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  • 5 Sterne

    Nini Ste, 18.02.2024

    In ihrem Roman ,, Sturmmädchen-Freundinnen in dunkler Zeit " erzählt die Autorin Lilly Bernstein auf großartige Weise die Geschichte von den drei jungen Frauen aus der Eifel. Ihre tiefe Freundschaft aus Kindertagen wird durch den aufkommenden Nationalsozialismus und den Beginn des 2. Weltkrieges auf eine sehr harte Probe gestellt.

    Elli und Käthe wohnen in einem kleinen Ort in der Nähe von Monschau in recht ärmlichen Verhältnissen. Ihre Freundin Margot kommt aus Aachen und verbringt ihre Ferien und die Wochenenden mit ihrer Familie im eigenen Ferienhaus . Es wächst eine tiefe Freundschaft, sie schwören sich ,, Eine für alle, alle für eine " . Mit ihrer Mutter Alma wohnt Elli auf dem Hof des Bauer Jansen , kostenfrei, denn für ihre Arbeit als Hebamme und Heilkundige bekommt Alma von ihren ärmlichen Patienten seltenst Lohn.

    Mit dem aufkommenden Nationalsozialismus bekommt diese Freundschaft erste Risse. Käthe durch ihre Familie mit dem Gedankengut der Nazi beeinflusst, während Margot mit ihrer jüdischen Familie bereits erste Repressalien zu ertragen hat. Elli, die durch ihr zu kurzes Bein und ihre Gehbehinderung schon immer mit Spott und Hänseleien überschüttet wurde, liegt soviel an ihren Freundinnen, daß sie versucht zu vermitteln. Doch Käthe will mit Margot nichts ( mehr) zu tun haben.

    Als die Situation für Margot und ihre Familie immer dramatischer wird, entschließt Elli sich völlig selbstlos , ihrer liebsten Freundin zu helfen , und bringt sich dabei selbst in große Gefahr. Sie wächst in einem fast unmenschlichen Maß an Mut und Kraft über sich hinaus und fühlt sich das erste Mal in ihrem Leben nicht unnütz. Unterstützung erfährt sie vom Nachbarssohn Hans, zu dem sich eine zarte Liebe entwickelt, bis er zu einer arrangierten Ehe gezwungen wird.

    Wie stark kann eine Freundschaft sein, was kann man erreichen, wenn die politischen Umstände permanente Gefahr fürs eigene Leben bedeuten? Wer steht zueinander und steht einem zur Seite, vielleicht auch völlig unerwartet?

    Lilly Bernstein erzählt auf eine grandiose Weise über die Stärke der Freundschaft in den dunkelsten Zeiten Deutschlands. Ihr bildgewaltiger und emotionaler Erzählstil lässt jeden Handlungsort, jede Person und jede Situation sofort eindrucksvolle Bilder in meinem Kopf entstehen. Dabei baut sie in der Geschichte eine so großartige Spannung auf, die es mir absolut schwer machte, das Buch / Hörbuch zu unterbrechen. So manche Szene wird erschreckend schonungslos beschrieben, daß ich mit Gänsehaut, Tränen in den Augen und angsterfüllt kurz innehalten musste, um dann weiter zu hören, da ich unbedingt wissen wollte, wie es Elli oder Margot ergehen wird.

    Die Charaktere sind hervorragend realistisch und dabei in vielen Kleinigkeiten so liebevoll ausgearbeitet. Insbesondere Ellis Entwicklung hat mich tief beeindruckt. Vom ,, Hinkemädchen " zur selbstbewussten , unerschrockenen und überaus mutigen Frau., die ich liebgewonnen und für ihr Handeln sehr bewundere.

    Da ich die Geschichte als Hörbuch genossen habe, noch ein Eindruck zur Sprecherin. Elisabeth Grüner hat mit ihrer überaus angenehmen Stimme jede Stimmung, egal ob düster , geheimnisvoll , gefährlich oder friedlich und liebevoll, absolut authentisch herüber gebracht. Alle Personen sind wunderbar zu unterscheiden und ich konnte mich in jedes Gefühl und die Gedanken perfekt hineinversetzen.

    Diese aufwühlende und sehr bewegende Geschichte ist für mich ein Highlight, auch , oder gerade weil es keine leichte Kost ist. Sondern nur einmal mehr aufzeigt, daß so eine grausame und dunkle Zeit nie wieder kommen darf.

    Von mir gibt es von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Empfehlung für diese großartige, fesselnde und aufwühlende Geschichte, die mich in Teilen fassungslos und wütend zurück lässt , aber auch glücklich über die Kraft einer tiefen und selbstlosen Freundschaft.

