Die Traumwelt bringt uns in eine eigene Dimension. In unseren Träumen verarbeiten wir den Tag, unsere Erlebnisse, unsere Ängste und Sorgen. Traumfänger sollen vor bösen Träumen schützen

Indianische Tradition – der Traumfänger

Traumfänger sind hübsch, haben eine Tradition und eine tiefergehende Bedeutung.

Wer kennt das nicht? Mit einem Schrecken fahren wir aus dem Schlaf hoch und brauchen eine Weile, um uns wieder zu beruhigen. Erst, wenn wir sicher sind, dass alles in Ordnung ist, die Lieben gesund in ihren Betten liegen und wir selbst nur schlecht geträumt haben, ist an Wiedereinschlafen zu denken. Und vielen fällt es sogar dann schwer. Das Geträumte beschäftigt uns oder hinterlässt ein ungutes Gefühl. Dahinter stehen oft unbewusste Ängste oder unangenehme Erlebnisse. Oft kann man sich mit einfachen Mitteln, wie autogenem Training oder „Schäfchenzählen“ ablenken und auf diese Weise selbst helfen. Wichtig zum Wiedereinschlafen ist nämlich ein Gefühl von Entspannung und das kann sich durch Ablenkung durchaus einstellen.

Schmucke Deko-Objekte als Schutz vor bösen Träumen

Auch Traumfänger, die vor bösen Träumen schützen sollen, können diese beruhigende Wirkung haben, denn sie geben uns das Gefühl, behütet und geborgen zu sein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die kleinen Kunstwerke heute nicht nur in Kinderzimmern über dem Bettchen hängen, sondern bereits in viele Schlafzimmer eingezogen sind. Aber woher stammt die Tradition der Traumfänger eigentlich?

Herkunft und Legende der Traumfänger

Traumfänger sind ursprünglich indianische Schutzamulette, die über den Schlafstätten in den Tipis aufgehängt wurden, um vor bösen Träumen und Gedanken zu schützen. Der Legende nach gab es im Stamm der Ojibwe eine Spinnenfrau, die für das Wohlergehen aller sorgte. Da sich der Stamm aber bald über ganz Nordamerika verstreut hatte, brachte sie den Frauen bei, aus Weidenreifen, Pflanzenfasern und Federn magische Netze zu weben, die dann ihre beschützende Aufgabe übernehmen konnten. Böse Träume sollen im Netz hängenbleiben und gute hindurch schlüpfen. Die aufgehende Sonne löst die gefangenen schlechten Träume dann auf. Eine andere Deutung sagt, dass die guten Träume vom Netz aufgefangen werden und über die Federn zum Schlafenden geleitet werden. In den 1960er Jahren hatte sich die Tradition des Traumfängers in nahezu alle Indianerstämme Nordamerikas verbreitet und gilt seitdem als ein Symbol der indianischen Kultur Amerikas.

Positive Träume bringen uns Kraft und Energie

Der Traumfänger

Für Weltbild von Expertin Monika Martin, Schamanin und spirituelle Lehrerin

Der Traumfänger kommt aus dem indianischen und ist eine sehr alte Überlieferung. Er soll dabei helfen schlechte Träume aufzulösen. Man kann schon an der Form des Traumfängers erkennen, dass dieser aufgebaut wurde wie ein Spinnennetz. Die indianische Legende besagt, dass die schlechten und bösen Träume hier abgefangen werden und wenn der Tag anbricht und die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, werden diese über die Federn in den Himmel zur Transformation getragen.

Die positiven Träume sind lichtvoller und können so durch das Netz hindurch rutschen. Im Indianischen haben Symbole und Krafttiere eine starke Bedeutung. Das Netz der Spinne fängt auf, die Federn stehen symbolisch für die Vögel, die dann diese schlechten Träume wegtragen und in den Himmel fliegen. Daher sollte der Dreamcatcher immer direkt über das Bett aufgehängt werden.

Woher kommen nun eigentlich unsere schlechten Träume?

