vor einer Woche

Blütenzauber im Winter

Faszinierend schön sind die Blüten der Amaryllis - festlich kombiniert mit roten Kugeln oder weißen Kerzen

Stars der Weihnachtsdeko: Amaryllis und Weihnachtsstern

Amaryllis und Weihnachtsstern haben jetzt Saison. Kein Wunder, schließlich blühen sie zu einer Zeit, in der wir das Haus gerne festlich dekorieren und da kommen farbig-frische Akzente gerade recht. In Vasen, Krügen oder auf Schalen lassen sich die Winterblumen in Kombination mit Tannen- oder Beerenzweigen zu stimmungsvollen Zimmerschmuck arrangieren. Was ist beim Kauf der Blumen zu beachten? Wie habe ich lange Freude an ihnen? Und wie kommen sie besonders gut zur Geltung? Wer einige Tipps beachtet, hat über Wochen Freude an Amaryllis und Weihnachtstern.

Amaryllis

Kleine Pflanzenkunde, Kauf– und Pflegetipps

Amaryllis - ihre zarten, großen Blüten sind wahre Meisterwerke der Natur. Der schöne Name steht allgemein für Blumen der Gattung Ritterstern. Die subtropischen Rittersterne, die wir in der Weihnachtszeit als Zimmerpflanze erhalten, zählen wie Tulpen und Hyazinthen zu den Zwiebelblumen. Es sind ausdauernde und krautige Pflanzen, die 70 bis 100 Zentimeter hoch werden und uns mit vielen Farben und Blütenformen erfreuen.

Amaryllis: Achten Sie auf die Zwiebel-Sprache

Zu kaufen gibt es das schöne Blütenwunder bei uns von Oktober bis März in Blumen- und Pflanzenläden, aber auch in Supermärkten und Discountern. Achten sollte man vor allem auf die Beschaffenheit der Zwiebel.

  • Je dicker die Zwiebel, desto mehr Blütentriebe kann sie entwickeln.
  • Ist die Zwiebel fest, hat keine Druckstellen oder matschige Bereiche? Dann können Sie zugreifen.
  • Aufpassen sollten Sie bei roten Streifen auf der Zwiebel oder den Blättern, das deutet auf eine Pilzkrankheit hin, oder bei einem grünen Belag an der Unterseite - das könnte Schimmel sein.
  • Am besten wählen Sie Zwiebeln aus, die bereits eine Knospe ausbilden und vermeiden jene, die nur Blattspitzen oder vertrocknete Triebe erkennen lassen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Amaryllis zu Hause auch wirklich blüht.

Pflegetipps: So wächst und gedeiht die Amaryllis am besten

  1. Einmal zu Hause eingezogen, ist die Amaryllis pflegeleicht und anspruchslos.
  2. Im Winter ist passend zur unserer Adventszeit ihre Blühphase, und sie steht am besten eingetopft auf einer hellen Fensterbank bei etwa 20 Grad Celsius, nicht zu warm. Bei Lichtmangel werden die Stängel schnell zu lang und knicken dann leichter.
  3. In der Nacht darf die Temperatur gerne auf 16 Grad absinken, denn je niedriger die Temperatur während der Blühphase ist, desto länger hält die Blüte.
  4. Sie benötigt höchstens 1 x die Woche etwas Wasser.
  5. Wer die einmal lieb gewonnene Pflanze auch nach Weihnachten behalten möchte, sollte von Februar bis April die welken Blüten abschneiden und den Topf von Mai bis Juli halbschattig ins Freie stellen. Den Ritterstern weiterhin regelmäßig gießen und düngen s, damit sich die langen, schmalen Blätter bilden können. Aus ihnen zieht sich die Zwiebel Nährstoffe, die sie für die Ruhezeit braucht. Im August beginnt dann die Ruhephase – jetzt heißt es nicht mehr gießen, das Laub verwelken lassen und erst im Anschluss wieder gießen und die Pflanze in die Innenräume holen.Pflege nach der Blüte

Tipp 1: Kaufen Sie eine „Wachs-Amaryllis“. Sie soll in der Winterzeit bis zu vier Mal blühen können – ganz ohne zusätzliches Gießen. Alles was die Pflanze braucht, liegt innerhalb der Wachsschicht, die die Zwiebel umschließt. Ähnlich einer Schnittblume wird die „Amaryllis in Wachs“ nach ihrer Blühzeit entsorgt. Aber sie blüht in der Wachshülle über den gesamten Adventszeitraum und nicht nur eine Woche, wie die meisten Schnittblumen.

