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nachhaltig leben
vor 3 Wochen
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Unser Garten im April: Alles sprießt!

Wie wunderbar, wenn es im Garten leuchtend blüht im Frühling und Sommer. Doch vorher steht Arbeit an...

Jetzt geht die Garten-Saison so richtig los!

Zwar heißt es „April, April, der macht, was er will“, und das Wetter kann ab und zu unbeständig sein, aber der Frühling ist nun endlich da und lockt uns mit milden Temperaturen und Sonnenstrahlen nach draußen. Für alle Gärtner heißt das: Jetzt geht es richtig los!

Inhalt:

Gartenarbeit im April - Checkliste:

1. Wie gut ist meine Gartenerde noch - Tipps zur Bodenverbesserung

Sie haben schon im letzten Jahr festgestellt, dass Ihre Pflanzen nicht mehr richtig wachsen? Vielleicht liegt es an der Bodenqualität in Ihrem Garten? Dann ist höchste Zeit für eine Bodenverbesserung, denn nur auf einem fruchtbaren Boden können Pflanzen gut gedeihen und eine ertragreiche Ernte liefern. Die Bodenqualität bzw. die Gartenerde nachhaltig zu verbessern, ist unkomplizierter als man denkt. Was macht einen guten Boden aus? Er sollte feinkrümelig und luftdurchlässig sein, muss aber auch ausreichend Wasser und Nährstoffe speichern können. Deshalb kommt es auf die Zusammensetzung der verschiedenen Bodenbestandteile wie Sand, Lehm, Ton und Humus an. Wie die Bodenverbessserung bei den verschiedenen Bodenarten funktioniert , erläutern wir hier:

  • Sandböden sind in der Regel leicht, sie trocknen im Sommer schnell aus und speichern dann nicht genügend Wasser und Nährstoffe. Die Bodenstruktur von sandigen Böden lässt sich mit Tonmineralen verbessern, die Wasser besser speichern, wie zum Beispiel Bentonit oder Gesteinsmehle. Sandböden können im Frühjahr zudem mit Kompost oder anderem organischem Material sowie Gründünger angereichert werden. Damit wird die Bildung von Humus angeregt. Humus kann große Mengen an Wasser und Nährstoffen speichern. Auch Mulchen dienst der Bodenverbesserung, weil weniger Wasser verdunsten kann und das organische Material Nährstoffe enthält. Die schützende Mulchschicht hilft den Bodenorganismen dabei, Humus zu bilden.

  • Lehm- oder Tonböden sind meist schwer, weil der Boden viel Wasser speichert (Achtung Staunässe!). die Erde schlecht durchlüftet und im Frühjahr nur langsam aufgeheizt wird. Weil sich die Pflanzen dann oft erst spät entwickeln können, sollte man den Boden regelmäßig auflockern. Tipp: zur Bodenverbesserung bei schweren Böden zwischendurch Kompost oder Sand einarbeiten. Auch Gründünger sind nützliche Bodenverbesserer, am besten geht es mit tiefwurzelnden Pflanzen, sie lockern den Boden durch ihre Wurzeln auf und sorgen für eine bessere Durchlüftung und weniger Unkraut.

Hausmittel als natürliche Düngemittel zur Bodenverbesserung - 3 Tipps

  • Reifer Kompost ist ideal, um im Frühjahr die Qualität des Bodens zu verbessern. Reif heißt, dass Küchen- und Gartenabfälle genug Zeit hatten, durch Mikroorganismen abgebaut zu werden. Das sogenannte „Umsetzen“ beschleunigt den Verrottungsvorgang und bedeutet, dass Sie die untersten Schichten Ihres Komposts nach oben und die inneren nach außen umschichten, damit viel Luft an das organische Material gelangt. Zusätzlich können Sie noch Gesteinsmehl zugeben, um den Zersetzungsprozess zu fördern. Dann den reifen Kompost einfach in die oberste Erdschicht einarbeiten.
  • Kaffeesatz: der gemahlene Kaffee enthält wichtige Mineralien sowie Stickstoff. Den Kaffeesatz am besten vor der Ausbringung trocknen, damit er nicht schimmelt, dann locker in den Boden einarbeiten.
  • Brennnesselsud: Brennnesselsud versorgt Boden und Pflanzen ganz natürlich mit Stickstoff und Kalium. Er lässt sich auch gut zur Schädlingsbekämpfung gegen Blattläuse einsetzen.
  • Unentbehrliche Helferlein für eine gute Bodenstruktur sind auch Regenwürmer. Sie lockern den Boden auf und helfen so bei der Kompostierung.

