vor 2 Wochen

Viele viele bunte Eier!

Ei, Ei, Ei - hier ist richtig Spaß dabei

Bunte Eier gehören zu Ostern, genauso wie der Hase. Wann haben Sie denn zuletzt Eier selbst gefärbt? Wie bitte, es ist nur eine schöne Kindheitserinnerung? Dabei sollte es in diesem Jahr nicht bleiben. Denn den Eiern ein farbiges Mäntelchen anzuziehen, ist der Klassiker bei der Osterdeko (mehr zum Thema Osterdeko finden Sie hier), macht Spaß und weckt die Kreativität, lässt sich auch in kurzer Zeit realisieren und kennt in diesem Jahr keine künstlerischen Grenzen.

Woher kommt eigentlich der Brauch, die Eier an Ostern zu färben?

Schon vor 60.000 Jahren gab es dekorierte Eierschalen. Belegt wird das durch Funde dekorierter Straußeneier im südlichen Afrika oder Grabbeigaben verzierter Straußeneier bei den alten Ägyptern. Die christliche Tradition hatte aber auch einen Einfluss auf das Brauchtum – jedoch mehr aus praktischen Beweggründen. Denn das Fastengebot der katholischen Kirche verbot auch den Verzehr von Eiern zwischen Aschermittwoch und Ostern. Um diese für den Zeitraum von über sechs Wochen haltbar zu machen, wurden die Eier hart gekocht. Um ältere und jüngere zu unterscheiden, färbte man die Eier. Das Resultat: Zu Ostern gab es dann viele verschiedene gefärbte Eier, die endlich verzehrt werden durften.

Wie färben wir unsere Eier in diesem Jahr?

Ganz einfach: So wie es Ihnen gefällt. Denn die Möglichkeiten beim Färben sind nahezu unbegrenzt. Genauso wie die Freude, wenn die bunten Eier dann als individuelle Dekorationstupfer den Ostertisch zieren, als Ostergeschenk an Freunde und Familie weiter gereicht oder schlicht beim Abendbrot genossen werden.

Lese-Tipp: So gelingt die Oster-Deko

Tolle Tipps und Tricks zum Thema Osterdeko lesen Sie hier)

Ostereier mit zarten Blattmotiven sehen schlicht edel aus

Tipps und Tricks: bunte Eierpracht - gewusst, wie!

Ganz natürlich schön: Mit Zwiebelschalen färben und Naturmotive aufdrucken

Bekanntermaßen entspringen der Natur die schönsten Formen. Das können Sie sich zu Nutze machen und hübsche Blätter, Blüten und Gräser sammeln. Diese befestigen Sie mit etwas Bastelleim auf dem Ei und fixieren das Ganze, indem Sie das Ei oder gleich mehrere Eier hintereinander vorsichtig in zurechtgeschnittene Stücke von Nylonstrumpfhosen schieben und zur Trennung mit Küchengarn abbinden. So darf die "Eierschlange" dann ins Färbebad.

Auch hier kann man ganz naturnah vorgehen und die Ostereier beispielsweise mit Zwiebelschalen färben. Dafür benötigen Sie

  • reichlich äußere, dünne Schalen von braunen und roten Zwiebeln – rund 70 Gramm.
  • Dann ca. 2,5 Liter Wasser mit zwei Esslöffeln Essig und den Zwiebelschalen aufkochen, bis ein schöner rotbrauner Sud entsteht.
  • Die Strumpf-Eier darin ca. zehn Minuten kochen
  • und anschließend noch eine halbe Stunde im Farbbad liegen lassen. Je länger die Eier im Farbbad bleiben, desto intensiver der Farbton.

Natürliche Farben für Eier

Übrigens: auch Rote-Bete-Saft oder gehackter Spinat eigenen sich wie Zwiebelschalen zum Färben. Danach die Eier kalt abspülen, trocknen lassen und im Anschluss Strumpfhose und Blatt oder Blüte entfernen, für schimmernden Glanz mit etwas Öl einreiben. Der Abdruck auf dem Ei ist eindrucksvoll in der Eierschalenfarbe, also nicht gefärbt und passt in dieser Optik ideal in ein natürlich schönes Osternest aus Zweigen und Moos oder zu einer ansprechenden Osterdekoration aus Holz.

