Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt, Mhairi McFarlane

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt (eBook / ePub)

Roman

Mhairi McFarlane

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  • 4 Sterne

    50 von 72 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 03.04.2017

    Als Buch bewertet

    Das Buch beginnt da, wo Liebesgeschichten normalerweise aufhören – auf einer Hochzeit mit dem Kuss des Bräutigams. Nur küsst Jack leider nicht seine frischgebackene Ehefrau Charlotte sondern seine Kollegin Edie, die er monatelang angeflirtet hat. Natürlich überrascht Charlotte sie und Edie wird als alleinig Schuldige hingestellt – ein Shitstorm ohne gleichen auf Facebook und Twitter beginnt und fast alle Freunde sagen sich von Edie los. „Ein echter Freund war jemand, dem du dich sogar in einem vollgekotzen Morgenmantel zeigen würdest.“ (S. 186)
    Um sie aus der Schusslinie zu bringen, beauftragt ihr Chef sie mit dem Ghostwriting der Autobiografie des berühmten Schauspielers Elliot Owen. Dazu muss sie von London zurück in ihre Heimatstadt Nottingham ziehen, aus der sie nach der Schule regelrecht geflohen ist. Dort muss sich Edie mit ihrer aggressiven und militant vegetarischen Schwester Meg, ihrem verbitterten Vater und natürlich dem neurotischen Elliot auseinandersetzten.

    „Irgendwie hatte ich mir das (Buch) anders vorgestellt“ – denn vor allem im ersten Drittel herrscht eine extrem depressive Grundstimmung. Edie wird vom Weltschmerz gebeutelt. Dieser ergibt sich aus ihrer trostlosen Situation zu Hause und den Nachrichten ihres schwulen „Freundes“ Louis, welcher sie über die Hetzkampagnen auf Facebook und Twitter auf dem Laufenden hält. Edie war mir hier viel zu selbstzerstörerisch. Sie nimmt nur noch das Schlechte um sich herum wahr und kann Gutes nicht mehr erkennen. Z.B. weiß sie, dass Louis sich an ihrem Schmerz weidet und blockiert den Kontakt trotzdem nicht. Außerdem hofft sie, dass Jack endlich zugibt, dass er der Hauptschuldige war – was dieser natürlich nicht macht. Dazu kommt der Stress mit ihrer zickigen Schwester, welche sie nur mit Samthandschuhen anfasst, statt ihr mal ordentlich die Meinung zu sagen, und auch bei Elliot hat sie keinen guten Start. Dabei hat dieser den gleichen zynischen Humor wie sie und beide verbergen ein trauriges Familiengeheimnis.
    Lange sind nur Edies beste Freundin Hannah und ihr alter Schulfreund Nick ein Silberstreifen am Horizont.
    Die herrlich skurrile Nachbarin Margot ist ein weiterer Lichtblick und meine Lieblingsfigur des Buches. Sie streitet sich als einzige fröhlich mit Meg (das ist ihr Lebenselixier) und gibt Edie ungefragt Ratschläge. Eine tolle Frau.

    Mhairi McFarlanes andere Bücher waren deutlich leichter. Hier hingegen gibt es kaum einen Protagonisten, der nicht unter einem Trauma oder zumindest Verlust leidet. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Es wirkt erschreckend real, wie die Hetze gegen Edie nach und nach fast ihr Leben zerstört. Mir war nicht bewusst, wie perfekt soziale Medien geeignet sind, wenn man jemanden richtig fertig machen möchte. Im Gegenzug dazu wird aber auch dargestellt, wie wichtig gute Freunde sind und dass man erst in solchen Augenblicken merkt, wer wirklich dazu gehört. Hut ab für die gelungene Umsetzung dieses schwierigen Themas.

    Wer locker leichte Frauen-Unterhaltungsliteratur erwartet, wird von diesem Buch sicher enttäuscht. Aber wer einen tiefgründigen Roman zum Thema soziale Netzwerke und dem Umgang mit deren unerwünschten Nebenwirkungen sucht und trotzdem gut unterhalten werden möchte, liegt bei diesem Buch genau richtig.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Diana E., 13.10.2017