Oh Schreck, ne Schneck: Wie Sie die gefräßigen Gesellen vertreiben

Nacktschnecken fressen sich im Frühjahr gerne an jungem Gemüse und anderen Pflanzen satt. Wie Sie effektiv gegen Schnecken vorgehen können, verraten die Garten-Profis vom Traditionsunternehmen Gärtner Pötschke im Video:

Probieren Sie es anstelle der chemischen Keule doch einmal mit folgenden Mitteln und Tricks:

  • Verwenden Sie ein Kulturschutznetz. Es ist durchlässig für Licht, Luft und Regenwasser und wehrt neben Schnecken auch andere Schädlinge wie Erdflöhe oder die Kirschessigfliege ab.
  • Gießen Sie am besten morgens. Dann sind die Pflanzen wieder trocken, wenn die Schnecken abends aktiv werden und feuchtes Laub suchen.
  • Sind die Schnecken erstmal unterwegs, hilft nur fleißiges Absammeln.
  • Beliebt sind auch Bierfallen, die es sogar fertig zu kaufen gibt.
  • Schnecken vermeiden trockene Wege. Halten Sie daher Ihren gefährdeten Beeten und Pflanzen möglichst trocken und offen. Dadurch erreichen Sie einen schönen und feinkrümelige Bodenstruktur, die die schleimigen Plagegeister zusätzlich abschreckt.
  • Legen Sie Schutzstreifen aus Asche, Gesteinsmehl, Kalk, Sägespäne oder Sand an. Die Materialien müssen nach jedem Regen erneuert werden. Als Alternative können Sie mechanische Barrieren wie z.B. Schneckenzäune. Schneckenschutzringe und Kupferbänder errichten, die Sie mit Erdnägeln befestigen. Letzteres muss unbedingt feucht gehalten werden.

Mal dekorativ, mal nützlich: Behälter aus Holz sind unentbehrlich im Garten.

Der Garten im Frühling - was ist jetzt zu tun?

2. Blumenzwiebeln mehrjährig verwenden

Frühblühende Zwiebelblumen wie Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen und Tulpen haben im April häufig schon die beste Zeit hinter sich. Ist genug Platz im Garten, lassen Sie die verwelkten Pflanzen einfach stehen. In der Erde sammeln die Blütenzwiebeln neue Kraft und zaubern Anfang kommenden Jahres wieder bunte Farbtupfer in Ihren Garten. Alternativ können Sie verblühte Blumenzwiebeln vorsichtig herausziehen, von Erde und Laub befreien und gut trocknen lassen. Wenn Sie die Zwiebeln an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufbewahren, können Sie sie im Herbst wieder einpflanzen.

3. Aussaat: Diese robusten Gemüse und Kräuter können Sie jetzt im Freiland aussäen

Gemüsearten:

  • Kopfsalat
  • Spinat
  • Mangold
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Rote Bete
  • Radieschen
  • Möhren
  • Lauch
  • Kohlrabi
  • Zuckererbsen
  • Rettich
  • Pastinaken
  • Schwarzwurzeln
  • Wirsing
  • Speiserüben

Kräuter:

  • Petersilie
  • Dill
  • Bohnenkraut
  • Kümmel
  • Estragon
  • Kerbel
  • Schnittlauch

TIPP: Bärlauch können Sie gut im Garten ansiedeln. Kaufen Sie Jungpflanzen und kultivieren Sie sie an einem schattigen Plätzchen, z. B. unter Sträuchern. So können Sie den köstlichen Waldknoblauch nach Belieben ernten, ohne Gefahr zu laufen, ihn mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln.

Gartenfreuden bei Weltbild entdecken

Fröhlicher Hingucker: lassen Sie Ihre Frühlingsblümchen doch mal von niedlichen Kätzchen bewachen.

4. Letzte Chance: Rosen und Hibiskus schneiden

Wenn Sie es im März verpasst haben, ist jetzt noch eine gute Zeit, um immergrüne Pflanzen oder empfindliche Obstgehölze zu pflanzen, zu teilen oder umzusetzen. Sobald die Forsythien blühen, können Sie außerdem Rosen und Hibiskus-Sträucher in Form bringen.

  • Die Regel bei Beet- und Edelrosen lautet: Schwache Triebe stark und starke Triebe schwach zurückschneiden. Mehrmals blühende Sorten können Sie bis auf etwa 20 Zentimeter über dem Boden zurückschneiden.
  • Setzen Sie dabei die Rosenschere fünf Millimeter oberhalb der Knospen an und schneiden Sie leicht schräg.
  • Bei öfter blühenden Strauchrosen sollten Sie alte und schwache Triebe komplett entfernen und die neueren ungefähr um ein Drittel kürzen.
  • Kletterrosen müssen nur leicht zurückgeschnitten werden. Abgestorbene Triebe oder solche, die älter als vier Jahre sind, sollten Sie komplett entfernen.
  • Junge Hibiskus-Pflanzen können Sie um mindestens die Hälfte kürzen. So regen Sie Verzweigung und Blütenbildung optimal an. Bei älteren Sträuchern reicht der sogenannte Erhaltungsschnitt: Blütentriebe aus dem Vorjahr bis auf wenige Knospen einkürzen, bei sehr dichtem Wuchs einige auch ganz herausschneiden.

