Die Bagage

Roman
 
 
Merken
Teilen
Merken
Teilen
 
 
"Von uns wird man noch lange reden." Monika Helfers neuer Roman "Die Bagage" - eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie

Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die...
lieferbar
versandkostenfrei

Bestellnummer: 128994174

Buch19.60
In den Warenkorb
  • Kauf auf Rechnung
  • Kostenlose Rücksendung
lieferbar
versandkostenfrei

Bestellnummer: 128994174

Buch19.60
In den Warenkorb
"Von uns wird man noch lange reden." Monika Helfers neuer Roman "Die Bagage" - eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie

Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die...

Kommentare zu "Die Bagage"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    5 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Maria B., 01.02.2020

    Wenn Schönheit ein Unglück ist

    Die Autorin ist im vorliegenden Roman ihren Wurzeln nachgegangen und schildert hauptsächlich das Leben ihrer Grossmutter im hintersten Teil eines Dorfes im Bregenzerwald. Von hohen Bergen eingegrenzt, schränkt das Tal auch den geistigen Horizont seiner Bewohner ein. So kann die schöne Maria trotz grosser Armut nur auf Neid und Missgunst stossen, denn die Frauen müssen mitansehen, wie ihre Männer der jungen Mutter von vier Kindern nachsteigen. Noch dazu zieht Marias Ehemann 1914 in den Krieg, und sie muss sich nun selbst gegen alle Nachstellungen zur Wehr setzen. Zum Glück stehen die Kinder ihr tatkräftig zur Seite. Niemand kann jedoch verhindern, dass selbst der Pfarrer von der Kanzel nur aufgrund von Vermutungen gegen die Frau wettert und das Kreuz an ihrem Haus abmontieren lässt.

    Monika Helfer rekonstruiert das Leben ihrer Grossmutter aus den Erzählungen ihrer Tante Kathe. Über die eigene Mutter konnte sie wenig erfahren, weil diese gestorben ist, als die Autorin noch ein Kind war. Doch deren Geschwister zeichnet sie in wenigen Sätzen deutlich genug. Wenn auch mehrmals ein Zeitsprung vollführt und vorgegriffen wird, ist es doch immer klar, warum der Wechsel notwendig war.

    Die kräftige, bodenständige Sprache in diesem Roman kommt mir vor wie Vorarlberger Dialekt, wenn man ihn 1:1 in die "Schreibe" überträgt. Die Autorin scheut sich auch nicht, in einem Absatz Ausdrücke mehrmals zu wiederholen, denn genauso wird auf dem Land gesprochen. Auch ganze Sätze werden zur Bekräftigung gebetsmühlenartig repetiert, und das gibt dem Buch eine tiefe Eindringlichkeit. Obwohl Viel- und mitunter Schnellleserin, habe ich den Text langsam erkundet und jedes Wort genossen.

    Dieses Buch widmet Helfer ihrer eigenen Bagage. Ich kann mir gut vorstellen, dass in einer Kleinstadt wie Hohenems ein Schriftstellerehepaar mit vier Kindern (besonders in ihren Anfängen als Familie) von kulturfernen Leuten so betrachtet worden ist. Auch wenn der Ehemann einer der erfolgreichsten österreichischen Autoren ist und Monika Helfer sich einen sehr guten Namen erschrieben hat.
    Das Coverbild vermittelt den Eindruck einer scheuen Braut, die sich zu schützen versucht. Sehr passend, finde ich.
    Den Roman empfehle ich allen, die mehr über das Leben in kleinen Bergdörfern wissen wollen – und vor allem natürlich allen Helfer-Köhlmeier-Fans.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    5 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    esmeralda19, 31.01.2020

    aktualisiert am 31.01.2020

    Fesselnde tragische Familiengeschichte

    In "Die Bagage" erzählt die Autorin Monika Halfer die Geschichte ihrer Familie, genauer die Geschichte von Maria, ihrer Grossmutter. Ihr Mann Josef muss in den 1. Weltkrieg ziehen. Maria und die Kinder müssen alleine zurecht kommen. In dieser Zeit trifft Maria einen gutaussehenden Mann und wird schwanger mit Grete, der Mutter der Autorin. Josef wird mit dem Kind nie ein Wort sprechen, weil er weiss, dass es nicht von ihm ist.

