konnte. Fenja möchte wissen, wo sie herkommt und was es mit dem Wappen auf sich hat. Sie macht sich völlig auf sich allein gestellt, auf eine gefährliche Reise und trifft unverhofft auf den verletzten Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Kann Fenja dem jungen Mann trauen?

    Gerald selbst soll unerkannt als Handwerker im Auftrag des Kaisers Friedrich, dass von ihm so dringend benötige Donnerkraut und die dazugehörige Rezeptur, beschaffen. Nach einigem Abwägen kommt er zu dem Entschluss, dass Fenja für ihn die beste Tarnung ist und so überredet er sie auf die gemeinsame Reise.

    Sie entschließt sich zusammen mit Gerald auf die Spurensuche nach ihrer Vergangenheit zu gehen. Diese Reise ist nicht nur abenteuerlich und gefährlich, sondern es gibt Menschen, die versuchen zu verhindern, dass Fenja etwas über ihre Vergangenheit in Erfahrung bringen könnte.

    Wird Fenja je erfahren wer ihre Eltern waren und was damals geschehen ist?

    Zum Schluss findet die Geschichte eine wunderbare Wendung, die ich hier aber nicht verraten möchte.

    Die Autorin hat hier einen spannenden, historischen Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat und den ich sehr gerne weiterempfehle.

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  • 5 Sterne

    Dante, 01.08.2020

    Als eBook bewertet

    Manuela Schörghofer – Die Sündenbraut

    Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Fenja bei ihrer ehemaligen Amme Runhild auf. Gemeinsam reisen sie durch die Lande und verdienen als Heilerinnen ihren Lebensunterhalt. Fenjas hat keinerlei Erinnerungen an die vergangenen Ereignisse und Runhild weigert sich beharrlich, Auskunft darüber zu geben. Einzig die Warnung, sich von Klöstern und vor allem den Zisterziensern fernzuhalten spricht ihre Amme aus.
    Und genau dies besiegelt das Schicksal der beiden Frauen als Fenja hilft einem verletzten Zisterziensermönch und so ungewollt die Aufmerksamkeit eines Mönches auf sich zieht, der ihre Vergangenheit kennt und mit allen Mitteln verhindern will das die damaligen Ereignisse ans Licht kommen....

    Nach dem Roman „Die Klosterbraut“ ist der vorliegende Roman das zweite Buch der Autorin. Auch dieses Mal schafft es Manuela Schörghofer mühelos den Leser schon von der ersten Seite an zu fesseln. Die Geschichte ist in leisen und sehr einfühlsamen Tönen erzählt und die Protagonisten sind sympathisch und weich gezeichnet. Man versinkt als Leser förmlich in die Geschichte und findet sich Seite an Seite mit Fenja und Gerald. Dank der tollen Landkarte kann man ihrem Weg prima folgen und es entstehen gleich die passenden Bilder dazu im Kopf. Hier passt einfach alles!
    Wer authentische Mittelalterromane mag in denen es auch ab und an ein wenig knistert dem sind hier schöne Lesestunden garantiert schöne,. Unbedingt empfehlenswert!
    Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Roman der Autorin ☺

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  • 5 Sterne

    Sandra S., 05.08.2020

    Als Buch bewertet

    Bei „ Die Sündenbraut“ von Manuela Schörghofer handelt es sich um einen historischen Roman.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Dieser Roman lässt sich sehr flüssig lesen, der Einstieg ist mir leicht gefallen und durch die bildhaften Beschreibungen der Handlungsplätze konnte ich mir dieses sehr gut vorstellen.

    Die facettenreichen Protagonisten werden tief und authentisch beschrieben. Ihr agieren entspricht der damaligen Zeit und war sehr interessant. Ihre Entwicklungen habe ich mit Begeisterung verfolgt. Hier wurde ich nicht nur einmal überrascht, da einige von ihnen schwer zu durchschauen sind.

    Der Plot ist sehr interessant, abwechslungsreich und spannend. Intrigen, Liebesgeschichte, Geheimnisse u.v.m. - hier kommt eine Wendung nach der anderen.

