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Wohlbefinden aus der Natur

Kräuter und Heilkräuter: Nutzen Sie die Kraft der Natur

Die Sonnenpflanze Johanniskraut hat vielseitige Wirkungen, bekannt ist sie vor allem für ihre stimmungsaufhellenden Kräfte, hier zum Beispiel als Tee

Ringelblumensalbe, Johanniskrauttee und Löwenzahntinktur

Naturkosmetik liegt im Trend, denn die natürlichen Inhaltsstoffe sind gut für die Haut und für die Umwelt. Und es gibt noch eine gute Nachricht: Viele Produkte können Sie ganz einfach selber machen. Nutzen Sie dafür diese besondere Zeit, die Sie zuhause verbringen. Erfahren Sie außerdem, wie Sie duftende Kräuter anbauen und Ringelblumensalbe, Löwenzahntee oder Johanniskrautöl selbst herstellen können.

Kräuter und Wildkräuter

Kräuter und Wildkräuter bereichern unser Leben. Während die einen an Wegesrändern und auf Wiesen wachsen, brauchen die anderen ein kleines Fleckchen Erde oder einen Blumenkasten. Dazu je nach Sorte mehr oder weniger Helligkeit. So lieben mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei die volle Sonne. Mehr Feuchtigkeit und einen nährstoffreichen Boden brauchen Pfefferminze und Kamille.

Neben selbst angebauten Kräutern aus Balkonkasten und Beet finden Sie in der Natur eine reiche Auswahl an Wildkräutern und Heilpflanzen. Folgende Orte eignen sich zum Sammeln:

  • einsame Plätze, an denen keine Hunde Gassi gehen
  • Feldränder von biologisch wirtschaftenden Höfen
  • Gärten, die naturnah angelegt sind

Naturkosmetik liegt im Trend. Natürliche Pflege mit Inhaltsstoffen, die wir kennen, ist gut für Haut und Umwelt.

Drei Wohltäter aus der Natur

Bei den Wohltätern aus der Natur können wir im Frühsommer schon aus dem Vollen schöpfen. Ringelblume, Johanniskraut und Löwenzahn sind leicht zu finden und vielseitig einsetzbar.

Ringelblumen blühen leuchtend orange zwischen Mai und Oktober in Gärten und an Feldrainen. Die Blüten sind essbar und bringen Farbe in den Salat. Verarbeitet in Ringelblumencreme, Ringelblumensalbe und Ringelblumentinktur wirken sie entzündungshemmend und keimtötend.

Rund um den Johannistag am 24. Juni steht die Sonnenpflanze Johanniskraut in voller Blüte. Sie gilt als stimmungsaufhellend und wirkt gegen leichte Depressionen. Im Gegensatz zur Ringelblume wird hier das ganze Kraut genutzt, um aus daraus Tee, Tinktur oder Rotöl zu gewinnen. So heißt das Johanniskrautöl, weil es eine intensiv rote Farbe annimmt.

Löwenzahn wächst auf jeder Wiese. Er enthält Bitterstoffe, die zum Beispiel die Verdauung fördern. Die Blätter lassen sich in einen fein-herben Löwenzahnsalat oder Löwenzahntee verwandeln. Aus den Blüten entsteht leckerer Sirup oder veganer Honig. Die Wurzeln können sogar zu Löwenzahnkaffee verarbeitet werden.

Bei Weltbild entdecken

Thymian, Rosmarin, Minze - was im Garten wächst, duftet und würzt nicht nur, sondern hat oft heilsame Wirkung. Ob als Tee, Tinktur oder Salbe.

Die Kraft der Natur nutzen – Ideen für die Zeit zuhause

Egal ob Wildkraut oder Heilpflanze, die Wirkstoffe verbergen sich im Inneren der Pflanzen. Mit ein bisschen Zeit und Geduld können wir sie gewinnen. Nutzen Sie die Zeit zu Hause und stellen Sie Tinkturen, Öle oder Tees selbst her!

Tee aus Kräutern herstellen

Am einfachsten ist die Teeherstellung: Ernten Sie an einem warmen Tag Blüten, Blätter oder ganze Stängel und breiten Sie alles locker auf großen Tabletts aus. Getrocknet wird am besten an einem schattigen Ort. Anschließend können Sie die Schätze in dicht schließenden Gläsern oder Dosen verwahren. Alternativ trocknen Sie Kräuter in kleinen Bündeln an einem warmen Ort in der Wohnung.

