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Frühlingsbote Bärlauch

Alles über das würzige Kraut I Mit leckerem Bärlauchpesto-Rezept

Duftet aromatisch und hat's gesund in sich: Bärlauch ist von Mitte März bis Anfang Mai überall zu finden

Frühlingsbote Bärlauch: Finden, anpflanzen, genießen

Freuen Sie sich auch jedes Jahr, wenn die kurze Saison des knoblauchartigen Frühlingskrauts beginnt? Und sind Sie schon mal durch schattige Wälder gestreift, um die herrlich duftenden Bärlauch-Blätter zu sammeln? Was dabei zu beachten ist und was Sie sonst noch über Bärlauch wissen sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

INHALT

Bärlauch weckt Bärenkräfte

Der lateinische Name für Bärlauch "Allium ursinum" setzt sich aus "Allium" für Lauch und "Ursus" für Bär zusammen. Für Bären, die in vergangenen Jahrhunderten auch in deutschen Wäldern lebten, war der Waldknoblauch eine der ersten Nahrungsquellen, die sie in reichlicher Menge im Frühjahr nach ihrem Winterschlaf finden konnten. Vielleicht war allein diese Nahrungsvorliebe der Grund für die Namensgebung von Bärlauch. Angeblich sollen unsere germanischen Vorfahren aber auch geglaubt haben, dass die Bären beim Fressen ihre Kraft auf die Pflanzen übertragen würden. Durch deren Verzehr versprachen sie sich, selbst die sprichwörtlichen Bärenkräfte zu entwickeln. Heute weiß man, dass Bärlauch jede Menge gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe hat. Daher wird er nicht nur in der kreativen Frühlingsküche, sondern auch als Heilkraut geschätzt.

Bärlauch-Rezepte sind beliebt - machen Sie Ihr Bärlauch-Pesto einfach selbst!

Bärlauch-Rezepte gibt es in großer Vielfalt. Genießen Sie den Frühlingsboten zum Beispiel als Bärlauchbutter, Bärlauchsuppe oder im Salat. Toll ist auch, dass gleichzeitig Spargel und Frühkartoffeln Saison haben – eine wunderbare Kombination! Das dezente Knoblaucharoma ist außerdem ideal für Dips und Brotaufstriche, für Gemüse-Quiches oder für Eierspeisen wie Omelettes.

Unser Tipp: Geben Sie Bärlauch am besten erst zum Ende der Garzeit zu den Gerichten, da sich durch die Hitze sonst das Aroma verflüchtigt.

Wenn Sie die Blätter und eventuell die Blüten zu Bärlauchpesto verarbeiten, können Sie das tolle Würzkraut lange haltbar machen. So einfach gelingt ein leckeres Bärlauch-Pesto:

Bärlauch-Pesto

Vorbereitung: 5 Minuten Kochzeit: 10 Minuten
Zutaten
Ca. 150 g Bärlauchblätter
3 Esslöffel (Bio-)Olivenöl
½ Teelöffel Salz
Nach Geschmack ca. 40 bis 60 Gramm Pinienkerne, Kürbiskerne oder Walnüsse
Zubereitung
  1. Bärlauch waschen und trocken schütteln.
  2. Bärlauch im Verhältnis zehn zu eins mit grobem Meersalz und Olivenöl im Thermomix oder einer anderen Küchenmaschine pürieren.
  3. Nach Belieben weiteres Öl hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und erneut pürieren.
  4. Bärlauch in sterile Einmachgläser geben, mit Öl bedecken und zum Verfeinern von Risotto, Nudelgerichten oder anderen Köstlichkeiten der Frühlingsküche verwenden. Variation: Vor dem Pürieren einen Esslöffel Pinienkerne, Kürbiskerne oder Walnüsse dazugeben, dann bekommt das Bärlauchpesto ein nussiges Aroma. Auch geriebener Parmesan macht sich köstlich im Bärlauch-Pesto. Es verringert sich aber die Haltbarkeit.