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich die ganze Zeit über so neugierig war, wie die Geschichte weitergeht und endet.

    Eine Landkarte von 1238, auf der die vorkommenden Orte eingezeichnet sind befindet sich auf den Innenseiten des Einbandes. Ein ausführliches Personenverzeichnis inkl. historischer Persönlichkeiten, Orts- und Flussbezeichnungen - damals und heute, befinden sich auf den ersten Seiten. Dies finde ich immer sehr interessant und hilfreich beim Lesen. Daran merkt man, dass die Autorin viel recherchiert und sich mit dieser Zeit beschäftigt hat.

    Ich empfehle dieses Buch weiter.

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  • 5 Sterne

    wildberry, 04.09.2020

    Als Buch bewertet

    Wunderschönes Cover das schon direkt einlädt den Klappentext zu lesen.
    Der Klappentext liest sich spannend ohne zuviel zu verraten.
    Ich lese super gerne historische Romane. Die Autorin Manuela Schörghofer konnte mich mit ihrem Buch Die Klosterbraut schon direkt begeistern.
    So auch hier mit dieser Geschichte die im 13 Jahrhundert spielt. Hier auch zu erwähnen, es wurden sehr gute Recherchen gemacht, dadurch liest sich alles sehr authentisch.
    Aber auch durch die bildhafte Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte, Handlungen und der Figuren wirkte alles sehr lebendig und ich hatte alles klar vor Augen.
    Über den Inhalt möchte ich eigentlich gar nicht soviel verraten, Fenja die Hauptakteurin ist auf jeden Fall eine sympathische junge Frau. Besonders gefällt mir auch an ihr das sie nicht auf den Mund gefallen ist.
    Wer gerne historische Romane liest in dem auch ein Mord nicht ausgeschlossen ist, dem kann ich das Buch absolut weiterempfehlen.
    Ich jedenfalls war wieder total fasziniert und fühlte mich wunderbar unterhalten.

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  • 4 Sterne

    Kerstin K., 10.07.2020

    Als Buch bewertet

    Klappentext
    Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

    Zum Inhalt
    Fenja ist eine außergewöhnliche junge Frau, die einen wachen Verstand hat. Doch als ihre Ziehmutter ermordet wird, kann sie die letzten Worte von ihrer Ziehmutter Runhild mit nichts in Verbindung bringen.
    All die Jahre wuchs sie bei Runhild auf und hat viel von ihr gelernt. Nicht nur die Heilkunst, sondern auch das sie die Sünden Verstorbener auf sich nehmen konnte. Allerdings hat sie nie etwas über ihre Eltern und wer sie eigentlich ist, von Runhild erfahren.
    Runhild hat ihr noch kurz vor ihrem Tod ein Tuch mit einem Wappen übergeben. Dazu kamen ein paar Worte über ihre Lippen, doch damit kann Fenja nichts anfangen.
    Was sollte sie nun tun, wo soll sie hin? Sie entschließt sich, sich auf Spurensuche nach ihrer Vergangenheit zu machen. Diese Reise ist nicht nur abenteuerlich, sondern auch mehr als gefährlich. Denn es gibt jemanden, der nicht will, dass Fenja etwas in Erfahrung bringen könnte. Also geht es um Leben und Tod.
    Durch Zufall ist sie während ihrer Reise nicht allein, ein Mann namens Gerald begleitet sie. Gerald erzählt Fenja das er Handwerker sei, aber irgendetwas stimmt an seiner Geschichte nicht.
    Wird Fenja je erfahren wer ihre Eltern waren und was damals geschehen ist?

    Meine Meinung
    Die Autorin Manuela Schörghofer hat mit diesem historischen Roman eine spannende Geschichte geschrieben. Der Schreibstil hat mich von Beginn an mitgerissen. Es ist für mich nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern viel mehr. Der Leser erfährt viel historische Hintergrund Fakten, die wie nebenbei mit in das Geschehen eingefügt wurden, was es sehr spannend und interessant macht.
    Den ersten Band " Die Klosterbraut" kenne ich nicht, aber dies werde ich nun mit Begeisterung nachholen.

