vor 9 Monate

Rita Falk lüftet neue Eberhofer-Geheimnisse

Er ist der wohl prominenteste Dorfpolizist Bayerns und weit über den Weißwurstäquator hinaus bekannt: Franz Eberhofer, literarische Gestalt und Kinoheld, aus der genialen Feder von Bestsellerautorin Rita Falk. Seit Jahren veröffentlicht die Autorin, die selbst in der Nähe von München lebt, einen Eberhofer-Fall nach dem anderen – von „Winterkartoffelknödel“, über „Sauerkrautkoma“ (aktuell in den deutschen Kinos zu sehen) bis hin zum aktuellen Band „Kaiserschmarrn-Drama“ in Millionenauflage. Am 21. September erscheint jetzt ihr neues Geschenkbuch „Eberhofer, Zefix!“ mit vier Kurzgeschichten außerhalb der Romanreihe. Dafür mit pikanten Details aus Eberhofers Privatleben! Wir haben die Gelegenheit genutzt und Rita Falk nach Eberhofers (Erfolgs-)Geheimnissen gefragt.

Liebe Frau Falk, ganz aktuell läuft Eberhofers 5. Fall „Sauerkrautkoma“ in den Kinos und ist so erfolgreich wie kaum eine andere deutsche Produktion. Sind Sie stolz auf Franz‘ Erfolgsgeschichte? Was macht den Eberhofer so kultig und zum Liebling von Lesern und Zuschauern?

Rita Falk: Natürlich bin ich megastolz auf meinen Eberhofer. Ich glaube, die Leute sind einfach gern in Niederkaltenkirchen, fühlen sich als Teil dieses Kosmos oder als Familienmitglied. Ich bin ja selber gern in Niederkaltenkirchen. Sonst hätte ich es auch nicht geschafft, neun Teile darüber zu schreiben.

Welche Eberhofer-Geheimnisse lüften Sie im neuen Kurzgeschichten-Band „Eberhofer, Zefix“, die bis jetzt unter Verschluss waren?

Rita Falk: Da gibt's einiges aus Franz' Privatleben zu erfahren. Wie er beispielsweise zu seinem Hund Ludwig gekommen ist. Oder warum es wenig Sinn macht, wenn die Oma beim Preisausschreiben eine Raftingtour gewinnt mit anschließendem OpenAirkonzert.

In Ihren Heimatkrimis spielen Sie mit jeder Menge liebenswerter, aber auch mal etwas boshafter bayrischer Klischees. Was lieben Sie an den Bayern und woran könnten die Bayern arbeiten…?

Rita Falk: Ich liebe alles an Bayern und fühle mich dort unglaublich wohl. Wenn man sich auf dieses Volk einlässt, wird man wunderbare Menschen treffen. Spinner gibt's dort auch, ganz klar. Aber die gibt's ja überall.

"Fast in jeder Familie gibt's eine Schleimsau."

Sind Ihre „Provinz-Themen“, inklusive der menschlichen Abgründe, eigentlich universell? Könnte das Nest Niederkaltenkirchen auch in Norddeutschland liegen? Oder ist der Bayer doch speziell…

Rita Falk: Niederkaltenkirchen ist sehr universell. Solche Dörfer gibt es überall. Der Slang unterscheidet sich vielleicht und auch der eine oder andere Wesenszug. Aber unterm Strich ist überall ein Wolfi, ein Flötzinger und der Metzger deines Vertrauens. Familien, wie die Eberhofer eine ist, sind weltweit unterwegs und fast in jeder davon gibt's eine Schleimsau.

Alle Ihre Romane der Franz Eberhofer-Reihe haben kulinarische Titel: Von Knödeln, über Dampfnudeln, Zwetschgendatschi und Leberkäs bis hin zum Kaiserschmarrn. Wie wichtig ist die bayrische Küche in Ihren Büchern, was essen Sie eigentlich selbst am liebsten und was würden Sie nie essen?

Rita Falk: Essen und Kochen ist für mich unglaublich wichtig. Am liebsten im Kreise der Familie oder mit lieben Freunden. Gern lange, im Kerzenschein und mit einem guten Glas Wein. Ich esse fast alles, sehr gern italienisch. Und was ich nie essen würde, sind Insekten, Würmer und Spinnen... egal, wie modern das grad ist und wieviele nahrhafte Inhaltsstoffe das Krabbelzeug haben will.

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