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Es grünt und blüht: eine Blumenwiese anlegen

So zaubern Sie gute Laune in den Garten

Nicht nur nachhaltig, sondern auch eine Freude fürs Auge: wie Sie im Garten eine Blumenwiese anlegen, erfahren Sie mit unseren Tipps

Der richtige Zeitpunkt: jetzt eine Blumenwiese anlegen

Die Sonne scheint, bunte Blumen wiegen sich im warmen Wind, Hummeln und Bienen summen – ist das nicht der Inbegriff von Glück? Wer sich danach sehnt, kann jetzt im Frühling eine Blumenwiese anlegen und sich die gute Laune in den Garten holen. Das freut nicht nur die Augen der Betrachterinnen und Betrachter, sondern auch viele Insekten, für die heimische Gewächse eine wichtige Futterquelle sind. Die reinste Freude sind die blühenden Flächen aber auch, weil sie sehr pflegeleicht sind. Mehr dazu und wie Sie eine Blumenwiese anlegen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Das richtige Saatgut, um eine Blumenwiese anzulegen

Im Handel gibt es zahlreiche Saatgutmischungen für Blumenwiesen zu kaufen.

  • Am besten wählen Sie eine, die zu Ihrer Region und zum Standort in Ihrem Garten passt. Die Regionalität ist auch deshalb wichtig, weil viele heimische Insekten auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind.
  • Die Mischungen enthalten neben Wildblumen auch Kräuter und verschiedene Gräser. Wie hoch die Anteile jeweils sind, kann sehr unterschiedlich sein.
  • Idealerweise sollte die Kombination so gewählt sein, dass sowohl Sie als auch die Insekten sich von Frühjahr bis Herbst an der Blumenwiese erfreuen können.

Unser Tipp: Sammeln Sie beim Spaziergang im Spätsommer Samenkapseln von wilden Blumen am Wegesrand. So können Sie sicher sein, dass diese Pflanzen auch in Ihrem Garten gut gedeihen und besonders robust sind.

Tischwäsche und ein Service mit bunten Blütenmotiven zaubern eine fröhlich-leichte Stimmung auf den Tisch

Wo Blumen blühen, lächelt die Welt.

Ralph Waldo Emerson

Saatteppiche sind praktisch, um unkompliziert eine ausgewogen bunte und bienenfreundliche Blumenwiese anlegen zu können

Typische Wildblumen, Kräuter und Gräser

Mischungen mit heimischen Pflanzen enthalten zum Beispiel Wiesen-Margeriten, Kriechender Günsel, Gänseblümchen, Wegerich, Hornklee, Schafgarbe, Braunelle, Rotschwingel, Glatthafer, Wiesen-Schaumkraut oder Wilde Möhre. Zum Teil sind in Blumenwiesen-Mischungen auch Arten enthalten, die früher typisch auf landwirtschaftlichen Feldern waren, heute aber selten geworden sind. Dazu gehören beispielsweise Kornblumen, Klatschmohn, Echte Kamille und Guter Heinrich.

Blumenwiese anlegen: was Bienen und andere Insekten nicht mögen

Auf einer bunten Blumenwiese surrt und schwirrt es nur so, das stimmt, aber manche der hübschen Blühpflanzen haben keinen ökologischen Nutzen bzw. keinen Mehrwert für die kleinen Sauger. Leider finden (Wild-)Bienen und sonstige Insekten in vielen deutschen Gärten zu wenig Nahrung, weil viele heimische Pflanzen durch Zucht verändert wurden. Das sollten Sie beachten, wenn Sie eine „ökologisch wertvolle und nachhaltige" Blumenwiese anlegen möchten:

  • Den Garten mit heimischen Wildblumen möglichst naturnah bepflanzen, denn sie verwandeln jeden Garten in ein Paradies für Insekten.
  • Auf exotische Pflanzen verzichten, weil unsere heimische Insekten die Pollen von exotischen Pflanzen teils gar nicht verwerten können.
  • „Gefüllte Blüten" nützen den Insekten nichts, weil sie durch die Züchtungen keinen Zugang mehr zu den Samen und Pollen in der Blüte haben. Schön, aber nutzlos: Zu den insektenunfreundlichen Blüten gehören - leider - auch beliebte Pflanzen wie Forsythien, Geranien, Magnolien, Flieder und die gefüllte Pfingstrose.