    Das Buch habe ich sehr schnell gelesen. Die Geschichte wird auf 159 Seiten erzählt. Die Sprache ist sehr gut getroffen: kurze, dann wieder längere Sätze. Beim Lesen kommt man dadurch gut in einen Lesefluss. Die Thematik ist sehr tragisch, wenn man sieht, wie Josef mit Grete umgeht. Alle Achtung der Autorin, wie offen sie ihre Geschichte in diesem Buch beschreibt. Das Buch ist in keine Kapitel unterteilt. Es war aber nicht weiter störend beim Lesen. Ausserdem macht die Autorin viele Zeitsprünge. Ich fand das gut. Sie haben zum Teil die Spannung erhöht, wenn sie etwas vorweggenommen hat. Ich fragte mich dann, wie ist es dazu gekommen.

    Man kann auch eine Geschichte auf 159 Seiten erzählen, der nichts fehlt und alles sehr gut erzählt wurde. Zwischendrin ist die Autorin immer wieder in die Ich-Perspektive gewechselt. Das hat einen noch viel näher an die Geschichte rangebracht. Ich fand den Schreibstil fantastisch. Ein wirklich fesselndes Buch! Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Familiengeschichte mit tragischen Komponenten zur Zeit des 1.Weltkriegs lesen möchte. Er wird es nicht bereuen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nadine S., 11.02.2020

    aktualisiert am 11.02.2020

    Bewegende Familiengeschichte

    Die Autorin beginnt mit ihrer Erzählung zur Zeit des ersten Weltkrieges, genauer im frühen September 1914. Josef und Maria Moosbrugger, die Großeltern der Autorin, leben mit ihren Kindern am äußersten Rand eines Bergdorfes. Sie sind sehr arm und werden von den Dorfbewohnern "die Bagage" genannt. Über die Familie wird viel geredet; die Dorfbewohner vermuten, dass Josef "schrägen und krummen Geschäftchen" nachgeht. Maria ist wunderschön und alle Männer wären ihr gerne nachgestiegen, wenn sie nicht so viel Angst vor Josef gehabt hätten. 
    Josef wird zu Beginn der Geschichte als einer von wenigen Männern aus dem Dorf zur Armee eingezogen. Bevor er loszieht, bittet er den Bürgermeister auf Maria Acht zu geben. 
    Im Laufe der Erzählung lernt Maria den wunderschönen Georg aus Hannover kennen, der sie auch zu Hause besucht. Maria wird schwanger mit Margarete (die Grete), der Mutter der Autorin, und trotz, dass Josef auch auf Fronturlaub in dieser Zeit nach Hause kommt, wird im Dorf gemunkelt, dass das Kind nicht von Josef sein kann. 
    Josef möchte zeitlebens nichts mit diesem Kind zu tun haben und spricht auch nie ein Wort mit ihr. 

    Auf 159 Seiten versucht uns die Autorin ihre Familiengeschichte um ihre Mutter näher zu bringen. 

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen, obwohl der Schreibstil (Schachtelsätze) und die unverhofften Zeitsprünge der Erzählerin mich immer etwas im Lesefluss haben stolpern lassen. Etwas schade fand ich, dass nicht mehr auf die Geschichte um Grete, der Mutter der Autorin, eingegangen wurde und dass einige Fragen offen blieben. 

    Trotzdem meinerseits eine klare Kauf- und Leseempfehlung für diese bewegende Familiengeschichte.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

Andere Kunden kauften auch

Mehr Bücher von Monika Helfer

  • Kauf auf Rechnung
  • Kostenlose Rücksendung