Schlechte Träume sind unbewusste Ängste und Erlebnisse, die wir aus dem Tag mit in den Traum hineinnehmen. Im Indianischen ist auch die Traumwelt eine eigene Dimension, in der wir leben und Dinge verarbeiten. Der Dreamcatcher hilft also diese bösen Träume wegzunehmen, damit wir diese negativen Träume nicht immer wieder durchleben müssen. Man kann daher auch den Traumfänger zusätzlich mit kleinen Steinen verzieren, um die Kraft des Traumfängers noch zu erhöhen. Jeder Stein hat eine ganz eigene Bedeutung. Kleine Kristalle eigenen sich z.B. sehr gut, da sie klären und uns mit uns selbst wieder in Balance bringen.

Auch für Menschen mit Schlafstörungen soll der Traumfänger bestens geeignet sein. Er soll ebenfalls die negativen Gedanken einfangen, die uns davon abhalten, uns in den Schlaf fallen zu lassen. Oft steckt in unseren Schlafstörungen schon eine unbewusste Angst vor diesen negativen Träumen. Diese unbewusste Angst lässt uns dann nicht einschlafen.Der Traumfänger unterstützt also nicht nur, die schlechten Träume zu transformieren, sondern auch, die Gedanken vor dem Einschlafen aufzunehmen, so dass man sich in Sicherheit fühlt und alle störenden Muster loslassen kann. Das Gedankenkarussell wird somit beendet und man kann sich fallen lassen und in einen tiefen Schlaf sinken, der dann von positiven, schönen Träumen begleitet wird. Wenn man Angst mit Energie gleichsetzt, dann ist die Angst eine sehr dunkle, zähe und dichte Energie und das Positive eine sehr lichtvolle, glitzernde, feine Energie. Man könnte es also auch so erklären, dass die dunklen Energien, die unsere Ängste, Befürchtungen und negativen Erlebnisse speisen, durch den Traumfänger eingefangen werden und später bei Tagesanbruch im Licht transformiert werden. Die positiven, schönen Träume, die aus feinen, lichtvollen Energien bestehen, können durch das Netz hindurch fliesen und so hilft uns der Traumfänger in einer positiven Energie zu bleiben und positive Träume erleben zu dürfen.

Man kann geteilter Meinung sein, ob man der Legende Glauben schenken möchte oder nicht. Ich bin der Meinung, daß der Traumfänger durchaus seine Wirkung hat. Natürlich kann der Glaube daran die Stärke des Traumfängers noch um ein Vielfaches intensivieren, denn wie heißt es so schön: „der Glaube versetzt Berge“. Meinen eigenen Traumfänger, den ich schon über viele Jahre in meinem Schlafzimmer habe, würde ich niemals hergeben wollen. Mein Tipp: einfach mal ausprobieren und abwarten was passiert; negativ wirkt der Traumfänger auf keinen Fall, man kann damit also nur für sich gewinnen. Monika Martin

Über Monika Martin, Schamanin und spirituelle Lehrerin:

Monika Martin schreibt über sich: "Ich bin Ende Januar 1965 in Deutschland geboren. Ich wurde mit den Gaben des Hellfühlens, Hellhörens und Hellsehens geboren. Ich verstand damals natürlich noch nicht, warum andere Menschen diese Gaben nicht haben und hatte mich oft verloren gefühlt auf dieser Welt. Nachdem ich endlich mit 16 Jahren erfuhr, das ich hawaiianischer Abstammung bin, wollte ich unbedingt meine Wurzeln ergründen. Mit 18 Jahren flog ich schließlich nach Hawaii. Das erste Mal in meinem Leben musste ich meine Gaben nicht verstecken. Mein Urgroßvater, der Schamane des Stammes, brachte mir im Indianerreservat in den Bergen alles bei, was für mein Leben wichtig war und ist. Von meiner Tante erlernte ich verschiedene Massagetechniken. Nach einigen Monaten schickte mich mein Urgroßvater wieder zurück nach Deutschland.