Tipp 2: Wem die Pflege des Rittersterns zu aufwendig ist, kann sie auch als Schnittblumen kaufen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Angebot vielfältig. Amaryllis lassen sich auch gut in weihnachtlichen Sträußen mit Nadelzweigen, Zapfen und anderem Grün kombinieren. Den Stiel anschneiden und mit Tesafilm umwickeln, damit er sich in der Vase nicht aufrollen kann und nur wenig Wasser in die Vase geben. Beides sorgt dafür, dass die Blüten bis zu zwei Wochen halten.

Echte Hingucker sind die Poinsettien - Weihnachtssterne - die es in Rot, Weiß und Rosa gibt. Was "rot blüht", sind die farbenfrohen Hochblätter der Gewächse. Die Pflanzen lassen sich wunderbar auf Adventskränzen oder in Pflanzsäulen arrangieren.

Weihnachtsstern

Kleine Pflanzenkunde, Kauf– und Pflegetipps

Der Weihnachtsstern – auch als Poinsettie oder Euphorbia pulcherrima bekannt – hat bei uns in der Weihnachtszeit Hochsaison. Er zählt weltweit zu den beliebtesten und meistverkauften Zimmerpflanzen und das obwohl die Pflanze in der Regel nur saisonal angeboten wird. Allein in Deutschland werden jährlich zwischen 35 und 40 Millionen Exemplare verkauft. Der Grund sind die wunderschönen roten oder weißen Hochblätter dieser Pflanze aus der Gattung der Wolfsmilchgewächse. Die eigentlichen Blüten des Weihnachtssterns sind sehr klein und unscheinbar. Viele Pflanzenfreunde halten deswegen die farbigen Hochblätter für die Blüten. Dem ist aber nicht so. Die bunten Hochblätter sollen Insekten anlocken. Inzwischen strahlen sie in den tollsten Farben. Neben den traditionellen Rottönen gibt es heute lachsfarbene, panaschierte, weiße und zweifarbige Weihnachtsstern-Sorten. Ursprünglich stammt „die Schönste“ – wie „pulcherrima“ übersetzt heißt, aus den tropischen Laubwäldern Mittel- und Südamerikas, wo sie zu hohen Sträuchern heranwächst. Hierzulande gibt es im Winter den Weihnachtsstern als kleine oder große Topfpflanze in Blumenläden und Baumärkten.

Wie blüht der Weihnachtsstern pünktlich zum Fest? Damit ein Weihnachtsstern pünktlich farbige Blätter entwickelt, muss er zuvor mindestens acht Wochen lang mindestens 12 Stunden täglich in völliger Dunkelheit stehen. Wichtig: Bereits kleinste Lichtmengen während der täglichen Verdunkelungszeit verhindern erneutes Blühen. Deshalb lohnt es sich meist eher, jedes Jahr eine neue Pflanze zu kaufen.

