Paula Lambert
vor einer Woche
Paula Lambert

Gratis lesen: Erotische Office Nights, Folge 13

Jede Woche neu: Erotische Kurzgeschichten von Beziehungsexpertin Paula Lambert, bekannt aus Sixx, unter dem Titel "Office Nights" hier kostenlos lesen. Die Stories erscheinen später als eBook-Bundles im Label CLUB bei Harper Collins | © Photo Paula Lambert: sixx/Jens Koch

Achtung! Verführerischer Lesestoff - vorab exklusiv im Weltbild Magazin

Exklusiv vorab können Sie die 28-teilige Reihe Office Nights mit sinnlichen Geschichten online hier im Weltbild Magazin lesen: Paula Lambert, Beziehungscoach und Sexpertin, bekannt durch die Sendung "Paula kommt" auf dem Kanal sixx, hat ihre erste fiktionale Geschichte verfasst. Die kurzgeschichtengeschichten sind jeweils 4 Wochen exklusiv und gratis verfügbar. Danach werden jeweils vier Kurzgeschichten in E-Bundles unter dem CLUB-Label von HarperCollins für 1,99 Euro angeboten. ACHTUNG, es erwartet Sie prickelnde Lektüre.

Verführerisch: Gewagtes Spiel

OFFICE NIGHTS ist eine 28-teilige Reihe erotischer Kurzgeschichten, die bei HarperCollins erscheinen. Diese können unabhängig voneinander oder am Stück gelesen werden. In jeder Folge wedmet sich Protagonistin Stella einer anderen erotischen Herausforderung widmen – eine verführerischer als die andere.

Office Nights von Paula Lambert

Darum geht es: Stella Durigatti ist eine toughe Geschäftsfrau, die nicht nur ihre Angestellten, sondern auch sich selbst fest im Griff hat. Versagen ist für sie keine Option, Freizeit auch nicht. Lediglich für die Freitagsdinner mit ihrer Familie reißt sie sich vom Laptop los. Und obwohl sie behauptet, dieses Leben zu lieben, macht der Stress sich bei ihr langsam bemerkbar. Eines Tages bekommt sie eine E-Mail von einem Fremden, der behauptet, sich um sie zu sorgen. Atlas, so nennt sich der Mann, fordert sie zu einem gewagten Spiel heraus...

28 Folgen mit sinnlichem Lesestoff von Paula Lambert. Erotische Geschichten jede Woche in der Reihe Office Nights exklusiv und kostenlos vorab lesen nur im Weltbild Magazin.

Paula Lambert, "Office Nights", Folge 13

Meine Mutter ist beim Frühstück unfassbar gut gelaunt, aber sie sagt nichts, sondern lächelt nur und lässt ihre süßen Knopfaugen zwischen Giulio und mir hin- und hertanzen, als wären sie Newtons Pendel.

Gigi stöhnt genervt und versucht das Gespräch auf das Geschäft zu lenken. Offenbar geht es der Papierbranche noch besser, als ich in der letzten Gesellschafterversammlung gehört habe. Gigi hat über Umwege einen Deal mit einem Fast-Food-Unternehmen abgeschlossen, was eine so große Nachricht ist, dass er sie gut auch schon gestern hätte verkünden können. Meine mamma ist über den Geldsegen völlig aus dem Häuschen, aber nicht, weil wir dann alle in finanzieller Sicherheit sind, weit gefehlt.

„Fantastico“, ruft sie, „man weiß ja nie, wofür man plötzlich viel Geld brauchen kann. Zum Beispiel für ein neues Haus oder für große Feste!“ Ihr Blick saust von Giulio zu mir und wieder zurück, bis wir uns auch ansehen und beide bei dem Gedanken, eine riesige italienische Hochzeit für uns auszurichten, lachen müssen. Ich gebe zu, ich könnte es schlimmer treffen. Giulio hat letzte Nacht bewiesen, dass er auch ohne Klamotten pure Lebensfreude verströmt, aber wir kennen uns einfach zu lange … oder vielleicht auch nicht. Ich bin zu müde, um jetzt darüber nachzudenken, und stehe auf, um mich für die Arbeit fertig zu machen.