Ich verstand damals noch nicht warum ich wieder zurück musste. Und wie das so ist in diesem Alter, ging ich Wege, welche nicht mit meinem Lebensplan übereinstimmten. Es kam wie es kommen musste. Im Alter von 27 Jahren wurde ich das erste Mal schwer krank. Nachdem ich meine erste Nah-Tod-Erfahrung machte, fing ich an, mich langsam auf die Suche zu begeben. Doch ich brauchte lange um wirklich zu verstehen, welcher Weg der Richtige für mich sein sollte.

Hier fing das Abenteuer LEBEN an! Auf diese Krankheiten folgten noch viele Krankheiten. Alle hatten nur einen Grund: Sie heilten meine Seele, meinen Körper, meinen Geist und führten mich zu dem was ich schon immer war und immer sein werde; zu der Essenz aus der wir alle sind: bedingungslose Liebe. In vielen Jahren der Einsamkeit lernte ich richtig zu meditieren und Verbindung zu meinem höheren Selbst aufzunehmen. In dieser Zeit habe ich mir sehr viel altes Wissen wieder angeeignet und mir damit den Grundstein für die Zukunft gelegt. Die Lehre der Kahuna (Schamanen) wurde zu meiner Lebensphilosophie. Nun fing ich an meine Kanäle immer weiter zu öffnen und ich hatte das erste Mal Kontakt mit verschiedenen Energien aus den höheren Reichen. Nach und nach lernte ich die Energiefrequenzen zu erhöhen und zu halten und mit Heilenergien zu arbeiten. Der Kontakt zur geistigen Lichtwelt ist nun Bestandteil meines Lebens. Ich lernte das grenzenlose Vertrauen in Spirit / Gott, sowie zu mir selbst und damit mich hundertprozent auf die Durchsagen und Anleitungen der geistigen Lichtwelt zu verlassen. Nun ist im Jetzt die Zeit gekommen, mein Wissen und meine Erfahrungen derer ich gelehrt wurde und werde, an alle Seelen weiter zu geben, die jetzt dieses Wissen bzw. der Heilung bedürfen."

Monika Martin

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Traumfänger sind kleine Kunstwerke

Für die traditionellen Traumfänger der Indianer wurden Weidenzweige zu einem Kreis gebogen. In dieses Rund knüpften die Frauen aus Tiersehnen oder Pflanzenfasern ein kunstvolles Netz, dass ein allumfassendes Spinnennetz symbolisierte, indem auch weit verstreute Familienmitglieder vereint sind. Die runde Form stellte den täglichen Lauf der Sonne und des Mondes, sowie den Kreislauf des Lebens dar. In die Mitte wurde eine Feder gebunden, die einerseits Luft und damit Leben symbolisierte, andererseits durch ihre Bewegung anzeigte, dass Träume hindurchgeflogen waren. Im Laufe der Zeit trockneten die Weidenzweige aus und wurden brüchig. Dies galt als Zeichen für die Vergänglichkeit der Kindheit.

Heute sind Traumfänger aus Holz oder Metall, das mit Lederstreifen umwickelt wird. Das Netz besteht aus Kunst- oder Baumwollfäden und geschmückt wird mit Glasperlen und bunten Federn. Neben ihrer ursprünglichen Bedeutung als Schutz vor bösen Träumen, sollen Traumfänger auch dekorativ sein und dienen vielfach als Wand- oder Deckenschmuck im Schlafzimmer. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen, die hübschen Deko-Objekte selbst zu gestalten. Dabei sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt und es kann nach Lust und Laune mit bunten Accessoires geschmückt werden.

Egal, ob Ihr Traumfänger Ihnen ruhige Nächte bescheren soll, oder ob sie sich vor allem an seinem hübschen Aussehen erfreuen – er trägt auf jeden Fall eine sehr alte und mystische Tradition in Ihr Schlafzimmer. Lassen Sie sich von der Wirkung überraschen.