Verwendung: 1-2 Teelöffel getrocknete Kräuter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und für 8-10 Minuten ziehen lassen.

  • Dann lindert Johanniskraut Depressionen,
  • Pfefferminze hilft bei einer verstopften Nase oder Übelkeit,
  • Löwenzahn reduziert Verdauungsbeschwerden und
  • Salbei wirkt gegen Halsschmerzen oder Zahnfleischentzündungen.

Tinkturen selbst machen

Etwas aufwendiger ist es, eine Tinktur herzustellen. Dabei handelt es sich meist um alkoholische Auszüge aus Pflanzen. So geht’s:

Zutaten:

  • frische oder getrocknete Kräuter oder Pflanzen
  • Alkohol (mindestens 40 Vol%)
  • verschließbare Gläser
  • Sieb oder Tuch zum Abseihen
  • verschließbare Flaschen zum Aufbewahren

Die Pflanzen(-teile) zerkleinern und die Gläser etwa zur Hälfte damit füllen. Mit dem Alkohol randvoll aufgießen, verschließen und an einen warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. Jeden Tag rütteln. Nach etwa drei Wochen können die Pflanzenteile entfernt werden. Dafür die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch gießen. Die fertige Tinktur in saubere Flaschen füllen und verschließen. Sie eignet sich pur zur äußerlichen Anwendung und kann zu Kosmetika weiterverarbeitet werden.

Öle für Salben und Kosmetik

Ein duftendes Öl kann ebenfalls aus Kräutern oder Heilpflanzen hergestellt werden. Sie können die Öle pur verwenden oder zu Salben und Cremes weiterverarbeiten. Als Basis für Heilsalben genügt ein reines Sonnenblumen- oder Olivenöl. Wenn Sie das Öl für kosmetische Zwecke nutzen möchten, greifen Sie am besten zu Mandel- oder Jojobaöl. So geht’s:

Zutaten:

  • frische oder getrocknete Kräuter oder Pflanzen
  • neutrales Öl
  • verschließbare Gläser
  • Sieb oder Tuch zum Abseihen
  • verschließbare Flaschen zum Aufbewahren

Die gewünschten Pflanzenteile sammeln. Saubere Gläser zu rund zwei Dritteln mit Kräutern füllen und mit Öl aufgießen. Dabei mit einem sauberen Kochlöffel die Luft zwischen den Pflanzen herausdrücken. Drei bis fünf Wochen an einem warmen, schattigen Ort ziehen lassen, dabei täglich rütteln. Am Ende der Ziehzeit die Pflanzenteile abseihen und das Öl in saubere Flaschen füllen. So können wir ganz einfach Rosmarinöl zum Massieren, Kamillenöl für die Haare oder Ringelblumenöl selbst machen, aus dem im Handumdrehen Ringelblumensalbe wird.

Ringelblumensalbe selbst machen

Zutaten:

  • 200 ml Ringelblumenöl (Anleitung siehe oben)
  • 20 g Bienenwachs (gibt es in der Apotheke oder im Versandhandel)
  • ein (dunkles) Glas mit Deckel (200 ml)

Das Glas gründlich spülen und in einem Topf mit Wasser einige Minuten auskochen. Das Öl mit dem Bienenwachs unter stetigem Rühren erhitzen bis das Wachs geschmolzen ist. Die Salbe in das Glas füllen und kühl aufbewahren. Ringelblumensalbe hemmt Entzündungen, lindert Quetschungen und fördert die Wundheilung.

Linderung aus der Natur

Die Natur macht es uns einfach: Ein Fleckchen Erde, ein bisschen Sonne und Wasser, schon gedeihen Blätter und Blüten. Das passende Wissen zum helfenden Grün gibt es in Büchern wie „Die Kraft der Kräuter nutzen“ oder „Öl, Cremes und Salben aus Heilpflanzen“. Und wer den Kräutern mehr als nur ein Fleckchen Erde einräumen möchte, findet Inspiration in den Heilkräutergärten der Klöster. Hier ist jahrhundertealtes Wissen zu Anbau und Nutzung der Pflanzen bewahrt, denn Nonnen und Mönche wussten schon vor vielen Jahrhunderten um die Heilkraft der Natur.