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Charlotte

Roman
 
 
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Der ergreifende Roman eines viel zu kurzen Lebens - der Todestag von Charlotte Salomon jährt sich am 10.10. zum 60ten Mal.

»Das ist mein ganzes Leben« - mit diesen Worten übergibt Charlotte Salomon einem Vertrauten 1942 einen Koffer voller Bilder....
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Kommentare zu "Charlotte"
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  • 4 Sterne

    7 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Kaffeeelse, 10.10.2018

    Als Buch bewertet

    Charlotte Salomon, deren Leben wird in diesem biographischen Roman beleuchtet. Geboren am 16. April 1917, wächst sie in einem liberalen jüdischen Haushalt in Berlin Charlottenburg auf, der Vater ist Albert Salomon, ein jüdischer Arzt und die Mutter Franziska, geborene Grunwald, eine ehemalige Krankenschwester. In ihrer Kindheit muss Charlotte den Verlust der Mutter verkraften, ihr wird gesagt sie verstarb an einer Grippe, aber eigentlich hat sie sich 1926 umgebracht. Nun wird Charlotte von Kindermädchen großgezogen, was sich bei dem etwas wilden Charakter von Charlotte etwas schwierig gestaltet. Erst 1930 heiratet Albert Salomon erneut, Paula Lindberg, eine Sängerin, und mit dieser zieht wieder so etwas wie eine Mutterfigur in das Leben Charlottes ein. Wobei die Beziehung der beiden immer etwas wechselt. Ins Gymnasium geht sie bis 1933, bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten, sie beendet das Gymnasium frühzeitiger wegen beginnender Schikanen jüdischen Mitbürgern gegenüber. 1935/1936 geht sie an die Schule für bildende Kunst und erkennt wofür sie brennt, für die Malerei. Etwas später tritt auch Alfred Wolfsohn in ihr Leben, eigentlich der Gesangslehrer von Paula Lindberg, bei ihm erkennt Charlotte, das sie neben der Malerei auch noch für etwas anderes brennen kann.

    Das Ganze hier nur als eine kurze Zusammenfassung einiger wichtiger Daten von Charlotte Salomon. Gefallen hat mir die sehr empathische Beschreibung der Person Charlotte. Dem Roman zufolge und auch meiner anderen Recherchen im Netz muss Charlotte eine recht strahlende Person gewesen sein, definitiv eine Ausnahmekünstlerin, deren weiteres Künstlerleben uns sicher noch einiges beschert hätte, aber durch ein menschenverachtendes Regime frühzeitig beendet wurde.

    Ich habe die Künstlerin vorher nicht gekannt, also vielen Dank an den Verfasser, die Recherche und das Betrachten der Bilder hat mir viele Empfindungen gebracht und Neues für mein/e/n Hirn/Geist/Seele.

    Gut dargestellt finde ich die Einblicke, die dem Leser gewährt werden, durch die Schilderung der familiär gehäuften Depressionen der Familie Grunwald. Es macht sehr betroffen, wenn man sieht, dass eine nicht erfolgte medikamentöse Therapie solche Folgen hat. Und gleichzeitig können wir heute sehr froh sein, dass der Stand der heutigen Medizin ein anderer ist.

    Den Schreibstil des Herrn Foenkinos fand ich interessant und gekonnt. Kurze Sätze in fast versartiger Struktur. Am Anfang des Buches habe ich mich gefragt ob da meine Emotionen nicht zu kurz kommen. Nein, ganz gewiss nicht. Trotz dieser Struktur sprudelten meine Gefühle regelrecht. Danke dafür. Auch die immer wieder eingestreuten Informationen des Herrn Foenkinos zu seinem Schaffensprozess/Recherchen fand ich großartig.

    Am Ende möchte ich noch eine Fußnote erwähnen. "Die Optimisten kamen nach Auschwitz, die Pessimisten nach Beverly Hills" nach Billy Wilder S. 55

    Und noch etwas, dieses Buch wäre eine perfekte Lektüre für Schulklassen oder Lehrlinge. Damit allen klar wird. So etwas darf nie wieder geschehen!

