Das Lied des Nordwinds, Christine Kabus

Das Lied des Nordwinds

Norwegenroman

Christine Kabus

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Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise
Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Wendepunkt:
In Stavanger tritt Liv, ein Mädchen aus ärmsten...

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  • 5 Sterne

    Lulu2305, 20.04.2018

    „Nur wer den Mut zu träumen hat, hat auch die Kraft zu kämpfen!“

    „Das Lied des Nordwinds“ von Christine Kabus ist ein Norwegenroman, der die Geschichte zwei Frauen aus unterschiedlichen Schichten erzählt. Er spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts, und hat als Kulisse sowohl die beginnende Frauenbewegung, als auch das Kämpfen Norwegens um die Unabhängigkeit von Schweden. Er ist in sich abgeschlossen, greift aber eine Nebenhandlung aus dem Roman „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ von Christine Kabus auf.
    Karoline von Blankenburg-Marwitz hat bereits in jungen Jahren ihren Mann Moritz geheiratet. Seit dem Beginn der Ehe wird sie von diesem allerdings eher ignoriert und auf dem Familienanwesen zurückgelassen. Dort lebt sie eher zurückgezogen und in Geschichten aus Frauenzeitschriften versunken, während ihre Schwiegermutter keine Gelegenheit auslässt sie zu schikanieren und ihr klar zu machen, dass sie eigentlich nutzlos sei. Immerhin ist die Ehe zwischen Moritz und Karoline bisher kinderlos geblieben und die Familie Blankenburg-Marwitz bangt um den Familiensitz, da die finanzielle Situation aktuell nicht rosig ist und das Familienerbe an den verhassten Neffen Kilian fallen würde, sollte ein Nachfolger ausbleiben oder die Familie tatsächlich bankrott gehen. Nachdem Moritz plötzlich schwer an einer Geschlechtskrankheit leidet und zur Kur fahren muss, bitten Karolines Schwiegereltern sie, ihre Eltern um finanzielle Hilfe zu bitten. Karoline weigert sich, findet aber durch einen Zufall heraus, dass Moritz bereits ein Kind mit einer norwegischen Frau gezeugt hat. Unter dem Vorwand einige Zeit bei ihrer Familie zu verbringen, flüchtet sie sich zu ihrer besten Freundin Ida. Gemeinsam schmieden die beiden einen Plan und Karoline macht sich auf den Weg das uneheliche Kind von Moritz in Norwegen zu suchen, zu adoptieren und mit nach Deutschland zu nehmen.
    In Norwegen beginnt zur gleichen Zeit für das junge Mädchen Liv welches aus sehr armen Verhältnissen stammt, ein neuer Lebensabschnitt. Sie soll von zu Hause fort und als Hausmädchen eine Stellung im Haushalt eines Pastors und dessen Familie annehmen. In dieser Familie wird ihr schnell klar, dass der Sohn der Familie, Elias, keinen leichten Stand hat. Von seinem Vater wird er streng erzogen und häufig unfair behandelt, seine Mutter ignoriert ihn häufig und kümmert sich eher um seine kleine Schwester. Liv beschließt, sich um den Jungen zu kümmern und ihm eine Freundin zu sein. Gleichzeitig begegnet sie während ihrer Dienstzeit ihrer großen Liebe, zeitgleich wirft allerdings auch ein Missionar ein Auge auf die junge Frau und beschließt sie zu heiraten.