Unser Tipp: Sie können das Bärlauch-Pesto auch in Eiswürfelbehälter geben und einfrieren, um es portionsweise wieder aufzutauen. So können Sie das wunderbare Aroma auch noch lange nach der Bärlauch-Saison genießen. Dasselbe gilt für Bärlauchbutter.

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Gesunde Pluspunkte von Bärlauch

Bärlauch zählt man zu den bekanntesten und beliebtesten heimischen Wildkräutern. Er gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist mit Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch verwandt. Wie diese enthält er in seinem ätherischen Öl eine Reihe von Schwefelverbindungen. Diese machen nicht nur den typischen Geschmack aus, sondern sollen auch einen günstigen Einfluss auf die Verdauungsorgane und den Blutdruck haben.

  • Schon die alten Römer nutzten den Bärlauch als magen- und blutreinigendes Heilkraut.
  • Der legendäre Kräuterpfarrer Johann Künzle sagte: „Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch.“
  • Daneben liefert die Pflanze auch Eisen und Magnesium sowie mit 150 Milligramm pro 100 Gramm dreimal so viel Vitamin C wie Zitronen.

    Bärlauch sammeln in der Natur

    Je nach Wetterlage beginnt die Bärlauch-Saison im März und endet im April oder Anfang Mai. Dann sind in feuchten, schattigen Laub- und Auenwäldern große Bärlauch-Teppiche zu finden, denn die Pflanze breitet sich gerne aus. Aber Achtung: da sich zu dieser Zeit noch keine Blüten zeigen, ist beim Sammeln Vorsicht geboten: Es besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen wie Herbstzeitlose oder Maiglöckchen.

Unser Tipp:Am besten reibt man die Blätter zwischen den Fingern und schnuppert. Den ungenießbaren Doppelgängern fehlt der aromatische Knoblauchgeruch. Allerdings kann die Geruchsprobe nach und nach schwieriger werden, wenn der Bärlauchduft eventuell an Ihren Fingern haftet und so trügerische Sicherheit vermittelt.

Am schmackhaftesten sind die jungen Blätter, die bis zu 25 Zentimeter lang werden können. Ältere Bärlauchblätter sind zwar nicht ungenießbar, aber weniger aromatisch und recht zäh. Eine besondere Delikatesse sind aber die Knospen, die Sie ähnlich wie Kapern einlegen oder dünsten können. Essbar sind auch die Bärlauch-Blüten, die gerne mit in das Bärlauchpesto wandern dürfen und ein schöner Blickfang im Salat sind.

Bärlauch selbst anpflanzen

Natürlich ist Bärlauch auch auf dem Wochenmarkt oder im gut sortierten Supermarkt zu finden. Wer aber selbst sammeln und es genauso sicher wie praktisch haben möchte, kann Bärlauch auch selbst anpflanzen.

  • Wegen der großen Beliebtheit wird die Wildpflanze zunehmend kultiviert und ist als Topfpflanze im Gartenmarkt erhältlich. Diese sollten Sie am besten an einem feuchten und mindestens halbschattigen Plätzchen einpflanzen, zum Beispiel unter Bäumen oder Hecken.
  • Was den einen Gärtner freut, ärgert vielleicht den anderen: Die mehrjährigen Bärlauchpflanzen sind äußerst vermehrungsfreudig. Um eine zu große Ausbreitung zu verhindern, können Sie die Wurzeln ausgraben, sobald die Blätter im Herbst gelb werden.
  • Entweder setzen Sie die Pflanzen an einer anderen Stelle wieder ein oder verschenken sie an andere Bärlauch-Fans.
  • Ein Garten ist übrigens nicht unbedingt ein Muss: Auch im Balkonkasten oder im Pflanzkübel fühlt sich Bärlauch wohl.

Bärlauch: gesund und lecker

Bärlauch ist in aller Munde – und das aus gutem Grund: Das Kraut ist nicht nur lecker, sondern auch noch richtig gesund. Auch schön: Anders als Knoblauch hinterlässt Bärlauch nach dem Essen keinen lästigen Mundgeruch. Also, nutzen Sie die kurze Bärlauchzeit und genießen Sie den Frühling mit gesunden Bärlauch-Leckereien!