vor 7 Monate

Adventskalender - selbst gebastelt

DIY-Adventskalender

Die Adventszeit ist traditionell eine Zeit des Bastelns: Advents- und Türkränze werden gebunden, Weihnachtskarten gestaltet, kleine Geschenke gestrickt und genäht, Kerzen gegossen und verziert, Geschenkpapier bedruckt und vieles mehr. Fast jeder Fünfte bastelt auch den Adventskalender für die Liebsten selbst. Das schlägt sich auch in den Social-Media-Kanälen nieder. Allein der Hashtag #adventskalenderbasteln ergibt knapp 5.000 Treffer auf Instagram. Grund genug für uns, einige Tipps weiterzugeben!

Der DIY-Kalender kann zum Beispiel bestehen aus 24:

  • Stoffsäckchen
  • Schachteln oder Häuschen (zum Beispiel aus leeren Tertapacks)
  • Klopapierrollen (verpackt wie Kanllbonbons)
  • Papiertütchen oder
  • Gläsern mit Schraubverschluss.

Zwei Kalender-Klassiker für Adventsbastler

1. Hängedeko-Adventskalender

Vorweihnachtliche Stimmung schafft hierbei ein dekorativer Zweig, der mit kleinen Präsenten "behängt" wird. Dazu eignen sich kleine Tütchen oder auch Stoffsäckchen. Wer solche Beutelchen selber nähen will, ist gut beraten, sich an die Nähmaschine zu setzen, mit der Hand geht es auch, ist aber nur was für Geduldige. Eine Anleitung (für die Nähmaschine) finden Sie hier. Die fertigen Beutel, Tüten oder verpackten kleinen Geschenke werden dann an einem längeren Ast befestigt mit schönen Bändern oder Schnüren. Kombiniert mit Weihnachtsbaumkugeln, Schneeflocken oder einer funkelnden Lichterkette wird der DIY-Adventskalender zum dekorativen Hingucker.

Extratipp für alle, die gerne handarbeiten: Versuchen Sie doch mal, #adventskalendersöckchen zu stricken. Süßheitsfaktor hoch hundert!

2. Adventskalender mit Wäscheklammern und Holzdeko

Sie brauchen:

  • 1 Stück Holz (ein einfaches Brett oder zugeschnitten als Stern, Tannenbaum etc.)
  • 24 Wäsche-Klammern aus Holz
  • evtl. Lack
  • Masking Tape
  • Kleber

Zuerst lackieren Sie das Brett und die Wäscheklammern in weihnachtlichen Farben oder auch schlicht - wie es zu Ihrer Einrichtung passt. Schön ist auch ein natürlicher Look. Die Wäscheklammern werden auf einer Seite mit Masking Tape verziert, mit der anderen auf das Brett geklebt. Entweder brav nebeneinander oder bunt durcheinander – ganz wie es Ihnen gefällt und wie es der Platz zulässt. Die Klammern halten Säckchen und Tütchen, die mit den Überraschungen gefüllt sind, oder kleine Süßigkeiten.

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Noch mehr Selbstgemachtes: Rezept für Bratäpfel

Wer gerne kreativ wird, der lässt auch beim Kochen und Backen die Fantasie spielen. Und was verkürzt die Wartezeit besser, als diese weihnachtliche Köstlichkeit:

(Duft-)Rezept für 4 Bratäpfel

Das Schönste am Bratapfel neben dem herrlichen Geschmack ist auch der Geruch nach Weihnachten, oder? Insofern ist das hier auch ein Duftrezept:

Zutaten:

  • 4 Äpfel, am besten säuerliche
  • 60 Gramm Marzipan, alternativ Fruchtgelee oder Marmelade
  • eine Hand voll Mandeln in Stiften oder gehackt
  • eine Hand voll Rosinen
  • eventuell Fruchtsaft zum Angießen
  • lecker dazu schmeckt Vanillesauce; einfacher und schneller geht es mit flüssiger Schlagsahne

So geht's:

  • Kerngehäuse entfernen.
  • Für die Füllung das Marzipan mit Mandeln und Rosinen verkneten und die Äpfel damit füllen.
  • Jetzt ab in den Ofen: circa 25 Minuten bei 200 °C backen.
  • In die Form kommen ein bisschen Saft oder Wasser, damit die Äpfel nicht anbrennen.
  • Warten, schnuppern und genießen.

Schon immer selbstgemacht… die Geschichte des Adventskalenders

Sie gehören gefühlt schon immer dazu, doch sie sind noch gar nicht sooooo alt: Die ersten Adventskalender gab es erst vor etwa 200 Jahren. Ihre Herkunft ist christlich - die Zeit der Ankunft (adventus, lat.), also die Geburt von Jesus Christus, ist in den christlichen Religionen nach Ostern mit der Auferstehung die wichtigste Zeit des Jahres.

Die ursprüngliche Adventszeit dauerte vom 11. November (Martinsfest) bis zum 6. Februar (Lichtmesse). In ihr wurde gefastet und es herrschte Feierverbot. Gläubige Christen befolgen Teile dieser Regeln heute noch. Bis zum 16. Jahrhundert wurden teilweise sechs Adventssonntage begangen. Seither umfasst die Adventszeit vier Sonntage. Sie endet immer am 24. Dezember und beginnt entsprechend 22 bis 28 Tage vorher.

Im 19. Jahrhundert wurden am 1. Dezember in vielen christlichen Haushalten 24 Kreidestriche an die Haustür gemalt, von denen die Kinder täglich einen abwischen durften. Üblich war es auch, an einer Kerze 24 Markierungen anzubringen und sie täglich ein Stückchen abbrennen zu lassen. Oder es wurde täglich eine Kerze mehr angezündet. Später gab es dann Adventskalender aus Papier zum Ausschneiden und Aufkleben von Weihnachtsmotiven. Um ihren Söhnen und Töchtern die Zeit bis zum Fest zu verkürzen, hängten protestantische Eltern etwa nach und nach 24 Bilder ans Fenster oder bastelten „Weihnachtsuhren“. Erst in den 1920ern Jahren kamen dann die ersten klassischen Adventskalender mit den Fensterchen zum Öffnen auf den Markt. Dahinter verbarg sich freilich nichts Süßes, sondern ein gemaltes weihnachtliches Motiv. Und erst in den 50er-Jahren kamen dann Kalender auch mit kleinen Schokoladenstückchen.

Ein Adventskalender der besonderen Art ist auch in Forchheim in Franken, gegenüber unserer Weltbild-Filiale, zu finden: Die 24 Türchen, hinter denen sich jeden Abend ein Geschenk findet, sind die Fenster des dortigen Fachwerk-Rathauses. Seit über 20 Jahren sorgt die Enthüllung der "Fenster-Türchen" für Staunen.