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  • 5 Sterne

    Buchkathi, 09.02.2024

    Eine Frauenfreundschaft wie ein rotes Band

    Sturmmädchen ist die Geschichte dreier Freundinnen zur Zeit des Nationalsozialismus, die mich so tief berührt hat, als wäre ich die vierte Freundin im Bund.
    Elli, Käthe und Margot sind seit früher Kindheit miteinander befreundet und das obwohl sie so unterschiedlich sind: Käthe, die in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und das uneheliche Kind ihrer Schwester großzieht. Margot, die aus reichem Elternhaus und aus der Stadt kommt und die das Landleben nur durch das Ferienhaus kennt. Elli, die eine Missbildung ihres Beines hat und Zeitlebens als Hinkemädchen gehänselt wird. Doch der Unterschied, der die Freundschaft strapaziert und letztendlich teilweise zerstört, kommt durch den Nationalsozialismus. Denn Käthe wird strenge Anhängerin der Ideologie, während Margot als Jüdin zur Verfolgten wird. Und Elli steht zwischen den beiden. Doch sie fühlt sich Margot viel näher und will ihr und ihrer Familie helfen.
    Geschichten aus dem Nationalsozialismus habe ich schon viele gelesen und auch diese erzählt kein Leid, das man nicht schon gelesen haben könnte. Was mich allerdings so gefesselt hat, war der atmosphärische Erzählstil, der im Hörbuch noch besser rauskommt. Ich habe wirklich das Gefühl gehabt, mich selbst in den ärmlichen Verhältnissen in dem kleinen, alten Backhaus zu befinden. Nicht nur die Geschichten von unterernährten Kindern, sterbenden Säuglingen und dem Hunger haben dazu beigetragen, sondern auch, dass Elli die Geschichte erzählt. Sie hat selbst ein Handicap, wird gehänselt und muss fürchten, selbst als Mensch zweiter Klasse gesehen zu werden. Und diese Befürchtung schwingt zwischen allen Zeilen mit. Gleichzeitig hat sie aber so ein großes Herz, will helfen und versteckt sich nicht. Doch sie weiß nicht, wie und auch nicht, wem sie noch trauen kann und was sie denken soll bei den vielen ungesagten Geheimnissen, die jeder um sie herum zu haben scheint. So schleicht sich im Verlauf der Geschichte auch eine Angst um das eigene Leben ein und ein Misstrauen gegenüber den Mitmenschen, das man förmlich spüren kann. Elli aber wird immer mutiger und entschlossener, selbst etwas zu tun. Diese Persönlichkeitsentwicklung hat sich sehr authentisch angefühlt, genau wie die Gefühle so realistisch transportiert wurden, dass sie mich richtig mitgerissen haben.
    Zu diesen Gefühlen und der bedrückenden Atmosphäre gesellen sich aber auch eine kaum auszuhaltende Spannung, ob alles funktioniert wie geplant, und ein Funke Hoffnung, der immer wieder aufglüht. Ich habe mir die ganze Zeit über so sehr ein Happy End für Margot und ihre Familie gewünscht. Genau das hat mich aber sehr nachdenklich gemacht, wenn ich das Buch mal aus der Hand gelegt habe: Denn ich habe mir ein Happy End für die jüdische Familie herbeigesehnt, obwohl man aus heutiger Sicht genau weiß, dass es für die meisten Juden damals kein Happy End geben konnte. Und das hat mich wirklich traurig gemacht.
    Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin die Freundschaft der drei Mädchen, auch wenn sich Käthe durch die Ideologie von ihnen entfernt hat, immer wieder aufgreift. Sie begegnen sich immer wieder und führen kurze Unterhaltungen, sodass der rote Faden nicht abreißt, und am Ende weiß man auch warum. Das fand ich wirklich gelungen!
    Für mich schon jetzt eines der Lese- oder Hör-Highlights in diesem Jahr! Eine ganz besondere Empfehlung gibt es von mir für das Hörbuch, da die Sprecherin mich wirklich begeistern konnte. Sie unterstreicht stimmlich die Atmosphäre und variiert je nach Person perfekt ihre Stimmlage. So konnte mich die Geschichte noch mehr mitreißen!

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  • 5 Sterne

    Beate S., 12.02.2024

    STURMMÄDCHEN


    Wenn eine Freundschaft auf die Probe gestellt wird

    „ALLE FÜR EINE; EINE FÜR ALLE“ dieser Schwur prägte die Freundschaft von Käthe, Elli und Margot.