Weihnachtssterne richtig kaufen, transportieren und platzieren

  1. Beim Kauf sollten die gelbgrünen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern knospig sein, dann hat der Weihnachtsstern seine Blütezeit noch vor sich.
  2. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Kälte – daher meiden Sie Verkaufsstände im Freien und verpacken Sie Ihren Weihnachtsstern gut vor dem Transport nach Hause, damit Sie lange Freude an ihm haben. Exemplare aus dem zugigen Eingangsbereich von Läden haben wenig Überlebenschancen. Innerhalb weniger Tage werfen solche Pflanzen ihre Blätter ab und dann kann man sie vergessen. Wichtig ist, sich die Pflanze gut einpacken zu lassen, denn sie mag keine Kälte und keine Zugluft.
  3. Als tropische Pflanze bevorzugt der Weihnachtsstern einen warmen und hellen Standort – möglichst ohne Zugluft und ohne direkte Sonneneinstrahlung, bitte auch nicht direkt über der Heizung platzieren.
  4. Optimal pflegen Sie den Adventsliebling, wenn Sie ihn bei einer Zimmertemperatur von 15 bis 22 Grad Celsius halten und ihm regelmäßig lauwarmes Wasser geben. Vorsicht: Die meisten Weihnachtssterne werden ertränkt. Sie brauchen nur wenig Wasser. In ihrer Heimat regnet es wenig, Wasser daher immer in kleinen Dosierungen geben, da Nässestau zu faulen Wurzeln führen kann, die die Pflanze eingehen lassen. Aber aufpassen: austrocken dürfen die Wurzelballen auch nicht.

Tipp: Wässern Sie den Weihnachtsstern in einem Tauchbad anstelle regelmäßigen Gießens. Dafür wird der fast trockene Wurzelballen aus dem Übertopf genommen und einige Minuten in Wasser getaucht. Anschließend die Pflanze hochnehmen, das überschüssige Wasser ablaufen lassen und zurück in den Übertopf stellen.

Achtung giftig!

Sowohl die Amaryllis als auch der Weihnachtsstern sind giftig und eignen sich nicht für den Verzehr. Leider animieren die leuchtend roten Blüten und Blätter vor allem Tiere und Kleinkinder zum Knabbern und Spielen. Daher ist Vorsicht geboten , und die Pflanzen sind außer Reichweite von Kleinkindern zu stellen. Bei Anzeichen von Übelkeit den Arzt aufsuchen.

Dekostars - von opulentem Arrangement bis Solo-Auftritt

Dekozauber mit Amaryllis und Weihnachtsstern: Die Büten und Blätter in Rot oder Weiß lassen sich wunderbar kombinieren mit weihnachtlichem Geschirr oder Dekoelementen wie Kerzen oder LED-Lichtern, wie z.B. dem LED-Stern “Wintertime“ und werden durch weihnachtliches Tannengrün besonders gut zur Geltung gebracht..

Tipp: Dekorieren Sie eine beleuchtete Pflanzensäule mit einer Schale voller roter und weißer Weihnachtssterne. Mit der Säule bestimmen Sie den Platz der empfindlichen Pflanze und sie muss nicht am zugigen Fenster stehen. Im Adventskranz kommen Mini-Poinsettien mit ihrer sternförmigen Farbenpracht besonders gut zur Geltung.

Prachtvoll: Die rote Amaryllis eignet sich besonders gut für winterliche Sträuße mit Beerenästen und grünen Kiefernzweigen. Hübsch dekoriert beispielsweise in einer alten Porzellan-Kanne, die Sie als Vase umfunktionieren. Oder wie wäre es auf dem Tisch mit einer großen weißen Suppenschüssel bepflanzt voller roter Weihnachtssterne?
Erweitern Sie einfach Ihre übliche Weihnachtsdekoration mit roten und weißen Blüten: kleine Weihnachtssterne neben Tannenzapfen beim Kaffeegedeck, Amaryllis kombiniert mit Weihnachtskugeln auf der Fensterbank, Adventskränze und -gestecke mit zusätzlicher Amaryllis-Blüte. In der Weihnachtszeit sind die Mini-Weihnachtssterne besonders beliebt. Einfach eine Auswahl unterschiedlicher Mini-Weihnachtssterne auf einer dekorativen Schale oder in einer alten Zuckerdose platzieren. Auch für Hängedekorationen eignen sich die Minis gut.

Für ein echtes Solo eignet sich die Amaryllis im Wachsmantel - sie ist ein leuchtender Blickfang auf Fensterbank oder Kommode und eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel zu einem Weihnachtsessen oder als frische Ergänzung zu einem weihnachtlichen Buchgeschenk.