Blütenpracht bei Weltbild entdecken

Von draußen nach drinnen: die hübschesten Pflanzen Ihrer Blühwiese machen sich auch in der Vase gut

So bereiten Sie den Boden für die Blumenwiese vor

Statt auf einer großen Fläche können Sie die das Wildblumen-Saatgut auch auf einem Randstreifen aussäen oder kleine Blühinseln bzw. Blumenwiesen anlegen. In jedem Fall muss der Boden aber gut vorbereitet werden.

  • Wenn Sie keine freie Fläche im Garten haben, sondern normalen Rasen in eine Blumenwiese verwandeln möchten, müssen Sie im ersten Schritt die Grasnarbe entfernen
  • Die beste Basis für die Aussaat ist unkrautfreie, feinkrümelige Erde. Graben Sie den Boden um, entfernen Sie alle Unkräuter und harken Sie die Erde gut durch. Um Steine oder größere Brocken zu entfernen, können Sie ein Gartensieb verwenden
  • Der Boden sollte eher mager, also nährstoffarm, sein. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt sich das Untermischen von Sand
  • Bevor es ans Aussäen geht, sollten Sie die Fläche für die Blumenwiese noch mit der Harke glätten.

Blumenwiese anlegen und aussäen

Damit das Saatgut optimal verteilt werden kann, empfehlen Gartenprofis, es mit feinem Sand, Sägemehl oder Getreideschrot zu vermischen. Wie viel Gramm Samen pro Quadratmeter nötig sind, steht auf den Samentüten. Danach gehen Sie wie folgt vor:

  1. Nach dem gleichmäßigen Ausstreuen das Saatgut mit einer Harke leicht in die Erde einarbeiten. Aber wirklich nur leicht, denn die meisten Wildblumen sind Lichtkeimer.
  2. Nun müssen die Samen gut angedrückt werden. Das wird standardmäßig mit einer Rasenwalze erledigt. Ist keine zur Hand, können Sie auch zwei Bretter an Ihren Schuhen befestigen und über die Fläche laufen.
  3. Zum Schluss das Saatgut vorsichtig angießen.

Auch in den folgenden Tagen und Wochen ist es wichtig, dass immer genug Feuchtigkeit vorhanden ist. Typisches Aprilwetter mit regelmäßigen Regenschauern und noch nicht allzu warmen Temperaturen ist ideal.

Blumenwiese pflegen

Anders als ein grüner Spielrasen ist eine Wiese mit Wildblumen nicht dafür gemacht, auf ihr herumzuturnen. Am besten sollte sie außer zum Mähen gar nicht betreten werden. Dafür hält sich der Pflegeaufwand sehr in Grenzen:

  • Eine Wildblumenwiese muss nur zweimal im Jahr gemäht werden: Einmal im Juli – nachdem möglichst viele Blumen ihre Samen im Garten verteilt haben – und einmal vor dem Winter
  • Besser geeignet als der Rasenmäher ist eine Sense – entweder manuell oder motorbetrieben
  • Mähen Sie zum Schutz der Insekten nicht die gesamte Fläche oder alle Blumeninseln auf einmal, sondern gehen Sie in zwei Etappen im Abstand von etwa drei Wochen vor.

Unser Tipp: Wenn es trocken ist, können Sie das Schnittgut einige Tage liegen lassen, sodass die restlichen Samen noch herunterfallen können. Dann sollten Sie es jedoch unbedingt entfernen, damit sich kein nährstoffreicher Humus bildet und der Boden mager bleibt.

Eine Blumenwiese anlegen und über Farbenpracht freuen – draußen wie drinnen

Bis Ihre Blumenwiese eine üppige Blütenpracht hervorbringt, müssen Sie ein wenig Geduld aufbringen. Es kann sein, dass die Blühfläche zu Anfang noch etwas lückenhaft ist und noch nicht alle Arten blühen. Von Jahr zu Jahr säen sich die Pflanzen neu aus, wachsen dichter, und es etablieren sich diejenigen, die sich in Ihrem Garten so richtig wohlfühlen. So können Sie im Laufe der Zeit beobachten, wie sich das bunte Blütenbild verändert und immer schöner wird. Die summenden Insekten und Bienen kommen dann von ganz alleine. Und die gute Laune sowieso.