    Eigentlich dachten die drei Mädchen das ihrer Freundschaft nichts anhaben kann, aber dann beginnt die NS-Zeit und schlagartig verändert sich alles.

    Als Tochter wohlhabender Eltern wuch Margot sehr behütet auf, sie musste nie arbeiten oder mithelfen. Ihr Leben ändert sich drastisch, denn als Jüdin muss sie bald um ihr eigenes, aber auch das Leben der Eltern fürchten. Käthe hingegen wird zur überzeugten Nationalsozialistin, während Elli nicht so recht weiß ob sie der Liebe oder ihrem Gewissen folgen muss.

    Von einem Tag zum anderen verändert sich alles und keiner weiß ob die Freundschaft diese Zeiten überstehen wird.

    Das Hörbuch „Sturmmädchen“ war das erste was ich von Lilly Bernstein in den Händen hielt. Ich kannte ihre Geschichten bisher nicht, aber es sind bereits weitere ihrer Geschichten auf meine Wunschliste gewandert.

    Sturmmädchen wird von der Sprecherin Elisabeth Günter gelesen. Sie konnte mich mit ihrer Stimme sofort in den Bann ziehen.

    Die Geschichte rund um Margot, Käthe und Lilli spiegelt die damalige Zeit richtig gut wieder. Sie hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe mit den Mädchen gefiebert und gebannt. Es waren viele grausame, viele bewegende, viele traurige, aber auch ganz viele schöne Momente dabei und immer wieder fragte ich mich ob die Freundschaft der Mädchen diese Zeiten überstehen würden.

    „Sturmmädchen“ lässt den Hörer in eine andere Zeit eintauchen. Die Geschichte lässt einem oftmals kalte Schauer über den Rücken jagen, aber gleichzeitig bringt es einem auch die Erkenntnis das so etwas nie wieder passieren darf.

    Die Protagonisten haben mir alle sehr gut gefallen und ich konnte mich gut in sie reinversetzen. Elli die sich immer so klein fühlte, kein Selbstwertgefühl hatte war in meinen Augen die stärkste Protagonistin. Sie ist über sich hinausgewachsen, hat unmögliches möglich gemacht. Margots Schicksal hat mich sehr bewegt und ich war froh das sie und ihre Familie immer wieder auf Menschen gestossen sind die ihnen geholfen haben. Käthe war für mich der Charakter mit dem ich immer wieder haderte. Man konnte bei ihr nicht hinter die Fassade schauen und mehr als einmal musste ich den Kopf über sie schütteln. Ich konnte sie oft nicht verstehen, gleichzeitig hatte sie vermutlich auch gar keine Chance als einen anderen Weg wie die Freundinnen einzuschlagen.

    Alles wurde so wunderbar geschildert das man Bilder vor Augen hatte. Auch wenn wir in einer ganz anderen Zeit leben, das was damals passierte kann man sich aufgrund dieser Geschichte ganz gut vorstellen. Durch die drei Mädchen fühlt man sich ganz nah dabei und es gibt immer wieder Momente wo einem die Tränen in die Augen schiessen.

    Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, weil ich sonst der Geschichte vorgreifen würde.

    Ich habe die Geschichte geliebt, ich konnte mich dem Hörbuch auch nicht mehr entziehen, lediglich mit dem Ende des Buches habe ich etwas gehaddert. Ihr wollt wissen was mich gestört hat ….. dann lest das Buch oder hört das Hörbuch und findet es selbst heraus.

    Ich gebe dem Hörbuch trotzdem fünf Sterne weil es mir unglaublich gut gefallen hat und das Ende für mich zwar nicht passend war, es aber dennoch irgendwo Sinn ergibt. Mehr kann ich hierzu leider nicht schreiben, denn dann würde ich spoilern.

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  • 5 Sterne

    Petra S., 30.04.2024

    Eine bewegende Geschichte über drei Freundinnen zum Beginn des Zweiten Weltkriegs

    Die Geschichte handelt von der Halbwaisen Elli, die mit ihren Freundinnen Margot und Käthe in der malerischen Eifel wohnt.
    Ellis Mutter ist die von allen geschätzten Hebamme im Tal, und Elli hilft ihr auch immer wieder bei der Arbeit. Die beiden leben in der kleinen Kate bei Bauer Jansen.
    Elli wird von allen nur das "Hinkemädchen" genannt, da sie einen kaputten Fuß hat. Margot ist die Tochter wohlhabender jüdischer Kaufleute.
    Die Freundschaft ist 1933 noch wunderschön, bis die Nationalsozialisten bald darauf an die Macht kommen.