    Als Buch bewertet

    Mhairi MC Farlane – Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

    Edie hat es gerade nicht leicht, obwohl sie ungewollt im Rampenlicht steht. Die Journalistin ist zur Hochzeit ihrer Kollegen Charlotte und Jack eingeladen, nicht nur dass Jack schon seit Wochen mit ihr flirtet, nein, er muss sie auch noch auf seiner eigenen Hochzeit küssen und prompt werden die beiden von der Braut erwischt. Der Spießrutenlauf beginnt, denn alle sehen nur, dass Edie Jack geküsst hat und es wird ein richtiger Mobber-Flashmob gegen sie gestartet. Richard, ihr Chef sieht nur einen Ausweg, sie soll den Schauspieler Elliot Owen interviewen und ein Buch über ihn schreiben. Dafür muss sie allerdings nach hause zu ihrem Vater und ihrer Schwester Meg, mit der sie sich überhaupt nicht versteht. Und auch Elliot Owen ist nicht der Charmebolzen und sie steht vor einer unüberwindbaren Aufgabe.
    Doch ein tragischer Schicksalsschlag lässt Edie endlich aufhorchen und sie versucht ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen. Gut das sie mehr Freunde hat, als sie anfänglich geglaubt hat.

    Ich kenne nun schon einige Bücher der Autorin und deswegen musste ich auch bei dem neuen Buch von ihr zugreifen, dass wieder genauso temporeich, humorvoll, spannend und emotional ist.
    Ich bin begeistert von dem flüssigen, lockeren Schreibstil der Autorin, die geschickt mit den Emotionen ihrer Hauptfiguren spielt, von Wut, über Traurigkeit, Hass, Verachtung bis hin zu Liebe, Freundschaft, Freude und Sonnenschein ist alles vertreten.
    Bei „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ handelt es sich um einen typischen chick lit, Klischees werden bedient, es gibt Fettnäpfchen, überraschende Wendungen, Bösewichte und kleine Streitigkeiten, aber genau das erwarte ich auch von einem Buch in diesem Genre, und die Story ist wirklich sehr gut umgesetzt, und durch den verbalen Schlagabtausch der Charaktere musste ich immer wieder schmunzeln.
    Obwohl das Buch über 500 Seiten hat, hatte ich es in weniger als einem Tag durch, denn ich konnte es nicht aus der Hand legen.
    Die Charaktere sind lebendig, facettenreich und emotional beschrieben, sodass sie authentisch und glaubhaft wirkten.
    Edie tritt von einem Fettnäpfchen ins andere, sie ist sehr sympathisch und diese Tolpatschigkeit macht sie auch liebenswert. Es ist schön, ihre Entwicklung im Buch mitzuerleben, dabei ist sie sehr emotional und temperamentvoll, was oft zu Schmunzelsituationen führt. Ich mochte die 35jährige sofort.
    Elliot Owen ist eigentlich kein schlechter Kerl, auch wenn das erste Aufeinandertreffen, sagen wir mal gewöhnungsbedürftig verlief. Ab jetzt werde ich Gartenzwerge wohl in einem anderen Licht sehen. Dennoch mochte ich ihn schnell, denn hinter der abgehobenen, distanzierten und aufbrausenden Art sieht man sehr schnell den wahren Charakter, und ich war schnell mitgerissen von ihm, genau wie seine Fans. Das Zusammenspiel zwischen Edie und Elliot ist einfach klasse, hier hat die Autorin die „Beziehung“ der beiden gut ausgearbeitet.
    Verständlich, das ich kein Fan von Jack bin, er hat ein aufgeblasenes Ego, aber solche Menschen mag ich auch im realen Leben nicht, die sich immer und zu jeder Zeit als Opfer darstellen. Für mich ist der Typ noch viel zu harmlos weg gekommen.
    Ohne Louis hätte das Buch nicht so wirklich funktioniert, aber auch er war von Anfang an kein Sympathieträger.
    Die größte Überraschung war für mich Margot, die alternde Diva hat es mir angetan, und in ihrer Einsamkeit hat sie ihre Schlagfertigkeit nicht eingebüßt. Aber ihre Story war auch sehr traurig.

    Die Schauplätze sind sehr bildhaft und anschaulich beschrieben, sodass ich einen guten Eindruck von Nottingham und London bekommen habe, aber auch die Handlung wird zu jeder Zeit gut dargestellt, sodass ich mich richtig wohl mit dem Buch gefühlt habe, und viel Spaß beim lesen hatte.

    Das Cover ist in rosa und grün sehr auffällig. Man schließt sofort auf einen chick lit, und auch wenn es mir zu bunt ist, passt es sehr gut zum Inhalt.

