Eine feine Gesellschaft

Europas Königs- und Kaiserhäuser im Spiegel ihrer Skandale

Martina Winkelhofer

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Seitensprünge, Kurtisanen, Playboy-Prinzen und Prinzessinnen,
die durchbrennen. Dazu eine Presse, die die Skandale ans Licht zerrt:
Dr. Winkelhofer hält der High Society in der Zeit vor dem
Ersten Weltkrieg den Spiegel vor.

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Kommentare zu "Eine feine Gesellschaft"

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Peter Krackowizer, 27.04.2015

    Die Fülle an Daten und Ereignissen hat mich beim Lesen trotz Kapitelstruktur etwas verwirrt

    Wie vieles im Leben hatte auch das Leben der Hochadeligen zwei Seiten. Die eine Seite war ihre über die anderen Menschen stehende Art und ein Leben meist in Luxus. Die andere Seite war ihre oft triste Kinder- und Jugendzeit, die von einer gnadenlosen, teilweise unmenschlichen Erziehung geprägt war, gedrillt zur Erbnachfolge oder und Zwangsheirat. Gründe, die oft zu menschlicher Einsamkeit führten, die viele Hochadelige zeitlebens begleitete.

    Winkelhofer berichtet in Kapitel gegliedert von Tragödien, Fehlverhalten und Erfolge der adeligen Gesellschaft von Mitte des 19. Jahrhunderts bis hinein in die 1920er Jahre. So erzählt sie in „Ich hatte keine Kindheit“ von einer Amme, die als sechsfache Mörderin einen Thronfolger erzog und von einem sadistischen Erzieher, dem die Eltern mehr glaubten als dem Kind und anderem Personal. Dass es „schwarze Schafe und unfähige Prinzen“ gab, schildert Winkelhofer in einem anderen Kapitel. Von widerspenstigen Frauen, von „weitergereichten Bräuten“, mysteriösen königlichen Schwangerschaften kann man im Kapitel über das dynastische Heiratskarussell nachlesen. Welche Rollen Kurtisanen, Halbweltdamen und Callgirls in der adeligen Gesellschaft gespielt hatten und wie die Frauen gegen gesellschaftliche Zwänge zu rebellieren begannen, sind weitere Kapitel. Natürliche geht Winkelhofer auch auf royale Skandale ein, holt gefährliche Gerüchte aus der Versenkung und berichtet vom Ende der Zaren-Herrschaft.

    Durch die Fülle an Daten und Namen war ich beim Lesen dann doch bald etwas verwirrt und musste mehrmals unterbrechen. Personen kommen in unterschiedlichen Kapiteln vor und die Zuordnung ist dann nicht immer einfach. Manche der 83 Bilder sind beeindruckend, manche haben mich schmunzeln lassen wie zum Beispiel das Bild der „bella Rosina“, der Soldatentochter Rosa Vercellana, die der italienischen König Vittorio Emanuele II. nicht standesgemäß geheiratet hatte (es sind die Proportionen der beiden Personen und deren Darstellung, die mich schmunzeln lassen).

    Dass Winkelhofer sorgfältig recherchiert hat, geht aus dem umfangreichen Quellen- und Literaturverzeichnis hervor. Auch 489 Fußnoten belegen die genaue Arbeit der Autorin. Ein Namensregister schließt das Buch, das man sicherlich zwei oder mehrmals lesen sollte, um das Wissen besser verarbeiten zu können.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Chr. Nitterl, 12.02.2015

    sehr interresantes Buch,

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

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