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  • 4 Sterne

    Siglinde H., 09.08.2020

    Als Buch bewertet

    Wer will den Tod der jungen Heilerin Fenja ?
    Die Waise Fenja zieht mit ihrer Ziehmutter, der Heilerin Runhild, durch deutsche Lande des 13. Jahrhunderts. Über Fenjas Herkunft schweigt Runhild. Beide verdienen zusätzliches Geld, in dem sie die Sünden von Toten ohne Beichte auf sich nehmen. Als Runhild von einem Unbekannten tödlich verletzt wird, kann sie Fenja noch ein Tuch mit einem Wappen geben. Auf sich allein gestellt ist Fenja von dem Wunsch beseelt, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Unterwegs trifft sie auf den Handwerker Gerald. Er beteuert, das Wappen zu kennen und bietet Unterstützung an. Gemeinsam setzen sie den Weg fort. Doch Runhilds Mörder trachtet nun Fenja nach dem Leben . Auch Gerald scheint nicht das zu sein, was er vorgibt. Ohne es zu ahnen, begibt sich Fenja in die Höhle des Löwen.

    Das Buch beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Die Autorin schildert das unheimliche Ritual des Sündenessens und kurz darauf den Mord an Runhild. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich ständig Sorge um Fenja. Bestand doch die Gefahr eines erneuten Angriffs oder die Festnahme als Ketzerin. Fenja war mir von Beginn sympathisch durch ihr freundliches Wesen, ihre beherzte Art und ihre Entschlossenheit, das Rätsel um ihre Herkunft zu lösen. Zum Glück trifft sie den etwas undurchsichtigen Gerald und von Anfang an knistert es zwischen den beiden. Die Gespräche zwischen ihnen waren für mich als Leser sehr erheiternd. Jeder versucht den anderen über seine wirklichen Absichten, die ich als Leser kenne, mehr oder weniger erfolgreich zu täuschen. Die Handlung bezieht ihre Spannung durch diese Scharade und die ständige Bedrohung durch Runhilds Mörder. Damit die Stimmung nicht zu düster gerät, gibt es immer wieder Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben. Der Roman endet nach einem dramatischen Höhepunkt mit einem Happyend, das ich so nicht erwartet habe und der eine oder andere mag es vielleicht sogar nicht als solches empfinden. Ich habe es mit einem Augenzwinkern und der Erkenntnis wahrgenommen, dass das Schicksal manchmal seltsame Wege geht.

    Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Es ist gut geschrieben und es hat alle meine Erwartungen erfüllt

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  • 4 Sterne

    schafswolke, 26.08.2020

    Als eBook bewertet

    Eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln

    Fenja beherrscht die Kunst des Sündenessen, die sie aber im geheimen ausüben muss und von ihrer Ziehmutter Runhild gelernt hat. Als Runhild ermordet wird, macht sich Fenja auf die Suche nach ihren Wurzel, ihr einziger Hinweis ist ein Tuch mit einem Wappen. Auf ihrer Reise wird sie von dem mysteriösen Gerald begleitet, aber Runhild hat Fenja immer daran erinnert niemanden leichtsinnig zu vertrauen.

    "Die Sündenbraut" spielt im Jahre 1238 im Rheinland. Schnell wird man in die Handlung hineingeworfen, dies ist allerdings aufgrund der flüssigen Erzählweise aber kein Problem. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und überschneidet sich an manchen Stellen leicht, so dass man einige Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln nochmal erlebt.
    Die Figuren sind sehr sympathisch, wobei auch ein paar Bösewichte und Intrigen nicht fehlen dürfen, sonst wäre hier alles zu glatt. Auf ihrem Weg muss Fenja so einige Hindernisse überwinden, aber mit ihrem Hund Rufus hat sie immer eine sichere Begleitung an ihrer Seite.