    Die ersten paar Tracks habe ich gebraucht, um in die Geschichte zu kommen. Keine Ahnung, woran das lag, denn die Sprecherin macht einen guten Job. Und auch die Geschichte ist fesselnd erzählt.
    Mir gefällt es sehr gut, die drei unterschiedlichen Freundinnen kennenzulernen. Die (sozialen) Unterschieden sind gut herausgearbeitet, aber ebenso, warum die drei trotzdem gute Freundinnen sind.
    Und später, bei Margots Hochzeit, kommen die schrecklichen Zustände der damaligen Zeit soo gut rüber. Margot 'muss' heiraten und mitarbeiten und hoffen, dass ihr und ihrer Familie dadurch ein schreckliches Schicksal erspart bleibt.

    Die schlimme politische Stimmung entzweit die Freundschaft der Mädels, und man fiebert mit Elli soo sehr mit. Und natürlich auch mit Margot, der es nicht gut ergeht. Und Käthe ist leider von der neuen Ideologie angezogen, man könnte sie einfach nur schütteln und fragen, ob ihr das den Verlust der Freundschaften wert ist.
    Und dann ist da auch noch Hans, der Sohn des Bauern Jansen, für den Elli schon immer mehr als nur Freundschaft empfindet. Doch dieser soll "gut" verheiratet werden.
    Alle - aber besonders Ellis - Gefühle werden authentisch transportiert, und auch ihre weitreichende Entscheidung kann man so gut nachvollziehen.
    Die Geschichte spiegelt die bekannten schrecklichen Umstände der damaligen Zeit, den Rassenhass und wie Menschen auf einmal über ehemalige Freunde anders denken. Unsagbar traurig.
    Elli ist so eine sympathische Person mit jeder Menge Liebe, Mitgefühl, Loyalität zu ihren Freunden und Hilfsbereitschaft für alle unterdrückten Menschen. Deshalb begibt sie sich auch in große Gefahr.


    Fazit:
    Eine emotionale und bewegende Geschichte dreier Freundinnen zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, die die Geschehnisse von damals authentisch transportiert. Man fiebert sooo mit der sympathischen und liebevollen Elli mit!

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  • 5 Sterne

    Niba23, 15.02.2024

    Elli, Margot und Käthe sind von Kindesbeinen an Freundinnen. Doch 1938 spitzt sich die Lage zu, vor allem für jüdisch stämmige Personen. Elli ist eine wirklich gutgläubige und herzensgute junge Frau und sieht fast immer nur das Gute in den Menschen. Käthe wächst ohne Mutter auf und muss sich schon früh um den ungewollten Säugling ihrer Schwester kümmern, sie sucht halt im Bund Deutscher Mädchen und später bei den Nationalsozialisten wie auch der Rest ihrer Familie. Margot und ihre Familie sind Juden, sie besitzen ein gut laufendes Geschäft und Ferienhaus. Die einstigen drei Freundinnen entfernen sich immer weiter voneinander. Dann gibt es noch so viele liebenswerte Charaktere wie Ellis Mutter Alma oder Nachbarssohn Hans.

    Die Geschichte wird aus Ellis Sichtweise erzählt und wir begleiten sie nun durch eine sehr harte und entbehrungsvolle Zeit, in der es aber auch immer wieder Lichtblicke geben wird. Die Autorin und Sprecherin haben es geschafft, die ganze Geschichte über eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Der Schreib- und Erzählstil ist so unglaublich authentisch und bildhaft. Das Dorf, die Schleichwege, es ist als wandelt man selber durch die Eifel. Die drohenden Gefahren sind so nah und spürbar gewesen. Es ist aber wahrlich keine rosige Zeit und Gewalt, Drohungen, Entbehrungen und auch der Tod gehören zu dieser Geschichte dazu. Bis zuletzt ist es sehr spannend und aufregend geblieben und man musste einfach bei jeder Gelegenheit weiter hören. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Geschichte „nur“ aus Ellis Sicht erzählt wurde, so blieb die Geschichte spannender und unvorhersehbarer. Gerade in der heutigen Zeit wird wieder deutlich, wie schnell aus Vorurteilen und Unwissenheit sehr schnell eine schlimme Bewegung entstehen kann. Aber auch wie viele tapfere Menschen es damals und heute gibt, die ihr eigenes Leben riskieren, um andere zu retten.


    Eine wirklich bewegende und ergreifende Geschichte, die, die dunkle und bedrückende Atmosphäre dieser Zeit sehr authentisch darstellt. Eine absolute Hör- und Leseempfehlung.