Giulio folgt mir in den Flur und nimmt meine Hand. „Das war wirklich schön.“ „Ja, fand ich auch.“ Ich bin ein wenig verwirrt, weil er plötzlich so einen verbindlichen Ton in der Stimme hat. „Ich bin ja noch ein paar Tage hier“, sagte er. „Ich meine, wir könnten uns doch auch mal bei dir treffen, oder du zeigst mir die Stadt?“ Giulio kennt die Stadt ganz genau und weiß, dass ich das weiß. Er legt den Kopf schief und blinzelt mich mit seinen lachenden Schokoladenaugen an. „Im Ernst?“ Er nickt. „Mein absoluter Ernst. Ich finde es schön, zur Abwechslung mal mit jemandem zusammen zu sein, den ich wirklich mag.“ Mit diesen Worten drückt er mir einen Kuss auf die Lippen und geht zurück in die Küche. Er dreht sich noch einmal um und sagt: „Ich hole dich um sieben von der Arbeit ab. Keine Widerrede.“ Als ich im Auto sitze, frage ich mich, wie aus mir eine Frau werden konnte, die nur noch von Männern umgeben ist, die ihr sagen, was sie tun soll.

Mackenzie blickt auf die Uhr, als ich ins Büro komme, und zwar mit dieser Art Blick, die sagt: „Es ist zehn nach zehn, und wäre das mein Laden, wäre ich spätestens um acht Uhr hier gewesen.“ Seine Augen sehen aus, als wäre heute die Sonne nicht hinter den Wolken hervorgekommen, so dunkel sind sie. Ich nicke ihm kurz zu und verschwinde in mein Zimmer, aber dann fällt mir ein, dass cool sein taktisch nicht das Richtige ist, wenn man seinen neuen Großkunden pflegen will. Also drehe ich um und schmeichele mich an den Türrahmen, als wären wir gute Freunde. „Ich habe die halbe Nacht darüber nachgedacht …“, fange ich an.

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„Das bezweifle ich“, unterbricht er mich. „Ihr Kundentermin scheint so lange gedauert zu haben, dass Sie nicht mal Zeit hatten, sich umzuziehen. Was Sie in Ihrer Freizeit tun, geht mich nichts an. Was mich sehr wohl etwas angeht, ist, wenn Sie unsere Teamarbeit sabotieren. Daher schlage ich vor, Sie bringen sich up to date und treffen mich in 40 Minuten im großen Konferenzraum, damit wir die Kampagne auf den Weg bringen können.“ Damit steht er auf und macht mir die Tür vor der Nase zu.

Ich könnte explodieren vor Wut und reiße die Tür wieder auf. Dies ist mein Büro. Und es ist mein Leben. Und meine Entscheidung, wie ich meinen Arbeitstag und auch meine Nächte verbringen will. Mein ganzer Körper zittert, und bevor ich es überhaupt merke, stehe ich Kopf an Kopf mit ihm und starre in seine gewitterumwölkten Augen. Meine Pupillen sind wahrscheinlich riesig. „John Mackenzie“, sage ich, „das geht entschieden zu weit!“

Wir stehen wie Ziegenböcke aneinandergedrängt und schieben uns durch den Raum. Ich schnaube. Er knurrt. Es ist vollkommen lächerlich. Es ist so lächerlich, dass ich anfange zu lachen, bis auch er lacht. „Entschuldigung“, sagt er, „ich bin vielleicht auch ein bisschen angespannt.“ „Geht mir genau so“, sage ich. „Vertragen wir uns wieder.“ Ich halte meine Arme auf, damit wir uns mal so richtig drücken können. „Na klar“, sagt er und umarmt mich fest und ausgiebig. So findet uns Alice, meine Assistentin.

„Ähm, ich will nicht stören“, sagt sie, „aber brauchen wir gleich was zum Essen im Konferenzraum, oder wird das eine eher kurze Sache?“

Eines muss man John Mackenzie lassen: Er arbeitet wirklich präzise, souverän und vorausschauend, und wenn wir wirklich als Team arbeiten, kommen wir zu außergewöhnlich guten Ergebnissen. Als ich das nächste Mal auf die Uhr schaue, ist es 18 Uhr 45. Mackenzie folgt meinem Blick. „Wollen wir etwas essen gehen?“ „Ich kann leider nicht“, sage ich. „Ich bin schon verabredet.“ Seine Pupillen verdunkeln sich kurz, aber nur für einen Moment. „Dann beim nächsten Mal. Wäre schön, wenn Sie mir mal die Stadt zeigen würden.“ Noch einer, der mich als Fremdenführerin haben will.