    Der historische Roman ist leicht lesbar und hat mich gut unterhalten, dafür gebe ich 4 Sterne.

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  • 4 Sterne

    Philiene, 03.07.2020

    Als Buch bewertet

    Fenja lebt ein ungewöhnliches aber auch gefährliches Leben. Sie nimmt die Sünden Versorbener auf sich, damit diese in Frieden ruhen können. Doch die Kirche sieht das nicht gerne. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum ihre Ziehmutter die Zisterzienser meidet, doch den will sie Fenja nicht verraten... Als ihre Ziehmutter stirbt will Fenja endlich wissen, was mit ihren Eltern geschah und wo sie herkommt. Zusammen mit Gerald, einem Ritter der im geheimen Auftrag des Kaisers unterwegs ist....
    Ein Mittelalterroman der alles hat, was er braucht. Eine Heldin mit der man mitfiebern, einen gemeinen Gegenspieler der seine Geheimnisse nur sehr sparsam preisgibt, ein Ritter der versucht sein Geheimnis zu bewahren und eine spannende Geschichte. Ein bisschen Liebe ist auch dabei.
    Wer gerne gedanklich ins Mittelalter reist ist hier genau richtig. Die Zeit ist perfekt eingefangen und die Geschichte spannend erzählt.

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  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte61, 24.08.2020

    Als Buch bewertet

    Packender historischer Roman, der meine Erwartungen voll erfüllen konnte

    Klappentext:

    Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

    Fazit:

    Da ich von Manuela Schörghofer schon „Die Klosterbraut“ gelesen habe, freute ich mich, ihr neues Buch zu entdecken.

    Ich wurde direkt in die Handlung geworfen, da ich schon auf den ersten Seiten das Sündenessen mit all seinen Nachteilen kennenlernte. Im 13. Jahrhundert waren die Menschen noch sehr abergläubig und wer starb, ohne vorher seine Sünden zu beichten, kam nicht in den Himmel. Für solche Fälle sind Fenja und ihre Ziehmutter gerade recht. So ziehen sie durch die Lande, um ihre Künste als Heilerinnen und Sündenesserinnen anzubieten. Da dies verbotene Künste sind, stehen Fenja und Runhild außerhalb der Gesellschaft. Als dann auch noch Runhild ermordet wird, steht Fenja alleine da und in ihr tobt der Wunsch auf Rache. Sie will jetzt endlich ihre Wurzeln entlarven und gleichzeitig den Mord an ihrer Ziehmutter aufklären und rächen. Also begibt sie sich mit ihrem treuen Hund auf den gefährlichen Weg.

    Auf ihrer Reise begegnet Fenja einem vermeintlichen Handwerker, dem sie das von Runhild hinterlassene Tuch, mit dem eingestickten Wappen zeigt. Er behauptet, das Wappen zu kennen und will ihr angeblich helfen, den Besitzer des Wappens zu finden. Fenja vertraut ihm erst einmal, da dieses Wappen der einzige Hinweis auf ihre Eltern ist. Da der Handwerker Gerald scheinbar auch weiß, wo der Besitzer des Wappens lebt, reist Fenja nun mit ihm weiter. Fenja fühlt sich auf dieser gefährlichen Reise durch die männliche Begleitung auch sicherer, da alleinreisende Frauen in dieser Zeit mit vielen Schwierigkeiten rechnen mussten. Doch die wahre Gefahr ist ihrem Begleiter nicht bewusst, da der Mörder von Runhild ihnen immer auf den Fersen ist und auch Fenja umbringen will.

    Wie wird das wohl ausgehen? Kann Fenja ihrem Mörder entkommen und wird sie ihre Wurzeln finden? Welche Geheimnisse wird sie wohl lüften? Kann sie Gerald trauen? Welche Geheimnisse hat er vor ihr? Um die Antworten zu erhalten, müsst ihr das Buch leider selbst lesen, ich will nicht zu viel verraten.