    Hervorheben möchte ich noch kurz die Kapitel, die recht kurz sind, und von hübschen Regenmantel-Damen abgetrennt werden. Es ist eine lustige Idee und hat mir gut gefallen.

    Fazit: ein sehr humorvoller, emotionaler chick-lit, der mich begeistern und berühren konnte. 5 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Fredhel, 14.01.2018

    Als Buch bewertet

    Obwohl sie eine Bestseller-Autorin ist, habe ich von Mhairi McFarlane noch nichts gelesen. Mit "Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt" habe ich mich also wirklich überraschen lassen. Es ist ein leicht zu lesender Unterhaltungsroman über eine junge Frau,die durch eine oberflächliche SMS-Tändelei in eine tiefe Lebenskrise gestürzt wird und erst als sie im tiefsten Tal der Tränen angekommen ist, sieht sie klar und kann ihr Leben aktiv gestalten. Der Schreibstil ist locker und mitreißend. Mit der Hauptperson Edie wird man schnell warm. Nicht nur durch ihre naive, herzliche Art, sondern auch durch ihr schweres Schicksal, dass sich dem Leser nach und nach offenbart. Eigentlich ist sie vor ihrer Vergangenheit in die Anonymität Londons geflüchtet. Als das massive Mobbing durch ihre Kolleginnen über sie hereinbricht, rettet sie sich zurück in ihr Elternhaus und erkennt dort die wahren Werte im Zusammenleben: Man braucht wirklich gute Freunde und man darf sich nicht zum Spielball anderer Leute degradieren lassen. Es ist wichtig, aktiv zu sein, Verantwortung zu tragen, aber deshalb ist man noch nicht für alle und alles der Sündenbock.

    Ich finde, das sind gute Botschaften in einem Roman, der vordergründig doch der reinen Unterhaltung dient und sich einem Rutsch weg liest.

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    janein
  • 4 Sterne

    9 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silke S., 21.07.2017

    Als Buch bewertet

    Wer die anderen Bücher von Mhairi McFarlane liebt, wird auch dieses sehr mögen.
    Es ist sehr kurzweilig, angenehm zu lesen und sehr unterhaltsam.
    Wie jedes Mal hat mich auch dieses Buch von Mhairi McFarlane gleich nach den ersten Seiten "gefangen" und nicht mehr losgelassen. Viel zu schnell war es mal wieder aus...

    Was den Inhalt selber angeht, verrate ich nichts... Wer das wirklich vorher schon wissen will, kann sich ja die kurze Inhaltsangabe bzw. andere Kommentare durchlesen.

    Ich wünsch euch viel Spaß beim Lesen - Es ist ein echtes Urlaubsbuch :-)

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    tinaliestvor, 30.03.2018

    Als eBook bewertet

    Edie hatte sich tatsächlich alles anders vorgestellt. Anstatt mit sechsunddreißig, als Texterin in einer großen Werbeagentur als ewiger Single in einer dunklen Londoner Wohnung zu leben.

    Zur Hochzeit ihres Kollegen und ewigen Schwarmes Jack eingeladen, erlebt sie ihr blaues Wunder. Jack küsst sie unvermittelt und bringt Edies Leben damit völlig aus der Bahn. Auf der Flucht vor Hasstiraden und Onlinemobbing bezieht sie ihr altes Zimmer bei Ihrem Vater und der Schwester Meg ein. Ihr Chef rettet die Situation mit einem Spitzenauftrag. Edie soll die Biographie von Elliot Owens, dem derzeitig angesagtesten britischen Serienschauspieler, schreiben und begibt sich damit erneut in die Schusslinie.

    Während die Presse zuerst eine neue Liebschaft hinter Edie vermutet, deckt diese allerdings schnell die vermasselte Hochzeit und noch weitere dunkle Details aus Edies Vergangenheit auf.

    Edies Zukunft steht auf Messers Schneide und einzig Elliot scheint ihr die einzig wahre Hilfe zur Lösung ihrer Probleme zu sein.

    Mhari McFarlane hat mit „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ einen modernen und witzigen Liebesroman geschaffen, der es einem leicht macht, sich Edie als beste Freundin vorzustellen. Man hofft inständig, dass Edie es wagt, sich an ihren sogenannten Freunden und ehemaligen Arbeitskollegen zu rächen und erlebt dann aber ein ums andere Mal als Leser eine Überraschung.

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    janein