vor einer Woche

Ab ins Land der Träume

Jede Nacht heißt es in unserem ganz privaten Kopfkino: „Film ab“. Skurrile Geschichten, spannende Zeitreisen und Erinnerungsfetzen werden abgespult, die uns bei Tageslicht oft unfassbar erscheinen. Beim Aufwachen entwischen sie uns meist schnell wieder, weil sie so seltsam und fremdartig scheinen. Was steckt dahinter?

Warum im Schlaf Bilder entstehen

Pro Nacht haben wir, so sagen Wissenschaftler, vier bis fünf Träume. Wer glaubt, im Schlaf nicht zu träumen, erinnert sich nur nicht daran – vermutlich, weil er nachts nicht so oft aufwacht. Wissenschaftler rätseln noch immer, wofür die nächtlichen Sequenzen gut sind. Dienen sie dazu, Erlebnisse und Gelerntes, Emotionen und Wissen des vergangenen Tages abzuspeichern? Oder haben sie gar keinen Sinn, sind nur ein wirres Feuerwerk elektrischer Nervenimpulse im Gehirn? Eine plausible These: Träume können uns helfen, schwierige Situationen mental zu trainieren und uns mit ihnen auseinandersetzen. Während wir früher im Schlaf womöglich vor dem Säbelzahntiger davongelaufen sind, diskutieren wir heute vielleicht mit dem Chef.

Den Träumen auf der Spur

Geträumt wird in allen Schlafphasen, besonders aber im tiefen REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). Dabei sind, wie Forscher zeigen konnten, im Gehirn vor allem die Bereiche aktiv, die für emotionales Empfinden, Motorik und visuelle Wahrnehmung zuständig sind. Logisches Denken ist dabei nicht gefragt, vielmehr geben Gefühle den Ton an.

Darum sind Emotionen auch der Schlüssel zum Verständnis des nächtlichen Kopfkinos. Wer wissen will, was das Unterbewusste im Schlaf mitzuteilen versucht, tut gut daran, erst einmal möglichst genau festzuhalten, was im Traum passiert. Halten Sie Stift und Papier oder ein Traumtagebuch bereit, um gleich nach dem Aufwachen Notizen zu machen, denn die Nachtbilder sind flüchtig. Je häufiger man sich die Zeit nimmt, sie einzufangen, desto detailreicher und zuverlässiger erinnert man sich an sie.

Die Nachtbilder entschlüsseln

Aus Träumen kann man viel über sich selbst erfahren. Die Traumsymbole jedoch wie zu Zeiten Sigmund Freuds als Codes zu sehen, die man eins zu eins „übersetzen“ kann, davon rückt man heute ab. Zu individuell ist das, was nachts im Kopf passiert. Viel sinnvoller ist es, den eigenen emotionalen Spuren zu folgen, die die nächtlichen Traumbilder legen: Woran erinnert die Angst, die einem im Schlaf das Herz rasen lässt? Welche Situation aus dem Alltag erkennt man in verfremdeter Form wieder? Können Sie sich in die auftretenden Personen hineinversetzen? Lassen Sie Ihren Assoziationen freien Lauf. Vielleicht finden Sie so im Traum neue Lösungen für Themen, die Sie tagsüber beschäftigen.

Ideale Bedingungen für einen erholsamen Schlaf

Und wie klappt der Übergang vom Tages-Alltag zum nächtlichen Abtauchen? Ein angenehm gestaltetes Schlafzimmer ist für erholsamen Schlaf förderlich. Es sollte ein Wohlfühlort sein und keine Elektronikzentrale oder gar ein Außenposten Ihres Büros. Das blaue Licht, das zum Beispiel Smartphones und Laptops ausstrahlen, spielt unserer inneren Uhr einen Streich, so dass es schwerer fällt, in den Schlaf zu finden. Also am besten zwei Stunden vor dem Schlafengehen ausschalten – oder Geräte wie den tolino eReader nutzen, mit dessen smartLight-Beleuchtung das Einschlafen nach dem Lesen kein Problem ist. Und: Besser zur Wohlfühllektüre als zu aufwühlenden Krimis oder Thrillern greifen, wenn man weiß, dass man empfindsam ist.

Lassen Sie den Alltag vor der Tür und schaffen Sie sich mit schönen Kerzen, kuscheliger Bettwäsche, Aromen und Deko-Artikeln einen Ort zum Auftanken.

Innerlich aufräumen

Nicht nur das Drumherum ist wichtig, auch die innere Ordnung: Wenn der Kopf gut aufgeräumt ist, klappt der Übergang in die Nacht besser. Dafür kann es zum Beispiel hilfreich sein, sich vor dem Schlafengehen noch einmal vor Augen zu führen, was am Tag gut gelaufen ist – oder unangenehme Ereignisse, mit denen man abschließen möchte, auf Papier zu bannen. Und um am nächsten Tag erholt und voller neuem Tatendrang zu starten, ist es sinnvoll, sich schon abends vor dem Schlafengehen zu notieren, was man erledigen möchte. Danach ist im Kopf Platz frei für nächtliche Abenteuer. Also ab in die Federn und wir wünschen spannende Träume. Film ab!