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  • 5 Sterne

    6 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 12.08.2015

    Als Buch bewertet

    Der Roman "Charlotte" des französischen Autors David Foenkinos ist in Frankreich ein Bestseller gewesen. Dementsprechend gespannt war ich auf die Lektüre.

    INHALT
    Charlotte Salomon ist ein zurückhaltendes, in sich gekehrtes Mädchen mit einer Schwäche für Kunst, vor allem für die Malerei. Sie wächst in Charlottenburg bei ihrer Mutter auf. Der Vater Albert ist ein vielbeschäftigter Arzt und findet kaum statt. Sie hat starke Verlustängste und kommt mit dem Tod der geliebten Mutter nur schwer zurecht. Niemand sagt ihr, dass ihre Mutter Selbstmord begangen hat und dies nicht der einzige Fall in der Familie mütterlicherseits ist.

    Als die mondäne Sängerin Paula Charlottes Stiefmutter wird, ändert sich das Familienleben immens. Es wird fröhlicher und bunter. Sie beginnt zu malen und wird trotz Naziherrschaft als Jüdin zur Kunstakademie zugelassen. Sie hat großes Talent. Doch in Deutschland nehmen die Repressalien gegen die Juden nach 1933 stetig zu. Infolge verlieren die Eltern ihre Arbeit und Vater Albert kommt nach Sachsenhausen.1938 flüchtet Charlotte vor der Verfolgung nach Südfrankreich; auch wenn sie dafür nicht nur ihre geliebte Heimat, ihre Eltern und ihre große Liebe Alfred verlassen muss. Der Neuanfang wird nicht leicht, aber Kunst kann Leben retten...

    MEINUNG
    Ich habe den 240 Seiten umfassenden Roman mit Interesse und Hingabe gelesen. David Foenkinos schafft es, den Leser durch seine famose Erzählkunst die Schrecken des 20. Jahrhunderts auf eindrückliche Weise zu schildern und damit nachdenklich zu stimmen. Er klagt nicht an, sondern bleibt auf der beschreibenden Ebene, was ich emotional noch eindrücklicher fand. Seinen klaren, schnörkellosen Erzählstil, der sich aus kurzen Parataxen zusammensetzt, kann man nur bewundern, weil er genügend Raum zum eigenen Denken/Sinnieren lässt und pointiert wirkt. Indem er kein Wort zu viel sagt, sagt er m. E. schon viel.

    Ich kannte die deutsche Malerin Charlotte Salomon vor dem Lesen dieses Romans nicht. Ich fühle mich geehrt sie auf diesem Wege kennengelernt zu haben und kann dem Autor für die Schaffung dieses ganz persönlichen Denkmals nur danken. Einzig ein paar abgedruckte Malereien hätte ich mir noch gewünscht, um ein allumfassendes Bild von der fragilen, aber überaus talentierten Malerin zu erhalten. Es hat mir zudem ausgesprochen gut gefallen, dass Foenkinos seine eigenen Rechercheunternehmungen bzw. seine Leidenschaft für die Kunst Salomons in den Roman an der ein oder anderen Stelle hat mit einfließen lassen.

    Der Inhalt - Charlotte Salomons Biografie - reißt mit und überzeugt durch leise, eindringliche Töne. Es wird viel auf die Seelenzustände der in sich zerrissen Protagonistin eingegangen. Ihre Verletzlichkeit wurde authentisch nachgezeichnet.Die familiäre Tragödie und die Judenverfolgung sind zentrale, immer wiederkehrende Motive dieses spannenden Romans, der niemanden unbewegt zurücklassen wird.Auch wenn die Verbrechen der Nationalsozialisten nur angerissen werden, so bekommt man doch einen Einblick in die Unmenschlichkeit und Brutalität dieses Regimes gegen Minderheiten.

    FAZIT
    Eine traurige bis düstere Geschichte, dessen zurückgenommene Sprache mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Ich bin begeistert und kann dieses Buch nur jedem geschichts- und literaturinteressierten Leser empfehlen.

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