TIPP: Damit es glatte Schnittstellen gibt und die Pflanzen beim Zurückschneiden so wenig wie möglich verletzt werden, sollte die Gartenschere möglichst scharf sein. Nutzen Sie einen regnerischen Apriltag, um Ihr Gartenwerkzeug zu schärfen und in Schuss zu bringen. Vielleicht ergreifen Sie auch die Gelegenheit, um abgenutzte Exemplare Ihrer wichtigsten Gartenhelfer durch neue zu ersetzen?

5. Ab ins Beet: Bienenfreundliche Pflanzen

Folgende Pflanzen sind ein schöner Blickfang für den Frühlingsgarten und dienen als wichtige Nektarquellen für Bienen:

  • Die Winterheide (Erica) zeigt bereits im Januar ihre weißen oder violetten Blüten.
  • Astern sorgen bis in den Herbst hinein für bunte Farbenpracht im Garten.
  • Studentenblumen (Tagetes) schmücken Beete genauso wie Kübel. Netter Nebeneffekt: Schnecken mögen sie gar nicht.
  • Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin sind bei Bienen sehr beliebt; auch Wildkräuter wie die Taubnessel, der Kriechende Günsel, Ysop oder die Schafgarbe.
  • Wer Obstbäume und Beeren in seinem Garten hat, kann sich als wahrer Bienenfreund bezeichnen.

6. Beeren pflanzen

Die beste Pflanzzeit für Beerensträucher ist der Herbst, aber auch im Frühling können Sie sie noch pflanzen. Allerdings dürfen Sie erst im kommenden Jahr eine üppige Ernte an Himbeeren, Johannisbeeren oder Blaubeeren erwarten. Wenn Sie Erdbeeren pflanzen möchten, wird es jetzt höchste Zeit. Sorten wie Pandora, Salsa oder Symphony sind im Spätsommer erntereif. Beliebt sind auch Monatserdbeeren, die von der Walderdbeere abstammen und von Juli bis November immer wieder Früchte hervorbringen.

TIPP: Schaffen Sie Nistmöglichkeiten für Wildbienen und Co. Als „Insektenhotel“ reichen schon Totholz oder zusammengebundene Bambus- und andere Pflanzenstängel. Oder Sie bohren zahlreiche Gänge in einen Holzklotz.

7. Sommerblumen vor Frost schützen

Im April können Hobbygärtner aus dem Vollen schöpfen, wenn sie Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse anpflanzen möchten. Aber Vorsicht: Bis zu den Eisheiligen Mitte Mai kann es noch Bodenfrost geben. Falls Sie ungeduldig sind und schon vorher Dahlien, Begonien, Fuchsien oder Geranien pflanzen, behalten Sie die Temperaturen im Auge und schützen Sie die frostempfindlichen Sommerblumen gegebenenfalls mit einem Gartenvlies.

Weiter geht’s in Richtung Hochsaison

Wenn Sie unsere Gartentipps für den April beherzigen, grünt und blüht es am Ende des Monats schon sehr üppig. Dann gehen Sie schon mit großen Schritten der Hochsaison für alle Gartenfreunde entgegen, für die Sie im Wonnemonat Mai noch ein paar Dinge vorbereiten können. Fortsetzung folgt…

Monat für Monat alle wichtigen Infos rund um Ihr Gartenjahr:

Januar: Schneeglöckchen: Zarte Frühlingsboten mit Superpower

Februar: So machen Sie Ihren Garten fit für den Frühling

März: Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft

April: Jetzt geht die Garten-Saison so richtig los!

Mai: Die Hochsaison beginnt: Gemüse- und Ziergarten im Mai

Juni: Den Frühsommer im Garten genießen

Juli: Der Sommergarten: Zeit zum Ernten, Säen und Genießen

August: Hochsommer im Garten – Tipps, was im August zu tun ist

September: So bereiten Sie Ihren Garten optimal auf den Herbst und Winter vor

Oktober: So wird der Garten winterfest

November: Christrosen - Jetzt kommt die Zeit für die edlen Winterblüher im Garten

Dezember: Stars der Weihnachtsdeko: Amaryllis und Weihnachtsstern