vor 2 Wochen

Wenn die Gier eskaliert: Marc Elsberg

Foto @ Clemens Lechner

Was wäre, wenn…?

Was wäre, wenn Hacker das europäische Stromnetz lahm legen würden? Was wäre, wenn unsere im Netz gesammelten Daten gegen uns verwendet würden? Was wäre, wenn unsere Gene nicht unser Schicksal wären, sondern nur eine Option? Brisante Fragen wie diese stellt Bestsellerautor Marc Elsberg in seinen ausgezeichneten Wissenschaftsthrillern und trifft damit erschreckend genau den Nerv der Zeit. Nach „Blackout“, „Zero“ und „Helix“ ist jetzt sein neuer Thriller „Gier“ mit aktueller Krisenthematik erschienen.

Gier mit tödlichen Folgen

Marc Elsberg – der sich selbst einen „Nachrichten-, Informations- und Wissensjunkie“ nennt – ist gefragter Gesprächspartner in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Recherchiert er doch akribisch genau seine Hochspannungsthriller, bei denen sich stets die Frage stellt: alles Fiktion oder schon Realität? So wie in seinem neuen Roman „Gier“, in dem eine neue Wirtschaftskrise, Sparpakete, Bankenrettungen und Massenarbeitslosigkeit die Menschen auf die Straße treiben. Ein Szenario nah an der Realität, in der in Frankreich die Gelbwesten für mehr soziale Gerechtigkeit demonstrieren, Donald Trump Handelskrieg führt und im Mittelmeer Menschen auf der Flucht vor Armut und Gewalt ertrinken.

In „Gier“ lässt Elsberg diese Entwicklungen gipfeln, mit tödlichen Folgen für den renommierten Nobelpreisträger Herbert Thompson. Dieser hat eine Formel entwickelt, die die Welt verändern könnte. Sie soll Wohlstand für alle ermöglichen. Doch bevor er sie der Weltöffentlichkeit vorstellen kann, wird er ermordet.

Sie existiert: Die mathematische Formel, die Wohlstand für alle ermöglicht

Marc Elsberg: "So viel sei verraten: diese Formel existiert wirklich. In einer aufwändigen Recherche und in intensivem Austausch mit den Wissenschaftlern, die die Grundlagen dafür entwickelt haben, habe ich daraus eine spannende, für uns alle verständliche Geschichte gemacht." Elsberg tritt den Beweis im Roman an und erklärt den Ansatz: "Vereinfacht kann man sagen, dass unser Wirtschaftssystem auf einem 300 Jahre alten Rechenfehler beruht". Wohlstand für alle sei möglich. "Die grundsätzliche Idee dahinter ist eine, die wir alle kennen und intuitiv wissen, dass Zusammenarbeit mehr Wert bringt als gegeneinander zu arbeiten."