Giulio steht schon unten, um mich abzuholen. Nicht mit dem Auto, sondern mit zwei Leihrädern. „Umweltfreundlich“, sage ich. „Man tut, was man kann.“

Beim Essen verkündet Giulio, dass er länger bleibt als geplant. „Ich habe ein paar neue Kunden in Deutschland, die sehr interessant sind, außerdem habe ich mich an einem Startup für den amerikanischen Weinmarkt beteiligt. Das hier“, er zeigt auf uns beide und den Tisch, „können wir also häufiger machen.“

Als Giulio auf der Toilette ist, leuchtet mein Handy auf. Eine Nachricht von Atlas. Ohne dass ich es will, macht mein Herz einen Sprung. „Wann kommst du nach Hause?“, steht dort. „Ich habe eine Überraschung für dich.“ Ich bin hin- und hergerissen. Wenn ich Giulio mit nach Hause nehme, muss ich die ganze Geschichte erklären. Dann muss ich auch zugeben, dass ich mich seit Wochen von einem Unbekannten fernficken lasse. Das wirft ein merkwürdiges Licht auf mich. Und ich will das mit Giulio genießen, solange es schön und vor allem unkompliziert ist.

„Du, Giulio“, sagte ich darum, als wir bezahlt haben. „Ich kann dich heute nicht mitnehmen, weil ich noch so viel Arbeit erledigen muss. Aber wenn du willst, zeige ich dir einen meiner Lieblingsorte.“ Was Stella-Code ist für „Lass uns im Freien vögeln“.

Die Lichtung im Park bei mir um die Ecke habe ich vor Jahren mal entdeckt, und ich bilde mir ein, dass sie außer mir niemand kennt. Sie liegt hinter einem Haus des Gartenbauamtes, ist von alten Forsythien gesäumt und mit ganz zartem Gras bewachsen. Wenn man sich anstrengt, kann man um diese Jahreszeit gegen 21 Uhr 30 Andromeda sehen. Aber heute ist der Himmel bedeckt und die Luft wärmer als sonst – was auch nicht schlecht ist. Giulio legt mich auf den Rasen und beugt sich zu einem Kuss herunter. Offenbar hat er Romantik im Sinn. Aber nicht mit mir. Ich lasse meine Beine auseinandergleiten und umschlinge seine Hüften. Gut, dass ich einen weiten Rock angezogen habe. Meine Finger öffnen seine Gürtelschnalle so hektisch, dass Giulio lacht: „Nicht so eilig!“ Aber er versteht nicht. Ich habe es wahnsinnig eilig. Sekunden später liegt sein schöner Schwanz in meiner Hand, und wir arbeiten beide daran, das Kondom darüberzuziehen. Als er schließlich in mich eindringt, fühle ich mich an den Abend im Club erinnert, als Atlas mich versetzt, mir aber gleichzeitig eine der aufregendsten Nächte meines Lebens beschert hat. Ich komme innerhalb von Sekunden, scheint mir. Und dann noch mal, und mein Lustschrei steigt in den Nachthimmel, obwohl ich eigentlich meine Klappe halten wollte.

Als ich meine Wohnung betrete, ist es 22 Uhr 50. Auf dem Tisch im Flur liegen ein großes Paket und ein Zettel meiner Putzfrau, die das Geschenk mittags von einem Kurier entgegengenommen hat. Als ich das Papier weggerissen habe, kommt eine große Flasche Rotwein zum Vorschein. Es ist die gleiche Marke, die ich neulich bei meinen Eltern getrunken habe. Als wäre das nicht seltsam genug, liegt ein neues iPhone dabei, eine Augenbinde aus Seide und ein Zettel.

Ich finde, du solltest ein Telefon haben, das nur für dich und mich bestimmt ist. Zieh dich aus, leg dir die Augenbinde an und warte. Ich rufe dich gleich an.

Ich müsste natürlich vollkommen verrückt sein, um mich für Telefonsex mit einem Fremden auszuziehen und dann, ohne dass ich ihn sehen kann, meinen Körper zu zeigen. Wer würde denn so was machen?

Ich.

Fortsetzung folgt

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Paula Lambert, Office Nights, erscheint bei HarperCollins. Weitere Titel aus der Reihe CLUB von Harper Collins finden Sie hier.