Die schönsten Liebesgeschichten

Iwan S. Turgenjew

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    Wedma _., 01.11.2018

    „Die schönsten Liebesgeschichten“ von Iwan Turgenew (1818-1883) habe ich sehr gern gelesen und empfehle sie auch gern weiter. Ein schönes Geschenk an die Leser zu seinem 200. Jubiläum.
    Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut: „Iwan Turgenjews Prosawerke gehören zusammen mit den Romanen Lew Tolstojs und Fjodor Dostojewskis zu den Höhepunkten des russischen Realismus im 19. Jahrhundert. Neben Lyrik, Dramen und seinem berühmten Roman Väter und Söhne hat Turgenjew zahlreiche Erzählungen verfasst. Seine melancholischen Liebesgeschichten nehmen dabei einen besonderen Rang ein. Dieser Band enthält die schönsten davon. Ausgangspunkt ist zumeist ein psychologisch besonderer Fall, oft mit geheimnisvoller Komponente – wofür in den Romanen des Zeitkritikers kaum Platz war.“
    Es sind neun Geschichten insg. Die ersten zwei sind eher kurz, 13 und 15 S., die weiteren fallen länger, 35-80 S., und deutlich komplexer aus.
    Mir war, als ob ich Russland 1840-1860 Jahre besucht hätte.
    Gerade die ersten Geschichten bezaubern durch Naturbeschreibungen, die nicht nur von ihrer Schönheit ein Lied singen, vielmehr legen sie Zeugnis von der wohl geübten Beobachtungsgabe des Autors und seinem schriftstellerischen Können ab.
    Bei den Naturbeobachtungen bleibt es wohl freilich nicht. Jede der neun Geschichten hat zutreffende Aussagen, was menschliche Natur anbetrifft, damals wie heute, viele tragen auch einen gesellschaftskritischen Charakter, was man oft eher zwischen den Zeilen herausliest. Die Rolle der Frau wurde allerdings sehr deutlich thematisiert.
    Oft fiel Turgenews Lebensweisheit auf, die er mit seinen Lesern gern teilt, z.B. in „Faust“, der Geschichte, die in Briefform verfasst ist, was auch den Inhalt optimal zum Leuchten bringt. Da schreibt ein Gutsbesitzer mittleren Alters, der irgendwo in russischer Provinz auf seinem Gut lebt, seinem Freund, was ihm im Sommer 1850 passiert war. Natürlich ist es eine Liebesgeschichte, psychologisch fein, mit subtil steigender Spannung, die mich bis zum Schluss gefesselt hielt, auch weil ich erfahren wollte, wie sich das ganze Gebilde aus neu entflammter Liebe, Pflichtgefühlen, neu gewonnenen Einsichten usw. auflöst. Wie so oft im Realismus gab es kein besonders glückliches Ende, was diese Werke wiederum stimmig und lebensecht macht.
    In allen Geschichten war ich sehr beeindruckt von Turgenews Art, die Frauen, ob jung oder reif, so authentisch zu zeichnen, dass sie mir zum Greifen nah erschienen. Von „Asja“, spielt übrigens in Deutschland am Rein, dort wo die Weinreben die umliegenden Berge zieren, unter den jungen vermögenden Kleinadeligen, die sich dort zufällig treffen und eine Art Freundschaft anfangen, war ich hin und weg. Hier ist Turgenew nicht nur ein komplexer Frauencharakter gelungen, er vermochte die Liebe und die Unmöglichkeit ihrer Erfüllung so in Worte zu fassen, dass all dies noch lange nach dem Umblättern der letzten Seite nachhallte.
    In der letzten Geschichte (Klara Militsch) beweist Turgenew nicht nur seine Beobachtungsgabe, sondern auch seinen Humor. Fein ironisch zeichnet er so manchen möchte-gern-Künstler, die am Anfang auftreten. Diese Gestalten standen sofort klar vor meinem inneren Auge. Ich musste paarmal schmunzeln und nicken: Passt. Wie dem wahren Leben entsprungen. Die Geschichte nahm einen eher mystischen Verlauf. Sehr gekonnt erzählt.
    Eine Geschichte pro Abend, genüsslich langsam gelesen, erwies sich als ein guter Ansatz: Einerseits um genug Raum diesen Meisterwerken zu geben, damit sie sich zur vollen Größe entfalten können, andererseits um zu gewährleisten, dass das Buch nicht allzu schnell durchgelesen wird. Ich freute mich, abends zu diesem Band zurückzukehren, um in diese vergangene Epoche wieder einzutauchen.
    Das Coverbild passt hier übrigens sehr gut, denn diese Atmosphäre durchdringt viele der hier zusammengefassten Geschichten.
    Paar Sätze fürs Zitatenheft:
    „Mit dem Glück verhält es sich wie mit der Gesundheit: Wenn wir es nicht bemerken, heißt es, dass wir es haben.“ S. 116.
    „Jeder ist also Schöpfer und zugleich Geschöpf seines Schicksals.“ S. 145.
    „Der Verstand einer Frau ist besser als viele Gedanken.“ S. 154.
    „Das Glück ist nicht im Sturm zu erobern. Aber man sollte nie vergessen, dass nicht das Glück, sondern die Würde des Menschen das wichtigste Ziel im Leben ist.“ S. 160.
    Es gibt noch viel mehr davon. Sie entfalten aber ihre Aussagekraft, wenn man sie eingebettet in der jeweiligen Geschichte liest.

    Mir hat es viel Spaß gemacht, Turgenew (wieder) zu lesen: In die damalige Zeit einzutauchen; die Welt durch die Augen seiner Figuren zu sehen; zu begreifen, was für sie wichtig war und warum; was ihnen Leid oder Freude bereitete; wie viel für sie Liebe bedeutete uvm.
    Nach einer Pause lese ich das Buch bestimmt nochmals. Ein schönes, erfüllendes Leseerlebnis.

    5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!
    Taschenbuch, 426 Seiten, Insel Verlag, 13.08.2018.

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    janein

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