    Auch bei diesem Buch konnte ich durch den flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil sofort in die Handlung abtauchen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere wurden liebevoll und authentisch gezeichnet, so dass ich mit ihnen fühlen und leiden konnte. Ich hatte regelrecht das Gefühl, mit ihnen vor dem Verfolger zu fliehen und mich Stück für Stück ihrer jeweiligen Geschichte anzunähern. Auch die Handlungsorte konnte ich mir wieder gut vorstellen, da sie sehr gut beschrieben waren. Die Handlung war wieder sehr spannend und abwechslungsreich, so dass ich leider viel zu schnell das Ende erreicht hatte.

    Da Fenja gemeinsam mit Gerald auf der Reise ist, kommt natürlich auch die Liebe nicht zu kurz. Die langsame und vorsichtige Entwicklung dieser Liebe konnte mich immer wieder begeistern, da sie dieser Zeit angemessen erschien. Diese schüchternen Blicke konnte ich regelrecht selbst sehen und spüren. Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge, die die düstere Spannung immer wieder auflockerten und mich sogar zum Schmunzeln brachten.

    Fenja habe ich direkt in mein Herz geschlossen, da sie eine starke und selbstbewusste Frau ist, die ihr Ziel immer vor Augen hat. Sie hebt sich dadurch von der typischen Frauenrolle der damaligen Zeit ab, da sie schon einige Hindernisse in ihrem Leben überwinden musste.
    Gerald war mir ebenfalls schnell sympathisch, da auch er ein aufrechter Mensch ist, auch wenn er Fenja erst sehr spät sein Geheimnis offenbart.

    Natürlich gibt es auch in diesem Roman wieder die unsympathischen Gegenspieler, die Fenja und Gerald immer wieder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen. Wer da wohl am Ende siegen wird?

    Auch diese Geschichte wird immer wieder aus wechselnden Perspektiven erzählt und ich als Leserin hätte Fenja gerne hier und da mal gewarnt, da ich ihren Verfolger schon viel früher kannte als sie. Auch die Gedanken und Gefühle von Fenja und Gerald konnte ich auf diese Weise gut nachvollziehen und verstehen.

    Das Ende hat mich dann doch überrascht, da ich damit nicht gerechnet habe. Ob es ein Happy End gibt? Das verrate ich nicht, damit ich euch die Spannung erhalten kann.

    Für mich ist „Die Sündenbraut“ wieder ein gut recherchierter, spannender historischer Roman, den ich voller Überzeugung weiterempfehlen kann.

    Ich freue mich jetzt auf weitere Werke aus der Feder von Manuela Schörghofer.

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  • 5 Sterne

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    Sylvia D., 09.08.2020

    Als Buch bewertet

    Seelenheil und Donnerkraut

    Meine Meinung und Fazit:

    Für mich war "Die Sündenbraut" das erste Buch aus der Feder von Manuela Schörghofer und ich muss sagen, die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang bis Ende in ihren oder Fenjas Bann zu ziehen. Mit ihrer bildhaften und sehr gefühlvollen Sprache gelingt es ihr gekonnt, dass ich mich als Leserin direkt im Geschehen der Geschichte wiederfinde. Uch hab mich wie eine stille Beobachterin gefühlt, bei Fenjas und Geralds Reise war ich dabei.

    Fenja ist eine junge Frau, der das Schicksal übel mitgespielt hat. Als Baby sind ihre Eltern bestialisch ermordet wurden und Runhild hat sich ihrer angenommen. Runhild hat ihr wenig über erzählt, sie weiß fast die vergeht eine junge Frau, der das Schicksal übel mitgespielt hat. Als Baby sind ihre Eltern bestialisch ermordet wurden und Runhild hat sich ihrer angenommen. Runhild hat ihr wenig über erzählt, sie weiß fast gar nichts über ihre Abstammung. Das harte Schicksal nimmt mit Runhilds Ermordung ihren weiteren Verlauf.
    Fenja hadert oder verzweifelt nicht, sondern begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Der Titel "Die Sündenbraut" hat etwas mit Fenjas "Berufung" zu tun, dazu möchte ich nicht spoilern, aber ich finde ihn sehr passend gewählt. Zitat von Seite 199 "Glaubst du wirklich, dass der Weg zu deinem Seelenheil leicht sein wird? Wer der ewigen Verdammnus entfliehen will, der muss sich schon ein wenig anstrengen."
    Eine junge taffe Frau, an ihr sieht man, dass es sich lohnt zu kämpfen und aufgeben, falsch ist.
    Ein passendes Zitat von Seite 282 "Fenja hatte einen Zipfel der Decke zu fassen bekommen, die die Zeit über ihre Vergangenheit gebreitert hatte, und sie gedachte ihn festzuhalten. Sie würde nicht aufgeben, bis sie endgültig herausgefunden hatte, was in jener verhängnisvollen Nacht in Eibenbach geschehen war."