Raffiniert: Servietten-Technik für Ostereier

Der große Vorteil hierbei ist, sie können Ihre Motive frei wählen, denn Servietten gibt es in zahllosen Mustervarianten. Wir empfehlen, kleinere Musterungen zu bevorzugen, damit sie auf dem Ei auch zur Geltung kommen und einen weißen Hintergrund, damit sich das Muster auch auf einem gefärbten Ei perfekt einfügt. Dann geht alles ganz schnell und unkompliziert:

  1. Muster aus der Serviette ausschneiden
  2. die unteren beiden Lagen der Serviette entfernen
  3. und das Motiv mit Serviettenkleber möglichst ohne Luftblasen fixieren. Verwenden Sie dabei ausreichend Kleber auf dem Ei und überstreichen Sie auch das Motiv.
  4. Im Anschluss das Ei am besten auf einem Schaschlikspieß trocknen lassen. Fertig.

Eier-Kunstwerke - zum Verzehr und für den Osterstrauß

Genau wie beim Trick mit den Blättern oder Blüten, können auch diverse Aufkleber für individuell verzierte Dekoeier verwendet werden. Aufkleben und zusätzlich mit der Strumpfhose fixieren, damit sie sich beim Färbevorgang nicht ablösen. So lassen sich für Kinder wunderbare Silhouetten von Dinosauriern, Hasen oder Küken auf die Eier zaubern. Tipp: Mit etwas Klarlack überstrichen, glänzen die Eier dann unvergleichlich schön.

Wachskunst am Ei

A propos Kinder: Wer schon als Kind Eier mit heißem Wachs, am besten Bienenwachs, betropfen durfte, bevor diese ins Färbebad wanderten, weiß, dass damit besonders schöne Muster entstehen. Denn das Wachs nimmt die Farbe nicht an und kann in unterschiedlicher Weise und in verschiedenen Farben über das Ei verteilt werden. Wer möchte, kann das Ei nach dem Bemalen mit Wachs auch noch mit Eierfarbe färben. Wenn sie getrocknet ist, das Ei über eine kleine Spiritusflamme halten, das Wachs läuft dann herunter und kann mit einem Tuch abgewischt werden. Zurück bleiben die hübschen (Wachs-)Muster.

Ostereier mit Kratzmuster

Oder erinnern Sie sich an die Kratztechnik? Hier durfte man als Kind mit einem kleinen Kindermesser Muster in die Eierfarbe kratzen. Probieren Sie es aus – heute wird es sicherlich etwas filigraner, aber mindestens genauso schön.

Gemalte Kunstwerke auf Ei

Und last but not least: Bemalen und verzieren Sie die Ostereier einfach selbst mit Stiften oder Wasserfarben. Dafür am besten ausgeblasene Eier verwenden, die etwas Feingefühl verlangen. Aber man spart sich die manchmal mühselige Art, die Eier mit Eierfarben oder natürlichen Zutaten einzufärben - und es ist auch selbstgemacht und sauberer allemal.

Ganz problemlos geht es mit Stiften oder Deko-Markern aus dem Fachhandel. Dazu den Deko-Marker aktivieren, indem man ihn mit der noch aufgesetzen Kappe kräftig schüttelt. Dann am besten ein paar Textstriche auf Papier, damit die Farbe in die Spitze des Markers fließen kann und los geht's! Anfänger sollten das ausgeblasene Ei in einen Eierbecher stellen, geübtere Maler können es auch in die Hand nehmen.

Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Zeichnen Sie vielfältige Musterornamente, österliche Motive oder einen Spruch wie "Frohe Ostern", Häschen, einen Osterglockenstrauß etc. Erlaubt ist, was gefällt. Dann nur noch einen Aufhänger anbringen - dafür ein Stück Häkelgarn an ein kleines Stück Schaumstoff binden. Den Schaumstoff mit einer Stecknadel vorsichtig durch das (Ausblase-)Loch in das Ei drücken - fertig! Noch schöner wird das Ei, wenn Sie ein kleine Holzperle mit Knoten in der Aufhängekordel fixieren.

Und wie in jedem Jahr bringen all die hübsch bemalten, individuellen Eier am Osterstrauß tägliche Freude und alle zum Staunen!