Alte weiße Männer

Ein Schlichtungsversuch

Sophie Passmann

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"Beweis erbracht: Unbestechlichen Feminismus gibt es auch in lustig. Sogar in sehr lustig! Großartig!" Anne Will.
Sophie Passmann ist Feministin und so gar nicht einverstanden mit der Plattitüde, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Sie will...

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Kommentare zu "Alte weiße Männer"

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  • 5 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    nicigirl85, 06.04.2019

    Als Buch bewertet

    Titel: Augenöffnend und bereichernd für jede Frau der Neuzeit...

    Gleich vorweg: Ich bin weder Feministin, noch war mir Frau Passmann vor der Lektüre allzu bekannt und dennoch finde ich ihr Buch wichtig und interessant.

    Sophie führt in ihrem Buch Gespräche mit Männern, die vermehrt aus der Medienbranche kommen, weil das die alten weißen Männer sind (oder zu solchen werden könnten), die ihr im alltäglichen Leben gefährlich werden könnten (oder beruflich) und durch die Medien den meisten Lesern bekannt sein dürften.Und wie wir alle wissen, wird ein Klemptner oder Bauarbeiter bereits aufgrund seiner Stellung nie ein alter weißer Mann werden, weshalb eben diese Jungs nicht im Buch auftauchen.

    Ich muss gestehen, dass ich den ein oder anderen Mann erstmal googlen musste, um ein Gesicht vor Augen zu haben. Für meinen Geschmack hat die Autorin eine ausgewogene Wahl an männlichen Interviewpartnern gewählt.

    Das Buch ist komplett gegendert, was mich beim Lesen anfänglich gestört hat, aber je mehr ich las, desto deutlicher wurde mir wie wichtig es ist, dass es eben nicht nur Spitzenpolitiker, sondern eben auch Spitzenpolitikerinnen gibt.

    Das Buch verspricht keine Lösung für das Problem Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, aber das hatte ich gar nicht erwartet. Vielmehr zeigt es auf wie unsere Gesellschaft aktuell so tickt und dass noch jede Menge passieren muss, damit es keine Unterschiede mehr gibt.

    Ich hatte bisher immer die Einstellung, dass es keine Quote braucht, denn schließlich will man bei einem Job genommen werden, weil man die Beste ist, aber oft wird man auch als Beste nicht genommen, weil man eine Frau ist. Hier wurden mir regelrecht die Augen geöffnet, dass die Quote schlichtweg nur eine Chance von vielen ist.

    Gerade bei den Chefredakteuren habe ich meine männlichen Vorgesetzten wiedererkannt, was mich peinlich berührt und zum Schmunzeln gebracht hat.

    Besonders geschockt war ich übrigens von den Gesprächen mit Jörg Thadeusz und Rainer Langhans. Diese Herren hatte ich eigentlich als sehr liberal und in die Schublade "Frauenversteher" gepackt. Interessant wie sich an so einem Thema wie Feminismus dann doch die Geister scheiden.

    Ansonsten mochte ich beim Lesen das Laute, das leicht Nörgelige und Aufmöpfige der Autorin, was mich stark an mich selbst erinnert hat. Wahrscheinlich hat man als Frau nur dann die Möglichkeit wahrgenommen zu werden, wenn man nicht so bequem ist wie einen die Männer gerne hätten.

    Das Einzige was ich maximal zu kritisieren hätte ist die Farbe des Bucheinbandes: warum ausgerechnet rosa? Ist nicht mittlerweile grün das neue pink?

    Fazit: Ein großartiges Buch, das mich sehr gut unterhalten hat und mir nach der Lektüre einen enormen Wissenszuwachs verschafft und meine Einstellung zu bestimmten Themen noch geschärft hat. Für mich ein Buch, das von jeder Frau gelesen werden sollte. Klare Kauf- und Leseempfehlung!

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Martina W., 23.04.2019

    Als eBook bewertet

    Das Buch ist so toll!
    Die Autorin kann hervorragend formulieren, allein das macht das Lesen zu einem großen Vergnügen. Der pointierte und kluge Stil hat mich sehr angesprochen, dafür allein die 5 Sterne.
    Die Interviews mit den Männern schildert sie offen, auch ihre eigenen gelegentlichen Irritationen. Sie zeigt ganz deutlich, wo sie „alte weiße Männer“ sind und wo nicht. Dazu reicht es eigentlich schon, sie zu zitieren. Einige der porträtierten Männer haben mich überrascht, sowohl positiv als auch negativ.
    Mir ist es etwas zu wenig, den „alten weißen Mann“ nur im Umgang mit Frauen zu definieren – diese Sorte Männer entlarvt sich doch in nahezu allen Bereichen des Lebens; vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht als Feministin bezeichnen würde, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit ist für mich schlicht Gerechtigkeit und nicht „nur“ Gleichberechtigung.
    Inzwischen schau ich fast überall – vor allem in den Medien – wer so ein „Typ Mann“ ist – sie sind tatsächlich leicht zu identifizieren!

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    janein

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