    Christine Kabus schafft es mit ihrem neusten Roman wieder einmal den Leser vollständig zu begeistern. Die Charaktere Karoline und Liv kommen aus unterschiedlichsten Lebensverhältnissen und sind jede für sich so authentisch dargestellt, das es leicht ist, sich in das jeweilige Leben hineinzuversetzen.
    Beide Frauen sind zu Beginn des Romans eher zurückhaltend und schüchtern. Sie müssen zunächst die neuen Lebensumstände verarbeiten und begreifen, beginnen dann aber zunehmend selbstbewusster zu werden und schaffen es am Ende dorthin zu gelangen, wo sie gerne sein möchten. Für dieses Ziel müssen sie zunächst aber kämpfen und benötigen einige Kraft und viel Mut um ihre Träume greifen zu können.
    Die Geschichten der beiden Hauptfiguren verwebt Christine Kabus geschickt miteinander. Erst nach und nach versteht der Leser, weswegen die Erlebnisse beider Frauen eine Rolle spielen und vor allem wie sie miteinander zusammenhängen. Da ich das „Geheimnis der Mittsommernacht“ bereits kannte und einen Teil der Zusammenhänge relativ früh erkannt habe, konnte ich mir schon zu Beginn des ersten Abschnittes meinen Teil zu den Zusammenhängen überlegen. Mit meinen Vermutungen lag ich allerdings dann doch falsch, wenn auch nicht völlig daneben, sodass das „Vorwissen“ mir keinerlei Lesespaß genommen hat, sondern ich sogar Freude daran hatte, gewissen Personen wiederzubegegnen.
    Das Ende nimmt dann tatsächlich eine überraschende und rasante Wende mit der ich so überhaupt nicht gerechnet hätte.

    Weiterhin schafft Christine Kabus es dem Leser auch historische Themen näherzubringen, ohne dabei langweilig zu werden. So ist die Frauenrechtsbewegung zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein großes Thema in der gesamten Erzählung und auch die Unabhängigkeitsbewegung Norwegens spielt eine große Rolle. Beides sind Themen, mit denen ich mich zuvor wenig bis gar nicht beschäftigt habe und ich fand es toll, dass immer wieder kleine Informationen in den Fokus gerückt sind und auch Karoline und Liv eine Rolle dabei spielen.
    Außerdem ist natürlich die Beschreibung der Umgebung und der Landschaft wieder großartig dargestellt. Man kann sich alles nahezu bildlich vorstellen und gerade diese Beschreibungen geben den Romanen von Christine Kabus eine unglaubliche Tiefe und Authentizität. Zu keinem Zeitpunkt erschien mir der Roman oberflächlich oder langweilig und ich hatte große Schwierigkeiten ihn nicht in einem Zug durchzulesen.
    Dieser tolle Schreibstil wurde zusätzlich dadurch unterstrichen, dass die Kapitel zwischen Karoline und Liv wechseln, jedes Kapitel aber so spannend endet, dass man eigentlich die andere Figur überblättern und direkt mit der aktuellen Person weitermachen möchte. Dies ist allerdings eher schwierig, denn dann ergibt sich natürlich der Fluss der Geschichte nicht richtig… 

    Der Titel des Romans „Das Lied des Nordwinds“ ließ für mich zunächst keine weiteren Schlüsse auf den Inhalt zu. Im Roman gibt es dann aber eine Textstelle, die direkt auf den Titel schließen lässt. So wird Liv von ihrem Liebsten eine Sage erzählt, in der der Gott des Nordwindes seine Geliebte mithilfe einer Wolke entführt und mit ihr zusammen leben kann. Diese Verknüpfung fand ich sehr schön und ich mag auch den Titel sehr. Auch das Cover ist wieder sehr ansprechend und typisch norwegisch gestaltet. Man kann kaum daran vorbeigehen, wenn man es in der Buchhandlung liegen sieht.

    Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist eigentlich: Das Buch beginnt mit einer Personenliste, ich persönlich finde diese eher lästig als hilfreich und gerade beim eBook blättert man dann doch nicht wieder hin. Für mich ist eine Personenliste bei einem so toll geschriebenen Roman überflüssig, aber hier gehen die Meinungen sicherlich auseinander…

    Fazit
    „Das Lied des Nordwinds“ ist ein weiterer großartiger Roman von Christine Kabus. Ich habe ihn sehr gern gelesen und fand ihn spannend und einfach schön zu lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und empfehle die Romane der Autorin jedem, der gerne Romane liest, die nicht nur oberflächliche Handlung haben, sondern ein gewisses Maß an Tiefgang mitbringen und den Leser in ein wundervolles Norwegen mitnehmen.

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    janein
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