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  • 5 Sterne

    Tanja G., 06.03.2024

    Eine für alle und alle für Eine...

    ...ist das Motto mit dem sich die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe gegenseitig unterstützen. Doch es dauert nicht lange und die Freundschaft der Mädchen wird auf eine harte Probe gestellt. Denn der Nationalsozialismus macht auf vor dem kleinen Eifelstädtchen, in dem Elli und Käthe leben und in dem Margots Eltern ein Ferienhaus besitzen, nicht halt.
    Die Geschichte beginnt im Frühsommer 1933 und die Nationalsozialisten sind auch in der Eifel immer präsenter. Dies führt dazu, dass sie die Wege der drei Freundinnen in unterschiedliche Richtungen bewegen. Käthe ist begeistert von der Ideologie, während sich Margot als Jüdin davon bedroht fühlt. Elli, die eine Gehbehinderung hat und im Dorf nur als „Hinkemädchen“ bezeichnet wird, ist in das Dorfleben nie wirklich integriert. Ihre Mutter Alma, eine verwitwete Hebamme, versucht daher immer alle Schwierigkeiten und Bedrohungen von ihr fernzuhalten. Elli steht im Mittelpunkt der Geschichte und die Geschehnisse werden aus ihrer Perspektive erzählt. Sie hat es aufgrund ihrer Einschränkung nicht einfach und wird oftmals nicht ernst genommen. Sie selbst denkt daher oft über sich, dass sie nichts kann und zu nichts nütze ist. Doch diese Einstellung ändert sich im Lauf der Geschichte und ich durfte eine enorme Wandlung von Elli miterleben. Lily Bernstein versteht es anhand eines Dorfes und drei sehr verschiedener Frauen die Zeit des Nationalsozialismus lebendig werden zu lassen. Hierbei lernte ich sowohl eine starke Protagonistin als auch sehr starke Nebencharaktere kennen und es wurden sämtliche Facetten von Persönlichkeiten sehr genau gezeichnet. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und wurde aufgrund der sehr gut ausgewählten Hörbuchsprecherin noch verstärkt.

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  • 5 Sterne

    Angelika T., 26.02.2024

    Ein ergreifender Roman über Freundschaft in Deutschlands dunkelster Geschichte

    Elli, Käthe und Margot stammen aus unterschiedlichsten Verhältnissen und sind dennoch beste Freundinnen. Der aufkommende Nationalsozialismus und die beginnenden Judenverfolgungen stellen ihre innige Beziehung auf eine schwere Probe.

    Lilly Bernstein versteht es wie keine andere, tief emotionale, bewegende Geschichten historisch so einzubetten, dass sie unglaublich real und überzeugend recherchiert erzählt werden. Die Erlebnisse der drei Freundinnen sind spannend, manchmal herzzerreißend, geradezu aufrührend, und man darf die schönen, wie auch die tieftraurigen und quälenden Stunden mit Elli teilen. Ihr Mut ist trotz aller Rückschläge so ergreifend, dass man nicht eine Minute abgelenkt wird.
    Elisabeth Günther gelingt es, Emotionen, Ängste und Freude so zu intonisieren, dass man stets voller Spannung lauscht.
    Was bleibt, macht auf jeden Fall nachdenklich. Lilly Bernstein hat ein brisantes, aktuelles Thema in eine wunderschöne, bewegende Geschichte verpackt, die bei mir noch lange nachhallen wird.

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  • 5 Sterne

    Christina S., 17.02.2024

    Die Autorin Lilly Bernstein nimmt uns in ihrem Buch , mit in eine sehr schwere Zeit der deutschen Geschichte.

    Das zentrale Thema ist , die Verfolgung der Juden.

    Das ganze verknüpft mit viel Mut , bedingungslose Freundschaft die viel möglich machen kann.

    Der Erzählstil ist dem Inhalt angemessen und auch die Sprecherin passt sehr gut.

    Es ist ein Hörbuch was sehr emotional isg und viel über die Geschichte zu Beginn des 2. Weltkriegs erzählt.

    Auch das Leben zur damaligen Zeit wird sehr gut dargestellt.

    3 Freudinnen zunächst zusammen aufwachsend , entfernen sich in den wirren des 2. Weltkriegs auf Grund ihres unterschiedlichen Lebensweges. Um Ende doch ein versöhnliches Ende zu finden.

    Eine spannend und interessante Geschichte , aber auch sehr emotional und nachdenklich machend.

    Mir hat es sehr gefallen , auch wenn ich es nach und nach gehört habe und es zwischendurch sacken lassen musste.

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