    Im Verlauf wird sie von Gerald von Aue begleitet. Da er nicht verraten darf, warum er unterwegs ist, entstehen schöne Wortgefechte, da Fenja schlau ist und erkennt, dass so einiges nicht zusammenpasst. Beide tanzen mit Worten umeinander herum, um vielleicht irgendwann und irgendwie ...

    Eine klare Leseempfehlung von mir. Die Covergestaltung ist sehr gelungen und ein Blickfang.
    Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de und den Harper Collins Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an Manuela Schörghofer für schöne Lesestunden.

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  • 5 Sterne

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    Anett H., 02.08.2020

    Als Buch bewertet

    „Sündenbraut“ von Manuela Schörghofer, Verlag Harper Collins, habe ich als Taschenbuch mit 414 Seiten gelesen, diese sind in 22 Kapitel eingeteilt. Auf den inneren Umschlagseiten befindet sich eine Karte von 1238. Im Weiteren findet man ein Personenverzeichnis, Orts- und Flussbezeichnungen damals und heute sowie ein Glossar.

    Seitdem Fenja als sehr kleines Kind ihre Mutter verloren hat, wächst sie bei Runhild auf und lernt viel von ihr als Heilerin. Eine weitere Begabung dürfen sie nur heimlich ausführen, da sie sehr gefährlich ist. Als Runhild im Sterben liegt, gibt sie Fenja einen Tipp zu ihrem Vater. Nun ist sie auf der Suche nach ihm. Dabei trifft sie Gerald. Dieser muss als zweiter Sohn im Feldzug mit dem Kaiser seine Würdigkeit beweisen und Geld verdienen, um standesgemäß zu heiraten. Vom Kaiser bekommt er einen wichtigen und geheimen Auftrag, der ihn in seine alte Heimat führt. Fenja und Gerald begegnen sich und ziehen ein Stück zusammen weiter, wobei jeder sein Geheimnis vor dem anderen verschweigt. Unterdessen verfolgt der Zistenzienzer Roderich die beiden, um seinen Auftrag zu erledigen.

    Es ist ein Buch voller Emotionen. Freud und Leid, Liebe und Hass, Verrat und Intrigen. Da es aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben ist, wird auch die Spannung durchweg gehalten.
    Die Charaktere sind sehr anschaulich beschrieben. Fenja hat ihre Eltern nie kennengelernt und weiß nicht, woher sie stammt. Durch das harte Leben auf der Straße ist sie eine starke und mutige junge Frau geworden, die weiß, was sie will.
    Auch Gerald ist ein sympathischer Mann, der sich nicht scheut, mit einer Heilerin zu ziehen, auch wenn es zu Beginn nur für seine Tarnung nützlich war, und am Ende die richtige Entscheidung trifft.
    Natürlich gibt es auch böse Menschen, die ihr Leben lang von Hass auf andere getrieben werden und grausame Taten vollbringen.
    Anhand der Karte kann man die Wege gut nachvollziehen.

    Auch wegen des guten Schreibstils war das Buch zügig zu lesen. Es hat mir sehr gut gefallen und es war ein Lesegenuss für mich.

    Das Cover mit der schönen Schrift ist sehr gelungen und weißt das Buch gleich als historischen Roman aus.

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